Popularität



  • Pascal: einfacher zu lernen als C, aber schöner als Basic 🤡
    wurde an der ETH entwickelt, um Studenten das Programmieren beizubringen :p



  • Hallo

    Ja, Pascal scheint wirklich Geschichte zu sein: Es gibt
    ja schon seit fast 30 Jahren seinen Nachfolger Modula-2, und seit über 15 seinen
    Nach-Nachfolger Oberon. Und Oberon-2. Und Modula-3. *bject-Pas*al scheint auch
    nicht zu einem neuen Popularitätsschub geführt zu haben.
    Pascal war eigentlich nie direkte Konkurrenz von C, sondern anfangs eher
    von Algol und Fortran, später vor allem von Basic (als Lernsprache).

    Grüße



  • Artchi schrieb:

    sondern ich fragte nach den Gründen, wieso die genannten Sprachen an
    Popularität im betrachteten 1- bis 5-Jahrenzeitraum abnehmen oder zunehmen.

    Warum sie an Popularität gewinnen, hab ich ja schon geschrieben: man kommt schneller zu Ergebnissen. Schon alleine die IDEs (Eclipse und NetBeans) lassen mich beim Coden mit ihrer intelligenten Codecomplition sehr schnell Features in meine Software einbauen. Aber das liegt auch daran, das die Sprachen nicht so komplex sind. Aber hier will ja MS mit ihrem VisualC++ auch aufholen, wie man in den VC++-Team-Blog lesen kann.

    Die Manager interessiert nur eines (ein Spruch der bei uns hier einfach bekannt ist): "Kann man schon was sehen?" 😃 Ja,das ist der Spruch der von den älteren Managern kommt, wenn sie ihren täglichen Rundgang in den Entwicklerbüros machen. Hauptsache es gibt von einem Tag auf den anderen neue Features zu sehen. Entsprechend sieht dann auch der Java-Code aus. 😉 Aber der interessiert die Manager nicht.

    Da wundert es mich nicht, das dieses Marketingfeature bei den Managern gut ankommt. Aber sie werden die Quittung später erhalten, wenn Java/C# längerfristig gesehn, ihre Nachteile offenbaren und C++-Software sich dagegen besser macht.

    Auch wenn ich auch lieber C++ mag - du pauschalisierst ganz schön ⚠



  • Wo wir schon bei toten Sprachen sind, wird Smalltalk noch irgendwo eingesetzt?
    Gibt's irgendwelche Schocker wie "Ja klar, Winamp wurde in Smalltalk geschrieben" :D?



  • Hallo

    Gibt's irgendwelche Schocker wie "Ja klar, Winamp wurde in Smalltalk geschrieben"<<

    Ja, gibt es: "Ja klar, Smalltalk wurde in Smalltalk geschrieben".
    Reicht das? 🙂 🙂

    Grüße



  • Hallo

    außer der Tatsache, daß Smalltalk in Smalltalk selbst formulierbar ist
    (s.Squeak), gibt es noch croquet, ein Projekt mit der Idee, das zu erfinden, was in einigen Jahren nach dem heutigen
    2D-Desktop/Betriebssystem kommen soll. Es handelt sich um eine Art vernetztes Betriebssystem mit einer simulierten 3D-Welt, in der man sich virtuell bewegt.

    Grüße



  • Hobbyprogrammierer schrieb:

    Es handelt sich um eine Art vernetztes Betriebssystem mit einer simulierten 3D-Welt, in der man sich virtuell bewegt

    gibt's schon. nennt sich glaub' ich half-life oder counterstrike o.ä.



  • Ich bezeichne doch recht ungern die Half-Life Engine als mein Betriebsystem ...



  • Das Problem mit C++ ist doch, dass es ZU mächtig ist. Fürs Businessapps-Entwickeln ist es wie eine Wandertour in einem Minenfeld. Gerade schnelle Applikationsentwicklung ist daher ein Hauptvorteil von C# und Java: es gibt gute RAD-Tools, die Sprachen haben genug syntaktischen Zucker, um die Appentwicklung zu vereinfachen (z.B. bei C# die Handler), es gibt keine unkontrollierten Pointer (-> >70% aller Abstürze und Buffer Overflows mit einem Schlag weg), Programmierer müssen nicht so erfahren sein, um guten Code zu schreiben (die Personalchefs dürften das lieben) usw.

    C++ erlaubt Sachen, die mit C#/Java niemals gehen könnten. Ich sehe da vor allem Möglichkeiten im generischen Programmieren mittels Templates - die Generics in C#/Java sind da deutlich eingeschränkter. Überhaupt sind C++-Templates ohne Ersatz geblieben. ABER - man braucht eine MENGE C++-Erfahrung, um hier richtig punkten zu können. Da sehe ich das Problem: C++ ist ein Hochleistungswerkzeug, das aber sehr wenige richtig beherrschen, und dessen Verwendung nicht trivial ist - was in den meisten Fällen schlecht ist, weil nur ein KLEINER Teil der C++-Funktionalität wirklich gebraucht wird (z.B. die genannten Businessapps).

    So kann ich mir solche Statistiken erklären. Es macht einfach Sinn, fürs Entwickeln von (vor allem kleinen) Applikationen C# zu nehmen. Aber die Statistik ist mir nicht genau genug. Sie ist rein quantitativ, und rechnet nur in Projekten - aber C++-Projekte sind oft sehr groß, und C++-Experten sind noch immer Mangelware (jetzt noch eher als früher), daher schätze ich die Jobchancen als ziemlich gut ein.



  • Problem an C++ ist nur eins: Es dauert zu lange bis Neuerungen dazukommen. Wann war den ist die letzte Änderung, 1998 oder ?
    C++ muss endlich mal Modernisiert werden, vor allem was das Modul-System betrifft. Endlich den Präprozessor und vor allem #include weghauen und ein vernünftiges Modul/Package-System integrieren. Naja das ist nur meine Meinung.

    C++ ist gut für die Optimierungs-Freaks. Es ist abstrakter als Assembler aber man kann damit alles machen was man in Assembler machen kann.

    Ich finde solche Sprachen werden zukünftig nur für Betriebsysteme und für Compiler benutzt.

    In 10 Jahren wenn die Computer 50000 Terraherz und 5000 Terrabyte Speicher haben werden und die Compiler und Linker hochintelligent werden, wird sich in den Bereichen Spiele- und Anwendungssoftware keiner mehr für den C++-Programmierer interressieren, weil dann der Quotient von Optimierungszeit/Entwicklungszeit nicht mehr Wirtschaftlich ist.

    So vor 10 Jahren war es wichtig das letzte Byte aus der Anwendung zu quetschen aber heute rückt es immer mehr in den Hintergrund. Jetzt ist Entwicklungszeit, Wartbarkeit, Kompatibilität und Stabilität am wichtigstens.

    Früher war ich auch leidenschaftlicher C++ Entwickler. Aber jetzt denke ich wozu so viel Code wenn das alles der Compiler/ die VM für mich erledigen kann. Warum sollte ich mir merken ob ein Objekt im Speicher ist oder nicht. Wenn ich das Objekt brauche benutzte ich es einfach. Wenn nicht, interessiert mich das Objekt mal gar nicht.

    In 10 Jahren werden Spiele eh mehr zusammengeklickt als geschrieben. Gibt irgendwann sicher eine grafische Sprache, in der man Symbole mit der Maus hin und her schiebt um am Ende ein Spiel wie Doom5 oder Serious Sam 10 zu liefern.



  • DEvent schrieb:

    Problem an C++ ist nur eins: Es dauert zu lange bis Neuerungen dazukommen. Wann war den ist die letzte Änderung, 1998 oder ?

    Ja, Kontinuität ist etwas ganz schlimmes.

    DEvent schrieb:

    C++ ist gut für die Optimierungs-Freaks. Es ist abstrakter als Assembler aber man kann damit alles machen was man in Assembler machen kann.

    Das ist einfach nur *aua*



  • DEvent schrieb:

    Problem an C++ ist nur eins: Es dauert zu lange bis Neuerungen dazukommen. Wann war den ist die letzte Änderung, 1998 oder ?

    2003. Und den TR1 gibts seit April diesen Jahres.

    DEvent schrieb:

    C++ muss endlich mal Modernisiert werden, vor allem was das Modul-System betrifft. Endlich den Präprozessor und vor allem #include weghauen und ein vernünftiges Modul/Package-System integrieren.

    Stimmt, ist aber in der Mache: http://www.open-std.org/JTC1/SC22/WG21/docs/papers/2006/n1964.pdf

    DEvent schrieb:

    Ich finde solche Sprachen werden zukünftig nur für Betriebsysteme und für Compiler benutzt.

    Das ist Unsinn (vor allem Letzteres). Das C++ nicht gerade die Killersprache für Sachen, die schnellen Änderungen unterworfen sein können ist klar, aber es gibt noch viele andere Einsatzzwecke.

    DEvent schrieb:

    In 10 Jahren wenn die Computer 50000 Terraherz und 5000 Terrabyte Speicher haben werden und die Compiler und Linker hochintelligent werden, wird sich in den Bereichen Spiele- und Anwendungssoftware keiner mehr für den C++-Programmierer interressieren, weil dann der Quotient von Optimierungszeit/Entwicklungszeit nicht mehr Wirtschaftlich ist.

    C++ ist erst dann obsolet, wenn es Quantencomputer gibt.

    DEvent schrieb:

    In 10 Jahren werden Spiele eh mehr zusammengeklickt als geschrieben. Gibt irgendwann sicher eine grafische Sprache, in der man Symbole mit der Maus hin und her schiebt um am Ende ein Spiel wie Doom5 oder Serious Sam 10 zu liefern.

    Wie kommst du darauf? (Und, btw, womit denkst du sind dann diese Engines geschrieben?! Bestimmt nicht mit Java ...)



  • DEvent schrieb:

    Blubb

    Zeig mir, wie du z.B. die Funktionalität von Boost in C# oder Java bauen willst.

    Dann reden wir weiter.



  • dv schrieb:

    DEvent schrieb:

    Blubb

    Zeig mir, wie du z.B. die Funktionalität von Boost in C# oder Java bauen willst.

    Was meinst Du da im Speziellen?



  • DEvent schrieb:

    Problem an C++ ist nur eins: Es dauert zu lange bis Neuerungen dazukommen. Wann war den ist die letzte Änderung, 1998 oder ?

    Was heißt geändert? 1998 gabs erstmal überhaupt ein standardisiertes C++. 2003 gabs eine Änderung/Korrektur. April 2006 gabs den TR1, was wahrscheinlich nur die wenigsten mitbekommen haben (wie Du anscheinend auch).

    DEvent schrieb:

    C++ muss endlich mal Modernisiert werden, vor allem was das Modul-System betrifft. Endlich den Präprozessor und vor allem #include weghauen und ein vernünftiges Modul/Package-System integrieren. Naja das ist nur meine Meinung.

    Es wird modernisiert und man arbeitet daran. Wer sich wirklich mit C++ beschäftigt, weiß das auch. Ich z.B. meckere nicht rum, das es endlich modernisiert werden soll, weil ich weiß, das es getan wird. Nur werden die Modernisierungen erst 2009 abgeschlossen sein.



  • Und, btw, womit denkst du sind dann diese Engines geschrieben?! Bestimmt nicht mit Java

    Wieso nicht mit Java ?



  • Weil Java dafür zu langsam ist. Es ist völlig egal, wie sehr deine VM optimieren kann, in echten Maschinencode kompilierende Sprachen sind für solche Geschwindigkeitskritische Aufgaben schneller. Für das Skripting (also das Design des Spiels) kannst du meinetwegen Java benutzen (Civ4 und BF2 benutzt sogar Python), aber als Sprache für eine leistungsfähige Spieleengine ist es IMHO völlig ungeeignet.


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