Selbstmord von Mr. WM - Thread versehentlich geschlossen



  • F98 schrieb:

    Ich betrachte "Selbsttötung" als die am härtesten ausgeprägte Form des "Davonlaufens vor Problemen".

    Korrektur: Es ist die ausgeprägteste Form des Davonlaufens vor einem Zustand von dem man nicht weiss, wie man diesen verändern könnte.

    F98 schrieb:

    Solche Menschen sind meiner Meinung nach mental instabil,

    Was man durchaus als eine Art von Krankheit sehen kann. So wie man auch physisch instabil (gebrechlich) sein kann.

    F98 schrieb:

    [...]sie erkennen nicht die Verantwortung, die sie gegenüber anderen Menschen haben und der sie sich rücksichtslos und feige entziehen.

    Das ist Egoismus in Reinstform.

    Dir ist es also lieber, dein bester Freund leidet an psychischen Problemen, die ihm den Lebenswillen rauben und siecht sein Leben vor sich hin, damit er seiner Verantwortung als dein Freund nachkommen kann, anstelle das er dafür sorgt, das es ihm besser geht... Na wenn DAS kein Egoismus in Reinstform ist...



  • junix schrieb:

    ...Dir ist es also lieber, dein bester Freund leidet an psychischen Problemen, die ihm den Lebenswillen rauben und siecht sein Leben vor sich hin, damit er seiner Verantwortung als dein Freund nachkommen kann, anstelle das er dafür sorgt, das es ihm besser geht... Na wenn DAS kein Egoismus in Reinstform ist...

    👍 Daran hatte ich auch gedacht, wollts aber nicht schreiben.



  • Vor sich selbst davonzulaufen ist also Eurer Meinung nach legitim/besser, anstatt sich aktiv mit seinen Problemem auseinanderzusetzen, die Situation zu akzeptieren wie sie ist, an sich zu arbeiten?

    Da hätten sich ja alle nach dem WK II sofort erschießen müssen. Jeder Krebskranke sollte sich sofort die Pulsadern aufritzen. Jeder der Liebeskummer hat von der Brücke stürzen.

    WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank/querschnittsgelähmt/sonstwas ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?

    Bin ich im falschen Film oder was?



  • F98 schrieb:

    Vor sich selbst davonzulaufen ist also Eurer Meinung nach legitim/besser, anstatt sich aktiv mit seinen Problemem auseinanderzusetzen, die Situation zu akzeptieren wie sie ist, an sich zu arbeiten?

    Wenn man nicht glaubt, dass es sich lohnt/möglich ist, was spricht dagegen? 😕 [Tipp: nichts, was für alle gilt]



  • WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank[...] ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?

    was meinst du, wieso diese Leute psychisch krank heissen? Was meinst du, wie hoch der Wert unserer Moralvorstellungen für jemanden ist, der sich schon lange aufgegeben hat?



  • Lügner schrieb:

    was spricht dagegen?

    man kann es nicht rückgängig machen. tot ist nunmal tot und wenn man nicht an wiedergeburt oder das paradies glaubt, ist das kein erstrebenswerter zustand...



  • Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.



  • Jeder so, wie Er will...
    Ich find Es auch nicht gut! Gerade dann, wenn man Familie hat.
    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉
    Spaetestens in der Pubertaet irgendwann...



  • dEUs schrieb:

    Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.

    aber ich unterstelle diesen leuten mal, dass die an eine form des weiterexistierens nachem dem tod glauben. z.b. ein echter materialist würde niemals selbstmord begehen.

    tH0RsT3n schrieb:

    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉

    klar, vorstellen kann man sich alles mögliche aber allein der gedanke an den eigenen selbstmord sollte jeden (geistig gesunden) menschen mit grossem schrecken erfüllen...



  • net schrieb:

    dEUs schrieb:

    Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.

    aber ich unterstelle diesen leuten mal, dass die an eine form des weiterexistierens nachem dem tod glauben.

    Hm, das glaub ich nicht. Also zumindest nicht alle.

    net schrieb:

    tH0RsT3n schrieb:

    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉

    klar, vorstellen kann man sich alles mögliche aber allein der gedanke an den eigenen selbstmord sollte jeden (geistig gesunden) menschen mit grossem schrecken erfüllen...

    Naja, es ist eben nicht jeder so wie Du. ➡ ⚠



  • Lügner schrieb:

    net schrieb:

    dEUs schrieb:

    Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.

    aber ich unterstelle diesen leuten mal, dass die an eine form des weiterexistierens nachem dem tod glauben.

    Hm, das glaub ich nicht. Also zumindest nicht alle.

    net schrieb:

    tH0RsT3n schrieb:

    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉

    klar, vorstellen kann man sich alles mögliche aber allein der gedanke an den eigenen selbstmord sollte jeden (geistig gesunden) menschen mit grossem schrecken erfüllen...

    Naja, es ist eben nicht jeder so wie Du. ➡ ⚠

    Vorsicht 🙂
    Nur weil ich eine Aussage hinzugebe, die von vielen Wissenschaftlern aufgestellt wurde, heisst es noch lange nicht, dass Ich Sie hatte!



  • Hallo

    F98 schrieb:

    WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank/querschnittsgelähmt/sonstwas ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?

    Ich würde diese Frage ganz klar mit Nein beantworten. Natürlich kann ein Leben auch mit einer Krankheit, Behinderung usw. noch absolut lebenswert sein, aber jemand Egoismus zu unterstellen, weil er sich umbringt und ihn dazu noch zu beschimpfen kann ja wohl auch nicht gerade als der Steinder Weisen bezeichnet werden. Man sollte schauen, was Menschen in den Suizid treibt und eventuell an diesen Ursachen arbeiten, um zukünftig Gefahrenpotentiale zu vermeiden, aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    ...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.

    das interessiert ihn dann auch nicht mehr...



  • net schrieb:

    chrische5 schrieb:

    ...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.

    das interessiert ihn dann auch nicht mehr...

    Das ist respektlos. 👎



  • 1310-Logik schrieb:

    net schrieb:

    chrische5 schrieb:

    ...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.

    das interessiert ihn dann auch nicht mehr...

    Das ist respektlos. 👎

    naja, vielleicht bin ich der meinung dass selbstmörder keinen respekt verdienen?



  • F98 schrieb:

    Vor sich selbst davonzulaufen ist also Eurer Meinung nach legitim/besser, anstatt sich aktiv mit seinen Problemem auseinanderzusetzen, die Situation zu akzeptieren wie sie ist, an sich zu arbeiten?

    Wer hat das gesagt?

    F98 schrieb:

    Da hätten sich ja alle nach dem WK II sofort erschießen müssen. Jeder Krebskranke sollte sich sofort die Pulsadern aufritzen. Jeder der Liebeskummer hat von der Brücke stürzen.

    Wieso sollten sie das tun? Solange Sie die Freude am Leben nach wie vor haben, werden sie das auch nicht wollen. Allerdings kann ichs z.B: keinem Krebskranken verdenken, der sich die Pulsadern aufschlitzt, weil er a) die Schmerzen nicht mehr erträgt, b) so mit dem Gedanken an den feststehenden tod belastet ist, das ihm das Leben schrecklicher vorkommt als der Tod.

    F98 schrieb:

    WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank/querschnittsgelähmt/sonstwas ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?

    Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?

    Ausserdem: Was bringt dich zu der irrigen Annahme, dass für jemanden der sich zur Selbsttötung entschlossen hat automatisch nach wie vor unser Wertesystem akzeptiert und lebt? Da kannst du ja auch gleich noch davon ausgehen, dass unser westliches, christlich geprägtes Wertesystem mit dem arabischen, muslimisch geprägten Wertesystem übereinstimmt, und du machst dich zu 100% der Ignoranz schuldig.

    F98 schrieb:

    Bin ich im falschen Film oder was?

    Nö, du hast nur ein Interpretationsproblem.



  • tja, vielleicht...



  • net schrieb:

    1310-Logik schrieb:

    net schrieb:

    chrische5 schrieb:

    ...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.

    das interessiert ihn dann auch nicht mehr...

    Das ist respektlos. 👎

    naja, vielleicht bin ich der meinung dass selbstmörder keinen respekt verdienen?

    Vielleicht bringt mich diese Aussage eignetlich zur Meinung, dass du Ebenfalls keinen Respekt verdienst. Zumindest solange nicht, wie du dargelegt hast, worauf deine Meinung fusst...



  • @chrische5

    ... aber jemand Egoismus zu unterstellen, weil er sich umbringt und ihn dazu noch zu beschimpfen kann ja wohl auch nicht gerade als der Steinder Weisen bezeichnet werden.

    Wo habe ich diesen Menschen beschimpft? WebFritzi hat ihn indirekt beschimpft (ich erinnere: "Wichser").

    Ich bleibe dabei: Selbsttötung ist Egoismus pur. Der Mensch, der sowas tut, sieht nur seinen eigenen unerträglichen Lebenszustand, den er als ausweglos betrachtet, nicht aber das Umfeld, das er durch die Selbsstötung nachhaltig in eine schwere Krise stürzt.
    Im Beispiel hier wird das Kind irgendwie einen psychischen Knacks behalten, sich vielleich in Zukunft an Problemlösungen festbeißen und daran zugrunde gehen (um es einfach besser zu machen als der Vater) oder aber auch vor möglichen Problemen davonrennen.

    Wer weis das schon so genau?

    Die Leute, die hier die Selbstötung als sauberste Lösung für alle ansehen, weil derjenige aus "freier Entscheidung" mit sich selbst kurzen Prozeß gemacht hat, die sollten nochmal alle ganz scharf nachdenken.

    Nochwas:

    Zitat Egoismus (Wikipedia):

    Egoismus (frz. égoïsme, zu lat. ego = ich) bedeutet "Eigennützigkeit". Das Duden Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als "Ich-Bezogenheit", "Ich-Sucht", "Selbstsucht", "Eigenliebe". Egoismen (Plural) sind demnach selbstsüchtige Handlungsweisen.

    Ein Selbsmörder handelt defininitiv eigennützig, insofern er die Unerträglichkeit seiner Situation definitiv unumkehrbar beendet, ohne jemals mögliche Auswege aus der Krise beschritten zu haben. Er hat sich selbst aufgegeben, im Kampf des Lebens versagt. Das ist für mich zutiefst verachtenswert und unmoralisch.

    Egal ob es ein mögliches (spekulatives, nicht nachweisbares) Leben nach dem Tod gäbe, das macht die Entscheidung nicht besser, ändert nichts an der feigen Flucht vor sich selbst.



  • F98 schrieb:

    Egal ob es ein mögliches (spekulatives, nicht nachweisbares) Leben nach dem Tod gäbe, das macht die Entscheidung nicht besser, ändert nichts an der feigen Flucht vor sich selbst.

    Wie kommst Du eigentlich auf den Quatsch? Wenn ich ein PC-Spiel spiele und es mir nicht gefällt, dann mach ichs auch aus, bevor ich's durchgespielt habe. Bin ich für dich dann auch ein feiger Versager, der seine Freunde egoistischerweise um potenziellen Multiplayergenuss gebracht hat?


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