Wie sollen sich Lehrer verhalten?



  • "Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." - Sokrates

    Man sorge einfach dafür, das nicht mehr Rauchen und Kiffen cool ist, sondern schlau sein. (Man, bin ich elite!) f'`8k

    Gruß, TGGC (\-/ returns)



  • Lehrer können Schüler nicht mehr wirklich großartig erziehen, dazu ist es meistens schon zu spät. Eigentlich müssten die Eltern ihren Kindern, schon lange vor sie in die Schule kommen, so erzogen haben, dass sie nicht immer rumschreien und andere schlagen usw.

    Wieso es Lehrer gibt, bei denen trotzdem alle still sind ist interessant. Irgendwie haben die eine autoritäre Ausstrahlung oder sowas, dass sich keiner sowas traut. Meistens müssen die dann garnicht viel machen, dass es ruhig ist, aber wieso weiß ich auch nicht.

    Weshalb man als Student in einer Vorlesung sitzen muss um zu plappern und Rechtschreibfehler in einer Zeitung zu suchen, ist mir auch nicht klar. Von Studenten würde man eigentlich soviel Verstand erwarten, dass sie sich dazu in die Mensa oder sonst wo hin setzen.

    TGGC schrieb:

    "Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." - Sokrates

    Hab zuerst gelesen, "Die Jugend von heute liebt Linux, ..." 😃



  • Ich bin Schüler der Oberprima eines Gymnasiums im landschaftlichem Raum(Bedeutet: Hier ist die Welt selbst auf Hauptschulen noch halbwegs in Ordnung).

    Aus meinen Erfahrungen heraus, kann ich weder denjenigen hier zustimmen, die behaupten, dass ein Lehrer sich selbst Respekt verschaffen muss, noch denen, die mangelnden Respekt auf mangelnde Erziehung zurückführen. Meiner Meinung nach haben beide Recht.

    Wir haben einige Lehrer auf der Schule, die können sich Respekt verschaffen.
    Wir haben aber auch einige, die konnten das nicht, teils weil sie fachliche Nieten waren (richtige Nieten, die hätten niemals unterrichten dürfen) teils weil ihnen der nötige Charakter fehlt. Beiden Lehrertypen muss aber soviel Entgegenkommen seitens der Schüler zugebilligt werden, dass ein normaler Unterricht möglich ist. Und da sind eben die Eltern in ihrer Pflicht. Wenn ein Lehrer sich nicht zu helfen weiß, als mit Mahnungen und Briefen nach Hause, dann müssen diese aber auch wirken!

    Mein Vater erzählt gerne, dass er zu Hause nie erzählte, wenn er in der Schule geschlagen wurde, weil er sonst direkt nochmal Senge gekreigt hätte. Okay, über Prügelstrafe brauchen wir wohl nicht diskutieren, aber das Prinzip leuchtet ein, oder?

    Wenn ich sehe, dass manche Schüler bei uns 3 Wochen lang blau machen, sich zu kiffen und dann - wenn man sie von der Schule werfen will deswegen - von ihren Eltern auch noch jedesmal gedeckt werden (Ich war ja so krank - er hatte Sturmfrei). Dann brauch man sich nicht wundern. Wer nie auf die Schnauze fällt, der lernt nie von alleine stehen. Besagter Schüler kam mit gutem Zeugnis von der Hauptschule aufs Gymnasium, kifft jetzt das dritte Jahr durch und lässt sich hängen. Zukunft versaut. Schnitt um 4 Noten gefallen .. Ja, wenn von Zuhause kein Druck kommt?



  • C.Santa schrieb:

    Wieso es Lehrer gibt, bei denen trotzdem alle still sind ist interessant. Irgendwie haben die eine autoritäre Ausstrahlung oder sowas, dass sich keiner sowas traut. Meistens müssen die dann garnicht viel machen, dass es ruhig ist, aber wieso weiß ich auch nicht.

    Letztlich das selbe Phänomen wie bei einem Hund. Hunde sind wie Menschen Rudeltiere. Und am Anfang wird ein Hund auch immer testen, wer von beiden das Alphatier ist, also wer der Chef ist. Kommt er zum Schluß, dass du der Anführer bist, ist alles in Ordnung. Kommt er aber zum gegenteiligen Schluß - dann viel Spaß mit dem Tier.
    Letztlich ist's bei Klassen und Lehrern ähnlich. Hm, um noch ein Tiervergleich zu bringen, so wie manche Tiere "Angst" riechen, "riechen" Schüler "gespielte Autorität" und Unsicherheit. Hat natürlich nichts mit dem Zinken im Gesicht sondern mehr mit Psychologie zu tun, aber der Punkt ist, denke ich, klar.
    Gerade das Letztere, Unsicherheit, ist der wichtigste Punkt. Wenn man als Lehrer nicht absolut davon überzeugt ist, die Klasse unter Kontrolle zu haben, dann kann man gleich wieder nach Hause gehen.

    Zum Punkt "gespielte Autorität", da erinner ich mich an eine Episode aus meiner Schulzeit. Der Lehrer war eigentlich zu bemitleiden. Auf jeden Fall wurde mal irgendwas, ich weiß nicht mehr was, wohl ein Briefchen, durch zwei Reihen oder so durchgereicht. Für den Lehrer natürlich inakzeptabel gewesen, woraufhin er die Herausgabe verlangt hat. Der Aufforderung ist man natürlich nicht nachgekommen ("Welcher Brief denn?"). Er also im Ausleben seiner Autorität hin um den Brief selbst zu holen, woraufhin dieser eine Reihe nach hinten gewandert ist. Also der Lehrer, natürlich böse schauend und schimpfend, zur nächsten Reihe hinter. So ging das Spielchen eine Weile hin und her und endete damit, dass der gute Mann über die Tische springend dem dummen Papierfetzen hinterher jagte. Die Schüler auf alle Fälle haben sich königlich amüsiert. Man kann sich jetzt wohl auf jeden Fall ein Bild von diesem Lehrer machen.
    Das ist der Unterschied zwischen echter Autorität und jener, die übertrieben und aus reiner Verzweiflung versucht wird und letztlich das Gegenteil des Gewollten erzeugt.

    Der Vorschlag, man möge den Schülern die Bedeutung der Schule besser verdeutlichen, ist finde ich gar nicht verkehrt. Erinnert mich an die Grundschule. Als das Alphabet zu lernen war, hab ich das natürlich nicht getan. Denn warum sollte ich eine völlig willkürliche Aneinanderreihung von Buchstaben auswendig lernen? Das Alphabet hab ich erst später mir selbst beigebracht, als wir im Latein-Unterricht ein Wörterbuch verwenden durften und letztlich auch mussten. Aber warum hat man mir in der Grundschule nicht einfach gesagt, weswegen ich das lernen sollte? Warum hat man nicht einfach verraten, dass es durchaus einen praktischen Grund für diese Aneinanderreihung von Buchstaben gibt? Wieso hat man sich einfach nur hingestellt und "Lern!" gesagt.
    Und das hat sich durch die ganze Schule gezogen und ist in der Uni teilweise nicht anders. Anstatt erst die Motivation zu geben und dann die Sache anzupacken, wird sehr oft, naja, Bottom-up gelehrt. Erst in die Details einsteigen und darin rumwühlen und erst irgendwann ganz zum Schluß verraten, weswegen man das überhaupt gemacht hat und was man wollte.
    Soll das etwa Pädagogik sein?
    Mich persönlich, denn ich kann es ja persönlich nachvollziehen, wundert es da wenig, dass die Motivation, zu recht als unsinnig empfundene Sachen einfach des Lernenwillens zu lernen, gegen Null geht und man die Zeit im Unterricht dann eben anders rumbringen muss ...



  • Das Problem, Schülern die Notwendigkeit eines Dreisatzes klar zu machen, ist doch so alt wie die Schule selbst. Glaubte selbst auch immer, dass ich das eh nie im Leben brauchen werde. Heute muss ich täglich dutzende Dreisatz- und Prozentrechnungen im Kopf machen. Bin dem Mathelehrer recht dankbar.
    Am Gymnasium hatte ich das selbe Problem, was oben beschrieben wurde. Habe drei Jahre durchgekifft und geschwänzt, bis sie mich von der Schule schmissen. Meine Eltern haben nur gesagt: "Ja jetzt musst du halt arbeiten gehn" Nach 4 Wochen nachts am Fliessband Flaschen zählen wurd mir dann schnell klar, wozu man ne Ausbildung braucht. Um den Beruf zu erlernen, der einem liegt. (Beruf kommt von Berufung)
    Seit der Ausbildung habe ich nun drei Jahre im Labor gearbeitet, und bin unterfordert. Drum geh ich nun doch an die Fachhochschule, Abi wär praktisch gewesen, aber ich habs mit Aufnahmeprüfung geschafft.
    Mein Vorschlag wär, das ab der 6. oder 7. jede und jeder mal ein Praktikum macht, auf jedenfall irgendwo arbeiten. Das Problem ist doch, dass in dem Alter der reale Alltag der Arbeitswelt noch weit weg ist, und man sich nicht bewusst ist, was für Konsequenzen das Verhalten zu dem Zeitpunkt schon haben kann.



  • Hier hilft Lernen durch Einsicht nicht, den biss man mit 12 oder 14 alt genug ist, es zu kapieren, ist es schon zu spät. Hier hilft nur Lernen durch Nachahmung. f'`8k

    Gruß, TGGC (\-/ returns)



  • ich hab das lautwerden der klasse am anfang des schuljahres bei ein paar neuen lehrern beobachtet (will vielleicht auch mal lehrer werden..)

    ob die klasse laut oder leise ist, entscheidet sich in den ersten paar stunden. danach kanns nur noch lauter werden.

    wir hatten auch mal einen lehrer ca 15 minuten als supplierung. ich sag euch, der lehrer hat uns angst gemacht wie kein anderer. die ganze klasse hat keinen einzigen mux gemacht.

    btw: er hat nur ueber die wichtigkeit der schule geredet.

    ein anderer lehrer geht mit uns zB eis essen, mit dem stoff aber haengen wir 2 jahre zurueck.. (negativbeispiel)

    mfg aman..



  • aMan schrieb:

    will vielleicht auch mal lehrer werden..

    jedem, der lehrer oder die lehrerin werden will, würde ich raten, sich selber zu "verorten" [für tggc in tüttelchen gesetzt].
    sprich: die eigene rolle vor der klasse muss jeder lehrende für sich absolut klar definieren, und dann im unterricht ebenso für die schüler transparent machen.
    was ich meine: der lehrer hat die macht.
    das ist fakt.
    da läßt sich nicht dran rütteln.
    der lehrer bestimmt, wo es hingehen wird, wie der unterricht gestaltet ist.
    selbst wenn er die schüler gestalten läßt, ist es der lehrer, der sie zum eigenen gestalten hinführt.
    aber: ein lehrer muss es aushalten, von den schülern kritisiert zu werden.
    es ist das recht der schüler, zu schimpfen, zu maulen, sich zu widersetzen.
    ohne dieses widersetzen würde der lehrer etwas falsch machen.

    was will ich leute zur demokratie und eigenem denken erziehen, wenn ich es ihnen nicht erlauben würde, mich als lehrerin zu kritisieren?
    ich als lehrernder muss wissen, dass diese kritik, so böse sie ist, nicht GEGEN MICH als person geht, sondern gegen die strukturen von schule, gegen die strukturen der umfelder, in denen die schüler sich befinden..

    es gilt für lehrer, einen raum zu schaffen, in dem die schüler arbeiten können, dessen wände jedoch auch von den lernenden selbst geschoben werden können, erweitert werden können.

    und das ist meine meinung: der lehrer braucht einen ganz soliden blick für sich selber, seine rolle, und natürlich seine unterrichtsziele (stoff) und seine metaziele (demokratie, konfliktfähikgeit und teamfähigkeit lehren):

    -für sich selber: damit er sich nicht verliert in den vielen anfeindungen, und verletzt wird, denn, wie oben gesagt, gehen die kritiken im grunde nicht gegen ihn als person (welcher schüler kennt seinen lehrer schon wirklich *g)

    -seine rolle: der lehrer muss sich darüber klar werden: er gibt die noten! und dazu stehen, dass er diese macht hat und derjenige ist, der den unterricht leitet.

    -seinen stoff: klar, er sollte ihn ordentlich und interessant rüberbringen.

    -seine metaziele: sind das wichtigste - wenn ich mich entscheide, die oben genannten ziele neben dem stoff mit zu unterrichten, bin ich gefordert, mich selber dem eigenen anspruch gemäß zu verhalten.

    wie nun konkret: es gibt viele konzepte, die dazu diskutiert werden können.
    grundlegend sollte ein pädagogikstudium einfach mal mehr pädagogik und didaktik enthalten, und nicht, wie heute oft noch an unis üblich, den großen wert auf das auswendiglernen von lateinischen pflanzennamen legen und damit die möglickeiten, die so ein studium hätte, beschränken.
    eine große kritik vieler lehramtsstudenten und -studentinnen ist eben die oft viel zu kurz kommende auseinandersetzung mit didaktik und pädagogischen konzepten (meine erfahrung..)

    oberste grundlage ist jedoch ersteinmal: eine klasse .. so sehr sie als netz gewebt ist, besteht aus einzelmenschen.
    wenn ein einzelner stört, muss das als signal gesehen werden und angesprochen werden.
    erst, wenn konflikte benannt und beiseite gelegt wurden, kann der unterricht wieder weitergeführt werden.
    das heißt natürlich nicht, es muss alles ausdiskutiert sein, was den schüler stört.
    das kann auch nach der stunde in der freizeit passieren.
    das heißt nur, dass der lehrer den störenden schüler ernstnimmt, ihn "sieht", seine meinung "hört" und die klasse durch das ansprechen von existierenden konflikten wieder lernfähig macht... es gibt dazu jedoch noch soo viel zu diskutieren..

    wie auch immer: auch der/die lehrer/in ist ein mensch.
    und auch er/sie macht fehler.
    aber das ist kein problem.
    es gibt auch keine: "der lehrer/in hat verloren.." allüren.
    es ist ein team- lehrer/schüler. das team entwickelt sich gemeinsam.

    vielleicht eine zukünftige idee.



  • Ganz wichtig auch, das man als Lehrer so interessante Worte wie "verorten" kennt. Da kann man den Schülern immer mal wieder zeigen, wie doll man doch Plan hat.

    SCNR f'`8k

    Autocogito

    Gruß, TGGC (\-/ returns)



  • tja, elise fährt immer eigene wortkreationen.
    kann sie aber gerne für dich in tüttelchen setzen, damit du keine angst kriegst vor meiner kreativität 😉

    ps: mir wurde grad gesagt, es gäbe das wort wirklich.. na denn.. ich dachte immer, ich hätts erfunden. na ja, die schweizer warns.

    http://www.blogwiese.ch/archives/168



  • Ich kenne das Wort. Es ist nur sehr ungebräuchlich. Aber vielleicht sind deine Hörer mehr beeindruckt. f'`8k

    Gruß, TGGC (\-/ returns)



  • es gibt immer einen unterschied zwischen schreiben und reden. (oder redest du so wie du schreibst? um gottes willen ... 😉 )
    und hörer gibts bei mir ned.



  • Mündlich mache ich keinen Unterschied zwischen "t" und "d", "k" und "g" usw. De Weechn besiechn de Hardn. f'`8k

    Gruß, TGGC (\-/ returns)



  • TGGC schrieb:

    Mündlich mache ich keinen Unterschied zwischen "t" und "d", "k" und "g" usw.

    Geht allen deutschen Muttersprachlern zumindest bei Silben- und Wortenden so. Gestern erst das "Problem" gehabt.
    Er: "Er schreibt einen Blog"
    Ich: "Wie, Block schreiben?"
    Und da wundern sich die Deutschen dann, dass selbst falls sich mal jemand ganz toll viel Mühe mit dem englischen "th" gibt, sie sich noch immer nach Deutschen anhören 😉



  • Hallo,

    Es wurde gesagt, dass man seine Probleme aussprechen soll, aber dazu kommt es erst nicht.

    Wie jemand hier gesagt hat, ist es auch wichtig den Schülern beizubringen, dass Intelligenz "cool" ist und nicht kiffen.

    Aber sehen wir es doch einmal so: Wir werden doch nicht bessere Ideen haben als die Regierung. Also woran harperts?

    MFG winexex*



  • winexec* schrieb:

    Aber sehen wir es doch einmal so: Wir werden doch nicht bessere Ideen haben als die Regierung.

    Sehr subtiler Scherz, wirklich. Natürlich ist Bildungsplanwirtschaft ein Problem, weil passiert, was in jeder Planwirtschaft passiert: schlechte Produkte zu undurchschaubaren Preisen.



  • winexec* schrieb:

    Mich interessiert das Problem, dass unsere Gesellschaft keinen Respekt mehr vor den Lehrern hat. Auf welche Art kann man die Schüler dazu bringen leise und fair zu sein?

    Das Problem ist das Elternhaus. Mittlerweile werden den Kindern weniger soziale Kompetenzen und Disziplin mit gegeben. Daher muss die Schule einfach die pädagogische Ausrichtung ändern und auch stärker auf Erziehung der Kinder abzielen.

    Besonders in Schulen, die einen hohen Ausländeranteil haben, ist so etwas wichtig, da man so nämlich die Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland integrieren kann. Ganztags Schulen wären da zum Beispiel ein guter Ansatz.

    Die Schule muss einfach wegkommen von dem sturren "Wissen vermitteln".

    Weiterhin sollte es eine stärkere Überprüfung der Lehrer geben. Lehrer werden einfach wenig bis gar nicht kontrolliert und genauso verhalten sich viele Lehrer. Was ich teilweise für Lehrer hatte, unglaublich das solche Leuter unterrichten dürfen.



  • Hallo,

    Das größte Problem, wie ich finde ist es, dass Schüler keine Beziehung(Vertrauen) zum Lehrer aufbauen können. Man braucht schon eine gewisse Vertrautheit, um die Schule als etwas gutes zu verstehen und sich etwas sagen zu lassen.

    MFG winexec*



  • winexec* schrieb:

    Hallo,

    Mich interessiert das Problem, dass unsere Gesellschaft keinen Respekt mehr vor den Lehrern hat. Auf welche Art kann man die Schüler dazu bringen leise und fair zu sein?

    Dies sollte vielleicht eine Diskussion werden.

    MFG winexec*

    Hallo winexec*,
    das Problem hat meiner Meinung nach 2 Ursachen..

    1. Die Lehrer sind keine Respektspersonen, da sie selbst total demotiviert sind und sich nicht weiterbilden. Ich habe es sowohl auf der Realschule bzw. dann im Studium miterlebt. Wie soll ich respekt vor einem Lehrer haben (Definition von Lehrer ist für mich er soll mir was beibringen), der aber noch weniger Dunst hat wie ich? Wieso sollte ich bei diesem Lehrer leise sein, wenn er mir sowieso nichts beibrigen kann, oder warum aufpassen wenn ich mich selbst besser weiterbilden kann?.... Ich stelle mir oft die Frage wo die wirklich fähigen Lehrkräfte sind, und finde sie immer wieder in der freien Wirtschaft... Die Jungs waren früher Lehrer an Unis oder FHs und jetzt arbeiten diese lieber als Selbständige für Unternehmen, da diese mehr Geld bringen...

    2. Das Schulsystem ist veraltet. Man muss den Jugendlichen/Kindern ihre Interessen fördern. Natürlich ist klar das man eine gewisse Grundbildung wie Lesen, Schreiben und Rechnen haben muss, aber danach sollte es nach den Kindern gehen. Ich kann nur von mir sprechen, das mich z.B. der ganze Wirtschaftskrempel nie interessiert hat und dementsprechend auch "respektlos" den Lehrer gegenüber getreten bin. Dafür hatte ich in Informatik ("Angewandte Programmierung") einen echt kompetenten Lehrer. Bei diesem wäre es mir nie in den Sinn gekommen zu stören oder ihn zu ignorieren.

    In meinen Meinungen habe ich die Hauptschule (= Volksschule) bewusst außen vorgelassen, da ich für die meisten Jungs dort keine Hoffnung sehe. Ich wohne in der Nähe einer Hauptschule und was ich dort jeden morgen mitbekomme, da hilft auch der beste Lehrer nichts mehr..... und an dieser Hauptschule gibt es fast nur "Deutsche", d.h. von einem Integrationsproblem kann man dort nicht sprechen... 😡 😡 😡



  • Hallo,

    Tippo schrieb:

    Wenn ich mir die Kinder bei der Super - Nanny ansehe, die mit 4 Jahren ihre Mutter schlagen und anspucken....
    Tippo

    genau, am besten fuehren wir in der Schule auch die 'Stille Treppe ein' und wenn ein neuer Lehrer oder so kommt, werden erstmal die Lehrer- und Schuelerregeln auf ein grosses Blatt geschrieben 😉

    Oder es muesste in jedem Klassenraum sone Art Einzelzelle geben, wo der Schueler in einem schalldichten (den Lehrer hoert er ueber ein Mikrofon) Kasten sitzt und er nur Sicht nach Vorne hat. Und ist jmd. zu laut -> Einzelhaft fuer 3 Stunden 😃

    Nu mal im Ernst:
    Denke, dass die Kinder in den Lehrern auch keine 'Vorbilder' mehr sehen. Wie codefrag schon sagte, wenn man sich fuer ein bestimmtes Thema selber interessiert, hoert man dort dem Lehrer meistens auch zu.
    Vielleicht waere es auch ne Loesung, wenn der Unterrichtsstoff mehr Faecheruebergreifend waere, so koennte man in Deutsch z.b. statt 'langweiligen' 'Susi liebt Tom-Aufsaetzen' Fachbezogenere Aufsaetze schreiben. Wenn ein Biologie interessierter, ueber das Leben der Froesche schreiben darf machts ihm doch auch viel mehr Spass 🙂 Hoffe ihr wisst wie ichs meine.
    Problem dabei koennte es sein, dass wenn dann ein Schueler in nem bestimmten Fach Problemme hat, er auch in anderen schlechter wuerde. Muesste man halt irgendwie so regeln, dass dies net der Fall ist.

    MfG, Heimdall83


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