Der Papst bezieht Stellung zu Evolution und göttlicher Schöpfung
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Als Christ sollte man damit keine grundlegenden Probleme haben. Wie sehen Atheisten, Nihilisten, Muslims, Juden, ... diese Forderungen?
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Als Christ sollte man damit keine grundlegenden Probleme haben. Wie sehen Atheisten, Nihilisten, Muslims, Juden, ... diese Forderungen?
die "forderungen" sind zu allgemein. klar kann man denen zustimmen, ohne irgendwas gesagt zu haben.
Jeder Mensch muß menschlich behandelt werden!
was ist menschliche behandlung?
Als ein mit Vernunft und Gewissen ausgestattetes Wesen ist jeder Mensch dazu verpflichtet, sich wahrhaft menschlich und nicht unmenschlich zu verhalten, Gutes zu tun und Böses zu lassen!
was ist gutes und was ist bäses?
Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.
Oder positiv: Was du willst, das man dir tut, das tue auch den anderen!dem oberen kann man in grenzen zustimmen. die positive version ist kacke. führt nur zu lauter predigern wie dir.
Du sollst nicht töten! Oder positiv: Hab Ehrfurcht vor dem Leben! Besinnen wir uns also neu auf die Konsequenzen dieser uralten Weisung: Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und freie Entfaltung der Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt. Kein Mensch hat das Recht, einen anderen Menschen physisch oder psychisch zu quälen, zu verletzen, gar zu töten. Und kein Volk, kein Staat, keine Rasse, keine Religion hat das Recht, eine andersartige oder andersgläubige Minderheit zu diskriminieren, zu "säubern", zu exilieren, gar zu liquidieren.
dem kann man in grenzen zustimmen.
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Erhard Henkes schrieb:
Steven Weinberg schrieb:
"Religion is an insult to human dignity. With or without it you would have good people doing good things and evil people doing evil things. But for good people to do evil things, that takes religion."Es ist unbestritten, dass die katholische Religion grausame Kreuzzüge, Folterungen, Tötungen und wissenschaftliche Irrtümer zu verantworten hat. Das lastet schwer auf ihrer Geschichte und widerspricht den Forderungen des NT. Das Wesentliche hat Jesus Christus selbst in der Bergpredigt http://de.wikipedia.org/wiki/Bergpredigt zusammen gefasst.
Wenn man dies weiter verfolgt und alle Menschen - religiöse und nicht religiöse - ethisch im positiven Sinne ansprechen will, kann man vielleicht gemeinsam zu folgenden Vereinbarungen auf dem Weg zu einer besseren Welt finden:
http://www.weltethos.org/index3.htmWas haltet ihr davon?
Naja... ein Schritt in die richtige Richtung. Mehr oder weniger. (Vielleicht.)
Sicher kein feuchter Fundi-Traum aber das eine oder andere fällt mir selbst beim schnellen Überfliegen der Seite potentiell negativ auf:
Stiftung Weltethos schrieb:
Mit Weltethos meinen wir einen Grundkonsens bezüglich bestehender verbindender Werte, unverrückbarer Maßstäbe und persönlicher Grundhaltungen.
Wieso unbedingt "bestehender" Werte? Und "unverrückbarer Maßstäbe"? Ist das nicht allzu oft exakt das Problem, die Unverrückbarkeit?
Und vor allem die festgelegten Leitsätze:
Stiftung Weltethos schrieb:
- Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben
- Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung
- Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit
- Verpflichtung auf eine Kultur der Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und FrauDavon hört sich vieles ganz toll an. Aber auch alles ein bisschen wischi waschi, und teils konfus (Leben in Wahrhaftigkeit, wtf soll damit gemeint sein?).
Und manche Punkte sehen mir in der Tat zu sehr nach Fixierung "bestehender", wenn nicht unbedingt unumstrittener, Werte aus.
Was z.B. meint "Ehrfurcht vor allem Leben"? Zwangsvegetarismus? Verbot von Insektiziden? Oder dreht es sich hier doch eher recht gezielt um Themen wie Abtreibung oder Euthanasie?
"Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau"? Sind Frauen jetzt plötzlich so gleichberechtigungswert dass man sie redundanter Weise nochmal explizit erwähnt oder steht eventuell noch was ganz anderes hinter der Formulierung?
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finix schrieb:
"Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau"? Sind Frauen jetzt plötzlich so gleichberechtigungswert dass man sie redundanter Weise nochmal explizit erwähnt oder steht eventuell noch was ganz anderes hinter der Formulierung?
nee, das haste so zu lesen:
"Gleichberechtigung aber die Partnerschaft von Mann und Frau".
ist ein statement gegen die homoehe.
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- Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben
- Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung
- Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in WahrhaftigkeitWas von dem Geforderten widerspricht den Ansichten eines normal denkenden Menschen?
gruss
v R
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virtuell Realisticer schrieb:
- Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben
- Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung
- Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in WahrhaftigkeitWas von dem Geforderten widerspricht den Ansichten eines normal denkenden Menschen?
Vielleicht hättest du die Posts dazu einfach mal lesen sollen. Die jeweils erstgenannten Zielsetzungen, Gewaltlosigkeit, Solidarität, Toleranz, Gleichberechtigung, sind allesamt ganz toll und lobenswert, ja durchaus wertvoll, aber in der Praxis ohne ein halbwegs konkretes Konzept etc. mehr oder minder nutzlos.
Aber die zweitgenannten Ziele. "Ehrfurcht vor allem Leben" - was z.B. ist hier mit Leben gemeint, und welche Auswirkung soll/muss die Ehrfurcht davor haben?
"[E]ine gerechte Wirtschaftsordnung"? Super! Nein, wirklich, sehr toll, aber wie sieht denn eigentlich eine gerechte Wirtschaftsordnung aus?
"Ein Leben in Wahrhaftigkeit" - dazu kann ich nicht allzu viel sagen, denn ich verstehe nicht wirklich was gemeint ist (außer es zielt auf "bestehende Werte", d.h. gewisse Tugenden und Traditionen, ab), es hört sich nämlich immer noch sinnentleertem Pseudo-Bullshit an.
Falls du den vierten Leitsatz einfach zu zitieren vergessen, schau dir einfach nochmal volkards Erklärung auf der letzten Seite an.
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Das ist die Schwierigkeit bei einem allgemein gehaltenen "Weltethos". Jeder kann die Grundsätze so auslegen, wie es ihm opportun in den Kram passt. Auf der anderen Seite sind hier die Grundprinzipien für Menschen, die guten Willens sind, dargelegt.
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Erhard Henkes schrieb:
Auf der anderen Seite sind hier die Grundprinzipien für Menschen, die guten Willens sind, dargelegt.
aber so schwammig, daß das papier, auf dem sie stehen, keinen schuss pulver wert ist.
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finix schrieb:
virtuell Realisticer schrieb:
- Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben
- Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung
- Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in WahrhaftigkeitWas von dem Geforderten widerspricht den Ansichten eines normal denkenden Menschen?
Vielleicht hättest du die Posts dazu einfach mal lesen sollen. Die jeweils erstgenannten Zielsetzungen, Gewaltlosigkeit, Solidarität, Toleranz, Gleichberechtigung, sind allesamt ganz toll und lobenswert, ja durchaus wertvoll, aber in der Praxis ohne ein halbwegs konkretes Konzept etc. mehr oder minder nutzlos.
Die zweitgenannten sind in der Tat Definitionssache, wie du es selbst
geschrieben hast. Aber was fuer ein Konzept benoetigst du zur Umsetzung der
erstgenannten Dinge? IMHO muessen diese Dinge vom einzelnen Ausgehen. Das
man z. B. niemandem physischen Schaden zufuegt, dass man hilfsbereit gegenueber
anderen ist und tolerant gegenueber anderen Lebensweisen etc. Dafuer bedarf
es doch kein Konzept zur Umsetzung, IMHO besitzt ein normaldenkender Mensch
diese Dinge.Dabei hab ich die zweitgenannten wohl ueberlesen, sry.
gruss
v R
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virtuell Realisticer schrieb:
dass man hilfsbereit gegenueber
anderen ist und tolerant gegenueber anderen Lebensweisen etc. Dafuer bedarf
es doch kein Konzept zur Umsetzung, IMHO besitzt ein normaldenkender Mensch
diese Dinge.keine allgemeine toleranz gegenüber anderen lebewesen. das ist unfug. toleranz gegenüber malaria?
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volkard schrieb:
virtuell Realisticer schrieb:
dass man hilfsbereit gegenueber
anderen ist und tolerant gegenueber anderen Lebensweisen etc. Dafuer bedarf
es doch kein Konzept zur Umsetzung, IMHO besitzt ein normaldenkender Mensch
diese Dinge.keine allgemeine toleranz gegenüber anderen lebewesen. das ist unfug. toleranz gegenüber malaria?
Da steht Lebensweisen, und ausserdem, warum sollte ein Virus oder ein Bac keine Daseinsberechtigung haben?
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1310-Logik schrieb:
Da steht Lebensweisen,
uups. aber aus ähnlichen argumenten keine allgemeine toleranz gegenüber lebensweisen.
und ausserdem, warum sollte ein Virus oder ein Bac keine Daseinsberechtigung haben?
damit nicht pro jahr zwei millionen menschen sterben. sowas macht man weg, wenn man kann. was nutzt es, die krone der schöpfung zu sein, die tiere und pflanzen zum untertan zu haben, wenn man dann kleinlich wird?
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volkard schrieb:
1310-Logik schrieb:
Da steht Lebensweisen,
uups. aber aus ähnlichen argumenten keine allgemeine toleranz gegenüber lebensweisen.
Sagen wir, allen Lebensweisen gegenüber, die die gleichen ethischen Grundsätze haben.
volkard schrieb:
und ausserdem, warum sollte ein Virus oder ein Bac keine Daseinsberechtigung haben?
damit nicht pro jahr zwei millionen menschen sterben. sowas macht man weg, wenn man kann.
Ein gutes Mittel gegen die Überbevölkerung, die Natur regelt sich selbst perfekt, nur wo wir eingreifen gibts Ärger.
Mit deiner Argumentation müsste man auch Tabak, Auto- und Kriegsindustrie "wegmachen"volkard schrieb:
was nutzt es, die krone der schöpfung zu sein, die tiere und pflanzen zum untertan zu haben, wenn man dann kleinlich wird?
Krone der Schöpfung? *lol*
Da uns ein Haufen DNA Stränge dahin raffen kann, würd ich nicht so überheblich sprechen. Viren sind uns überlegen, würden uns aber niemals ausrotten. Denn wo sollten sie sonst leben? Nicht alle Spezien zerstören ihren Lebensraum bis aufs Letzte.
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1310-Logik schrieb:
Sagen wir, allen Lebensweisen gegenüber, die die gleichen ethischen Grundsätze haben.
und dann kann man's auch lassen. toleranz ist die toleranz gegenüber andersdenkenden.
1310-Logik schrieb:
Ein gutes Mittel gegen die Überbevölkerung, die Natur regelt sich selbst perfekt, nur wo wir eingreifen gibts Ärger.
zum teil auch wegen der ewigen bedenkenträger. vielleicht wäre die malaria längst ausgerottet, wenn man DDT nicht geächtet hätte.
[quote="1310-Logik"]Mit deiner Argumentation müsste man auch Tabak, Auto- und Kriegsindustrie "wegmachen"[\quote]
nö. die haben ja noch gute seiten. da kann man drüber uneinig sein. aber malaria ist eindeutig etwas, was weg muss.Krone der Schöpfung? *lol*
Da uns ein Haufen DNA Stränge dahin raffen kann, würd ich nicht so überheblich sprechen. Viren sind uns überlegen, würden uns aber niemals ausrotten. Denn wo sollten sie sonst leben? Nicht alle Spezien zerstören ihren Lebensraum bis aufs Letzte.noch. aber wir arbeiten dran.
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volkard schrieb:
noch. aber wir arbeiten dran.
Wer? Du?
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1310-Logik schrieb:
volkard schrieb:
noch. aber wir arbeiten dran.
Wer? Du?
wir menschen. durch die arbeitsteilige gesellschaft helfe ich auch ein wenig mit.
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Sry, wollt eigentlich ne längere Antwort geben, doch ich bin grad auf der Suche nach einem Kampfstoff gegen den bösen Bluthochdruck. (im Ernst)
volkard schrieb:
1310-Logik schrieb:
Sagen wir, allen Lebensweisen gegenüber, die die gleichen ethischen Grundsätze haben.
und dann kann man's auch lassen. toleranz ist die toleranz gegenüber andersdenkenden.
Naja, ich toleriere nicht alle Andersdenkenden, Nazis bekommen von mir einen feuchten Furz, mehr nicht. Man kann aber gleiche ethische Grundwerte haben, und trotzdem andere Lebensweisen führen. Das ist wie mit der Implementierung des Standards, nach aussen ist ein gewisses Verhalten gefordert, was intern abläuft ist Wurst.
volkard schrieb:
1310-Logik schrieb:
Ein gutes Mittel gegen die Überbevölkerung, die Natur regelt sich selbst perfekt, nur wo wir eingreifen gibts Ärger.
zum teil auch wegen der ewigen bedenkenträger. vielleicht wäre die malaria längst ausgerottet, wenn man DDT nicht geächtet hätte.
Ja, und mit ihr 10000 andere Tierarten, vom Insekt bis zum Fisch, vielleicht auch der Mensch?
volkard schrieb:
1310-Logik schrieb:
Mit deiner Argumentation müsste man auch Tabak, Auto- und Kriegsindustrie "wegmachen"
nö. die haben ja noch gute seiten. da kann man drüber uneinig sein. aber malaria ist eindeutig etwas, was weg muss.
Naja, Malaria hat auch gute Seiten, trägt sie doch zur Selektion bei. Oder sollen wir Menschen uns nicht mehr weiterentwickeln? Und wer weiss, vielleicht hat Sichelzellen-Anämie ja auch Vorteile, die wir noch nicht kennen.
Übrigens forscht kaum noch jemand auf Malaria, weil das Geschäft nicht lohnt. Krebs und Fettsucht sind da interessanter.Es ist halt eine ziemlich subjektive Sicht, zu sagen, "Wir sind die Spitze der Evolution". Das denkt das Pantoffeltierchen bestimmt auch.
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1310-Logik schrieb:
Es ist halt eine ziemlich subjektive Sicht, zu sagen, "Wir sind die Spitze der Evolution". Das denkt das Pantoffeltierchen bestimmt auch.
... dachte sich das Pantoffeltierchen als es von der ISS aus auf die Erde blickte...
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1310-Logik schrieb:
Naja, Malaria hat auch gute Seiten, trägt sie doch zur Selektion bei.
Mit unseren Sozialsystemen und allgemein unserer Gesellschaft verhindern wir die Selektion sehr effektiv. Daran kann Malaria auch nix ändern.
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virtuell Realisticer schrieb:
Die zweitgenannten sind in der Tat Definitionssache, wie du es selbst
geschrieben hast. Aber was fuer ein Konzept benoetigst du zur Umsetzung der
erstgenannten Dinge? IMHO muessen diese Dinge vom einzelnen Ausgehen. Das
man z. B. niemandem physischen Schaden zufuegt, dass man hilfsbereit gegenueber
anderen ist und tolerant gegenueber anderen Lebensweisen etc. Dafuer bedarf
es doch kein Konzept zur Umsetzung, IMHO besitzt ein normaldenkender Mensch
diese Dinge.Ich habe mich vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt. Die zweitgenannten Punkte sind mehr oder weniger Schwachsinn. Die Ausnahme mag "gerechte Wirtschaftsordnung" sein, allerdings hat diese Phrase so wenig definitorische Schärfe, man hätte sie auch gleich ganz weg lassen oder durch ein Fantasiewort ersetzen können.
Das Problem ist dass die erstgenannten Punkte, nicht die zweitgenannten, nicht nur sehr unterschiedlich definiert werden können sondern dass sie, um Umsetzung zu finden, in irgendeiner Weise definiert werden müssen. Und das kann sich als durchaus äußerst schwierig erweisen, selbst wenn man durch und durch gutmütig an die Sache herangeht.
Zum Beispiel Gewaltlosigkeit:
- Was ist Gewalt?
- Wer oder was kann Opfer von Gewalt werden?
- Wie ist mit Gewalttätern umzugehen?
- Gibt es Bereiche in denen dieser positive Wert mit anderen, ebenfalls positiven, Werten in Konflikt steht?