SPÖ - Schule ohne "Sitzenbleiben"
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warum sollte man dann noch was machen?
Bis zum Abschluss ein schönes Leben machen und dann mal ein Jahr ranklotzen und fertig...
Im Grunde ist es doch das "das Jahr schaffen" was einen motiviert auch die total sinnlosen Dinge zu lernen.
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Blubb. Ich schreibe Schwachsinn

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dreaddy schrieb:
warum sollte man dann noch was machen?
Bis zum Abschluss ein schönes Leben machen und dann mal ein Jahr ranklotzen und fertig...
Im Grunde ist es doch das "das Jahr schaffen" was einen motiviert auch die total sinnlosen Dinge zu lernen.Aus Schülersicht: Ja, du hast Recht.
Aus Sicht eines Arbeitenden: Nein, das Problem der Lernlücken bleibt bzw. verschlimmert sich sogar.
Nur merkt man das erst dann, wenn man aus der Schule raus ist.Eigentlich müsste man erst Arbeiten und dann zur Schule gehen, weil man dann weiß, wann man aufpassen muss - doof, dass es nicht klappt.

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Ben04 schrieb:
Gute Lehrer müssen über dem Niveau welches sie lehren stehen denn nur dies garantiert die Sicherheit die es braucht um vor 25 Menschen zu stehen und das Thema verständlich und interessant rüber zu bringen.
Bei Abiturklassen heißt das nun aber, dass der Lehrer Universitätsniveau braucht und das kostet nun einmal.
Also in Italien ist das sowieso Pflicht, und in Oesterreich AFAIK auch. In Deutschland nicht?

Schule ohne Sitzenbleiben ist IMO inakzeptabel. Das mag zwar den Noten- und Leistungsdruck senken, aber dabei kommen sowohl das Kind, das sitzenbleiben wuerde, zu schaden (weil es durchgeschoben wird ohne etwas zu lernen) als auch seine Mitschueler (weil die Lehrer immer Ruecksicht auf die Leistungsschwachen nehmen muessten).
Theoretisch koennte dann ja jemand die Schule schaffen ohne auch nur Lesen zu lernen
Eigentlich müsste man erst Arbeiten und dann zur Schule gehen, weil man dann weiß, wann man aufpassen muss - doof, dass es nicht klappt.

Na ja, das mag fuer Ausbildungsfaecher gelten, aber die "Bildungsfaecher" sind dann wahrscheinlich noch viel schwerer rueberzubringen ("Was interessiert mich Geschichte/Literatur/Fremdsprachen, hab ich die letzten x Jahre in der Arbeit auch nicht gebraucht").
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"Theoretisch koennte dann ja jemand die Schule schaffen ohne auch nur Lesen zu lernen"
Das passiert jetzt schon. In D können 8% der Schulabgänger weder lesen noch schreiben. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele von denen trotzdem den Hauptschulabschluss (hinterhergeschmissen) bekommen.
Es ist doch kein Wunder das man mehr als 15% der Abgänger als nicht auszubildbar einstuft.(Man bedenke 8 von 100, also in einer Klasse mit nur 20 Schülern ist rechnerisch schon mehr als einer betroffen, obwohl Kassen mit mehr als 28 Schülern wohl eher die Regel sind)
Die Lehrer haben doch jetzt schon kein Druckmittel mehr Schüler zum lernen zu "überreden". Wenn die nicht mehr sitzen bleiben können, wird 1/3 kein bock haben und alles nur absitzen ohne was zu lernen.
(Wobei absitzen schön währe, die werden die die lernen wollen massiv behindern, durch Lärm, Rumrennen, Prügeln, Sachen zerstören etc.)"Also in Italien ist das sowieso Pflicht, und in Oesterreich AFAIK auch. In Deutschland nicht?"
Natürlich muß ein Lehrer in Deutschland an einer UNI studiert haben, aber ob er das dann im Unterricht selber auch so rüberbringt ist was Anderes.
Ich habe das selbst erlebt. Unsere Klasse (Jahrgangsstufe) wurde in Klasse 12 nach den Nachnamen aufgeteilt und für den englisch Kurs auf 2 Lehrer verteilt.
Lehrer 1, war nen knallharter Typ (den hatte ich). Wir haben fast nur Gedichtauswertung gemacht usw. Der hatte die Einstellung, dass ein Schüler der englisch so gut kann wie einer der englisch als Muttersprache hat und wenig bis mittel viel von Gedichten versteht ne 3- bekommt. Wir hatten ne Kursdurchschnittsnote von 4 Punkten (4-) !!!!!!!!!!!!
Lehrer 2 war Beamter und hatte die Einstellung: "Solange ich keinen Schüler aus dem Fenster werfe können die mir nix." (Das hat er uns wörtlich so gesagt.)
Der hat echt nur Scheiß im Unterricht gemacht, so stark das sich die Schüler beim Direktor beschwert haben (mehrfach). Wenn dann der Direktor mit im Unterricht saß nach einer Beschwerde, hat sich Lehrer 2 etwas mühe gegeben. Aber der Direktor wusste was abgeht. Er hat uns selbst gesagt, das er Lehrer 2 am liebsten rauschmeißen würde, dies aber nicht kann (Weil er Beamter ist)
Dieser Lehrer hat nen Durchschnitt von 2- in der Klasse gehabt. (Wohl gemerkt bei Zufälliger Aufteilung). z.B. ist wirklich folgendes passiert: Ein Schüler
beschwärte sich, dass er eine zu schlechte Note Hätte und redete ne halbe stund auf Lehrer 2 ein, bis der schließlich sagte "OK du bekommst 2 Punkte mehr". Darauf beschwährten sich viele Andere, dass sie auch mehr haben wollen und der lehrer 2 hat wirklich JEDEM aus der Klasse 2 Punkte mehr gegeben um seine Ruhe zu haben.Auf Jedenfall habe ich ne 3 bekommen und ich bin mir sicher, das ich besser Englisch kann als einer aus der Klasse vom Lehrer 2 der ne 1 hatte.
(Soviel zu gleicher Bildungsqualität)Dann hat Lehrer 2 den Politikkurs bekommen und nur vorgefertigte Häfte mit Lückentexten ausgeteilt und gesagt:"Macht was ihr wollt am Ende des Schuljahres sammle ich die Hefte ein und bewerte die."
(Die Schwierigkeit entsprach vieleicht Klasse 7, wir wahren aber in 12)Auf jeden Fall haben wir den Test gemacht und einer hat in den Lückentext von 3 Folgenden Seiten geschrieben "Lehrer 2 hat den A r s c h blutig."
Nacher hat der (wie fast alle Anderen auch ) ne 1- bekommen. So haben wa dem Direktor bewiesen, dass der Lehrer 2 nur die Menge des Ausgefüllten bewertet hatte ohne den Text zu lesen. (Der Direktor hatte uns auf die Idee mit dem Heft gebracht, natürlich nicht mit DEM TEXT
). Also bekam Lehrer 2 nen Verweiß aus Münster (Diestaufsichtsbehörde). Und das Ende vom Lied ist: Der unterrichtet auch heute (3 Jahre später) mit den selben Methoden noch, weil ihm keiner was kann weil er Beamter ist.Man bin ich froh jetzt bei ner UNI zu studieren. "endlich normale Leute
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...deswegen zählen die Noten in Zeugnissen später bei Personalbüros auch nicht soviel. Wenn man einen Uni-Abschluss hat interessiert sich ohnehin niemand für die genauen Maturanoten (Abiturnoten).
BTW: Ich finde die Idee einfach schwachsinnig. Aber das ist ja nicht der Einzige faux pas dieser SPÖ. Da kommen noch Ganztagsschule und Gesamtschule und viel weiterer Unsinn der die Dummen fördert (auf das Leben gesehen eigentlich nicht, also anders formuliert: die Dummheit fördert) und das Bildungsniveau senken soll. Keine Leistungsgesellschaft sondern jeder mit gleichen Chancen. Typische "Sozialpartei". Also meine Stimme bekommen die bei der Bildungspolitik sicher nicht - ich hoffe ihr wählt auch richtig und nicht diesen Unsinn.
MfG SideWinder
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Was an Ganztagsschule dumm machen soll, musst du mir bitte mal erklären.

Bei Gesamtschule habe ich schon einige Vorurteile gehört, auch wenn ich die Meinungen nicht teile.
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Gesamtschule sollte auf den ersten Blick klar sein. Derzeit gibt es eine klare Einteilung in Gymnasium für alle intelligenteren Schüler und Hauptschule mit Leistungsgruppen für den Rest. Die Hauptschule dauert nur 4 Jahre und ist damit schon sehr darauf ausgelegt den jungen Schüler auf einen Beruf bzw. eine Lehre vorzubereiten. Da 9 Schuljahre in Österreich Pflicht sind wird im "Polytechnischen Lehrgang" alias 5. Klasse Hauptschule nochmals eine Berufsförderung durchgeführt. Viel zu kurz an den Hauptschulen kommt allerdings die Allgemeinbildung. Die Hauptstadt von Kenia kann dir kaum einer von denen aufzählen. Ein Gymnasium ist da die richtige Wahl. Das normale Gymnasium unterrichtet ab der dritten Klasse (7. Schulstufe) Latein. Das Realgymnasium hat mehr Schwerpunkte im naturwissenschaftlichen Bereich. Ein klarer Unterschied zur Hauptschule. Alle Schüler in eine einzelne Schule zu stecken hindert beide Gruppen am effizienten und effektiven Lernen da ein billiger Kompromiss gefunden werden muss - warum der überhaupt zu finden sein sollte, weiß ich nicht. Das System läuft und läuft gut - warum also ändern?
Die Ganztagsschule ist der endgültige Schritt die Erziehung von den Eltern auf wildfremde Lehrer zu schieben. Die Nachteile die dadurch resultieren sind ganz klar:
-> Den Eltern wird eine gute Erziehung vorgegaukelt. Eine Art Abhol-System wenn das Produkt fertig ist. Das kann natürlich nicht gut gehen. Ein Lehrer hat niemals die Zeit die Erziehung von 25 Kindern zu übernehmen. Also geht die Erziehung der einzelnen Kinder unter.
-> Da die Kinder nicht mehr zu Hause sind haben sie auch kaum mehr Möglichkeiten ihren persönlichen Interessen nachzugehen. Die Gruppendynamik geht von einigen (dank Gesamtschule geistig unterentwickelten) Wenigen aus und fördern somit einseitig für viele vollkommen uninteressante und wahrscheinlich auch wenig förderungswürdige Disziplinen.
-> Da man im Gruppenverband auch dauernd abgelenkt wird ist auch ein vernünftiges Lernen nicht möglich und der Bildungsgrad sinkt abermals. Klar, Lernstunden. Das ich nicht lache, das sehe ich wie toll das im Schülerheim abläuft. Die haben dort alle einen Notengrad schlechter als drinnen wäre -> ganz einfach weil Alkohol statt Lernstoff auf der Tagesordnung steht. Alkohol wär zwar verboten, aber dort kommt ein Betreuer auf ein ganzes Stockwerk...
-> Auch in der Ganztagsschule müssen natürlich wieder viele viele Kompromisse geschlossen werden. Vielleicht hat der eine gerade Lust frei rumzulaufen und sich die Seele aus dem Leib zu schreien während andere lernen wollen. Also muss Rücksicht genommen werden. Will ich das? Nein.
-> Der Einfluss der Lehrer auf die Erziehung sollte dabei auch nicht unterschätzt werden. Viele meiner Lehrer haben eine für mich eindeutige politische Haltung. So können die Eltern nicht mehr ihren CDU-Nachfolger erziehen sondern eine Schule erzieht 1000 SPD-Nachfolger. Die Regierungspartei setzt nur noch eigene Lehrer ein und erzieht somit die nächste Generation ihrer Wähler bereits von klein an auf (wir kennen das ja aus vergangenen Zeiten...)
Und zu guter letzt wieder dasselbe Argument wie vorhin: WTF needs this shit? Es läuft auch ohne Ganztagsschule. Das Eltern vor lauter Karriere keine Zeit mehr haben gilt einfach nicht. Wer keine Zeit für seine Kinder hat soll sie nicht in die Welt setzen. Sry, aber vorher nicht denken und nachher weinen ist peinlich.
MfG SideWinder
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Hallo
Ich habe nicht alles gelesen, aber es heißt doch nicht: nicht sitzbleiben und es geht einfach mit neuem Stoff los, sondern man muss diese SchülerInnen im neuen Schuljahr dann natürlich mehr in Einzelförderung bringen, um den Stoff wieder aufzuholen. Das hat sich halt als effektiver erwiesen, als sie die Klasse wiederholen zu lassen. Manchen SchülerInnen müssen wegen einzelen Noten ein komplettes Jaht wiederholen und das einfach keinen Sinn.
Alle Schüler in eine einzelne Schule zu stecken hindert beide Gruppen am effizienten und effektiven Lernen da ein billiger Kompromiss gefunden werden muss
Das ist aber nicht die Meinung der Erziehungswissenschaftler und Paädagogen, die sich mit Thema auseinandersetzen. Es gibt keine homogenen Gruppen. Auch auf dem Gymnasium und an anderen Schueln nicht. ´Die LehrerInnen sind immer zu Binnendifferenzierung gezwungen. daher könnte man die positiven Effekte auf soziales Lernen mitnehmen und hätte kaum größere Differenzierungsprobleme als jetzt.
chrische
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Manchen SchülerInnen müssen wegen einzelen Noten ein komplettes Jaht wiederholen und das einfach keinen Sinn.
Falsch. Für solche Schüler gibt es in Österreich die Klausel. Sie dürfen trotz negativer Leistung aufsteigen und müssen die Note bis zum Ende des nächsten Jahres aufgeholt haben.
Auch auf dem Gymnasium und an anderen Schueln nicht.
Aber die Unterschiede sind viel geringer. Außerdem ist das ja nur ein Punkt. Siehe unterschiedliche Bildungsinhalte, etc.
auf soziales Lernen
Sry, aber gibts jetzt auch schon in der Bildung Buzz-Wörter? Ist das eine Art von Lernen wo dir der Lehrer jeden Tag sagt "ach du schaffst das schon!"?
Edit: Tatsächlich, Buzzwort.
Soziales Lernen als eine Form zur Überwindung hierarchischen, linear behavioristischen Lernens verstanden, und soll somit bei der individuellen demokratiebewussten Entwicklung helfen und im Endeffekt auch bei der Gestaltung der Gesellschaft.
Aha individuell. Und das erreichen wir indem wir alle in eine einzelne Schule mit dem selben Bildungsinhalt stecken. Na klar

MfG SideWinder
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estartu schrieb:
Was an Ganztagsschule dumm machen soll, musst du mir bitte mal erklären.

Bei Gesamtschule habe ich schon einige Vorurteile gehört, auch wenn ich die Meinungen nicht teile.An funktionierenden Ganztagsschulenen gibt es nichts auszusetzen. Im Gegenteil sind sie eine wesentliche Verbesserung gegenüber der jetztigen Situation. Allerdings braucht man dazu fähiges Personal und das kostet sehr viel mehr Geld als das jetztige Schulmodel und dieses wirst du nicht aufbringen können. Man kann höchstens ein oder zwei vorzeige Ganztagsschulenen aufbauen die funktionieren.
Bei Ganztagsschulen mit Beamten wie dem der von Andreas XXL beschrieben wurde kommt höchsten was bessers raus wenn beide Eltern alkoholsüchtig und arbeitslos sind und mehr als 5 Kinder haben.
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Im Gegenteil sind sie eine wesentliche Verbesserung gegenüber der jetztigen Situation.
Aha. Wesentliche Verbesserungen. Die da wären...? (Außer die Einschränkung meiner persönlichen Freiheit und damit die Einbindung in Schema X die alle Schüler zu braven Kreuzmachern und Ja-Sagern erziehen?)
MfG SideWinder
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Hallo
Falsch. Für solche Schüler gibt es in Österreich die Klausel. Sie dürfen trotz negativer Leistung aufsteigen und müssen die Note bis zum Ende des nächsten Jahres aufgeholt haben.
Wusste ich nicht.
Aber die Unterschiede sind viel geringer.
Da frag mal LehrerInnen an den verschienden Schulen. Egal wie weit du das trennst, die gefühlte Differenz der SchülerInnen ist immer riesig. Außerdem sollten wir Unterschiede als etwas positives betrachten und nicht schon in der Schule mit der ewigen Gleichmacherei anfangen.
Ist das eine Art von Lernen wo dir der Lehrer jeden Tag sagt "ach du schaffst das schon!"?
Sorry, aber das ist einfach nur schlecht und Stammtischniveau. Ich bin selber fast exmatrikulierter Lehramtsstudent und muss die sagen, dass gerade diese Art von Lernen sehr unterschätzt wird. In einen Programmiererforum ist dafür natürlich nicht viel Verständnis, weil diese ewige Angst herrscht, dass dabei die Wissenschaftlichkeit auf der Strecke belibt, aber alle fast Experten sind sich einig, dass gerade dort Nachholebeadrf besteht.
Und das erreichen wir indem wir alle in eine einzelne Schule mit dem selben Bildungsinhalt stecken.
Du solltest dich mit Begriff "Differenzierung" auseinandersstzen.
chrische
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Außerdem sollten wir Unterschiede als etwas positives betrachten und nicht schon in der Schule mit der ewigen Gleichmacherei anfangen.
Eben und genau deswegen sollten ja nicht alle in der Gesamtschule gleich gemacht werden sondern sich selbst ihre freie Umgebung aussuchen können. Du predigst gegen Gleichmacherei und willst Schulen einführen die alle gleich behandeln...
Fakt ist: Es sollte möglichst viele verschiedene Lehr- und Bildungsangebote geben die am besten über verschiedene Schultypen erreicht werden. So hat jeder Schüler die Chance seine Stärken zu nutzen und in seinem Schultyp aufzublühen.
Mit der Einführung der Gesamtschule wird jeder Schüler in einen Topf geworfen und kann dann pro Großstadt zwischen Informatikzweig oder naturwissenschaftlichen Zweig wählen wobei der Unterschied bei Powerpoint und Knallgasexplosion zu finden ist. Der Einzelne geht vollkommen unter in der Masse des Topfes und wird mehr oder weniger zu seiner Bildung gezwungen. Von persönlicher Freiheit kann keine Rede mehr sein und er wird dank Ganztagsschule...den Satz hatte ich schonmal.
MfG SideWinder
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Ich greife hier ein paar "vermeintliche" Vorteile aus der Wikipedia auf:
Befürworter betonen die Idee des gemeinsamen Lernens für ein besseres Zusammenleben in der Gesellschaft und die differenzierteren Lernangebote und Lernanregungen in einer Ganztagsschule.
Differenzierte Lernangebote habe ich auch mit verschiedenen Schultypen. Da muss ich keine einzige Schule bauen wo ich mit "hey jo alda das is krass"-Typen rumhängen muss.
Zunehmend finden sich heute auch Stimmen, die an ein 'Heraufziehen' der schlechteren Schüler durch die besseren glauben
Benötigt wohl keinen Kommentar außer "absolut weltfremd".
Innerhalb des deutschen Schulsystems sind Gesamtschulen nicht unumstritten, manche Bundesländer (z.B. Bayern) bieten sie überhaupt nicht an.
Da sieht man es schon. Bundesländer in denen Leistung und gute Bildung hochgehalten werden bieten solchen Unfug erst gar nicht an.
Von vielen Erziehungswissenschaftlern und zunehmend auch von Wirtschaftswissenschaftlern, wird allerdings insbesondere die integrierte Gesamtschule als zukunftsweisend betrachtet.
Toller Satz in der Wikipedia mal wieder. Das Warum wird nämlich großzügig ausgelassen. Genauso wie du mir zwar erzählst schon so viele Erfahrungen in diese Richtung gemacht zu haben aber mir nicht wirklich sagen kannst warum du eine Gesamtschule befürwortest (außer das du dafür bist und gleichzeitig gegen das was eine Gesamtschule ausmacht).
MfG SideWinder
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Eigentlich verstehe ich die SPÖ nicht. Sobald solche Hauptsache-Wir-Lernen-Nichts-Im-Kollektiv-Drücken-Wir-Das-Auch-Durch-Schulen endlich ans Tageslicht treten, müssen alle Eltern die ihren Kindern ordentliche Bildung vermitteln wollen sie in kostenintensive Privatschulen stecken. Genau das versucht die SPÖ aber doch eigentlich zu verhindern

Naja, hauptsache Opposition. Yes.
MfG SideWinder
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Hallo
Du predigst gegen Gleichmacherei und willst Schulen einführen die alle gleich behandeln...
Ich will nicht alle gleichbehandeln und habe dies auch nie gesagt.
Differenzierte Lernangebote habe ich auch mit verschiedenen Schultypen. Da muss ich keine einzige Schule bauen wo ich mit "hey jo alda das is krass"-Typen rumhängen muss.
Da ist aber das Problem, dass sich Schultypen bilden, auf denen nur noch solche Typen rumhängen und diese fallen am Ende aus der Gesellschaft.
Benötigt wohl keinen Kommentar außer "absolut weltfremd".
Ich schreibe es gerne noch einmal:
Nur weil man selber eine Schule besucht hat, ist man noch keine erziehungswissenschaftlicher oder pädagogischer Experte.
Da sieht man es schon. Bundesländer in denen Leistung und gute Bildung hochgehalten werden bieten solchen Unfug erst gar nicht an.
Schau doch auch mal in andere Länder (Skandinavien) und mach dich mal über deren Bildungssystem schlau. Bloss weil Bayern in D ganz gut im Leistungsniveau steht, heißt das doch nicht, dass alles passt.
aber mir nicht wirklich sagen kannst warum du eine Gesamtschule befürwortest (außer das du dafür bist und gleichzeitig gegen das was eine Gesamtschule ausmacht).
Nun versuch doch mal meine Argumente zu lesen. Ich habe sehr wohl geschrieben, was ich für vorteilhaft halte an Gesamtschulen. Dass du das anders bewertest ist ja in Ordnung.
Hauptsache-Wir-Lernen-Nichts-Im-Kollektiv-Drücken-Wir-Das-Auch-Durch-Schulen
Das ist einfach nur eine Frechheit und spricht nicht für deine Wissen auf dem Gebiet der Bildung. Es geht nicht darum, ob man Gesamtschulen gut oder schlecht findet, aber diese Stammtischparolen sind einfach nur unterstes Niveau. Gleich fängst du noch mit Kuschelpädagogik an und das alle SchülerInnen viel zu weich sind. Blablabla...
chrische
chrische
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Da ist aber das Problem, dass sich Schultypen bilden, auf denen nur noch solche Typen rumhängen und diese fallen am Ende aus der Gesellschaft.
Genauso wie sich Schultypen bilden in denen hochintelligente Kinder sind, bilden sich natürlich auch Schultypen in denen weniger intelligente Kinder unterrichtet werden. Das ist der Sinn von diesen Schultypen. Und ich sehe absolut nicht ein warum hochintelligente Kinder und weniger intelligente Kinder in einer Klasse sitzen sollten. Das ist dann ein Bildungskompromiss, eine Anpassung, eine Gleichmachung. Deswegen fliegt man aber nicht gleich aus der Gesellschaft. Dort fliegt man raus weil man "eh kein Bock zu hat". Solche Leute will ich aber auch nicht auffangen. Wer sich selbst vom Schiff wirft darf sich nicht wundern unterzugehen...
Ich will nicht alle gleichbehandeln und habe dies auch nie gesagt.
Gut, dann sei doch bitte ab jetzt für ein möglichst breites Bildungsangebot mit vielen verschiedenen Schultypen die alle ihre Stärken und Schwächen haben und aus denen sich der Einzelne nicht-gleichgemachte Schüler seinen Typ aussuchen kann.
Schau doch auch mal in andere Länder (Skandinavien) und mach dich mal über deren Bildungssystem schlau.
Wir sind in Deutschland bzw. Österreich. Es herrscht unsere Mentalität. Also bringt es nichts Schulsysteme einzuführen die für eine komplett andere Mentalität gebaut sind. Beispiel Japan: Dort gehen die Kinder noch sehr gerne in die Schule. Bei uns hat die Schule eher den Stellenwert zwischen Kloputzen und Gefängnismahlzeit. Da muss mit interessanter Vielfalt der Jugendliche wieder zum Lernen animiert werden. Darauf zu hoffen, dass in einer Gesamtschule alle aufgehen weil sie leistungsmotiviert sind ist bei uns vollkommen fehl am Platz.
Es geht nicht darum, ob man Gesamtschulen gut oder schlecht findet, aber diese Stammtischparolen sind einfach nur unterstes Niveau.
Welche Stammtischparolen? Sobald die Gesamtschule eingeführt wird muss ich (wenn ich verhindern will, dass mein Kind ein Yo-Alda-Arbeit-Is-Scheiße-Lass-Saufen-Typ wird) es in eine Privatschule stecken. Daran gibts nichts zu rütteln. Schade, dabei wäre ich für eine frei verfügbare Bildung.
Ich habe sehr wohl geschrieben, was ich für vorteilhaft halte an Gesamtschulen.
Tut mir leid, dass du mit auf dem Gebiet so unterentwickelten Phänomenen diskutieren musst, aber wie wärs mal mit einer kleinen Liste wo die einzelnen Punkte aufgezählt sind. Damit auch Nicht-Pädagogen wie ich die Chance haben deine Argumente zwischen "Gesamtschule weil dort alle gleich behandelt werden" und "behandelt bloß nicht alle gleich" zu finden.
Gleich fängst du noch mit Kuschelpädagogik an und das alle SchülerInnen viel zu weich sind. Blablabla...
Öhm ja. Genau das sehe ich auch als Problem an. Die Person Lehrer hat absolut keinen Respekt mehr. Früher war der Lehrer neben Arzt, Pfarrer und Bürgermeister einer der höchsten in der Gesellschaft. Heutzutage "scheißt" man auf seine Lehrer und nicht wenige Kinder würden zumindest einen ihrer Lehrer auf der Stelle erschießen wenn sich die Möglichkeit bieten würde. Also ja. Der Respekt der Schüler vor den Lehrern muss dringendst wieder hergestellt werden. Die sollen immer mehr von der Erziehung verlieren und büßen auf der anderen Seite immer mehr von der Erziehungsautorität ein.
Achtung: Die Ausführung von Gewalt an Schulen halte ich nicht für ein geeignetes Mittel.
Meine Lösung: Den Lehreren die Erziehung zu entziehen, dann benötigen sie auch keine Erziehungsautorität.
MfG SideWinder
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SideWinder schrieb:
Da ist aber das Problem, dass sich Schultypen bilden, auf denen nur noch solche Typen rumhängen und diese fallen am Ende aus der Gesellschaft.
Genauso wie sich Schultypen bilden in denen hochintelligente Kinder sind, bilden sich natürlich auch Schultypen in denen weniger intelligente Kinder unterrichtet werden. Das ist der Sinn von diesen Schultypen. Und ich sehe absolut nicht ein warum hochintelligente Kinder und weniger intelligente Kinder in einer Klasse sitzen sollten. Das ist dann ein Bildungskompromiss, eine Anpassung, eine Gleichmachung. Deswegen fliegt man aber nicht gleich aus der Gesellschaft. Dort fliegt man raus weil man "eh kein Bock zu hat". Solche Leute will ich aber auch nicht auffangen. Wer sich selbst vom Schiff wirft darf sich nicht wundern unterzugehen...
Ich will nicht alle gleichbehandeln und habe dies auch nie gesagt.
Gut, dann sei doch bitte ab jetzt für ein möglichst breites Bildungsangebot mit vielen verschiedenen Schultypen die alle ihre Stärken und Schwächen haben und aus denen sich der Einzelne nicht-gleichgemachte Schüler seinen Typ aussuchen kann.
Schau doch auch mal in andere Länder (Skandinavien) und mach dich mal über deren Bildungssystem schlau.
Wir sind in Deutschland bzw. Österreich. Es herrscht unsere Mentalität. Also bringt es nichts Schulsysteme einzuführen die für eine komplett andere Mentalität gebaut sind. Beispiel Japan: Dort gehen die Kinder noch sehr gerne in die Schule. Bei uns hat die Schule eher den Stellenwert zwischen Kloputzen und Gefängnismahlzeit. Da muss mit interessanter Vielfalt der Jugendliche wieder zum Lernen animiert werden. Darauf zu hoffen, dass in einer Gesamtschule alle aufgehen weil sie leistungsmotiviert sind ist bei uns vollkommen fehl am Platz.
Es geht nicht darum, ob man Gesamtschulen gut oder schlecht findet, aber diese Stammtischparolen sind einfach nur unterstes Niveau.
Welche Stammtischparolen? Sobald die Gesamtschule eingeführt wird muss ich (wenn ich verhindern will, dass mein Kind ein Yo-Alda-Arbeit-Is-Scheiße-Lass-Saufen-Typ wird) es in eine Privatschule stecken. Daran gibts nichts zu rütteln. Schade, dabei wäre ich für eine frei verfügbare Bildung.
Ich habe sehr wohl geschrieben, was ich für vorteilhaft halte an Gesamtschulen.
Tut mir leid, dass du mit auf dem Gebiet so unterentwickelten Phänomenen diskutieren musst, aber wie wärs mal mit einer kleinen Liste wo die einzelnen Punkte aufgezählt sind. Damit auch Nicht-Pädagogen wie ich die Chance haben deine Argumente zwischen "Gesamtschule weil dort alle gleich behandelt werden" und "behandelt bloß nicht alle gleich" zu finden.
Gleich fängst du noch mit Kuschelpädagogik an und das alle SchülerInnen viel zu weich sind. Blablabla...
Öhm ja. Genau das sehe ich auch als Problem an. Die Person Lehrer hat absolut keinen Respekt mehr. Früher war der Lehrer neben Arzt, Pfarrer und Bürgermeister einer der höchsten in der Gesellschaft. Heutzutage "scheißt" man auf seine Lehrer und nicht wenige Kinder würden zumindest einen ihrer Lehrer auf der Stelle erschießen wenn sich die Möglichkeit bieten würde. Also ja. Der Respekt der Schüler vor den Lehrern muss dringendst wieder hergestellt werden. Die sollen immer mehr von der Erziehung verlieren und büßen auf der anderen Seite immer mehr von der Erziehungsautorität ein.
Achtung: Die Ausführung von Gewalt an Schulen halte ich nicht für ein geeignetes Mittel.
Meine Lösung: Den Lehreren die Erziehung zu entziehen, dann benötigen sie auch keine Erziehungsautorität.
MfG SideWinder
FULL ACK

Erziehung ist Sache der Eltern, und Lehrer sind dazu da den Schülern
Wissen zu vermitteln und wenn manche Schüler eben dieses Wissen nicht
annehmen wollen sollte man andere Schüler nicht darunter leiden
lassen.
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chrische5 schrieb:
Schau doch auch mal in andere Länder (Skandinavien) und mach dich mal über deren Bildungssystem schlau. Bloss weil Bayern in D ganz gut im Leistungsniveau steht, heißt das doch nicht, dass alles passt.
Naja, ich wage mal zu behaupten, daß man nicht einfach vom Schulsystem auf das Leistungsniveau schließen kann: Griechenland hat im wesentlichen das skandinavische System und liegt bei PISA hinter Deutschland ... In Japan ist die durchschnittliche Klassengröße fast bei 40 Schülern ... und sie sind besser im Naturwissenschaftsteil von PISA.
Mir scheint, daß es auf das System primär überhaupt nicht ankommt, auch wenn man natürlich zu recht attestieren muß, daß bei dem aktuell-deutschen System das Ausgaben-pro-Kind-Leistungs-Verhältnis ziemlich aus dem Ruder läuft.