"Es ist etwas faul im Staate Deutschland"


  • Mod

    @dEUs: Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

    Wir leben in keiner Diktatur wo die böse Regierung die Menschen behandeln kann wie sie will.

    Und genau diese Aussage ist sowas von verblendeter Schwachsinn.

    Du behauptest hier gerade in einer Diktatur zu leben. Ist zwar schön und gut aber sicherlich der verblendetere Schwachsinn.

    MfG SideWinder



  • SideWinder schrieb:

    Dann schreibe doch einen Brief:

    An die militärische Diktatur Deutschland,
    zH Diktatorin Merkel
    

    Wär interessant ob der ankommt.

    Unterschätze nicht die Deutsche Post:
    http://www.sueddeutsche.de/,panm2/panorama/artikel/516/47469/



  • Hallo

    Ich will mich auch mal wieder melden und zuerst zu Daniel E. was sagen: Seine direkte Umwelt zu verändern und eventuell zu verbessern (wobei wir beide ganz sicher nicht dasselbe darunter verstehen) ist Politik.

    Und zum Rest: 1. Ist es Schade, dass es so oft passiert, dass die Diskussionen beleidigend werden. Das hier verschiedene Menschen mit unterschiedlicher Meinung sitzen ist doch gut, weil Diskussionen sonst nicht sehr spannend werden.
    2. Wer behauptet, dass sich in deutschalnd eh nichts ändert, der sollte sich Parteien, wei die Grünen anschauen (unabhängig von der Politik) und bemerken, das diese Partei es auch geschafft aus einer Idee Politik zu machen. Natürlich war das kein einfacher Prozess, aber zu behaupten, dass alles nur schlecht ist und man ja eh nichts machen kann, dass hört sich für mich schon ein bisschen nach Resigantion an. (zur WM fahren dann alle wieder mit Flagge und sind stolz darauf Deutsche zu sein - nur eine kleine Provokation) Es sit ja auch jedem freigestellt das Land zu verlassen und sich woanders eine Bleibe zu suchen, wenn er denkt, dass ihm diese Staatsform oder das dortige Wirtschaftssystem (Daniel E.) besser gefällt.

    chrische



  • Hallo,

    Ich will mich auch mal wieder melden und zuerst zu Daniel E. was sagen: Seine direkte Umwelt zu verändern und eventuell zu verbessern (wobei wir beide ganz sicher nicht dasselbe darunter verstehen) ist Politik.

    Nein, falsch. Politik ist per Definition der Prozess der Aufteilung von Beute bzw. deren Umverteilung. Leider ist der Mensch nicht so gut, wie du denkst, sonst bräuchte man keinen Sozialstaat. Jeder würde einfach das geben, was er will und es müsste trotzdem niemand verhungern. Per Politik wird diese Abgabe zur Umverteilung aber erzwungen, was den Staat von seiner gedachten Rolle als Beschützer de facto zum Ausbeuter macht, bestenfalls einer Art institutionellen Robin Hood (wobei der seinen Diebstahl wenigstens nicht Steuer genannt hat).

    Politisches Engagement würde also bedeuten, sich an diesem perversen Spielchen zu beteiligen, bestenfalls als Verwalter. Ob du es glaubst oder nicht, es gibt Leute, die sowas nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

    Es sit ja auch jedem freigestellt das Land zu verlassen und sich woanders eine Bleibe zu suchen, wenn er denkt, dass ihm diese Staatsform oder das dortige Wirtschaftssystem (Daniel E.) besser gefällt.

    Was denkst du, warum Deutschland einen derart hohen Brain Drain hat? Leider ist es nicht so einfach. Du kannst ja nicht dein gesamtes Eigentum mitnehmen, z.B. Grundbesitz. Außerdem würde ein Auswandern eine Art Kapitulation bedeuten, in den Augen mancher Menschen, ein feiges Davonlaufen. Ich selbst sehe es eher als "Abstimmung mit den Füßen", aber so einfach wie du es beschreibst, ist es sicher nicht.

    EDIT: @dEUs: An dem Post von Marcus wäre ich interessiert, falls du ihn noch findest.

    ChrisM



  • Walli schrieb:

    Kann es sein, dass du meiner Frage ausweichst?

    Ja, das kann sein. Ist es aber nicht. Was man durch genügend große Artikulationsfähigkeit erreichen kann -wenn man sie denn hat-, war ja vor kurzem bei unseren Nachbarn zu beobachten. Das ist natürlich nur eine von mehreren Möglichkeiten. Solange aber nichtmal das vorhanden ist, kann von tatsächlicher Mitwirkung natürlich erst recht keine Rede sein.

    ChrisM schrieb:

    Politisches Engagement würde also bedeuten, sich an diesem perversen Spielchen zu beteiligen, bestenfalls als Verwalter. Ob du es glaubst oder nicht, es gibt Leute, die sowas nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

    Blödsinn, mit Deinem Engagement könntest Du erreichen, daß es etwas gerechter zugeht.

    Der Beitrag von Marc++us zu diesem Thema, den dEUs meint, sollte der folgende sein:

    Marc++us schrieb:

    Abgesehen davon war ich tatsächlich an einer Parteineugründung beteiligt, und wir sind bei Landtagswahlen angetreten. Ich weiß also durchaus wovon ich spreche. Und ich weiß auch, was die etablierten Parteien in einem solchen Fall unternehmen, angefangen beim Überkleben und Zerstören von Plakaten (deren Budget ist größer, die wissen, daß man nicht "zurück kleben" kann), Telefonterror, gefälschte Pressemitteilungen für die Lokalzeitung und aktive Verhinderung von Parteiversammlungen (indem z.B. dem Wirt der Abzug von Sportvereinen, Feiern, etc., aus seinem Lokal angedroht wurde). Und das bei einer harmlosen liberalen Bürgerrechtspartei, ohne Rechts- oder Linksdrall.

    Kompletter Beitrag: http://www.c-plusplus.net/forum/viewtopic-var-t-is-147776-and-postdays-is-0-and-postorder-is-asc-and-start-is-110.html



  • Hallo,

    scrub schrieb:

    Blödsinn, mit Deinem Engagement könntest Du erreichen, daß es etwas gerechter zugeht.

    was bedeutet gerecht für dich? Gerecht wäre eine Steuerlast von genau 0% und das ist als Ziel unerreichbar, egal wie sehr ich mich engagiere.

    ChrisM



  • ChrisM schrieb:

    Hallo,

    scrub schrieb:

    Blödsinn, mit Deinem Engagement könntest Du erreichen, daß es etwas gerechter zugeht.

    was bedeutet gerecht für dich? Gerecht wäre eine Steuerlast von genau 0% und das ist als Ziel unerreichbar, egal wie sehr ich mich engagiere.

    ChrisM

    Bei einem Steuersatz von 0% müsste - unter der Annahme, dass du damit jegliche Steuern (Einkommenssteuer, Grundsteuer, Mehrwertsteuer, Ökosteuer, Unternehmenssteuern etc.) meinst - jeder erdenkliche Bereich des Lebens privatisieren, weil der Staat logischerweise kein Geld mehr bekommt.

    Da frage ich mich: Wer soll bei diesem Modell eigentlich wichtige die drei Gewalten repräsentierende Organe (Parlamente, Gerichte, Polizei) finanzieren?



  • Die Bedeutung des Worts "gerecht" an einem kleinen Beispiel.

    Daniel E. verdient 100000€ pro Jahr, ich verdiene 40.000€ pro Jahr und Du verdienst 10000€ pro Jahr. Gerechtigkeit bedeutet, daß anteilsmäßig jeder von uns dreien den gleichen Anteil seines Einkommens an den Staat abdrückt, der damit Straßenbau, Bundeswehr, Gesundheitssystem usw. unterhält- einfach alles, was von gesellschaftlichem Interesse ist (wir wollen eine Verteidigungsarmee, wir wollen eine gute Krankenversorgung für die Bevölkerung, wir wollen intakte Straßen usw.). Also kommt der Staat z.B. für die Gesundheitsversorgung von uns dreien auf und stellt fest, daß das im vergangenen Jahr zufällig 15000€ gekostet hat. Also zahlt jeder von uns 10% seines Einkommens: Daniel E. bezahlt 10000€ pro Jahr, ich bezahle 4000€ pro Jahr, und Du bezahlst 1000€ pro Jahr. Das ist Gerechtigkeit.
    Mit korrupten Politikern, profitsüchtigen Lobbyisten und asozialen Bürgen kann das natürlich nicht funktionieren.


  • Mod

    "Die goldene Regel lautet: Wer das Gold hat, macht die Regel."

    Deswegen aber grundsätzlich davon auszugehen, dass keine Möglichkeit besteht eine neue Partei nach vorne zu bringen ist Unfug. Natürlich gilt es auch neue, gute (, revolutionäre) Ideen mitzubringen.

    Doch welche neuen Ideen werden denn von den heutigen kleinen Parteien gepredigt? Meistens erzählen sie doch nur dasselbe wie die Großparteien mit neuen Worten. Schäffeln halt das Geld auf ein anderes Konto, aber tun im Großen und Ganzen das Gleiche. Wenn sie so keine Wählerstimmen bekommen gehen sie unter oder werden radikal.

    Aber wer mit wirklich neuen Ideen und neuen Ideologien kommt hat durchaus Chancen eine führende Partei zu werden. Am Beispiel der Grünen lässt sich das sehr gut zeigen: Sie haben sich die Umwelt hergenommen und sich dafür eingesetzt. Ein neues Konzept, von richtiger "Umweltpolitik" hatte bisher noch nie jemand gehört. Sie haben es in die Regierung geschafft.

    Ich finde es unglaublich, dass manche hier offenen Herzens behaupten nicht in einem Land mit Demokratie zu leben und mir auch noch bestätigen, dass Demokratie "verblendeter Schwachsinn" ist. Diese Leute sollten sich mal wirkliche Militärdiktaturen ansehen und dann überlegen ob sie denn wirklich so unterdrückt werden wie sie behaupten.

    MfG SideWinder


  • Mod

    scrub schrieb:

    Die Bedeutung des Worts "gerecht" an einem kleinen Beispiel.

    <Beispiel>

    Dann aber bitte wirklich so. Derzeit ist es nämlich so, dass man umso reicher man ist anteilig mehr abgibt. Und dann wählst du auch noch die links die am liebsten jedem soviel abnehmen würden, dass jedem am Schluss X€ übrig bleiben.

    MfG SideWinder



  • Doktor Prokt schrieb:

    Da frage ich mich: Wer soll bei diesem Modell eigentlich wichtige die drei Gewalten repräsentierende Organe (Parlamente, Gerichte, Polizei) finanzieren?

    Wieso Gewalten? Jeder Häuserblock wählt sich seine eigenen Polizisten. Statt der Bundeswehr kaufen sich einzelne Straßenzüge einen Panzer und 10 MGs. Auch Gerichtsverhandlungen können im Hinterhof abgehalten werden, die Gesetze sind natürlich auch von Stadtteil zu Stadtteil verschieden. Das Stimmrecht wird in eine Börse umgewandelt.

    Kurz: "Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht."


  • Mod

    scrub schrieb:

    Doktor Prokt schrieb:

    Da frage ich mich: Wer soll bei diesem Modell eigentlich wichtige die drei Gewalten repräsentierende Organe (Parlamente, Gerichte, Polizei) finanzieren?

    Wieso Gewalten? Jeder Häuserblock wählt sich seine eigenen Polizisten. Statt der Bundeswehr kaufen sich einzelne Straßenzüge einen Panzer und 10 MGs. Auch Gerichtsverhandlungen können im Hinterhof abgehalten werden, die Gesetze sind natürlich auch von Stadtteil zu Stadtteil verschieden. Das Stimmrecht wird in eine Börse umgewandelt.

    Kurz: "Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht."

    lol

    Das heißt wenn 3 Nachbarn den vierten nicht mögen weil er schwul ist verurteilen sie ihn am Hinterhof zum Tode 👍

    MfG SideWinder



  • scrub schrieb:

    Doktor Prokt schrieb:

    Da frage ich mich: Wer soll bei diesem Modell eigentlich wichtige die drei Gewalten repräsentierende Organe (Parlamente, Gerichte, Polizei) finanzieren?

    Wieso Gewalten? Jeder Häuserblock wählt sich seine eigenen Polizisten. Statt der Bundeswehr kaufen sich einzelne Straßenzüge einen Panzer und 10 MGs. Auch Gerichtsverhandlungen können im Hinterhof abgehalten werden, die Gesetze sind natürlich auch von Stadtteil zu Stadtteil verschieden. Das Stimmrecht wird in eine Börse umgewandelt.

    Kurz: "Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht."

    Hehe, dieses Szenario erinnert mich etwas an Kafkas "Prozess".



  • Daniel E. schrieb:

    Walli schrieb:

    Nein, die Frage ist: Was kann man denn selber überhaupt machen?

    Mein Vorschlag wäre ja: Weltverbesserungspläne vergessen stattdessen versuchen, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen und seine unmittelbare Umwelt ein bißchen besser zu machen.

    Besser fuer wen?



  • Zum Beispiel. Das ist die "Gesellschaft", wie sie sich einige hier vorzustellen scheinen.

    SideWinder schrieb:

    scrub schrieb:

    Die Bedeutung des Worts "gerecht" an einem kleinen Beispiel.

    <Beispiel>

    Dann aber bitte wirklich so. Derzeit ist es nämlich so, dass man umso reicher man ist anteilig mehr abgibt. Und dann wählst du auch noch die links die am liebsten jedem soviel abnehmen würden, dass jedem am Schluss X€ übrig bleiben.

    Naja, im Moment ist wohl nicht absehbar, daß sich meine Vorstellung durchsetzt- die Hälfte meiner Mitbürger interessiert es schonmal gar nicht, von der anderen Hälfte sind einige kategorisch dagegen, einige zu ängstlich usw. Also muß ich vorerst aus den angebotenen Alternativen wählen.

    Eine Alternative ist die Kopfpauschale: Putzfrau mit 1000€ im Monat bezahlt 160€, also 16%. Schlipsträger mit 5000€ im Monat bezahlt 160€, also 3,2%. Das ist ungerechter Mist, also wähle ich die andere Alternative. Aber o Wunder, beide haben sich zusammengetan und noch größeren Mist fabriziert.



  • Hallo,

    scrub schrieb:

    Die Bedeutung des Worts "gerecht" an einem kleinen Beispiel.

    Daniel E. verdient 100000€ pro Jahr, ich verdiene 40.000€ pro Jahr und Du verdienst 10000€ pro Jahr. Gerechtigkeit bedeutet, daß anteilsmäßig jeder von uns dreien den gleichen Anteil seines Einkommens an den Staat abdrückt, der damit Straßenbau, Bundeswehr, Gesundheitssystem usw. unterhält- einfach alles, was von gesellschaftlichem Interesse ist (wir wollen eine Verteidigungsarmee, wir wollen eine gute Krankenversorgung für die Bevölkerung, wir wollen intakte Straßen usw.). Also kommt der Staat z.B. für die Gesundheitsversorgung von uns dreien auf und stellt fest, daß das im vergangenen Jahr zufällig 15000€ gekostet hat. Also zahlt jeder von uns 10% seines Einkommens: Daniel E. bezahlt 10000€ pro Jahr, ich bezahle 4000€ pro Jahr, und Du bezahlst 1000€ pro Jahr. Das ist Gerechtigkeit.
    Mit korrupten Politikern, profitsüchtigen Lobbyisten und asozialen Bürgen kann das natürlich nicht funktionieren.

    das ist für dich vielleicht gerecht, für mich aber nicht.

    Warum soll ich für Dinge bezahlen, die ich überhaupt nicht in Anspruch nehme, z.B. den Unterhalt von Krankenhäusern? Warum muss jemand, der mehr hat, auch mehr geben, obwohl er den Staat weniger kostet?

    Sowas wird alles unter dem nichtssagenden Wort "Solidarität" zusammengefasst, ist aber kollektivistisch und alles andere als gerecht. Das sieht man auch schon daran, dass du andauernd von "wir" redest. Ist ja schön, wenn du dieses oder jenes vom Staat erwartest, aber denke nicht, dass jeder diese Leistung auch braucht.

    Es läuft darauf hinaus, dass es viele Profiteure gibt (die, die mehr vom Staat kriegen, auch indirekt durch Straßenbenutzung etc., als sie zahlen) und weniger, die mehr geben als sie zurückerhalten. Anders ist nicht zu erklären, dass jede Demokratie dazu tendiert, die Umverteilung zu steigern.

    Evtl. könnte ich mich noch mit einer Art Kopfgeld anfreunden, die jeder Bürger jährlich unabhängig von seinem Einkommen und Besitz zahlen muss und die für alle gleich ist. Wäre aber auch schon ungerecht.

    Von diesem Kopfgeld könnte man dann eine kleine Armee und evtl. Polizei/Gerichte finanzieren. Das wäre dann ein Minimalstaat für den keine demokratischen Demagogen mehr nötig sind (solange er minimal bleibt).

    ChrisM

    EDIT: PS: Antworten kann ich erst morgen Abend.


  • Mod

    Also wenn "keine Solidarität" jetzt neuerdings "gerecht" ist, hat der Mensch seine soziale Komponente komplett verloren. Gerecht hat nicht nur mit "er hat genausoviele Murmeln wie ich" zu tun.

    Wenn jeder selbst seinen Krankenhausaufenthalt zahlen muss, nun jemand aber ins Krankenhaus muss weil in seiner Straße eine Firma steht die die Luft verpestet. Die Firma will aber nicht bezahlen, weil der Kranke ja auch erblich vorbelastet ist. Zu wieviel Prozent sind die Kosten aufzuteilen, damit das "gerecht" ist? Was wenn jemand kein Geld hat und einen Herzinfakt hat? Ist es dann "gerecht" in sterben zu lassen? WTF?

    MfG SideWinder



  • SideWinder schrieb:

    Das heißt wenn 3 Nachbarn den vierten nicht mögen weil er schwul ist verurteilen sie ihn am Hinterhof zum Tode 👍

    SideWinder schrieb:

    Was wenn jemand kein Geld hat und einen Herzinfakt hat? Ist es dann "gerecht" in sterben zu lassen?

    Zum Beispiel. Das ist die "Gesellschaft", wie sie sich einige hier vorzustellen scheinen.

    ChrisM schrieb:

    Warum soll ich für Dinge bezahlen, die ich überhaupt nicht in Anspruch nehme, z.B. den Unterhalt von Krankenhäusern? Warum muss jemand, der mehr hat, auch mehr geben, obwohl er den Staat weniger kostet?

    Sowas wird alles unter dem nichtssagenden Wort "Solidarität" zusammengefasst, ist aber kollektivistisch und alles andere als gerecht. Das sieht man auch schon daran, dass du andauernd von "wir" redest. Ist ja schön, wenn du dieses oder jenes vom Staat erwartest, aber denke nicht, dass jeder diese Leistung auch braucht.

    Es sind nunmal Sachen, die einer alleine nicht hinbekommt. Zusätzlich wollen wir doch eine soziale Gesellschaft sein- also finanzieren wir Dinge, die wir alle brauchen, gemeinsam. Und wir alle brauchen Straßen, die Bundeswehr und ein Gesundheitssystem.
    Und das Wort "Solidarität" ist keineswegs nichtssagend. Das sagt für unseren Staat in der Theorie sogar beinahe alles, nur wird ihr im Moment etwas die Stimme abgwürgt- von korrupten Politikern, profitsüchtigen Lobbyisten und asozialen Bürgern.

    ChrisM schrieb:

    Es läuft darauf hinaus, dass es viele Profiteure gibt (die, die mehr vom Staat kriegen, auch indirekt durch Straßenbenutzung etc., als sie zahlen) und weniger, die mehr geben als sie zurückerhalten. Anders ist nicht zu erklären, dass jede Demokratie dazu tendiert, die Umverteilung zu steigern.

    Rein materiell gesehen mögen ja wenige Leute "Verlust" machen nach diesem Modell. Aber sie gewinnen dafür andere Werte, die man möglicherweise nicht in Euro und Cent messen kann. Was bringt jemandem z.B. ein profitables Leben (= keine Verluste), wenn gleichzeitig durch soziale Unruhen der arbeitslose Mob durch die Straßen zieht und ihm sein Auto anzündet? Dann kann er sich seinen "Profit" in die Rille schieben...



  • Ich glaube hier werden politische Syteme mit wirtschaftlichen verwechselt.



  • SideWinder schrieb:

    Hier haben mal wieder einige die Demokratie nicht verstanden. Jeder darf sich aufstellen. Wer mit der derzeitigen Situation unzufrieden ist und keine Partei als "wählbar" einstuft, stellt sich selbst auf. Das ist kein Problem, wenn man die Antwort auf alle Fragen eingeflößt bekommen hat, hat man schnell die nötigen Wähler beisammen. Wenn man natürlich noch mehr Käse als die vorhandenen Parteien von sich abgibt darf man sich nicht wundern...

    Kann es sein, dass du dir das ein wenig zu einfach vorstellst? Es hat nur eine handvoll Leute die Mittel um sich überhaupt erstmal finanziell gegen die etablierten Parteien behaupten zu können. Und in einer vorhandenen Partei aufsteigen ist mit jahrelangem Arschkriechen verbunden. Die Einzelperson ist weitestgehend machtlos. Es gilt: Werde so wie die oder finde dich damit ab, dass du politisch nichts bewegen kannst.


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