Der Papst -- Homoehe



  • electron schrieb:

    ...was man an SideWinders Post nicht verstehen kann. Das hat mir sehr gut gefallen.

    sidewinder kommt wohl aus 'nem kleinen bayerischen dorf...

    electron schrieb:

    Ihr könnt hin und her diskutieren, aber für ein Kind ist es normal, Papa und Mama zu haben. Alles andere ist nicht normal und somit schlechter fürs Kind.

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen ist immer noch 1000 mal besser als im kinderheim gross zu werden oder bei irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten...



  • Unix-Tom schrieb:

    Es ist das Problem des Kindes und läßt sich nicht lösen.
    Und es ist kein kleines Problem.
    Man kann die anderen Kinder nicht zwingen es in die Gemeinschaft aufzunehmen und somit bleibt es außerhalb der Gemeinschaft.

    Genau, es ist kein kleines Problem und ein Großteil der Kinder wird bzw. würde damit wohl zu kämpfen haben. Das ändert aber nichts daran dass weder das Kind noch die Homoeltern Verursacher sind; und wer weiß, über kurz oder lang wird die Gesellschaft vielleicht tatsächlich toleranter, eventuell sogar gerade weil man "solchen Abnormitäten" alltäglich ausgesetzt wäre und nicht mehr ausschließlich das Unbekannte, das Unvertraute fürchten kann.

    Und irgendwie lässt das Argument ganz außer Acht dass auch Kinder "normaler" Eltern, aus unterschiedlichsten Gründen, sich mit solchen Problemen konfrontiert sehen, was ist mit denen? Sollten wir Paaren unterhalb einer gewissen Einkommensgrenze den Nachwuchs verbieten, um nur ein Beispiel zu nennen?

    (BTW, ich fände es durchaus schlimm wenn man irgendjemanden dazu zwingen könnte jemanden in eine Gemeinschaft aufzunehmen, aber Distanzierung != Mobbing ⚠ )

    Unix-Tom schrieb:

    Wenn Du das nicht als Problem ansiehst dann tut es mir leid für Dich und Du hast dann selbst keine Kinder verdient.
    Ich könnte das meinem Kind nicht antun.

    Passt dir vielleicht nicht ins Konzept, aber wenn du nochmal genau liest wirst du feststellen dass ich dieses Problem nicht abgestritten habe, ganz im Gegenteil.



  • electron schrieb:

    Hallo finix und alle anderen die pro schwul/lesbisch argumentieren.

    Meister der voreiligen Schlüsse, hm?

    electron schrieb:

    Erstens habt ihr sicherlich keine Kinder, das merkt man sofort.

    Ach ja, woran denn?

    electron schrieb:

    Zweitens versteh ich nicht, was man an SideWinders Post nicht verstehen kann. Das hat mir sehr gut gefallen.

    Scheinbar bist du derjenige der nicht versteht. Ich habe nirgends auch nur angedeutet sein Post nicht zu verstehen, ich habe lediglich gefragt wie er auf seine Punkte bzw. Beurteilungen kommt.



  • net schrieb:

    electron schrieb:

    Ihr könnt hin und her diskutieren, aber für ein Kind ist es normal, Papa und Mama zu haben. Alles andere ist nicht normal und somit schlechter fürs Kind.

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen ist immer noch 1000 mal besser als im kinderheim gross zu werden oder bei irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten...

    👍



  • 1310-Logik schrieb:

    net schrieb:

    electron schrieb:

    Ihr könnt hin und her diskutieren, aber für ein Kind ist es normal, Papa und Mama zu haben. Alles andere ist nicht normal und somit schlechter fürs Kind.

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen ist immer noch 1000 mal besser als im kinderheim gross zu werden oder bei irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten...

    👍

    👍



  • net schrieb:

    electron schrieb:

    Ihr könnt hin und her diskutieren, aber für ein Kind ist es normal, Papa und Mama zu haben. Alles andere ist nicht normal und somit schlechter fürs Kind.

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen ist immer noch 1000 mal besser als im kinderheim gross zu werden oder bei irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten...

    Oh Mann, ich schmeiss mich jetzt vor ein Auto, weil es ist 1000 mal besser als von einem Zug überfahren zu werden.

    Ausserdem:

    net schrieb:

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen

    =

    irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten



  • Wer sagt, dass Gleichgeschlechtlicheehen nicht mal irgendwann genauso normal sind wie nicht Gleichgeschlechtlicheehen? Das Auto hat sich gegen das Pferd auch mal durchgesetyt. Und das obwohl die Autofahrer erst beschipft wurden (Getsank, Lärm, ...).

    Und was soll das, "sie könnten von zwei gleichgeschlechtlichen Elternteilen nicht die gleichen Werte vermittelt bekommen, wie von normalen Eltern"? Seit wann ist die Vermittlung von Werten geschlechtsspezifisch? Im Gegenteil, Männer neigen dazu ab und zu mal gewisse Kraftausdrücke zu benutzen, wenn das Kind nun bei zwei Frauen aufwächst, ist es da schlimm, dass es den "Wert den Kradtausdrucks" nicht unbedingt so vermittelt bekommt? Und wie sieht das in normalen Ehen aus: Der Vater flucht und die Mutter sagt, dass man nicht fluchen soll. In was für eine Verwirrung stößt man da das Kind? Eigentlich unverantwortlich. Oder wie darf ich eure Argumentation jetzt verstehen?



  • electron schrieb:

    Oh Mann, ich schmeiss mich jetzt vor ein Auto, weil es ist 1000 mal besser als von einem Zug überfahren zu werden.

    schlechter vergleich, aber natürlich sollte man das kleinere übel vorziehen...



  • Ich frag mich immer wieder, wieso man von der Homoehe direkt zum Thema Adoption übergeht...



  • Servus,

    vorweg, ich habe meine Gene bisher noch nicht weitergegeben und spreche daher in einer gewissen Unwissenheit.

    Ich betrachte diese ganze Debatte zur Homoehe mit einer gewissen Neutralität. Einerseits sehe ich nichts wirklich Schlimmes daran, wenn sich ein gleichgeschlechtliches Paar ihren Kinderwunsch durch eine Adoption erfüllt. Allerdings schießen hier wieder unsere gesellschaftlichen Werte und Vorstellungen einer "politisch korrekten" Ehe dazwischen. Die Diskussion über "Was ist normal / abnormal" wird von Generation zur Generation weitergetragen und immer wieder neu entfacht. Was sich allerdings im Laufe der Jahre ändert, ist die Toleranz dem Unbekannten gegenüber.

    Stellen wir doch einfach mal objektiv betrachtet, 3 Nachteile des heranwachsenden Kindes auf, dass durch ein gleichgeschlechtliches Paar erzogen wird:

    - Probleme sich in die "Gesellschaft" zu integrieren (schon im Kindesalter)
    - Eventuelle Probleme mit der Findung der eigenen Sexualität (mit Vorsicht zu genießen, tritt natürlich auch bei Heteropaaren auf)
    - Eventuelle Probleme bei der Jobsuche (Lebenslauf: Name des Vaters: Paul, Name der Mutter: Franz) Hier kann ich mir gut vorstellen, dass einige Arbeitgeber immernoch "veraltete" Ansichten besitzen, gerade bei einem Beruf mit viel Kundenkontakt

    Nun 3 Vorteile:
    - Das Kind lernt von klein auf was Toleranz in unsrer Gesellschaft wirklich bedeutet
    - Ein Kind aus einem Waisenhaus / etc. wird wieder eine Zukunft geboten
    - Vielleicht wird es "mehr" geliebt, weil den beiden Elternteilen bewusst ist, dass sie auf natürlichen Wege keine Kinder bekommen können (recht schwammig gebe ich zu)

    Des Weiteren bin ich nunmal so dreist und ziehe hier eine Verbindung zu einer leichten körperlichen Behinderung. Nehmen wir mal einen Herrn X. Bei diesem Herrn ist die rechte Gesichtshälfte ein wenig deformiert. Im Grunde genommen ist es nur eine kosmetische Beeinträchtigung und führt zu keiner Leistungseinschränkung. Dieser Herr X wird ähnliche Probleme in der Schule / Job / Gesellschaft erleben, wie ein Herr Y, wessen Eltern homosexuell sind. Wenn man nun einfach mal weiterspinnt, kommen wir ganz schnell wieder an die Vorstellung, dass dieser Herr X nicht normal ist, obwohl er doch nichts dafür kann oder?

    Deswegen frage ich nun mehr oder weniger was denn an einer Homoehe so schlimm ist? Bisher habe ich nur schwammige Arguemente gelesen, die man mit meinen Vor- und Nachteilen auf eine Ebene setzen kann.

    Vielleicht sollten wir uns alle mal einfach selber an die Nase fassen und uns klarmachen, dass dieses "Normal" / "Abnormal" einzig und allein von unserer Umgebung bestimmt wird und wir nur "mitlaufen". 😉

    mfg
    Hellsgore



  • Hellsgore: 👍 gutes Posting!

    electron schrieb:

    Ausserdem:

    net schrieb:

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen

    =

    irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten

    Kannst Du das näher ausführen? Inwiefern ist das das gleiche? Weil alle schwulen Pärchen yuppies sind? Weil schwule immer nur aus prestige-gründen handeln?



  • Und mal ganz nebenbei: auch schwule Maenner koennen leibliche Kinder haben. Z.B. aus einer vorherigen Heterobeziehung.



  • 1310-Logik schrieb:

    Ich frag mich immer wieder, wieso man von der Homoehe direkt zum Thema Adoption übergeht...

    und diesen alten volltrottel, mit seinen mittelalterlichen ansichten (den papst) haben wir auch ganz vergessen...

    Apollon schrieb:

    Und mal ganz nebenbei: auch schwule Maenner koennen leibliche Kinder haben. Z.B. aus einer vorherigen Heterobeziehung.

    das gibt's. ich kenne 'nen schwulen, der hat sogar drei kinder und war früher mit 'ner frau verheiratet. aber diese kids leben zu 90% bei mama und nicht bei pappi und seinem freund. denen geht's etwa so wie den meisten kindern, deren eltern sich getrennt haben.



  • Jester schrieb:

    electron schrieb:

    Ausserdem:

    net schrieb:

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen

    =

    irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten

    Kannst Du das näher ausführen? Inwiefern ist das das gleiche? Weil alle schwulen Pärchen yuppies sind? Weil schwule immer nur aus prestige-gründen handeln?

    Das fällt verdammt oft hier auf. Irgendjemand vertritt eine Meinung und argumentiert, indem er alle Parameter weglässt, die im nicht passen. So wie net:

    net schrieb:

    aber bei 'nem schwulen päärchen aufzuwachsen ist immer noch 1000 mal besser als im kinderheim gross zu werden oder bei irgendwelchen yuppie-eltern die kinder nur adoptieren, weil sie die als prestigeobjekte o.ä. betrachten...

    Ich wollte damit nur sichtbar machen, dass evtl. auch Homo-Pärchen ein Kind aus Prestigegründen adobtieren wollen, mehr nicht. Deshalb auch mein Sarkasmus mit dem vors Auto schmeissen ist 1000 mal besser...



  • electron schrieb:

    Irgendjemand vertritt eine Meinung und argumentiert, indem er alle Parameter weglässt, die im nicht passen. So wie net:

    nö, ich schrieb nicht, dass es *ideal* wäre bei schwulen aufzuwachsen, sondern dass es viel besser ist als im heim oder bei miesen hetero-eltern.



  • electron schrieb:

    Ihr könnt hin und her diskutieren, aber für ein Kind ist es normal, Papa und Mama zu haben. Alles andere ist nicht normal und somit schlechter fürs Kind.

    Gibt es irgendwelche Fallstudien dazu? Oder persoenliche Erfahrungen? Ich glaub du spekulierst da ziemlich. Warum schliesst du von vorn herein aus, dass ein Kind mit gleichgeschlechtlichen Eltern problemlos zurecht kommt? Mir sind keine negativen Berichte ueber Kinder aus Homoehen bekannt. Aber es gibt Alleinerziehende Muetter und/oder Vaeter, und deren Kinder sind ja auch "normal", obwohl auch bei ihnen manchmal nur ein Geschlecht in der Elternrolle vorkommt.

    Ich denke es kommt wie so oft nur rein auf die Menschen an, und nicht auf ihre Herkunft, Religion oder Geschlecht oder sonstwas. Ich kann mir sehr wohl vorstellen dass auch ein schwules Paerchen, das ihr Kind liebt und betreut sehr gute Eltern abgeben wuerden. Gleichzeitig gibt es genug hetero-Eltern, denen man ihr Kind am liebsten einfach nur wegnehmen wuerde, weil sie solche Rabeneltern sind. Genauso wie es sicher auch schlechte Homo-Eltern und gute Hetero-Eltern gibt.

    - Eventuelle Probleme bei der Jobsuche (Lebenslauf: Name des Vaters: Paul, Name der Mutter: Franz) Hier kann ich mir gut vorstellen, dass einige Arbeitgeber immernoch "veraltete" Ansichten besitzen, gerade bei einem Beruf mit viel Kundenkontakt

    "Eltern: Franz X, Hans Y", und passt schon. Oder ist dein Lebenslauf ein vorgedrucktes Formular? Ich glaub bis solche Kinder erwachsen sind, werden die Arbeitgeber mit "veralterten" Ansichten immer weniger werden.



  • electron schrieb:

    Das fällt verdammt oft hier auf. Irgendjemand vertritt eine Meinung und argumentiert, indem er alle Parameter weglässt, die im nicht passen.

    Moment mal, Du hast hingeschrieben es sei das gleiche. Mit einem Gleichheitszeichen. Natürlich könnte auch bei Schwulen das Kind als Prestige-Gründen adoptiert werden. Deswegen ist die Situation aber noch lange nicht generell die gleiche. Wenn Du hinschreibst A=B und meinst eigentlich nur, daß A und B gleich sein *kann* ohne es dazuzusagen, dann darfste Dich auch nicht wundern, wenn Du Gegenwind bekommst.



  • und diesen alten volltrottel, mit seinen mittelalterlichen ansichten (den papst) haben wir auch ganz vergessen...

    Wieso sollte der Papst, der alles andere als vertrottelt ist, Homoehen gutheißen? Die Ehe soll vor allem eine stabile Basis für eine Familie mit mehreren Kindern sein. Eine Homoehe mit adoptierten Kindern ist ein in einer "normalen" Gesellschaft weitgehend überflüssiges Konglomerat. Man muss es deshalb nicht gleich verdammen, solange niemand be-/geschädigt wird, aber als Vorbild ist es keinesfalls tauglich.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Wieso sollte der Papst, der alles andere als vertrottelt ist, Homoehen gutheißen?

    würde mich auch stark wundern wenn er's täte 😃
    päpste sind bescheuert. sie haben ein dogmatisches weltbild, lehnen alles ab was ihnen nicht passt. warum sollte dieser verkorkste ratzinger besser sein?

    Erhard Henkes schrieb:

    Die Ehe soll vor allem eine stabile Basis für eine Familie mit mehreren Kindern sein.

    die ehe ist in erster linie ein treuebündnis zwischen den (sexual)partnern.

    Erhard Henkes schrieb:

    Eine Homoehe mit adoptierten Kindern ist ein in einer "normalen" Gesellschaft weitgehend überflüssiges Konglomerat. Man muss es deshalb nicht gleich verdammen, solange niemand be-/geschädigt wird, aber als Vorbild ist es keinesfalls tauglich.

    doch. als vorbild für die mehrzahl der schwulen, die sich in clubs rumtreiben und jede nacht mit wem anders in die kiste steigen.



  • net schrieb:

    päpste sind bescheuert. sie haben ein dogmatisches weltbild, lehnen alles ab was ihnen nicht passt. warum sollte dieser verkorkste ratzinger besser sein?

    In diesen Un-Debatten, die Religion als Thema haben, tun sich hier beide Seiten nicht durch sonderlich brauchbare und undogmatische Argumentation hervor, wobei mir die "atheistische" Seite normalerweise angriffslustiger erscheint ...

    die ehe ist in erster linie ein treuebündnis zwischen den (sexual)partnern.

    Genau. Ohne das jetzt geprüft zu haben, dürfte historisch sogar die polygame Ehe älter sein als unsere Variante :).

    In einigen US-Bundesstaaten gibt es eine sog. Common-Law-Ehe ("Verheiratet ist, wer sich als verheiratet fühlt"). Und das bringt es ganz gut auf den Punkt: was zwei erwachsene Menschen für Verträge untereinander abschließen, geht weder den Papst, den Weihnachtsmann, den Staat oder SideWinder etwas an. Genau der gleiche Fall bei der Adoption: A gibt freiwillig Kind her, B nimmt freiwillig Kind an, case closed, egal was die Gesellschaft, der Papst oder ich davon halten.


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