Der Papst bezieht Stellung zu Evolution und göttlicher Schöpfung
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Der Papst warnt nun davor, sich zum Mitläufer oder gar Mittäter der "Unvernunft" zu machen. Daher wollte ich vor allem an das Thema Abtreibung erinnern, ein weiteres trauriges Kapitel in diesem Land. Daten: http://www.pro-leben.de/abtr/abtreibung_daten.php
Im Laufe der Zeit sind das Millionen im Mutterleib (mit voller Absicht) getöteter Menschen.
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SideWinder schrieb:
Homoehe ja, aber Homoehe mit adoptierten Kindern -> ganz klar nein.
Ganz klar nein? Weshalb? Taugt der Grund auch dazu Homosexuellen ihre leiblichen Kinder wegzunehmen?
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volkard schrieb:
sein text klingt nach "forschen ist unvernunft - glauben ist vernunft" und das ist für mich die alte leier "Unwissenheit ist Stärke". du siehst da keine ähnlichkeit?
Ich sehe seinen Satz eher als ein "Lasst euch nicht einreden, dass diese Frage durch die Wissenschaft geklärt ist."
Wir hatten da einmal eine tolle Diskussion in Physik wobei es darum ging ob sich Physik und Religion ausschließen. Wir kamen zu dem Entschluss, dass dies absolut nicht der Fall ist. Während Religion in erster Linie gesellschaftliche Werte vermittelt ist die Physik eine Naturwissenschaft die unsere Umgebung beschreibt - nicht aber erklärt. Mit Religion wird jetzt auch *unter anderem* versucht die Umgebung zu erklären. Der Einfachheit halber mit einem "wurde von Gott geschaffen". Natürlich glaubt aber heutzutage niemand mehr an eine 7-Tage-Geschichte. Aber die Umwelt zu erklären und ein "warum wir hier sind" zu definieren ist mit der heutigen Naturwissenschaft nicht möglich.
volkard schrieb:
SideWinder schrieb:
Dann lass ich mich mal irritieren von dir volkard: Nenne deine Komplettwiderlegung gegen einen Gott.
di widerlegst ja auch das fliegende spahgettimonster nicht.
Ich habe mich nicht genauer damit auseinandergesetzt, aber ich widerlege es erst einmal mit ein paar kurzen Gedanken: Warum sollte Gott etwas "Weltliches" sein? Noch dazu aus einer Nudelart bestehen, die erst vor maximal 5k Jahren gefunden wurde. Haben die damals Gott gefunden? Nene, zu unplausibel. Gott hat weder einen langen Bart noch ist er männlich/weiblich.
MfG SideWinder
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Warum redet ihr hier Homoehe, Tötung unschuldiger Kinder und Unvernunft das Wort? Der Papst hat vollkommen Recht mit seiner Mahnung. Es ist höchste Zeit für eine Rückbesinnung auf elementare christliche Werte. Es ist übrigens sicher kein Zufall, das gerade in Berlin die höchste Abtreibungsrate herrscht. Von diesem gottlosen Ort aus wird dieses Land regiert.

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finix schrieb:
SideWinder schrieb:
Homoehe ja, aber Homoehe mit adoptierten Kindern -> ganz klar nein.
Ganz klar nein? Weshalb? Taugt der Grund auch dazu Homosexuellen ihre leiblichen Kinder wegzunehmen?
Anderer Thread wäre angebracht. Nein taugt er nicht, aber das ist ja nicht gar so häufig der Fall. Aber eine Erziehung durch ein gleichgeschlechtliches Paar ist ganz klar abzulehnen. Welches Bild bekommt das Kind denn da bitte von der Welt. Mama[1] wo ist eigentlich mein Papa?
MfG SideWinder
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Erhard Henkes schrieb:
Die Frage nach der Entstehung des Lebens ist wissenschaftlich völlig ungeklärt. Die Erklärung, das dies durch Zufall aus organischer Materie erfolgt ist, höchst unwahrscheinlich.
Du wirst dieses "höchst unwahrscheinlich" nicht zufällig belegen können? Hört sich für mich nämlich nach Schwachsinn an, ähnlich wie die Formulierung "Zufall".
Erhard Henkes schrieb:
Es bleibt fast nur noch die Meteoritentheorie, womit das Thema ins Universum verlagert wird. Das ist ein wichtiger Punkt.
Aha
Du meinst wie die Entstehung Gottes? 
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Erhard Henkes schrieb:
Warum redet ihr hier Homoehe, Tötung unschuldiger Kinder und Unvernunft das Wort? Der Papst hat vollkommen Recht mit seiner Mahnung. Es ist höchste Zeit für eine Rückbesinnung auf elementare christliche Werte. Es ist übrigens sicher kein Zufall, das gerade in Berlin die höchste Abtreibungsrate herrscht. Von diesem gottlosen Ort aus wird dieses Land regiert.

Oha, dachte zu Beginn du stehst auf volkards Seite. Vollkommene Fehleinschätzung.
1. Dein erster Satz scheint mir kein Deutsch zu sein.
2. Vollkommen ist nur Gott :p
3. Rückbesinnung auf Werte ja: Familie und soziales Leben muss wieder deutlich im Ansehen gesteigert werden. Ob das aber nur christliche Werte sind oder auch eventl. durch andere (keine) Religionen abgedeckt ist sei mal so dahingestellt.
3. Letzter Satz ist ein bißchen billig würde ich sagen *g*MfG SideWinder
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SideWinder schrieb:
Ich sehe seinen Satz eher als ein "Lasst euch nicht einreden, dass diese Frage durch die Wissenschaft geklärt ist."
ich sehe in gefährlicher.
logisch ist wissenschaftlich nicht alles geklärt. zum beispiel ist die these ganz unwiderlegbar, daß gott vor ca 4500 jahren die erde und alles drum und dran in 7 tagen erschaffen hat. und dieser schlingel hats alles so gemacht, daß es aussieht, als wäre alles ganz antik. aber auch ohne quatsch, sind mehr fragen offen denn je. und das gibt die wissenschaft immer und gerne zu.SideWinder schrieb:
Ich habe mich nicht genauer damit auseinandergesetzt, aber ich widerlege es erst einmal mit ein paar kurzen Gedanken: Warum sollte Gott etwas "Weltliches" sein?
warum nicht? er hat die macht.
SideWinder schrieb:
Noch dazu aus einer Nudelart bestehen, die erst vor maximal 5k Jahren gefunden wurde.
warum nicht? er hat die macht.
SideWinder schrieb:
Haben die damals Gott gefunden? Nene, zu unplausibel. Gott hat weder einen langen Bart noch ist er männlich/weiblich.
warum nicht? er hat die macht.
aber ich sammel mal deine "zu unplausibel" und werde sie falls du mal behauptest, es gäbe gott, mit dem gleichen recht einsetzen, wie du vorhin.
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"Lasst euch nicht einreden, dass diese Frage durch die Wissenschaft geklärt ist."
Danke, genau darum geht es.

Dass die Homoehe keine Basis für ein Volk ist, dürfte auch klar sein. Daher darf dies nicht zum Vorbild erhoben werden. Eine Geburtenrate von 1,2 ist doch schon trübselig genug, das muss man mathematisch gebildeten Menschen sicher nicht weiter erklären.
Der Papst mahnt zur Umkehr, zur Hinwendung zur Vernunft. Er vermeidet bei seinem Besuch aus medientechnischen Gründen das Thema Abtreibung, denn darauf würden sich viele "stürzen". Ihm geht es darum, vor den falschen Schlussfolgerungen der Wissenschaft zu warnen.
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finix schrieb:
Erhard Henkes schrieb:
Die Frage nach der Entstehung des Lebens ist wissenschaftlich völlig ungeklärt. Die Erklärung, das dies durch Zufall aus organischer Materie erfolgt ist, höchst unwahrscheinlich.
Du wirst dieses "höchst unwahrscheinlich" nicht zufällig belegen können? Hört sich für mich nämlich nach Schwachsinn an, ähnlich wie die Formulierung "Zufall".
Du redest also nicht von Zufall? Du siehst den Menschen als logische Konsequenz des Urknalls?
finix schrieb:
Erhard Henkes schrieb:
Es bleibt fast nur noch die Meteoritentheorie, womit das Thema ins Universum verlagert wird. Das ist ein wichtiger Punkt.
Aha
Du meinst wie die Entstehung Gottes? 
Achtung. Zuerst mal definieren was mit Gott gemeint ist, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Gott#Monotheistische_Sichtweisen
Dann überlegen ob Gott nicht eher das Synonym für das was nicht geschaffen werden musste steht.
Und dann posten.
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SideWinder schrieb:
Dann überlegen ob Gott nicht eher das Synonym für das was nicht geschaffen werden musste steht.
mein geist hat keinen bedarf, an einen schöpfer zu glauben. es muß nicht "das was nicht geschaffen werden musste" geben. ich hab nix gegen fortdauernde existenz, spontane entstehung, nichtexistenz im heutigen physiklaischen sinn und wohl noch viel mehr, was man sich erstmal einfallen lassen muss. nur gott brauchts keinen und auch nix, was schöpft.
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@volkard: Natürlich kann ich nichts widerlegen, weil es könnte mir ja alles "mit der Macht" von einem Gott plausibel gemacht werden können (wenn das sogar totalitäre Regime schaffen, kann das ja nicht so schwer sein). Meine Plausibilität sagt mir halt eher, dass Gott kein Nudelmonster ist sondern etwas was man - falls vorhanden - als Mensch nicht fassen kann, sonst wäre ja auch der Schritt, seine Macht zu fassen nicht weit und Gott nicht weit.
Nudelmonster hin oder her, es ist ja nur eine Darstellungsform. Es geht ja auch nicht darum ob das nun Allah oder Gott oder eben das Nudelmonster ist. Gott ist doch nur ein Synonym für das Unfassbare.
Und zurück zum eigentlihcen Thema und weg von Gott: Zurück zur Religion. Es ist kein Hauptgebiet der Religion die Schöpfung zu erklären (das ist ein Teil von Vielen, so wie die Mehrfachvererbung die C++ bzw. Java auch nicht gleich sinnlos und böse macht).
Wichtig ist friedliches und soziales Miteinander, dem Nachbarn helfen, die Familie hüten. Der eine braucht dafür gar keine Religion, der andere tut sich so leichter weil durch den Verein Religion eV ein gewisses Miteinandergefühl entsteht.
MfG SideWinder
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volkard schrieb:
SideWinder schrieb:
Dann überlegen ob Gott nicht eher das Synonym für das was nicht geschaffen werden musste steht.
mein geist hat keinen bedarf, an einen schöpfer zu glauben. es muß nicht "das was nicht geschaffen werden musste" geben. ich hab nix gegen fortdauernde existenz, spontane entstehung, nichtexistenz im heutigen physiklaischen sinn und wohl noch viel mehr, was man sich erstmal einfallen lassen muss. nur gott brauchts keinen und auch nix, was schöpft.
Klar, und deswegen ist der Papst ein potentieller totalitärer Herrscher.
MfG SideWinder
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Der "Urknall" ist nur eine von vielen Theorien zur Entstehung des Universums. Interessant daran ist, dass auch in der Bibel in der zeitlichen Reihenfolge zuerst das Licht ("Durchsichtigwerden des Universums") und erst danach die Sterne und unsere Sonne geschaffen wird.
Solange Physiker nicht mit ihren Theorien erklären können, was dunkle Materie und dunkle Energie ist, begreifen diese nur einen kleinen Teil des für uns sichtbaren 3D-Universums. In der Tat ist die in Ansätzen begriffene Materie in der Minderheit. Schaut man in den Mikrokosmos hört unser Wissen bei den Quarks auf. Materie besteht nach heutigem Bild fast nur aus Leere und Energie. Beides ist nicht verstanden. Könnte der Mensch eine "Quarkbombe" schaffen, wäre es leicht, damit unser Sonnensystem zu eliminieren. Die M- und Stringtheorie wartet ebenfalls noch auf ihren Beweis durch den LHC, der nächstes Jahr anläuft. Aber das ist erst der Anfang der Verwirrung (siehe Goethes Faust).
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SideWinder schrieb:
Wichtig ist friedliches und soziales Miteinander, dem Nachbarn helfen, die Familie hüten. Der eine braucht dafür gar keine Religion, der andere tut sich so leichter weil durch den Verein Religion eV ein gewisses Miteinandergefühl entsteht.
nur bin ich der meinung, daß die kirchen in der geschichte die größen verbrecherorgansisationen sind und nicht den geringsten moralischen anspuch erheben können, irgendwas in sachen religion, wie du sie meinst, zu definieren.
wer durch den glauben zu nem besseren christen wird, der soll ruhig glauben. aber die meisten werden dadurch zu schlechteren, hab ich den eindruck. so korreliert zum beispiel in meinem dorf das spielende-kinder-vom-eigenen-vorgarten-vertreiben stark mit der regelmäßigkeit des kirchgangs.
und ich bin der meinung, daß sehr viele, die in der religion ihren anker sehen, der ihnen das denken über moralische themen abnimmt, ohne diesen anker bessere christen wären.ich verwende "guter christ" im sinne von "guter mensch".
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Warum eigentlich dauernd Schöpfung und Urknall nur weil der Titel falsch gewählt wurde?

Religion hat nur am Rande mit Schöpfung zu tun.
MfG SideWinder
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volkard schrieb:
nur bin ich der meinung, daß die kirchen in der geschichte die größen verbrecherorgansisationen sind und nicht den geringsten moralischen anspuch erheben können, irgendwas in sachen religion, wie du sie meinst, zu definieren.
Klar, da wurde lange Zeit ein gehöriger Machtmissbrauch durchgeführt. Das hatte aber nichts mit Christentum zu tun sondern eher mit römisch-katholischer Kirche. Man muss hier den Unterschied zwischen Religion und Kirche ziehen um nicht durcheinander zu kommen.
volkard schrieb:
und ich bin der meinung, daß sehr viele, die in der religion ihren anker sehen, der ihnen das denken über moralische themen abnimmt, ohne diesen anker bessere christen wären.
Interessanter Punkt, wird das moralische Denken abgenommen oder geht es hier eher um eine Anregung?
MfG SideWinder
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SideWinder schrieb:
Du redest also nicht von Zufall? Du siehst den Menschen als logische Konsequenz des Urknalls?
Nein, weder das eine noch das andere.
SideWinder schrieb:
finix schrieb:
Aha
Du meinst wie die Entstehung Gottes? 
Achtung. Zuerst mal definieren was mit Gott gemeint ist, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Gott#Monotheistische_Sichtweisen
Dann überlegen ob Gott nicht eher das Synonym für das was nicht geschaffen werden musste steht.
Und dann posten.
Häh. Ja, den Ratschlag kenn ich irgendwoher.

Vielleicht hättest du dir vorm posten anschauen sollen welches Argument du vorzubringen gedenkst. Gäbe es Descartes' Prachtperle nicht wäre das so ziemlich das bescheurtste Argument was mir so ad hoc einfallen würde.
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SideWinder schrieb:
Warum eigentlich dauernd Schöpfung und Urknall
um nachzuweisen, daß die wissenschaftler nicht alles wissen. aber das geben die ja offen zu.
vermutlich ne antrainierte verhaltensweise in religions-threads, mit der er viele verwirren kann.
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nur bin ich der meinung, daß die kirchen in der geschichte die größen verbrecherorgansisationen sind und nicht den geringsten moralischen anspuch erheben können, irgendwas in sachen religion, wie du sie meinst, zu definieren.
wer durch den glauben zu nem besseren christen wird, der soll ruhig glauben. aber die meisten werden dadurch zu schlechteren, hab ich den eindruck. so korelliert zum beispiel in meinem dorf das spielende-kinder-vom-eigenen-vorgarten-vertreiben stark mit der regelmäßigkeit des kirchgangs.
und ich bin der meinung, daß sehr viele, die in der religion ihren anker sehen, der ihnen das denken über moralische themen abnimmt, ohne diesen anker bessere christen wären.ich verwende "guter christ" im sinne von "guter mensch".
Volkard hat hier an einigen Punkten völlig Recht. Ich gebe nur zu bedenken, dass die heutige katholische Kirche keine "Verbrecherorganisation" im geschichtlich angesprochenen Sinne ist. Die Gewalt ging übrigens mehr vom Staat als von der Kirche aus.
Unvernunft, Homoehe und Abtreibung (ein verniedlichendes Wort) sind m.E. keine Basis für einen zukunftsorientierten Staat, sondern signifikante Zeichen einer sich krankhaft ausbreitenden Dekadenz.