Selbstmord von Mr. WM - Thread versehentlich geschlossen
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F98 schrieb:
Selbsttötung ist Egoismus pur. Der Mensch, der sowas tut, sieht nur seinen eigenen unerträglichen Lebenszustand, den er als ausweglos betrachtet, nicht aber das Umfeld, das er durch die Selbsstötung nachhaltig in eine schwere Krise stürzt.
Im Beispiel hier wird das Kind irgendwie einen psychischen Knacks behalten, sich vielleich in Zukunft an Problemlösungen festbeißen und daran zugrunde gehen (um es einfach besser zu machen als der Vater) oder aber auch vor möglichen Problemen davonrennen.
[...]
Die Leute, die hier die Selbstötung als sauberste Lösung für alle ansehen, weil derjenige aus "freier Entscheidung" mit sich selbst kurzen Prozeß gemacht hat, die sollten nochmal alle ganz scharf nachdenken.hier redet doch niemand davon, daß es eine saubere lösung ist. vielleicht hast du es ja bisher überlesen, daher nochmal: diese menschen sind größtenteils krank oder sind aus anderen gründen nicht in der lage, rational abzuwägen. wie willst du ihnen da helfen, wenn du sie beschimpfst? ach so, du willst ihnen nicht helfen, weil sie böse egoisten sind. es ist eben keine "freie entscheidung", und alle, die dir widersprechen, haben das erkannt, du aber nicht.
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Ob ich mir das Leben nehme oder nicht ist meine Entscheidung. Meine allein in der stillen Kammer. Und selbst wenn 1000 Leute um mich rumstehen und sagen "Tu's nicht!", es bleibt meine eigene Entscheidung.
Und nochmal zum mitmeißeln: Ich habe niemanden beleidigt.
Du bist nicht befähigt Banales (Unlust, Ende eines Computerspiels) von ernsten Problemen eines Menschen (Selbstmord) zu trennen und machst mich an?
@Daniel E.
Was quatsch'n Du für'n Blech? Isses heiß im Büro?
...Wäre die Kriese weniger nachhaltig, mit einem Depressiven Menschen im Selben Umfeld?
Schwer zu sagen. Zumindest könnte versucht werden, diesem Menschen und seinem unmittelbaren Umfeld zu helfen. Ansonsten könnte man sich ja immer auf einfache Weise solcher Personen entledigen, unter dem Vorwand damit die Gemeinschaft zu entlasten. Das hatten wir schonmal.
Auch ein Aufwärmen von Fritzis Argumentationskette macht sie nicht besser. Oder bist du der Meinung, dass ein depressiver Mensch einen besseren Einfluss auf das Kind hätte?
Ein depressiver Mensch hätte sicherlich nicht unbedingt pos. Einfluß. Mir geht es vielmehr im Kern darum, dass der Mensch an sich selbst jeden Tag feilen MUß, Probleme lösen, lernen Auswege zu finden und nicht vor sich selbst verzweifelt und sich aufgibt. Dazu hatt er ja diesen hohen Intellekt bekommen, über sich selbst hinauszuwachsen.
Findest du leute die dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, bevor sie anderen Handreichen wollen ebenfalls verabscheuungswürdig?
Nein, insofern dieses zum Nutzen der anderen geschieht also ohne die Anderen dabei zu übervorteilen.
Man kann nicht immer nur gewinnen. Jedoch wäre ich an deiner Stelle mit Verachtung vorsichtig. Man hat nicht alles in der eigenen Hand... Auch seh ich das unmoralische daran nicht. Es entspricht vielleicht nicht DEINER Vorstellung von Moral...
Ja, es entspricht nicht meiner Vorstellung von Moral. Auch wenn man nicht immer seinen Weg selbst bestimmen kann, so muß es doch weitergehen (Prinzip Hoffnung).
Was tust du, wenn du nicht mehr weiter weisst, dir aber keiner weiter helfen kann, dich das Gefühl von Ohnmacht befällt und du schlicht keinen Parameter siehst, an dem du drehen könntest, damit sich nochmal etwas bewegt?
Gegenfrage: Gibt es in Wirklichkeit solche Lebenssituationen? Das klingt genauso wie die Neger in der Wüste, die seit mehreren 100 Jahren anstatt auf die Idee zu kommen einen Brunnen zu bauen um Hilfe von Außen flehen ...
Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?
Sie foltern sich doch eigentlich selbst und erkennen nicht, dass sie selbst das Problem sind. Außerdem verdamme ich nicht, ich habe, zum Glück, keine solchen Fähigkeiten dies zu tun, sondern ich sehe es mit Grausen, dass wiedermal einer nicht zur kritischen Selbstreflexion mit anschließender Problemlösung fähig war. Derjenige hat deswegen über lange Zeit einen Problemberg angehäuft vor dem er verzweifelt ist, den er nicht mehr überblicken konnte. Ich kenne eine Menge solcher Leute, es ist erschreckend.
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F98 schrieb:
Ob ich mir das Leben nehme oder nicht ist meine Entscheidung. Meine allein in der stillen Kammer. Und selbst wenn 1000 Leute um mich rumstehen und sagen "Tu's nicht!", es bleibt meine eigene Entscheidung.
es stehen keine 1000 leute um einen herum, trotzdem ist man nicht allein- man ist getrieben und am boden. da ist nix mit "freie entscheidung", von der du mal geredet hast.
F98 schrieb:
Und nochmal zum mitmeißeln: Ich habe niemanden beleidigt.
hätte sich fast so angehört, du verfluchter egoist

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F98 schrieb:
@Daniel E.
Was quatsch'n Du für'n Blech? Isses heiß im Büro?
Nein, Du hast bloß nicht verstanden, daß alle Handlungen aus ****purem**** ****Egoismus**** (böseböse!!!!) begangen werden. Wenn man vor zwei Handlungsalternativen steht, so nimmt man immer die, nach der es einem subjektiv besser geht. Ohne Ausnahme. Du stellst das für Selbstmord explizit fest und findest das dann furchtbar verwerflich.
Ich wollte dich auf diese sehr eigenwillige Argumentation aufmerksam machen, aber wir müssen gar nicht weiterreden, ich hab eh keine Lust auf Diskussionen mit Leuten, die meinen, sie hätten eine Bestimmungsgewalt über anderer Leute Leben. Das ist mir zu bizarr.
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F98 schrieb:
@Daniel E.
Was quatsch'n Du für'n Blech? Isses heiß im Büro?
Wieso? Er verwendet doch deine Argumentation?
F98 schrieb:
...Wäre die Kriese weniger nachhaltig, mit einem Depressiven Menschen im Selben Umfeld?
Schwer zu sagen. Zumindest könnte versucht werden, diesem Menschen und seinem unmittelbaren Umfeld zu helfen.
Um helfen zu können, muss das Opfer erst einmal Hilfe annehmen / zulassen. Das fängt damit an, zu erkennen, dass es ein Problem gibt, und dieses Problem zu kommunizieren. Das tun aber Selbstmörder selten. Und selbst wenn sies tun, kann man nicht jedem Menschen helfen... Ich hoffe du siehst das realistisch genung, um mir zustimmen zu können.
F98 schrieb:
Auch ein Aufwärmen von Fritzis Argumentationskette macht sie nicht besser. Oder bist du der Meinung, dass ein depressiver Mensch einen besseren Einfluss auf das Kind hätte?
Ein depressiver Mensch hätte sicherlich nicht unbedingt pos. Einfluß.
F98 schrieb:
Mir geht es vielmehr im Kern darum, dass der Mensch an sich selbst jeden Tag feilen MUß, Probleme lösen, lernen Auswege zu finden
und was ist, wenn jeder Versuch fehlgeschlagen ist, und man nicht mehr weiss, woran man noch feilen könnte?
F98 schrieb:
Findest du leute die dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, bevor sie anderen Handreichen wollen ebenfalls verabscheuungswürdig?
Nein, insofern dieses zum Nutzen der anderen geschieht also ohne die Anderen dabei zu übervorteilen.
Wer übervorteilt denn jemanden mit dem Freitod? Sorry, das Argument versteh ich nicht. Ausserdem teile ich deine Ansicht nicht, das jede Tat dem Gemeinwohl dienen muss. Ich bin nicht bereit, jemand anders zu helfen, wenn ich nicht selber mit mir im reinen bin. Dann verwende ich meine Energie für mich. Ein gesunder Egoismus ist wichtig.
Man kann nicht immer nur gewinnen. Jedoch wäre ich an deiner Stelle mit Verachtung vorsichtig. Man hat nicht alles in der eigenen Hand... Auch seh ich das unmoralische daran nicht. Es entspricht vielleicht nicht DEINER Vorstellung von Moral...
Ja, es entspricht nicht meiner Vorstellung von Moral. Auch wenn man nicht immer seinen Weg selbst bestimmen kann, so muß es doch weitergehen (Prinzip Hoffnung).
Und wenn der Weg in eine Sackgasse führt, und hinter einem der Zugang abgeschnitten ist?
Das Prinzip Hoffnung? Das ich nicht lache. Ich sage immer "Die Hoffnung stribt zuletzt! - Und das bringt uns alle nochmal um." Denk mal darüber nach. Aber bitte erst in 5 min. Und länger als 20s.
Gegenfrage: Gibt es in Wirklichkeit solche Lebenssituationen?
Ja.
Das klingt genauso wie die Neger in der Wüste, die seit mehreren 100 Jahren anstatt auf die Idee zu kommen einen Brunnen zu bauen um Hilfe von Außen flehen ...
Mal abgesehen davon das mittlerweile "Neger" aus mir unverständlichen Gründen als verpönt gilt.... Was tut der Schwarze denn, wenn er zwar gräbt und gräbt, aber nicht auf Wasser stösst? Weitergraben? Wäre in dem Fall ja wohl auch suizid...
Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?
Sie foltern sich doch eigentlich selbst und erkennen nicht, dass sie selbst das Problem sind.
Womit? Mit ihrem eigenen Leben, dessen sie dauernd erfolglos zu verändern sie überdrüssig sind. Ja, in der Tat, das ist eine Folter für derlei Menschen. Aber hey! Der Folterknecht bist du, der diesen Menschen zwingen will, seine Folter weiter ertragen zu müssen.
Derjenige hat deswegen über lange Zeit einen Problemberg angehäuft vor dem er verzweifelt ist, den er nicht mehr überblicken konnte. Ich kenne eine Menge solcher Leute, es ist erschreckend.
Man häuft sich derlei Berge nicht immer selber an. Und es gibt Situationen im Leben, die es einem verunmöglichen Reflexion zu betreiben.... Aber ich muss sagen, auf Grund deiner Argumentationsweise, erwarte ich nicht, dass du das verstehst.
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Daniel E. schrieb:
Nein, Du hast bloß nicht verstanden, daß alle Handlungen aus ****purem**** ****Egoismus**** (böseböse!!!!) begangen werden. Wenn man vor zwei Handlungsalternativen steht, so nimmt man immer die, nach der es einem subjektiv besser geht. Ohne Ausnahme. Du stellst das für Selbstmord explizit fest und findest das dann furchtbar verwerflich.
Äh, sorry. Natürlich handelt der Mensch in all seinen Dingen aus einem Egoistischen Ansatz heraus, nur die, sagen wir mal, Stärke des Egoismus und der Nutzen für die Allgemeinheit sind unterschiedlich.
Daniel E. schrieb:
ich hab eh keine Lust auf Diskussionen mit Leuten, die meinen, sie hätten eine Bestimmungsgewalt über anderer Leute Leben. Das ist mir zu bizarr.
Ich habe nur Bestimmungsgewalt über mich. Bei Versuchen über andere zu bestimmen wird man immer mit dessen Ego kollidieren.
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junix schrieb:
Er verwendet doch deine Argumentation?
Hab ich gerade nochmal gelesen und dann nochmal gelesen und endlich begriffen was er wollte. (s.O.)
Um helfen zu können, muss das Opfer erst einmal Hilfe annehmen / zulassen. Das fängt damit an, zu erkennen, dass es ein Problem gibt, und dieses Problem zu kommunizieren.
Das ist alles richtig und das weis ich doch letztendlich auch.
Das tun aber Selbstmörder selten. Und selbst wenn sies tun, kann man nicht jedem Menschen helfen... Ich hoffe du siehst das realistisch genung, um mir zustimmen zu können.
Ich gehe einen Schritt weiter und sage doch das es aus dem Menschen selbst heraus geschehen muß.
Ein depressiver Mensch hätte sicherlich nicht unbedingt pos. Einfluß.
Nochmal: das Umfeld kann dabei helfen dies zu begünstigen, der Mensch muß es selbst wollen.
und was ist, wenn jeder Versuch fehlgeschlagen ist, und man nicht mehr weiss, woran man noch feilen könnte?
Dann ist der Tod immer noch keine Lösung des eigentlich Problems.
F98 schrieb:
Findest du leute die dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, bevor sie anderen Handreichen wollen ebenfalls verabscheuungswürdig?
Nein, insofern dieses zum Nutzen der anderen geschieht also ohne die Anderen dabei zu übervorteilen.
Wer übervorteilt denn jemanden mit dem Freitod?
Ich habe Deinen Satz so verstanden, als dass er allgemein und nicht auf einen Selbstmörder bezogen ist. Deswegen habe ich auch eine allgemeine Antwort gegeben.
Mit dem Freitod an sich übervorteilt man niemanden. Man zeigt nur, dass es einfach ist davonzulaufen.Ich bin nicht bereit, jemand anders zu helfen, wenn ich nicht selber mit mir im reinen bin. Dann verwende ich meine Energie für mich. Ein gesunder Egoismus ist wichtig.
Ist doch in Ordnung. Was anderes habe ich auch nicht behauptet.
Und wenn der Weg in eine Sackgasse führt, und hinter einem der Zugang abgeschnitten ist?
Solche Zustände kenne ich nicht.
Das ich nicht lache. Ich sage immer "Die Hoffnung stribt zuletzt! - Und das bringt uns alle nochmal um."
Du willst Doch damit aussagen, dass nicht dass reine "Hoffen" und Warten die Veränderung bringt, sondern das Anpacken? Wenn dem so ist folgst Du im Prinzip ja damit meiner Argumentation.
Gegenfrage: Gibt es in Wirklichkeit solche Lebenssituationen?
Ja.
Nun, dann hätte ich auch gerne mal ein Beispiel dafür.
Was tut der Schwarze denn, wenn er zwar gräbt und gräbt, aber nicht auf Wasser stösst? Weitergraben? Wäre in dem Fall ja wohl auch suizid...
Wonaders graben, effizienter graben, wegziehen, was weis denn ich, jedenfalls den Kopf anstrengen und was tun.
Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?
Aber hey! Der Folterknecht bist du, der diesen Menschen zwingen will, seine Folter weiter ertragen zu müssen.
Boa, komm ... Ich bin potenziell nur außenstehender neutraler Betrachter des Systems. Die Spielfiguren müssen sich schon selber kümmern.
Man häuft sich derlei Berge nicht immer selber an.
Mag sein, das befreit nicht automatisch vom Denken.
Und es gibt Situationen im Leben, die es einem verunmöglichen Reflexion zu betreiben....
Glaube ich nicht. Man hat immer Zeit, man muß sie sich nehmen.
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Das tun aber Selbstmörder selten. Und selbst wenn sies tun, kann man nicht jedem Menschen helfen... Ich hoffe du siehst das realistisch genung, um mir zustimmen zu können.
Ich gehe einen Schritt weiter und sage doch das es aus dem Menschen selbst heraus geschehen muß.
Sehr gut! Aber:
und was ist, wenn jeder Versuch fehlgeschlagen ist, und man nicht mehr weiss, woran man noch feilen könnte?
Dann ist der Tod immer noch keine Lösung des eigentlich Problems.
Lösung für das Symptom (Seelische Qualen) durchaus. Nicht aber für die Ursache. Da hast du recht. Aber es sprach auch niemand von einer Lösung der Ursache.
Und wenn der Weg in eine Sackgasse führt, und hinter einem der Zugang abgeschnitten ist?
Solche Zustände kenne ich nicht.
Und was du nicht kennst existiert nicht?
Das ich nicht lache. Ich sage immer "Die Hoffnung stribt zuletzt! - Und das bringt uns alle nochmal um."
Du willst Doch damit aussagen, dass nicht dass reine "Hoffen" und Warten die Veränderung bringt, sondern das Anpacken?
Das ist nur die Hälfte der Aussage. Die Andere Hälfte besagt, dass irgendwann ein Aufgeben zum "selbstschutz" stattfinden muss. (Nein, das muss nicht unbedingt der Freitod sein) Ansonsten geht man an der Problemlösung kaputt.
Gegenfrage: Gibt es in Wirklichkeit solche Lebenssituationen?
Ja.
Nun, dann hätte ich auch gerne mal ein Beispiel dafür.
Kann dir keine aus dem Ärmel schütteln, sorry.
Was tut der Schwarze denn, wenn er zwar gräbt und gräbt, aber nicht auf Wasser stösst? Weitergraben? Wäre in dem Fall ja wohl auch suizid...
Wonaders graben, effizienter graben, wegziehen, was weis denn ich, jedenfalls den Kopf anstrengen und was tun.
Wir verfallen also in blinden Aktionismus.
Frage: Kennst du keinen Zustand bei dem dir schlicht die Motivation fehlt weiter zu machen, nach zu vielen Miserfolgen?
[quote]
Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?
Aber hey! Der Folterknecht bist du, der diesen Menschen zwingen will, seine Folter weiter ertragen zu müssen.
Boa, komm ... Ich bin potenziell nur außenstehender neutraler Betrachter des Systems.
Stimmt... aber dadurch das du wertest, und diese Wertung an die Spielfiguren weitergibst, bist du ebenfalls Teil des Spiels. Angenommen eine Spielfigur schätzt deine MEinung. Soll sie sich jetzt ihren unüberwindbaren seelischen Qualen hingeben, nur damit sie nicht von dir verurteilt wird?
Man häuft sich derlei Berge nicht immer selber an.
Mag sein, das befreit nicht automatisch vom Denken.
Richtig. Aber Berge haben nicht immer eine Kletterroute die die Überquerung ermöglichen. Diesen Anspruch erhebst du aber mit deinen Aussagen, dass man - hat man keine Lösung gefunden - schlicht zuwenig nachgedacht hat. Folgt man dieser Argumentation stsellt sich die Frage: Was tun Menschen die zu Dumm sind die Lösung zu finden?
Und es gibt Situationen im Leben, die es einem verunmöglichen Reflexion zu betreiben....
Glaube ich nicht. Man hat immer Zeit, man muß sie sich nehmen.
Sagte ich es sei eine Frage der Zeit?
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@F98
Ja, es gibt Situationen in der Wirklichkeit, in denen die Hoffnung stirbt, und wenn die Hoffnung zuletzt stirb ist man an diesem Punkt schon tot!
Du kannst nicht davon ausgehn, dass jeder und jede mit allem fertig wird. Sie Dir mal zum Beispiel die Symptomatik vom Borderline-Syndrom an. Hey üble Sache, und es gibt viele die damit jeden Tag kämpfen. Nur irgendwann geben einige auf. Hilfe ist fast unmöglich, gut man kann Psychopharmaka (Drogen!) nehmen, um zu funktiionieren, aber ist das lebenswert?
Wie kannst Du jemanden so verurteilen, ohne selbst je in einer beklemmenden Lebenssituation gewesen zu sein?
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Hallo
F98 schrieb:
Was tut der Schwarze denn, wenn er zwar gräbt und gräbt, aber nicht auf Wasser stösst? Weitergraben? Wäre in dem Fall ja wohl auch suizid...
Wonaders graben, effizienter graben, wegziehen, was weis denn ich, jedenfalls den Kopf anstrengen und was tun.
Was sich Leute herausnehmen, die einfach nur zum Wasserhanh gehen müssen, ist wirklich sensationell. Ein sehr grosser Teil versucht wegzuziehen und zwar dahin, wo es genug Wasser gibt und wo die Leute in ihrem Luxus ersticken. Aber so selbstlos wie du anscheinend bist, hast du ja bestimmt Lust mit 10 Afrikaner zu leben. Wo sollen die denn hingehen, wenn keiner sie aufnehmen will.
chrische
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Wenn jeder (vor allem für sich selber) so denken würde (und könnte!) wie F98, dann wäre die Welt besser. Ich finde es gut, wenn man für sich selber so denkt und auch dann noch anpackt, wenn die Situation ausweglos erscheint. Wenn du, F98, in den krassesten Situationen so bist, dann Hut ab. Das ist toll und erstrebenswert.
Aber leider denkt nicht jeder so, und einige sind wohl auch nicht fähig, so zu denken. Daher würde ich es nicht als moralisch verwerflich ansehen, wenn jemand Selbstmord begeht. Wenn man keinen Sinn mehr sieht, weiterzuleben, warum sollte man sich nicht das Leben nehmen. Gesetzt den Fall, man entscheidet nicht über andere Köpfe hinweg, sondern nur für sich selber. Meiner Meinung nach hätte der Typ, um den es in diesem Thread eigentlich ging, alleine schon aus dem Pflicht- und Verantwortungsgefühl für seine Tochter heraus am Leben bleiben müssen. Aber das haben ich ja schon desöfteren geschrieben...
Und mal an alle, die meinen es wäre kein freier Wille, wenn man Selbstmord begeht: Es ist dann freier Wille, wenn es diesen überhaupt gibt (es gibt ja Wissenschaftler, welche gerade dieses bezweifeln). Aber gehen wir mal davon aus, es gäbe den freien Willen. Dann ist eine Entscheidung zum Selbstmord freier Wille, denn man wird ja nicht von irgendwas gelenkt. Genauso ist es der freie Wille von alten Menschen, die ans Bett gefesselt sind und nichts mehr tun können als zu atmen, sich das Leben zu nehmen.
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WebFritzi schrieb:
Wenn jeder (vor allem für sich selber) so denken würde (und könnte!) wie F98, dann wäre die Welt besser.
Es ist einfach so zu denken, wenn man nicht drin steckt. Das ist wieder typisches, linkspopulistisches Gefasel.
WebFritzi schrieb:
Meiner Meinung nach hätte der Typ, um den es in diesem Thread eigentlich ging, alleine schon aus dem Pflicht- und Verantwortungsgefühl für seine Tochter heraus am Leben bleiben müssen. Aber das haben ich ja schon desöfteren geschrieben...
Stimmt... und es haben mehrere Leute mehrfach darauf geantwortet, worauf du dich aus der Diskussion zurück ziehen wolltest. Und nach wie vor bist du mir die Antwort schuldig: Wäre denn ein depressiver Vater besser für das Kind als ein Pflegevater?
WebFritzi schrieb:
Und mal an alle, die meinen es wäre kein freier Wille, wenn man Selbstmord begeht: Es ist dann freier Wille, wenn es diesen überhaupt gibt (es gibt ja Wissenschaftler, welche gerade dieses bezweifeln). [...] denn man wird ja nicht von irgendwas gelenkt.
Dann ist es also dein freier Wille z.B. Steuern zu bezahlen? Es ist auch dein Freier wille, wenn dich in ner Seitengasse ein paar typen niederstrecken und dich ausrauben? Und erst recht dein Freier wille ist es, wenn dich ein Hund zerfetzt, nachdem er dich in eine Sackgasse getrieben hat, ja?
Wenn du jetzt tatsächlich darauf mit "ja" antwortest hast du etwas grundlegendes deines Lebens nicht verstanden: Es gibt immer Zwänge. Man ist nie 100%ig frei. Man unterliegt gewissen Regeln und Zwängen die einem von Kindsbeinen an eingeimpft wurden, und die vom Umfeld hochgehalten werden. Und es kann passieren, dass man in Situationen rein schliddert ohne etwas dagegen tun zu können. Warum will das eigentlich keiner von euch begreifen?
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junix schrieb:
WebFritzi schrieb:
Wenn jeder (vor allem für sich selber) so denken würde (und könnte!) wie F98, dann wäre die Welt besser.
Es ist einfach so zu denken, wenn man nicht drin steckt. Das ist wieder typisches, linkspopulistisches Gefasel.
LOL, so ein Quatsch. Das geile ist dabei noch, dass ich alles andere als links eingestellt bin.
Du verstehst einfach nicht, was ich meine. Ich meinte natürlich, dass die Welt besser wäre, wenn jeder so denken könnte (und dies auch täte) wie F98 - auch in dem Falle, dass man selber drin steckt. Dann würde es den Menschen nämlich wesentlich einfacher fallen, aus einer Depression wieder herauszukommen. Aber dies ist ja eh hypothetisch und daher unwesentlich. Du brauchst nicht mehr darauf einzugehen.junix schrieb:
Wäre denn ein depressiver Vater besser für das Kind als ein Pflegevater?
Ah, wusste nicht, dass dir eine Antwort so wichtig ist. Meine Antwort: Ich weiß es nicht. Das ist sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt auch von der Schwere der Depression sowie von der Festigkeit des Kindes ab. Aber höchstwahrscheinlich spielt das hier eh keine Rolle, da der Vater sicherlich nicht schwerst depressiv war. Das ist kaum möglich, wenn er als Hauptverantwortlicher in Berlin die WM vorbereitet hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Hauptgrund für den Suizid finanzieller Natur war. Aber OK, jetzt würdest du kommen und sagen, dass das eh Spekulationen sind. Und das stimmt ja auch. Wir haben ja keine Ahnung. Und deshalb hast du mich jetzt soweit gebracht, folgendes zu verkünden:
Ich revidiere meine Aussagen und Beschimpfungen, da ich zu sehr von einer Annahme ausgegangen bin! Ich korrigiere: Wenn der Vater schwerst depressiv war und schon einiges dagegen unternommen hatte (z.B. Psychologe/Psychiater, d.h. Therapie), der Meinung war, das Kind wäre glücklicher ohne ihn, und absolut keinen Ausweg mehr aus dem Dilemma gefunden hatte, dann tut mir meine Aussage leid. Ich hatte diesen Fall nicht bedacht. Wenn dem aber nicht so ist, dann stehe ich zu meinen Aussagen und verurteile das Verhalten des Vaters.
junix schrieb:
Dann ist es also dein freier Wille z.B. Steuern zu bezahlen?
Ich kann etwas dagegen tun. Zum Beispiel auswandern. Und ich MUSS es auch nicht tun. Folge ist, dass ich bestraft werde. Aber JA, es ist mein freier Wille, Steuern zu zahlen. Dies gehört zu dieser Gesellschaft, und es ist mein freier Wille, mich für diese zu entscheiden. Also: kein gutes Beispiel.
junix schrieb:
Es ist auch dein Freier wille, wenn dich in ner Seitengasse ein paar typen niederstrecken und dich ausrauben? Und erst recht dein Freier wille ist es, wenn dich ein Hund zerfetzt, nachdem er dich in eine Sackgasse getrieben hat, ja?
Absolut unpassend. In diesen Fällen bin ich die PASSIVE Person. Im Falle eines Selbstmordes ist man die AKTIVE Person. Man agiert. In deinen Fällen agieren andere. Wie für mich gilt auch für dich, vorher nachzudenken, bevor du schreibst. Vielleicht auch mal länger als 20 Sekunden.

junix schrieb:
Wenn du jetzt tatsächlich darauf mit "ja" antwortest hast du etwas grundlegendes deines Lebens nicht verstanden: Es gibt immer Zwänge. Man ist nie 100%ig frei. Man unterliegt gewissen Regeln und Zwängen die einem von Kindsbeinen an eingeimpft wurden, und die vom Umfeld hochgehalten werden. Und es kann passieren, dass man in Situationen rein schliddert ohne etwas dagegen tun zu können. Warum will das eigentlich keiner von euch begreifen?
Ich finde es schon ziemlich frech, wie du hier die Leute ansprichst. Dein letzter Satz impliziert die Dämlichkeit der angesprochenen, und das ist für mich schon eine halbe Beleidigung. Find ich nicht OK. Zum Thema: Natürlich ist man nie 100%ig frei. Aber was heißt schon Freiheit oder Zwang? Du redest hier über etwas, was du nicht definiert hast. Was heißt für dich "Zwang" oder "Freiheit"? Und bitte zitiere nicht nur Wikipedia, denn ich würde es schon gerne sehen, wenn du deine Definition in Beziehung zu unserem Thema setzt. Danke.
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junix schrieb:
WebFritzi schrieb:
Wenn jeder (vor allem für sich selber) so denken würde (und könnte!) wie F98, dann wäre die Welt besser.
Es ist einfach so zu denken, wenn man nicht drin steckt. Das ist wieder typisches, linkspopulistisches Gefasel.
Wie kommst du denn darauf? Was hat das mit einer Weltpolitischen Einstellung zu tun. Im übrigen zeugt doch seine Meinung eher davon, dass er konservativ, mit christlichen Hintergrund geprägt ist. (muss nicht sein, aber es hört sich ein bisschen so an) Das die Welt besser eins soll, davon träumen ja wohl alle politischen Lager, nur das wie ist halt immer verschieden.
chrische
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junix schrieb:
Dann ist der Tod immer noch keine Lösung des eigentlich Problems.
Lösung für das Symptom (Seelische Qualen) durchaus. Nicht aber für die Ursache. Da hast du recht. Aber es sprach auch niemand von einer Lösung der Ursache.
Aber genau dort muß doch angesetzt werden, das Übel muß an der Wurzel gepackt werden und nicht nur wegpoliert. Probleme muß man nachhaltig behandeln und nicht nur kurzfristig, sonst holen sie einen irgendwann wieder ein und man steht dann vor dem schon besprochnenen Berg und weis nicht mehr weiter.
junix schrieb:
Solche Zustände kenne ich nicht.
Und was du nicht kennst existiert nicht?
Das habe ich damit nicht behauptet, das hast Du Dir beim Lesen gedacht und mir in den Mund gelegt.
junix schrieb:
Die Andere Hälfte besagt, dass irgendwann ein Aufgeben zum "selbstschutz" stattfinden muss. (Nein, das muss nicht unbedingt der Freitod sein) Ansonsten geht man an der Problemlösung kaputt.
Das ist prinzipiell richtig. Auch die Aufgabe ist eine Lösungsmöglichkeit.
ABER: Meiner Meinung nach bedeutet Aufgabe nicht Selbstmord. Aufgabe ist in dem Falle, nach meiner Definition, das Einsehen des Scheiterns als Lösung, als Lerneffekt für Zukünftiges (!). Der Mensch muß auch Niederlagen verkraften und damit leben können. Das ist es, was viele heute verlernen und mit dem Wort Freiheit verwechseln. Freiheit (im Geiste) bedeutet nicht die Freiheit zu haben es sich einfach zu machen und Problemen aus dem Weg zu gehen. Freiheit muß man sich teuer erkaufen, indem man sich dem Leben und den damit verbundenen Problemen stellt. Darin ist auch die bittere Erkenntnis des Scheiterns inbegriffen.
Nur so kann der Mensch im übrigen schöpfen, so dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten neues schafft und über sich hinauswächst. Jeden Tag. Im Kleinen, wie im Großen.
Dies macht für mich den Wert eines Menschen aus.
Der Selbstmörder degradiert sich dadurch zu weniger als Nichts.
PS:
Ich hatte vor Kurzem auf einer Hochzeit das Lied "Der blaue Planet" von der Gruppe "Karat" gespielt. Darin kommt eine Zeile vor die lautet
"Uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten"
Der anwesenden Pfarrersfrau ist das irgendwie in die Nase gestiegen ... Sie hat das anscheinend als Verneinung Gottes aufgefasst, was es ja nicht ist.
Meiner Meinung nach ist der Sinn des Lebens
als Mensch darin begründet, nicht darauf zu warten das der liebe Herrgott würfelt oder sonstwie die Menschen anleitet. Das haben anscheinend viele Gläubige noch nicht begriffen.Der Mensch ist in seiner Handlung frei und für sich und sein Tun selbst verantwortlich, er selbst muß die Verantwortung übernehmen und mit den Konsequenzen seines Tuns leben und sich entwickeln, die Antworten auf die Fragen selbst finden. Diese Qualität erreicht man nicht, indem man sich durch Freitot entzieht. Das ist die Definition meines Systems, ob sie allgemeingültig ist sei dahingestellt.
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Hallo
F98 schrieb:
"Uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten"
Der anwesenden Pfarrersfrau ist das irgendwie in die Nase gestiegen ... Sie hat das anscheinend als Verneinung Gottes aufgefasst, was es ja nicht ist.
Meiner Meinung nach ist der Sinn des Lebens
als Mensch darin begründet, nicht darauf zu warten das der liebe Herrgott würfelt oder sonstwie die Menschen anleitet. Das haben anscheinend viele Gläubige noch nicht begriffen.Was du da schreibst stimmt so einfach nicht. Wie oft sind es den christliche Menschen oder Organisatoren, die Dinge bewegen und nicht einfachn nur warten: Krankenhäuser, Kindergärten, friedliche Recolution in der DDR, Hitlerattentat.
Ich weiß, dass das auch von anderen Menschen gemacht wird, aber zu schrieben, dass alle Gläubigen untätige Fatalisten sind, (etwas übertrieben) das ist unfair und wird der Sache nicht gerecht.
chrische
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Hab ich nicht geschrieben.
Ich habe "viele" jedoch nicht "alle" geschrieben. Ich will hier auch keine "Glaubensfrage" oder "Gibt es einen Gott"-Diskussion anfangen. Ich vertrete, hoffentlich nachvollziebar, meine eigene nicht allgemeingültige Meinung und bin bereit daran zu arbeiten.
Im Übrigen stehen die Überbegriffe, die Du genannt hast, nur bedingt im Zusammenhang mit dem christlichen Glauben und dessen Umsetzung (Beispiel Umsturz in der DDR: Wieviele davon waren in der Kirche? 10%?).
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Hallo
F98 schrieb:
Im Übrigen stehen die Überbegriffe, die Du genannt hast, nur bedingt im Zusammenhang mit dem christlichen Glauben und dessen Umsetzung (Beispiel Umsturz in der DDR: Wieviele davon waren in der Kirche? 10%?).
Das habe ich ja auch geschrieben, dass nicht immer der Glaube der Hintergrund war. Aber gerade der Umsturz in der DDR ging doch von den Montagsfriedensgebeten in der Leipziger Nikolaikirche aus.
chrische