Mathemathik?
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Hi,
nur ganz kurz:
- gute Mathekenntnisse sind beim Programmieren seeeehr hilfreich. Nicht unbedingt, weil man 1000 Formeln bräuchte, sondern weil man für Mathe unr Programmieren ähnliche logische Fähigkeiten braucht. Aber ich würde nicht behaupten, dass ein "Mathemittelmäßiger" kein guter Programmierer werden KANN.
- "Programmierer" ist eigentlich kein Beruf. Es gibt sehr verschiedene Ausbildungen, mit denen man später als "Programmierer" eingestellt werden kann. Bei einigen hat Mathe einen sehr hohen Stellenwert ... so dass man mit Matheschwächen Probleme bekommt - bis hin zum Abbruch.
- Ich war selbst in der Schule auch eine zeitlang eher schwächer - aber durch das Interesse am Programmieren habe ich mich auch in Mathe gesteigert. Mein Tipp: Versuch' mal, ein paar Dinge, die ihr in Mathe gerade macht, "zu programmieren" ! Das lohnt sich und macht Spaß (mit nur "Internet-" und "Clickibunti"-Programmierung kommst Du da natürlich nicht weiter
).
Gruß,
Simon2.
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man braucht als programmierer grundsätzlich nicht unbedingt mathematische kenntnisse.
jetzt kommt das aber
man sagt mathematische kenntnisse sind von nutzen, da mathematik, ebenso wie der entwurf von algorithmen und datenstrukturen, ein gewisses grundverständnis für abstrakte denkweisen voraussetzt. dieses ist bei leuten, die in mathematik immer gut waren meist bereits vorhanden.viele schüler (und auch studenten) fassen mathematik als ein sammelsurium von sinnfreien, seltsamen formeln auf, die keinen tieferen zweck erfüllen.
das wissen in mathematik setzt dann ein, wenn man sieht, dass _jedes_ mathematische gebilde ein werkzeug ist. dass mathematik verwendet werden kann und soll, um diese werkzeuge auf wohl formulierte probleme anzuwenden und diese zu lösen.in der hinsicht ist mathematik programmieren relativ ähnlich.
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Dieser Thread wurde von Moderator/in HumeSikkins aus dem Forum C++ in das Forum Rund um die Programmierung verschoben.
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Fragikus schrieb:
Hi,
Ich bin 15 Jahre alt und Schüler an einer Realschule(9. Klasse).Nun, ich interessiere mich sehr für Programmieren, speziell für C++, kann auch ein paar kleinere Programme schreiben. Aber viele Leute behaupten, um eine Ausbildung zum Programmierer machen zu können, müsse man gut in Mathe sein. Nunja Mathe ist nicht so meine Stärke (N:4). Jedoch finde ich überhaupt nicht, dass man besondere Mathemathik kenntnisse braucht, um erfolgreich zu Programmieren. Ich denke dies hängt sowieso eher davon ab was man Programmieren möchte. Meiner meinung nach ist das logische Denken viel mehr gefordert.
Was haltet ihr davon?
Ist Mathemathik wirklich so wichtig?
Danke.MfG Tobias.
Ja, allerdings bekommt man in der Schule meistens nur Rechnen beigebracht, "echte" Mathematik hat sehr viel mit dem zu un, was du beim Schreibem von Programmen brauchst: logisches, abstraktes Denken, Modellbildung, Problemloesen, Kreativitaet, ...
Klar gibts dann Bereiche, wo man auch Rechnen muss, z. B. beim Spieleprogrammieren. Da musst du wirklich Formeln anwenden und verstehen. Aber Mathematik ist ja viel eher, wie du auf die Formeln kommst.EDIT: und so ganz grundlegende Dinge wie binaere Algebra, Nullstellen von Polynomen finden, Aussagenlogik etc. braucht man natuerlich immer mal wieder beim Programmieren. Also JA, ich glaub ein Mathematik-Analphabet wuerde sehr haessliche Programme schreiben.
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Blue-Tiger schrieb:
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Ja, allerdings bekommt man in der Schule meistens nur Rechnen beigebracht, ...Ah *skeptisches-Kopf-wiegen* ... unterschätze das nicht. Mit den ganzen "Rechentechniken" lernt man schon algoritmisches Vorgehen, "Stack-/Funktions-Verwendung" (man braucht ständig "Zwischenergebnisse"), Schachtelung, Substitution (Ersetzen einer Rechnart durch eine Kombination von anderen), Zerlegung von Problemen, ....
Ich denke schon, dass man da viel für das Programmieren lernen kann.Gruß,
Simon2.
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Simon2 schrieb:
Blue-Tiger schrieb:
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Ja, allerdings bekommt man in der Schule meistens nur Rechnen beigebracht, ...Ah *skeptisches-Kopf-wiegen* ... unterschätze das nicht. Mit den ganzen "Rechentechniken" lernt man schon algoritmisches Vorgehen, "Stack-/Funktions-Verwendung" (man braucht ständig "Zwischenergebnisse"), Schachtelung, Substitution (Ersetzen einer Rechnart durch eine Kombination von anderen), Zerlegung von Problemen, ....
Ich denke schon, dass man da viel für das Programmieren lernen kann.Gruß,
Simon2.
aha, ich betrache einen stapel teller, die ich nacheinander wischen sollte. ist grundprinzip von stacks.
ich betrache eine uhr. weiß nicht wie die funktioniert, kann aber das ergebnis, also die uhrzeit, ablesen. grundprinzip von funktionen.
ich schachtele mir meinen butterbrot zusammen.
ich ziehe meine pantoffeln aus und steige in schuhe => substitutionsprizip.
wenn ich pissen will, muss ich erstmal den klodeckel hochmachen. also Zerlegung von Problemen, ...Ich denke schon, dass man aus dem realen leben viel für das Programmieren lernen kann.
Nur weil man bei jeder tätigkeit analogien zu der programmierung finden kann, heißt das noch lange nicht, dass man a) die analogien sieht. b) daraus etwas für die programmierung lernt.
edit: außerdem denke ich eher, dass man da analogien zur programmierung sieht wenn man programmieren kann. Es ist so wie wenn man sich etwas länger mit graphik-programmierung beschäftigt hat, dann durch die reale welt geht und auf viele details, wie reflexionen, licht, schatten etc. achtet, was man vorher einfach ignoriert, bzw. nicht wahrgenommen hat.
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matimatiker schrieb:
wenn ich pissen will, muss ich erstmal den klodeckel hochmachen. also Zerlegung von Problemen, ...
Ja, der richtige Umgang mit der Toilette hift beim kodieren.
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Das wichtigste ist dass man zu Problemen lösungen finden kann, und genau das braucht man auch in der Schule für den Matheunterricht (in der Realsschule kann das eventuell andern ablaufen, das weiß ich nicht so). Also wenn dir so aufgaben wie "Wie viel 49%ige Säure muss ich zu 13Liter 13%iger hinzufügen, damit es 37%ig wird" überhaupt nicht liegen, dann kannst du zwar Programmieren lernen, allerdings werden dich Probleme immer wieder in foren treiben um Fragen zu stellen, aber je komplexer das Problem wird, desto weniger antworten werden kommen.
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um auch was mehr oder weniger konstruktives beizutragen:
Mathematik ist für die reine Programmierung imho nicht notwendig. Natürlich brauchst du in bestimmten bereichen mathematik. aber dann ist es mehr ein werkzeug. kannst dir dann immer die formeln und verfahren nachschlagen.Logisches denken braucht man fürs Programmieren mehr als mathe.
Ich finde Programmieren ist soetwas, wie eine formalisierte Art eine wegebeschreibung zu geben. Ok, Mathe ist das auch in gewisser weise, aber nicht nur.Auch bei der Spieleprogrammierung könnte man theoretisch so weit abstrahieren, dass man nix von der zugrunde liegender mathematik ahnung haben muss.
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matimatiker schrieb:
Auch bei der Spieleprogrammierung könnte man theoretisch so weit abstrahieren, dass man nix von der zugrunde liegender mathematik ahnung haben muss.
ja womit wir auf dem level von RPG Maker und co wären.
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das wirkliche programmieren an einem computerspiel ist fast ausschliesslich mathematik. der ganze andere krempel ist eher kreativarbeit

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kommt immer drauf an was du programmierst. kannst ja mal versuchen ne 3d-engine ohne mathekenntnisse schreiben ;>>
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Krux schrieb:
matimatiker schrieb:
Auch bei der Spieleprogrammierung könnte man theoretisch so weit abstrahieren, dass man nix von der zugrunde liegender mathematik ahnung haben muss.
ja womit wir auf dem level von RPG Maker und co wären.
Schwachsinn. So viel kannst du nicht abstrahieren. Spiele werden IMMER vorranging Mathe bleiben.
btw: logik ist ein teilgebiet der mathematik. insofern is der ganze fred sinnfrei

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Schadensbegrenzung wegen Trollpost.
Alkohol, Internet und Redefreiheit ist eine schlechte Mischung.
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Blue5teel schrieb:
Hallo kleiner Schatz...
Jo. Alles was du für die Programmierung brauchst, und was mit Mathematik zu tun hat, eignest du dir eh an wenn du es brauchst. Vor allem wenn du studierst.
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Fragikus schrieb:
Hi,
Ich bin 15 Jahre alt und Schüler an einer Realschule(9. Klasse).Nun, ich interessiere mich sehr für Programmieren, speziell für C++, kann auch ein paar kleinere Programme schreiben. Aber viele Leute behaupten, um eine Ausbildung zum Programmierer machen zu können, müsse man gut in Mathe sein. [...] Meiner meinung nach ist das logische Denken viel mehr gefordert.
Ist Mathematik und logisches Denken nicht irgendwo das selbe?
Wenn Du Dich für's Programmieren interessierst, dann programmier einfach.
Zurzeit ist das Wichtigste, dass Du Spaß daran hast.
Mir hat Programmieren während meiner Realschulzeit in Mathe sehr geholfen, weil das logische Denken durch das Programmieren, mir im Matheunterricht geholfen hat - obwohl meine Programme nichts mit dem Mathematikunterricht der Realschule zu tun hatte.Wenn Du eine Ausbildung zum Fachinformatiker machen möchtest, so wirst Du auch in Mathe weitergeschult. Mein Realschulabschlusszeugnis war nicht berauschend, aber gut genug, um auf's Gymnasium zu wechseln und anschließend Informatik an der FH zu studieren.
Du hast noch ein Jahr Zeit, Deine Noten entsprechend aufzubauen. Meine Mathenote war beim Abschluss "gut", wenn ich mich recht entsinne.
Wenn Du jetzt mit C++ beginnst und erfolgreich damit gut umgehen kannst, wird Dir das eine Ausbildung oder ein Studium in der Richtung SEHR erleichtern.
Einer meiner Schüler hat zu Beginn der 10. Klasse Realschule begonnen zu programmieren und ist nun auf's Gymnasium gewechselt. Dort liegt er im Informatikunterricht ohne Aufwand bei 14 Punkten ("sehr gut"). Der Wechsel ist allerdings aufwendig, es sollte also auch eine Begeisterung für Schule da sein.
Bei mir war sie nicht da, ich habe das Abitur nicht geschafft, erhielt die FH-Reife und da ich eh auf der FH studieren wollte, reichte mir das.Wenn Du während Deine Sommerferien nicht arbeitest, nutze sie doch einfach (neben Baggersee usw), um ein Programm zu schreiben, dass Dich interessiert.
Ein gutes Matheverständnis ist hilfreich.
Solltest Du Interesse haben, Softwareentwicklung als Beruf zu machen, ist das Interesse wichtiger als Deine Mathenote in der 9. Klasse."Phantasie ist wichtiger als Wissen." (Einstein)
Viel Spaß.
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Xin schrieb:
"Phantasie ist wichtiger als Wissen." (Einstein)
Die Zeiten von Einstein sind vorbei.
Wenn Du heute mit Deiner Phantasie etwas erreichen willst, brauchst Du auch jede Menge Wissen dahinter. ...ja mehr noch: Wirklich neue Ideen wirst Du nur kriegen, wenn Du mit Deinem Wissen vorne mit dabei bist. Ansonsten ist die Substanz, mit der Dein Hirn arbeitet derart alt, dass schon viel zu viele andere phantasievolle Menschen sie im Kopf hatten.
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Gregor schrieb:
Xin schrieb:
"Phantasie ist wichtiger als Wissen." (Einstein)
Wenn Du heute mit Deiner Phantasie etwas erreichen willst, brauchst Du auch jede Menge Wissen dahinter. ...ja mehr noch: Wirklich neue Ideen wirst Du nur kriegen, wenn Du mit Deinem Wissen vorne mit dabei bist. Ansonsten ist die Substanz, mit der Dein Hirn arbeitet derart alt, dass schon viel zu viele andere phantasievolle Menschen sie im Kopf hatten.
Wissen hilft Ideen realistisch einzuschätzen.
Aber Innovation bedeutet in Bereiche einzutreten, in der es keine Dokumentation, keine Lehrbuchmeinung und keine Erfahrung gibt - eben kein Wissen.Geniale Ideen sind offensichtlich. Das Offensichtliche zu erkennen fällt aber leichter, wenn man sich nicht an die Begrenzungen gewöhnt hat, die die Informatik der letzten 60 Jahre diktiert hat und die inzwischen längst überholt sind. Als Wissender guckt man einfach nicht mehr hin.
Ein Professor forderte von mir mal einen Beleg für eine meiner Behauptung. Meine Vision interessierte ihn nicht, er wollte das durch einen Zitat aus einem Buch belegt haben.
Ich fragte ihn, was ihm das bringt und er meinte, dass man so die Richtigkeit einer Aussage belegt.
Ich fragte ihn, woher er weiß, dass der Autor des Buches nicht einfach seine Vision hat drucken lassen und wie der belegt hat, dass er richtig liegt.
Er wirkte nicht glücklich über meinen Einwand, er antwortete nicht darauf und sein etwas verzweifelt wirkender Gesichtsausdruck verriet mir, dass es kein Argument gibt, das 'rekursiv' richtig bleibt.
Irgendwer muss nunmal der Erste gewesen sein, der irgendwas geschrieben hat und der hatte nichts, um etwas belegen zu können. Wissenschaftliches Arbeiten ist auch viel abschreiben und das bedeutet auch, dass man den bereits gegangenen Weg nicht mehr verlässt.
Wem das Wissen fehlt, der geht erstmal ganz locker und unbefangen in eine Richtung los und guckt, wo er ankommt. Wenn's nicht klappt geht man woanders hin. Häufig kommt man bei Bewährtem an, manchmal auch wo anders.Noch was zum Thema Abschreiben:
Der Informatikduden ist eine anerkannte Sammlung von Informatikwissen.
Und man kann den Informatikduden problemlos widerlegen, in dem man das Gegenteil aus dem Informatikduden zitiert.In Sachen Sprachgenerationen kann man zwei unterschiedliche Definitionen finden und beide durch ausreichend viele Quellen belegen. Beide sind oft genug abgeschrieben worden, aber mindestens eine muss falsch sein. Gemein für meinen Informatik-Duden liebenden Prof war, dass an meiner FH die eine Definition unterrichtet wurde und im Duden die andere stand.
"Wissen" ist häufig auch nur der Glaube, dass eine Beschränkung existiert. Und in der Informatik zeichnet sich Wissen auch durch eine Vielzahl von Marketingbegriffen aus. Und wenn man sich die Dinge ohne den ganzen Unsinn ansieht, davon ausgeht, dass Wissen auch falsch sein kann, ist man eher in der Lage kreative Lösungen zu finden. Und für Kreativität braucht man auch Phantasie.
Wäre doch schade, wenn die Zeiten vorbei wären.Phantasie bleibt wichtiger als Wissen, sonst schreibt man nur ab, was die "Beschränkten" in den Jahren zuvor geschrieben hat.
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Xin schrieb:
Phantasie bleibt wichtiger als Wissen, sonst schreibt man nur ab, was die "Beschränkten" in den Jahren zuvor geschrieben hat.
na ja, das ist schwer zu sagen.
phantasie ohne jegliches wissen mag zwar nett sein, aber es bringt doch nicht viel, ausser vielleicht in künstlerischen bereichen, aber selbst künstler müssen viel wissen, um richtig gut zu sein.
phantasie und experimentierfreude sind schon sehr wichtig, aber wenn man dazu noch 'wissen' hat und mit bekanntem wissen herumspielt (auch beschränkungen in frage stellt), dann kann dadurch schnell neues wissen entstehen...

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Xin schrieb:
Ein Professor forderte von mir mal einen Beleg für eine meiner Behauptung. Meine Vision interessierte ihn nicht, er wollte das durch einen Zitat aus einem Buch belegt haben.
Ich fragte ihn, was ihm das bringt und er meinte, dass man so die Richtigkeit einer Aussage belegt.
Ich fragte ihn, woher er weiß, dass der Autor des Buches nicht einfach seine Vision hat drucken lassen und wie der belegt hat, dass er richtig liegt.
Er wirkte nicht glücklich über meinen Einwand, er antwortete nicht darauf und sein etwas verzweifelt wirkender Gesichtsausdruck verriet mir, dass es kein Argument gibt, das 'rekursiv' richtig bleibt.
Irgendwer muss nunmal der Erste gewesen sein, der irgendwas geschrieben hat und der hatte nichts, um etwas belegen zu können.Naja, ein Zitat ist ja (gerade im Informatik-Bereich) nicht die einzige Möglichkeit etwas zu belegen. Oft kann man was beweisen, Experimente durchführen oder wenigstens ne Fallstudie machen. Dadurch, dass jeder zumindest seine neuen Aussagen ausreichend durch solche Mittel belegt (zumindest sollte es so sein), ist das Zitat für bekanntes Wissen eine durchaus gute Möglichkeit zum Belegen.
Eine Vision ist gut und wichtig. Aber es reicht nicht eine zu haben. Man muß sie auch umsetzen. Und sei es nur ein Stück weit. Die Vision alleine nützt einem nicht viel. Und gerade dieses Umsetzen fordert dann wieder Wissen, weil die Details oft technisch sind, oder auf andere Probleme führen, die aber vielleicht schon gelöst sind.