Der Papst -- Homoehe



  • ..



  • Hallo

    Die Abtreibung gehöre ins fünfte Gebot: "Du sollst nicht töten!".

    Das fünfte Gebot hat die Kirche und ihre Anhänger noch nie vom Töten abgehalten.

    Die Familie mit mehreren Kindern ist das Vorbild, nicht die Home-Ehe mit adoptierten Kindern. 😉

    GG:
    ...

    Und wo in dem von dir zitiertem Gesetzesauszug steht, das nur die Ehe zwischen Mann und Frau gemeint ist, nicht die gleichgeschlechtliche?

    bis bald
    akari



  • ...und wenn ich jetzt weder Heiraten, noch Kinder adoptierne möchte, dann geht das in Ordnung, oder verstoss ich immer noch gegen die Sittenregeln? omfg!



  • Erhard Henkes schrieb:

    Die Familie mit mehreren Kindern ist das Vorbild, nicht die Home-Ehe mit adoptierten Kindern. 😉

    Das wird hier wohl auch niemand abstreiten. Es geht aber um Adoption. Dabei geht es um Kinder, die eine solche "vorbildliche Familie" nicht haben. Niemand möchte normale Ehen und normales Kinderkriegen abschaffen.



  • Daniel E. schrieb:

    Homeschooling, von to school = informieren, nicht the school = die Schule (als Institution). Frei: Homeschooling = Heimunterricht. Guck dir halt mal an, wie Homeschoolung in der Praxis funktioniert. Da werden oft auch Prüfungen geschrieben und ähnliches. (Es gibt auch noch Unschooling, was deutlich autonomer funktioniert ...) Mir kommt es so vor, als argumentierst Du gegen den Fall "Eltern lassen ihre Kinder 24/7 fernsehen".

    Bitte, schlag ein Wörterbuch auf und seh nach was 'beschneiden' bedeutet.

    Daniel E. schrieb:

    Und der Anteil von "homegeschoolten Menschen mit akademischem Abschluß höher als bei normalen Menschen"? Hat deine Quelle auch herausgefunden dass "Korrelation = Kausalzusammenhang" ist?

    [*] Nein, natürlich nicht. Ich werde mir darum sparen, dich weiter mit statistischen Informationen zu belästigen.

    Wozu der Sarkasmus?

    Daniel E. schrieb:

    Ja, wieso muß man dann seine Kinder fast(?) nur in Deutschland diesem System zuführen? Sogar Frankreich oder Schweden kriegen das anders hin. Aber ne, ist klar, der nazi-deutsche Weg der Schulanwesenheitspflicht muß notfalls bis aufs Messer verteidigt werden ...

    Klar, alle Länder mit Schulpflicht sind Nazis, was? Und was heißt "fast(?) nur in Deutschland"?

    Daniel E. schrieb:

    [*] Ich komme mir etwas vor, wie in einem Loriot-Sketch. *Du* hast doch behauptet, daß man mit Homeschooling deutlich mehr heimindoktrinierte Kinder produziert, nicht ich, daß es weniger werden ...

    OK, nochmal der vergleich:
    a) 18/24 Stunden in den Fängen der Eltern, zwangsweise Kontakt zur Gesellschaft
    b) 24/24 Stunden in den Fängen der Eltern
    Welche Variante ist geeigneter indoktrinierte Kinder hervorzubringen?

    Daniel E. schrieb:

    Warum ist das eine Suggestivfrage? Weil Du hier wieder die Eltern als das Kind mißhandelnde Einheit unterstellst. Allgemein müßtest Du fragen, ob es gerechtfertigt ist, daß irgendjemand den Kindern offensichtlichen Quatsch erzählt. Und ja, ich habe in der Schule genug falschen Quatsch erzählt bekommen und sogar über die Osterhasenlüge meiner Eltern bin ich weggekommen. War das 'gerechtfertigt' mir etwas falsches zu erzählen? Keine Ahnung, ein Recht auf Richtigkeit gibt es jedenfalls nicht.

    Nein, das war keine Suggestivfrage. Aber deine Antwort ist ziemlich deutlich. (Scheinbar stellst du das 'Eigentumsrecht' der Eltern über das "Selbsteigentumsrecht" der Kinder.)

    Daniel E. schrieb:

    Aber wenn Du unbedingt willst: Im Friedman-System wird der Luxus, Privatschulen zu besuchen, nicht nur den Reichen vorbehalten, die im aktuellen System doppelt bezahlen leisten können (Steuern+Schulgebühren).

    Ja, im Friedman-System würden auch Ärmere Privatschulen besuchen können. Sehr schön. Ich hoffe du kommst selbst darauf warum das Argument kompletter Schwachsinn ist.

    Daniel E. schrieb:

    Tatsächlich, die Gefahr, daß irgendwann Kenntnisse vermittelt werden, die im Beruf auch benötigt werden, läßt sich vermutlich nicht 100% ausschließen. So was aber auch.

    Mal wieder genau am Punkt vorbei.

    Daniel E. schrieb:

    Vielleicht hättest du den angesprochenen Punkt lesen sollen statt von vorneherein zum Schluss "der Staat ist schuld!!" zu kommen:

    wiki schrieb:

    werden Segregationseffekte, noch weiter verstärkt, anstatt abgebaut

    Davon ab sehe ich die Logik deiner Aussage nicht. (Wir haben Problem X bereits, deshalb ist es OK wenn Plan B dieses nicht behebt bzw. verstärkt?)

    Und ich verstehe deine Logik nicht: A verschuldet X, also lassen wir A noch weiter da rummurksen. Ich sage: läßt es halt mal B probieren.

    Meine ursprüngliche Frage auf deinen Vorschlag B war wie es konkret umgesetzt werden sollte, wie mögliche Fallstricken begegnet werden sollte, sofern du dich noch entsinnen kannst. Unter anderem dass möglicherweise Problem X verstärkt wird.

    Daniel E. schrieb:

    Die Ursache dafür muss nicht zwangsläufig "Doofheit" sein (und wird es in diesem Fall, bei den meisten wenigstens, wohl nicht sein). Glaubst du wirklich der durchschnittliche Bandarbeiter wird eine ähnlich kompetente und informierte Entscheidung treffen können wie der durchschnittliche Arzt?

    Nein. Das gleiche gilt übrigens auch beim Autokauf, darum bin ich dafür, daß in Zukunft die Ärzte ('die Gebildeten') den Bandarbeitern ('den Doofen') die Autos aussuchen. Absurd, nicht? Das passiert aber doch im aktuellen System. Heck, niemand erwartet, daß man aus dem Ärmel zu seinem Kind die perfekte Schule aussuchen können soll, also gibt es vielleicht einen Vermittler, so ähnlich, wie es auch eine ADAC-Zeitung gibt oder was weiß ich.

    Aha. Erst sind die Leute gar nicht so doof, jetzt ist das halt einfach schon immer so und der Markt wird sowieso eine Lösung dafür finden.
    Aber um dein Beispiel aufzugreifen: wer, deiner Meinung nach, ist geeigneter eine geschickte Wahl beim Autokauf zu treffen, der Steuerfachangestellte mit einem Faible für rote Kombis der sich mal eine AutoBild gekauft hat oder der erfahrene KFZ-Sachverständige?
    Und noch viel wichtiger, wem würdest du die Entscheidung dein Auto zu kaufen anvertrauen?

    Daniel E. schrieb:

    Aber "jemand, der besser informiert über Produkt X ist, hat Vorteile. Also beseitigen wir Qualitätsunterschiede in X" erscheint dezent absurd.

    In der Tat absurd. Bloß wie kommst du darauf das anzumerken?

    Daniel E. schrieb:

    Fällt es dir tatsächlich so schwer gewisse Unterschiede zwischen diesen "Monopolen" auszumachen? (OT würde mich auch dein Plädoyer für Monopole interessieren...)

    Klar sehe ich einen Unterschied, den Begriff "Zwangsmonopol" für das aktuelle System habe ich schon gebraucht. Konkurrenten werden mit vorgehaltener Waffe aus dem Markt rausgehalten (bzw. eingesperrt, so hat der Thread ja angefangen).
    Mit einem bösen natürlichen Monopol sehe ich keine besonderen Probleme: so lange dieses Monopol seine Arbeit gut macht, sind ohnehin alle zufrieden und wenn nicht, dann gibt es eine Marktlücke. Wenn es sich an einem Ort für Mitbewerber nicht lohnt, eine Schule hinzustellen, dann ist die Marktlücke offenbar nicht allzu riesig, aber könnte dennoch geschlossen werden, zB durch, äh, Heimunterricht ... Gibt es solche Marktlücken im Falle eines Zwangsmonopols, so können diese per definitionem nicht (legal) befriedigt werden.

    Zwangmonopol = böse
    Monopos = OK

    Siehst du das so? Da würde ich mir echt nochmal Gedanken drüber machen.

    Daniel E. schrieb:

    [Kritik der Kritik der Kritik gesnippt, weil OT, aber nein, ich kritisiere Kritiken nicht speziell, aber ich kann zur meiner Verteidigung vorbringen, Wikipedia weitestmöglich zu ignorieren.]

    Äh, ja, hm. Du hattest zunächst den ganzen Abschnitt ignoriert mit Verweis auf die Kritik am Abschnitt.
    Aber ja, ich kann sehr gut verstehen dass du diese Kritik nicht verteidigen möchtest.



  • Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Homoehe und Homopartnerschaftsdings? 😕



  • Rechtlich oder beziehungstechnisch gesehen?



  • Rechtlich. ...oder... beides? 😕 😃



  • Das war eine rhetorische Frage. Der Unterschied ist der Rechtsstatus.



  • Und worin unterscheided der sich?

    Oh! Oder ist das so, dass das bedeutet, dass Homobeziehungen zwar erlaubt sind aber keinen Rechtsstatus haben, im Gegensatz zur Homoehe? 😃

    edit: Nee. 😉 Ich meine übrigens den Unterschied zwischen den hellgrünne und nicht ganz so grünen Ländern(Deutschland) auf der Karte.



  • finix schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Ja, wieso muß man dann seine Kinder fast(?) nur in Deutschland diesem System zuführen? Sogar Frankreich oder Schweden kriegen das anders hin. Aber ne, ist klar, der nazi-deutsche Weg der Schulanwesenheitspflicht muß notfalls bis aufs Messer verteidigt werden ...

    Klar, alle Länder mit Schulpflicht sind Nazis, was? Und was heißt "fast(?) nur in Deutschland"?

    Mir ist kein anderes Land mit Schulanwesenheitspflicht, die von den Nazis eingeführt wurde, bekannt. Die meisten Länder haben eine Bildungspflicht oder eine Schulpflicht, die auch in Form von Hausunterricht abgeleistet werden kann. Sogar das sehr gesellschaftsfixierte Frankreich hat das, IIRC. Aber in Deutschland wird man dafür eingeknastet, weil, ja, so muß das halt sein, steht im Gesetz.

    OK, nochmal der vergleich:
    a) 18/24 Stunden in den Fängen der Eltern, zwangsweise Kontakt zur Gesellschaft
    b) 24/24 Stunden in den Fängen der Eltern
    Welche Variante ist geeigneter indoktrinierte Kinder hervorzubringen?

    a) Mehr von der Gesellschaft indoktrinierte Kinder
    b) Mehr von den Eltern indoktrinierte Kinder

    Das war jetzt ziemlich schwierig.

    (Scheinbar stellst du das 'Eigentumsrecht' der Eltern über das "Selbsteigentumsrecht" der Kinder.)

    Es gibt kein Eigentumsrecht der Eltern an ihrem Kind (zu keinem Zeitpunkt). Ich frage mich nur, warum Du "der Gesellschaft", also im wesentlichen ein Haufen Typen, die das Kind nie gesehen haben und es irgendwann mal als Steuerzahler und Rentenfinanzier haben möchten, besser zutraust, Entscheidungen treffen zu können, als die Familie. Vermutlich können wir den Punkt abhaken, wir werden uns da eh nicht einig. Wo dein verklärtes "die liebe Gesellschaft weiß alles besser"-Weltbild herkommt, würde mich aber schon interessieren, insbesondere im Lichte der historischen Entwicklung im 20. Jahrhundert. Auch meine persönliche Erfahrung ist: wenn Leute für jemanden entscheiden, aber die Konsequenzen nicht tragen müssen, dann gehts den Bach runter.

    Daniel E. schrieb:

    Aber wenn Du unbedingt willst: Im Friedman-System wird der Luxus, Privatschulen zu besuchen, nicht nur den Reichen vorbehalten, die im aktuellen System doppelt bezahlen leisten können (Steuern+Schulgebühren).

    Ja, im Friedman-System würden auch Ärmere Privatschulen besuchen können. Sehr schön. Ich hoffe du kommst selbst darauf warum das Argument kompletter Schwachsinn ist.

    Nein, das ist doch der Sinn des Systems, um das De-Facto-Bildungsmonopol etwas zu lockern. Oder was denkst Du, wollte Friedman mit seinem Vorschlag bezwecken? Auch mal wieder was erzählen, oder wie?

    Daniel E. schrieb:

    Tatsächlich, die Gefahr, daß irgendwann Kenntnisse vermittelt werden, die im Beruf auch benötigt werden, läßt sich vermutlich nicht 100% ausschließen. So was aber auch.

    Mal wieder genau am Punkt vorbei.

    Hey, ich steige auch immer auf deine Verwirrungsspielchen ein. Du nicht. Echt fies von dir.

    Ernsthaft, ich sehe kein besonderes Problem mit wirtschaftsorientierteren Lehrplänen. Man kann nicht *nur* Goethe lesen und Skulpturen aus Pappmasche basteln.

    Meine ursprüngliche Frage auf deinen Vorschlag B war wie es konkret umgesetzt werden sollte, wie mögliche Fallstricken begegnet werden sollte, sofern du dich noch entsinnen kannst. Unter anderem dass möglicherweise Problem X verstärkt wird.

    Ich verstehe nicht, was ich da erklären soll, ich bezweifle einfach, daß so ein Verstärkungseffekt existiert. Wenn in so einer Gegend niemand eine rentable Privatschule hinstellen kann, dann gehen die Kinners halt wie jetzt in die Staatsschule. Big deal.

    Aha. Erst sind die Leute gar nicht so doof, jetzt ist das halt einfach schon immer so und der Markt wird sowieso eine Lösung dafür finden.

    Genau wie bei Autos, Schuhen, Semmeln, MP3-Playern ... erzähl doch mal, warum das ausgerechnet bei Bildung nicht klappen sollte.

    Und noch viel wichtiger, wem würdest du die Entscheidung dein Auto zu kaufen anvertrauen?

    Mir.

    Und ich will mir auch die Schule raussuchen, wie das übrigens jeder 11-Jährige auch macht, wenn er sich überlegt, ob er aufs Gymnasium A oder B oder doch auf die Realschule gehen soll. Ich möchte mir halt den Schulbetreiber auch noch mit raussuchen können ...

    Daniel E. schrieb:

    Aber "jemand, der besser informiert über Produkt X ist, hat Vorteile. Also beseitigen wir Qualitätsunterschiede in X" erscheint dezent absurd.

    In der Tat absurd. Bloß wie kommst du darauf das anzumerken?

    Pardon, es ist doch, wenn ich das richtig verstanden habe, ein Sinn des staatlichen Bildungssystems, eine Chancengleichheit zu erzeugen. Jemand, der in Hintertupfing wohnt, soll die gleichen Kenntnisse vermittelt bekommen, wie die Millionärstochter in der Großstadt. Ist ja auch schön und gut, aber was anderes, als der Versuch, ein potentielles Bildungsgefälle zu planieren (=Qualitätsunterschiede beseitigen), soll das denn bitteschön sein?

    Daniel E. schrieb:

    Klar sehe ich einen Unterschied, den Begriff "Zwangsmonopol" für das aktuelle System habe ich schon gebraucht. Konkurrenten werden mit vorgehaltener Waffe aus dem Markt rausgehalten (bzw. eingesperrt, so hat der Thread ja angefangen).
    Mit einem bösen natürlichen Monopol sehe ich keine besonderen Probleme: so lange dieses Monopol seine Arbeit gut macht, sind ohnehin alle zufrieden und wenn nicht, dann gibt es eine Marktlücke. Wenn es sich an einem Ort für Mitbewerber nicht lohnt, eine Schule hinzustellen, dann ist die Marktlücke offenbar nicht allzu riesig, aber könnte dennoch geschlossen werden, zB durch, äh, Heimunterricht ... Gibt es solche Marktlücken im Falle eines Zwangsmonopols, so können diese per definitionem nicht (legal) befriedigt werden.

    Zwangmonopol = böse
    Monopos = OK

    Siehst du das so? Da würde ich mir echt nochmal Gedanken drüber machen.

    Erkläre es mir was falsch ist. Ich sehe zB nicht, wie ich mich gegen ein Zwangsmonopol mit schlechter Qualität wehren kann, außer vielleicht der Rechtsweg oder die Illegalität. Bei einem Marktmonopol besteht immerhin die theoretische Möglichkeit, etwas zu ändern. Ich halte das immerhin für einen Fortschritt ... Ich kenne auch keinen Fall, wo sich Marktmonopole besonders lange gehalten hätten oder es keine Nieschenprodukte gegeben hätte, außer vielleicht hochspezialisierte technische Anwendungen mit kleinem Kundenkreis. Aber selbst auf die besteht der Marktdruck ("macht das Zeug gescheit, sonst machen wir es ab nächstes Jahr selber") der dazu führt, daß Privatunternehmen idR effizienter als Staatsunternehmen arbeiten.

    Daniel E. schrieb:

    [Kritik der Kritik der Kritik gesnippt, weil OT, aber nein, ich kritisiere Kritiken nicht speziell, aber ich kann zur meiner Verteidigung vorbringen, Wikipedia weitestmöglich zu ignorieren.]

    Äh, ja, hm. Du hattest zunächst den ganzen Abschnitt ignoriert mit Verweis auf die Kritik am Abschnitt.
    Aber ja, ich kann sehr gut verstehen dass du diese Kritik nicht verteidigen möchtest.

    Welche Kritik jetzt? Die Wikipedia-Kritik-Kritik, die besagt, daß in der Wikipedia-Kritik Spekulationen als Tatsachen hingestellt werden? Ist das denn falsch?



  • Daniel E. schrieb:

    finix schrieb:

    Klar, alle Länder mit Schulpflicht sind Nazis, was? Und was heißt "fast(?) nur in Deutschland"?

    Mir ist kein anderes Land mit Schulanwesenheitspflicht, die von den Nazis eingeführt wurde, bekannt. Die meisten Länder haben eine Bildungspflicht oder eine Schulpflicht, die auch in Form von Hausunterricht abgeleistet werden kann. Sogar das sehr gesellschaftsfixierte Frankreich hat das, IIRC. Aber in Deutschland wird man dafür eingeknastet, weil, ja, so muß das halt sein, steht im Gesetz.

    Mir ist spontan auch kein anderes Land mit Schulanwesenheitspflicht bekannt. Dennoch gab es sie IIRC schon vor den Nazis, sie kann also schon rein temporal gesehen keine ihrer Erfindungen sein. Aber selbst wenn, was ist dein Punkt? Guilt by Association?

    Daniel E. schrieb:

    OK, nochmal der vergleich:
    a) 18/24 Stunden in den Fängen der Eltern, zwangsweise Kontakt zur Gesellschaft
    b) 24/24 Stunden in den Fängen der Eltern
    Welche Variante ist geeigneter indoktrinierte Kinder hervorzubringen?

    a) Mehr von der Gesellschaft indoktrinierte Kinder
    b) Mehr von den Eltern indoktrinierte Kinder

    Das war jetzt ziemlich schwierig.

    Ja, es scheint dass es in der Tat schwierig für dich ist diese Frage zu beantworten. Wie schätzt du jeweils den Grad der Indoktrination ein?

    Daniel E. schrieb:

    (Scheinbar stellst du das 'Eigentumsrecht' der Eltern über das "Selbsteigentumsrecht" der Kinder.)

    Es gibt kein Eigentumsrecht der Eltern an ihrem Kind (zu keinem Zeitpunkt).

    Warum dürfen dann deiner Meinung nach Eltern ihren Kindern bestimmte Bildung verbieten, warum soll es legitim sein den Kindern Falsches zu lehren?

    Daniel E. schrieb:

    [...] Auch meine persönliche Erfahrung ist: wenn Leute für jemanden entscheiden, aber die Konsequenzen nicht tragen müssen, dann gehts den Bach runter.

    Das ist genau der Punkt, die Gesellschaft hat die Konsequenzen zu tragen.

    Daniel E. schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Aber wenn Du unbedingt willst: Im Friedman-System wird der Luxus, Privatschulen zu besuchen, nicht nur den Reichen vorbehalten, die im aktuellen System doppelt bezahlen leisten können (Steuern+Schulgebühren).

    Ja, im Friedman-System würden auch Ärmere Privatschulen besuchen können. Sehr schön. Ich hoffe du kommst selbst darauf warum das Argument kompletter Schwachsinn ist.

    Nein, das ist doch der Sinn des Systems, um das De-Facto-Bildungsmonopol etwas zu lockern. Oder was denkst Du, wollte Friedman mit seinem Vorschlag bezwecken? Auch mal wieder was erzählen, oder wie?

    Dann habe ich dich wohl missverstanden - ich dachte es ginge dir um die Qualität die aktuell mit Privatschulen assoziiert wird.

    Daniel E. schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Tatsächlich, die Gefahr, daß irgendwann Kenntnisse vermittelt werden, die im Beruf auch benötigt werden, läßt sich vermutlich nicht 100% ausschließen. So was aber auch.

    Mal wieder genau am Punkt vorbei.

    Hey, ich steige auch immer auf deine Verwirrungsspielchen ein. Du nicht. Echt fies von dir.

    Meine "Verwirrspielchen"? Was meinst du?
    Wie auch immer, ich meinte, wie geschrieben, dass man sich Gedanken machen muss wie sich diese Marktorientierung auf die Bildung an sich auswirkt.

    Daniel E. schrieb:

    Ernsthaft, ich sehe kein besonderes Problem mit wirtschaftsorientierteren Lehrplänen. Man kann nicht *nur* Goethe lesen und Skulpturen aus Pappmasche basteln.

    Das mit den wirtschaftsorientierteren Lehrplänen war nur ein Beispiel. Aber da stellt sich natürlich die Frage was Bildung ist, was den Kindern vermittelt werden sollte, zieht man mündige Bürger heran oder fachlich versierte Ausgebildete?

    Daniel E. schrieb:

    Meine ursprüngliche Frage auf deinen Vorschlag B war wie es konkret umgesetzt werden sollte, wie mögliche Fallstricken begegnet werden sollte, sofern du dich noch entsinnen kannst. Unter anderem dass möglicherweise Problem X verstärkt wird.

    Ich verstehe nicht, was ich da erklären soll, ich bezweifle einfach, daß so ein Verstärkungseffekt existiert. Wenn in so einer Gegend niemand eine rentable Privatschule hinstellen kann, dann gehen die Kinners halt wie jetzt in die Staatsschule. Big deal.

    Dann sag doch gleich dass du mit dem Punkt nicht übereinstimmst, es eben keine "Restschulen" geben würde.

    ...

    Rest kommt später, meine Tastatur muss erst mal wieder trocknen...



  • finix schrieb:

    Mir ist spontan auch kein anderes Land mit Schulanwesenheitspflicht bekannt.

    Also scheint das nichts zu sein, was man für das Überleben eines Staates unbedingt braucht. Also ist das kein Weltuntergang und man muß die Eltern nicht unbedingt wegsperren. D'accord?

    Daniel E. schrieb:

    a) 18/24 Stunden in den Fängen der Eltern, zwangsweise Kontakt zur Gesellschaft
    b) 24/24 Stunden in den Fängen der Eltern
    Welche Variante ist geeigneter indoktrinierte Kinder hervorzubringen?

    a) Mehr von der Gesellschaft indoktrinierte Kinder
    b) Mehr von den Eltern indoktrinierte Kinder

    Wie schätzt du jeweils den Grad der Indoktrination ein?

    Gesellschaftsindoktrination >> Elternindoktrination. Schon allein die Menge machts. Jeder wird durch das aktuelle System duchgeschleift, jeder bekommt die gleiche Propaganda vorgesetzt ... Eltern versauen "wenigstens" nur ihr eigenes Kind und keine ganze Bevölkerung.

    Daniel E. schrieb:

    Es gibt kein Eigentumsrecht der Eltern an ihrem Kind (zu keinem Zeitpunkt).

    Warum dürfen dann deiner Meinung nach Eltern ihren Kindern bestimmte Bildung verbieten, warum soll es legitim sein den Kindern Falsches zu lehren?

    Eltern haben gewisse Versorungsrechte über das Kind, so lange dieses noch nicht für sich selbst entscheiden kann. Genau wie Eltern ihren Kindern verbieten können bei McDonald's zu essen und stattdessen heimzukommen, können sie doch auch den Schulkonsum privat ausführen. Spätestens wenn das Kind alt genug ist, darf es sich so viel bilden, wie es lustig ist.

    Du sprichst den Eltern diese Rechte ab und sprichst sie der "Gesellschaft" zu, also Leuten, die mit dem Kind nicht das geringste zu tun haben und vermutlich nie zu tun haben werden. Warum?

    Daniel E. schrieb:

    [...] Auch meine persönliche Erfahrung ist: wenn Leute für jemanden entscheiden, aber die Konsequenzen nicht tragen müssen, dann gehts den Bach runter.

    Das ist genau der Punkt, die Gesellschaft hat die Konsequenzen zu tragen.

    Ich habe sehr gelacht. Das ist doch gerade der Witz an einer "Gesellschaft". Es werden Risiken abgewälzt, Kosten umverteilt, Verantwortung abgeschoben und deligiert, so daß es kaum mehr erkennbar ist, wer Verursacher und wer Konsequenzenträger ist. Alles, was man über sie weiß, ist, daß sie Teil "der Gesellschaft" sind. Eine Gesellschaft handelt nicht, handeln tun immer Individuen und die müssen die Konsequenzen für ihr Handeln eben nicht übernehmen.

    Daniel E. schrieb:

    Ernsthaft, ich sehe kein besonderes Problem mit wirtschaftsorientierteren Lehrplänen. Man kann nicht *nur* Goethe lesen und Skulpturen aus Pappmasche basteln.

    Das mit den wirtschaftsorientierteren Lehrplänen war nur ein Beispiel. Aber da stellt sich natürlich die Frage was Bildung ist, was den Kindern vermittelt werden sollte, zieht man mündige Bürger heran oder fachlich versierte Ausgebildete?

    Keine Ahnung. Ich kann weder erkennen, daß das aktuelle Schulsystem "mündige Bürger" oder "fachlich versierte Ausgebildete" produzieren würde, sondern Leute, die nach 13 Jahren Schule nicht mal Prozentrechnen können.


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