Mathemathik?



  • Xin schrieb:

    Newtons Bewegungsgleichungen standen auch mal jenseits jeglichen Zweifels, bis ein jemand, der kein anerkannter Experte war, eine andere Perspektive zu dem Thema fand. Derjenige wird später mit "Phantasie ist wichtiger als Wissen" zitiert.

    Moooment. Wie kommst du darauf, dass Einstein kein anerkannter Experte war? Er hatte zu dem Zeitpunkt zwar keinen Doktoritel, aber dass seine Arbeiten auf Anhieb in einem Fachjournal veröffentlicht wurden, zeigt, dass sein Genie sofort erkannt wurde. Aber du kannst dir sicher sein, dass Einstein ohne das gründliche Studium der bereits bekannten Thesen der Elektrodynamik, Wärmelehre, Anfänge der Quantenmechanik niemals auf seine großartigen Ideen gekommen wäre. Die Physik stand damals zB vor dem Problem, dass die Gleichungen eine Geschwindigkeit enthalten - aber keiner wusste, in welchem Bezugssystem diese zu verstehen war, denn das geben die Formeln nicht her. Dann ist Einstein daher gekommen und hat einfach gesagt, dass die Geschwindigkeit eben in allen Bezugssystem gleich ist. Das hat er mathematisch und physikalisch untermauern können, sodass man ihm zugehört hat. Aber das passt trotzdem zu seinem Zitat, denn Einstein hat nicht mehr gewusst als andere (aber auch nicht weniger), nur hatte er eben die Phantasie als entscheidenden Vorsprung, weswegen Maxwell, Lorentz usw. nicht auf die allgemeine Relativitätstheorie gekommen sind.

    Und wenn wir schon bei Zitaten sind, will ich auch mal den ollen Newton rauskramen: „Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich auf der Schulter von Giganten stand.“



  • Xin schrieb:

    Newtons Bewegungsgleichungen standen auch mal jenseits jeglichen Zweifels, bis ein jemand, der kein anerkannter Experte war, eine andere Perspektive zu dem Thema fand. Derjenige wird später mit "Phantasie ist wichtiger als Wissen" zitiert.

    Die Newton'schen Bewegungsgleichungen sind auch mit Einstein noch richtig. Nur die Masse wird nicht mehr als konstant angesehen.

    Abgesehen davon: Es kann ja sein, dass man zu Einsteins Zeiten noch mehr mit Phantasie allein erreichen konnte. ...man sagt aber glaube ich, dass sich die Menge an Wissen, die die Menschheit ansammelt alle 10 Jahre verdoppelt. Das heißt, wir haben jetzt ungefähr das 1000-fache Wissen von damals. Da ist es doch offensichtlich, dass man nicht mehr die gleichen Annahmen bezüglich der Relevanz des Wissens für Ideen usw. machen kann. Wenn Du Dir die Naturwissenschaften anschaust, dann brauchst Du heutzutage mindestens ein entsprechendes Studium, um überhaupt in einem kleinen Teilgebiet dieser Wissenschaft an die Grenze des vorhandenen Wissens heranzukommen. Nur dann kannst Du überhaupt eine Vorstellung davon entwickeln, in welchem Bereich neue Ideen anzubringen sind, über was man sich mal Gedanken machen könnte usw..

    Einstein konnte damals noch in seinen 3 wichtigen Arbeiten große, fundamentale Bereiche der Physik zusammenbringen. Das ist heutzutage nicht mehr möglich. Auf dem Level ist alles abgegrast. Ein Phänomen wie Einstein ist heutzutage nicht mehr möglich.



  • Mr.Fister schrieb:

    Xin schrieb:

    Newtons Bewegungsgleichungen standen auch mal jenseits jeglichen Zweifels, bis ein jemand, der kein anerkannter Experte war, eine andere Perspektive zu dem Thema fand. Derjenige wird später mit "Phantasie ist wichtiger als Wissen" zitiert.

    Moooment. Wie kommst du darauf, dass Einstein kein anerkannter Experte war? Er hatte zu dem Zeitpunkt zwar keinen Doktoritel, aber dass seine Arbeiten auf Anhieb in einem Fachjournal veröffentlicht wurden, zeigt, dass sein Genie sofort erkannt wurde.

    Er hatte ein fertiges Produkt. Was wäre passiert, wenn er bevor er mit seiner unfertigen Theorie in einem Webforum für Physiker öffentlich darüber nachgedacht hätte, das Newton nicht korrekt ist?

    Mr.Fister schrieb:

    Aber du kannst dir sicher sein, dass Einstein ohne das gründliche Studium der bereits bekannten Thesen der Elektrodynamik, Wärmelehre, Anfänge der Quantenmechanik niemals auf seine großartigen Ideen gekommen wäre.[...]Aber das passt trotzdem zu seinem Zitat, denn Einstein hat nicht mehr gewusst als andere (aber auch nicht weniger), nur hatte er eben die Phantasie als entscheidenden Vorsprung, weswegen Maxwell, Lorentz usw. nicht auf die allgemeine Relativitätstheorie gekommen sind.

    Eben. Wissen kann man sich jederzeit aneignen. Phantasie nicht.

    Um sich einen großen Berg Wissen anzueignen, hat ein 15jähriger noch etwas Zeit.

    life schrieb:

    Xin schrieb:

    Ich habe nie behauptet, Wissen abzulehnen. [...] Ich stimme lediglich mit einem Zitat von Einstein überein: "Phantasie ist wichtiger als Wissen".

    Also ich meine in deinen Texten schon eine gewisse Anti-Wissen Haltung wahrzunehmen. Vielleicht verstehe ich ja die folgenden Aussagen auch alle falsch..

    [eine Reihe von Quotes]
    u.v.a. 😉

    Der Punkt ist nicht, dass man sich Erfahrungen anderer nicht aneignen soll, sondern dass man es nicht als "Wissen" verbuchen soll. Wissen ist etwas Konstantes, Feststehendes, Unveränderliches.

    Wir wissen, dass sich "Wissen" kontinuierlich verändert, damit veraltet und falsch wird, also nie gewußt worden sein kann.
    Wir haben auch schon Gott bewiesen - mehrfach. Wenn wir beweisen können, dass Gott existiert, dann haben wir das Wissen, dass Gott existiert und brauchen ihn nicht mehr in Frage zu stellen. Die Existenz Gottes war bereits bewiesenes, nicht angezweifeltes Wissen, nur dass die Beweise auf einer eingeschränkten Sichtweise aufbauten: der Voraussetzung, das Gott existiert.
    Wir können also nie gewußt haben, dass Gott existiert und der Glaube, dass der Beweis das Wissen absichert, schränkte die Sichtweise ein. Wozu über ein Szenario nachdenken, in dem Gott nicht existiert, wenn wir doch "wissen", dass er existiert?

    Die Informatik hat auch sehr viel Wissen, ohne die Voraussetzungen und damit das eigentliche Wissen in Frage zu stellen.
    Es schadet nicht, etwas ketzerisch zu sein. Aber wenn man es offen ausspricht, dann sollte man die Kritik der Gläubigen vertragen können. Die kommt nämlich sehr schnell.



  • Gregor schrieb:

    Die Newton'schen Bewegungsgleichungen sind auch mit Einstein noch richtig. Nur die Masse wird nicht mehr als konstant angesehen.

    Sobald etwas Masse hat, sind die Newton'schen Gleichungen ungenau, nicht exakt oder konkret gesagt: falsch.
    Alternativ berechnen wir die Geschwindigkeit von Dingen, die keine Masse haben. Dann sind die Gleichungen korrekt, aber was nutzt uns das dann?
    Edit: Die letzten zwei Sätze stimmen nicht... die Gleichungen sind unabhängig von der Masse falsch. Aber die Unterschiede sind bei kleinen Geschwindigkeiten so gering, dass sie kaum ins Gewicht fallen. Ein LKW (80km/h) und ein PKW(100km/h) fahren auf einer Landstraße mit 179,99999 km/h aneinander vorbei. Ich glaube nach der 8. oder 9. stelle kam eine 8. Ich habe es irgendwann mal ausgerechnet, aber das exakte Ergebnis nicht mehr im Kopf. Es ist jedenfalls geringfügig weniger als 180km/h.

    Gregor schrieb:

    Abgesehen davon: Es kann ja sein, dass man zu Einsteins Zeiten noch mehr mit Phantasie allein erreichen konnte. ...man sagt aber glaube ich, dass sich die Menge an Wissen, die die Menschheit ansammelt alle 10 Jahre verdoppelt. Das heißt, wir haben jetzt ungefähr das 1000-fache Wissen von damals.

    Sagt man das? Woher weißt Du das?
    Aber nehmen wir mal an, es stimmt: Wie lange gibt's die Realitivitätstheorie? 70 Jahre? 2^7 sind 128 und nicht 1000.
    Mathematisch ist das Wissen also nicht soviel weiter gekommen.
    Meiner Erfahrung nach, erreicht man die Grenzen der Wissenschaft überraschend früh.
    Ich habe in einem Forschungsinstitut gearbeitet, dort wurde interdisziplinär gearbeitet. Wer von der Thematik keine Ahnung hat, hat aber unter Umständen den richtigen Ansatz.

    Vielleicht fehlt Dir auch etwas Phantasie, Dein Wissen zu organisieren.
    Nachdem es keine Wissenschaftler wie Newton mehr gibt, die in allen Naturwissenschaften forschten, waren große Fortschritte auch nicht mehr möglich.
    Trotzdem hat sich seit dem Mittelalter doch noch einiges getan.

    Gregor schrieb:

    Einstein konnte damals noch in seinen 3 wichtigen Arbeiten große, fundamentale Bereiche der Physik zusammenbringen. Das ist heutzutage nicht mehr möglich. Auf dem Level ist alles abgegrast. Ein Phänomen wie Einstein ist heutzutage nicht mehr möglich.

    Um einen Menschen zu finden, der Innovationen vorantreibt, muss man jemanden suchen, der wenigstens eine Vision von Möglichkeiten hat. Die meisten Menschen haben viele Visionen von Unmöglichkeiten, darum findet man sie so selten.



  • Xin schrieb:

    Der vorraussichtlicher Name ist 'Genesys'.
    Da es ein "Hobby-Projekt" ist, plane ich keinen Termin zur Fertigstellung.

    pack's doch mal bei sourceforge rein, so dass alle code/specs/doku sehen können.
    damit könntest du die zweifler hier vielleicht überzeugen...



  • Xin schrieb:

    70 Jahre? 2^7 sind 128 und nicht 1000.

    Einsteins "Wunderjahr" war 1905. Darauf hatte ich mich bezogen.



  • pale dog schrieb:

    Xin schrieb:

    Der vorraussichtlicher Name ist 'Genesys'.
    Da es ein "Hobby-Projekt" ist, plane ich keinen Termin zur Fertigstellung.

    pack's doch mal bei sourceforge rein, so dass alle code/specs/doku sehen können.
    damit könntest du die zweifler hier vielleicht überzeugen...

    Ich veröffentliche es, wenn es fertig ist.
    Bis dahin lasse ich gerne mit mir diskutieren, aber mindestens bis zur V1.0 treffe ich die Entscheidungen, was richtig oder falsch ist. Ich beschäftige mich jetzt seit '99 damit und mir erzählen viele, was sie für richtig und falsch halten. Würde ich jeden in die Entscheidungen mit einbeziehen, hätten wir jede Menge Entscheidungen von Leuten, die halt irgendwas meinen.

    Wenn Du an mir zweifelst, sehe ich da weder ein Problem drin, noch einen Grund, Dich zu überzeugen. Bist Du in irgendeiner Form für mich interessant, so dass es sich für mich lohnt, Dich zu überzeugen?



  • Xin schrieb:

    Gregor schrieb:

    Die Newton'schen Bewegungsgleichungen sind auch mit Einstein noch richtig. Nur die Masse wird nicht mehr als konstant angesehen.

    Sobald etwas Masse hat, sind die Newton'schen Gleichungen ungenau, nicht exakt oder konkret gesagt: falsch.
    Alternativ berechnen wir die Geschwindigkeit von Dingen, die keine Masse haben. Dann sind die Gleichungen korrekt, aber was nutzt uns das dann?

    Ach so, Du redest von den Galilei-Transformationen, die durch die Lorentz-Tranformationen ersetzt wurden. Naja, daß mit Galilei was nicht so ganz richtig ist, war ja schon bekannt -- darum Lorentz-Transformation. Die Mathematik der Speziellen Relativitätstheorie hatte Poincaré schon vor Einstein herausgefummelt, nur mit der physikalischen Interpretation hatte er so seine Probleme ... ich mein ja nur, ist nicht so, daß die Spezielle Relativitätstheorie so ganz unerwartet vom Himmel gefallen ist.

    Aber nehmen wir mal an, es stimmt: Wie lange gibt's die Realitivitätstheorie? 70 Jahre? 2^7 sind 128 und nicht 1000.
    Mathematisch ist das Wissen also nicht soviel weiter gekommen.
    Meiner Erfahrung nach, erreicht man die Grenzen der Wissenschaft überraschend früh.

    A propos Relativitätstheorie, Einstein, Mathematik und Grenzen für erreichen ... ist dir klar, daß Einsteins mathematisches Wissen nicht mal ausgereicht hat um die Allgemeine Relativitätstheorie auszuformulieren? Das hat zu großen Teilen sein Kollege Grossmann gemacht. Aber klar, eigentlich ist alles furchtbar einfach. Siehe Einstein ...



  • Xin schrieb:

    pale dog schrieb:

    Xin schrieb:

    Der vorraussichtlicher Name ist 'Genesys'.
    Da es ein "Hobby-Projekt" ist, plane ich keinen Termin zur Fertigstellung.

    pack's doch mal bei sourceforge rein, so dass alle code/specs/doku sehen können.
    damit könntest du die zweifler hier vielleicht überzeugen...

    Ich veröffentliche es, wenn es fertig ist.
    Bis dahin lasse ich gerne mit mir diskutieren, aber mindestens bis zur V1.0 treffe ich die Entscheidungen, was richtig oder falsch ist. Ich beschäftige mich jetzt seit '99 damit und mir erzählen viele, was sie für richtig und falsch halten. Würde ich jeden in die Entscheidungen mit einbeziehen, hätten wir jede Menge Entscheidungen von Leuten, die halt irgendwas meinen.

    Ein Projekt auf Sourceforge stellen bedeutet nicht, dass du gleich jeden in die Entwicklung mit einbeziehen musst. Du musst dort auch keine fremden Meinungen zu deinem Vorgehen berücksichtigen oder deine Entscheidungen rechtfertigen.
    Der Vorteil ist aber, dass du so vielleicht Leute findest, die mit dir auf einer Wellenlänge liegen. Außerdem gibst so anderen Leuten die Chance, von deinem Projekt zu profitieren, auch wenn es noch nicht abgeschlossen ist.



  • Daniel E. schrieb:

    A propos Relativitätstheorie, Einstein, Mathematik und Grenzen für erreichen ... ist dir klar, daß Einsteins mathematisches Wissen nicht mal ausgereicht hat um die Allgemeine Relativitätstheorie auszuformulieren? Das hat zu großen Teilen sein Kollege Grossmann gemacht. Aber klar, eigentlich ist alles furchtbar einfach. Siehe Einstein ...

    Ich weiß, dass Einstein in regem Austausch mit Gossmann stand, ob Gossmann die Relativitätstheorie mathematisch ausgeformt hat, weiß ich nicht.

    Aber es belegt meinen Standpunkt: Das mit der genialen Phantasie wurde bekannt und ein wissenschaftlicher Superstar. Wobei Gossmann ja auch seine Ideen in die Relativitätstheorie einbaute und dabei teils auch weiterdachte als Einstein selbst. Der große Schritt war aber dem Visionär vergönnt.



  • Xin schrieb:

    Ich veröffentliche es, wenn es fertig ist.

    Nennt sich auch Vaporware. Wenn Du Deine Vision zurückhälst, machst Du genau das, was Du hier die ganze Zeit kritisierst.



  • Xin schrieb:

    Wenn Du an mir zweifelst, sehe ich da weder ein Problem drin, noch einen Grund, Dich zu überzeugen. Bist Du in irgendeiner Form für mich interessant, so dass es sich für mich lohnt, Dich zu überzeugen?

    warum mich 😕
    ich meinte eigentlich mehr die anderen hier. das einzige, was mich zweifeln lässt, ist, dass du irgendwo weiter oben geschrieben hast, jegliche fachliteratur zu verschmähen, aber das muss nichts bedeuten.
    also, tu's bei SF rein. du behältst die absolute kontrolle darüber (hat Christoph ja schon geschrieben), aber der vorteil ist, dass du denkanstösse von anderen bekommen kannst, die dein projekt toll finden, und das könnte es ganz schön nach vorne bringen...
    🙂



  • Xin schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    A propos Relativitätstheorie, Einstein, Mathematik und Grenzen für erreichen ... ist dir klar, daß Einsteins mathematisches Wissen nicht mal ausgereicht hat um die Allgemeine Relativitätstheorie auszuformulieren? Das hat zu großen Teilen sein Kollege Grossmann gemacht. Aber klar, eigentlich ist alles furchtbar einfach. Siehe Einstein ...

    Ich weiß, dass Einstein in regem Austausch mit Gossmann stand, ob Gossmann die Relativitätstheorie mathematisch ausgeformt hat, weiß ich nicht.

    Aber es belegt meinen Standpunkt:

    Es widerlegt deinen weggeschnittenen Standpunkt, man käme immer recht schnell an den Grenzen eines Gebiets an. Nicht mal ein Genie wie Einstein hat das geschafft und sich dann eben professionelle Hilfe besorgt, aber klar, bei Xin ist das was anderes, der durchschaut moderne Mathematik natürlich schon, bevor er sich mal angesehen hat, was in den letzten 50 Jahren in der Mathematik passiert ist. Wo darf man denn die Glückwunschkarten für deinen nächsten Nobelpreis hinsenden und welches Fachgebiet wird es denn dieses Jahr?

    Spaß beiseite: Wenn man sich große Ingenieurleistungen oder Nobelpreise der letzten Jahre ansieht, dann waren immer Fachleute daran beteiligt. Natürlich waren die auch kreativ! Das macht ihre Lösung besser als die anderen Lösungen, aber die haben normalerweise schon immer extrem viel Wissen reingesteckt, weil man sonst viele Probleme überhaupt nicht versteht.

    (Mit was man bekannt und "Superstar" wird, hat mit den wirklichen Leistungen gar nicht mal so viel zu tun, sondern mehr, zu was für Themen man sich sonst so äußert.)



  • Christoph schrieb:

    Xin schrieb:

    pale dog schrieb:

    pack's doch mal bei sourceforge rein, so dass alle code/specs/doku sehen können.
    damit könntest du die zweifler hier vielleicht überzeugen...

    Ich veröffentliche es, wenn es fertig ist.
    Bis dahin lasse ich gerne mit mir diskutieren, aber mindestens bis zur V1.0 treffe ich die Entscheidungen, was richtig oder falsch ist.

    Ein Projekt auf Sourceforge stellen bedeutet nicht, dass du gleich jeden in die Entwicklung mit einbeziehen musst.
    Der Vorteil ist aber, dass du so vielleicht Leute findest, die mit dir auf einer Wellenlänge liegen. Außerdem gibst so anderen Leuten die Chance, von deinem Projekt zu profitieren, auch wenn es noch nicht abgeschlossen ist.

    Ich habe mehrfach darüber nachgedacht, aber ich werde das Projekt bis zur 1.0 selbst weiterentwickeln und die Freiheit behalten, den Sourcecode nach Belieben zu verändern - dafür brauche ich kein SF. Leute auf meiner Wellenlänge zu finden, wäre nicht verkehrt, doch ich schreibe grade die interessanten Punkte.
    Mir bringt SF derzeit nichts.

    merker schrieb:

    Xin schrieb:

    Ich veröffentliche es, wenn es fertig ist.

    Nennt sich auch Vaporware. Wenn Du Deine Vision zurückhälst, machst Du genau das, was Du hier die ganze Zeit kritisierst.

    Hehehe, einfach mal 'ne Behauptung in die Welt setzen und hoffen, dass es jemanden tangiert?
    Ob Du mein Projekt kurz nachdem Du von seiner Existenz erfahren hast, als Vaporware bezeichnest, was denkst Du, wen das interessiert?
    Es ist mein Projekt. Was Du davon hältst, juckt mich nicht, solange Du nichts produktives anzumerken hast.
    Was ich hier kritisiere...? Was kritisiere genau ich denn? Vaporware?
    Hat Dein Posting irgendwas mit diesem Thread zu tun?

    Daniel E. schrieb:

    Es widerlegt deinen weggeschnittenen Standpunkt, man käme immer recht schnell an den Grenzen eines Gebiets an.

    Wo steht denn "immer"?
    Hast Du etwas gelesen, was nicht da steht, um ein wenig zu sticheln?
    Ich quote mich mal mit dem (vermutlich) entsprechenden Satz:
    "Meiner Erfahrung nach, erreicht man die Grenzen der Wissenschaft überraschend früh."
    Was steht da und was heißt es?
    Da steht, dass man in der Wissenschaft schnell an Punkte kommt, wo man nicht mehr weiter weiß.
    Definiere Licht. Definiere Zeit. Beschreibe das Universum.
    Sag mir, wo in dem Satz das Wort "immer" steht?
    Fragen, die an die Grenzen der Wissenschaft führen. Da mussten wir doch jetzt nicht weit für gehen, oder?
    Die Fragen im Forschungsinstitut waren eigentlich noch viel einfacher. Gelegentlich ist die Wissenschaft schon dadurch begrenzt, dass es keinen Baumarkt gibt, um die passenden Teile herzustellen und man eben Methoden entwickeln muss, die mit den vorhandenen Mitteln zu Ergebnissen führen.
    In meinem Satz steht auch nicht "alle Grenzen". Es gibt auch Grenzen, da muss man verdammt weit gehen, um da anzukommen. In der Quantenphysik könnte ich nichtmals eine Frage stellen. Vielleicht kann ich grade deswegen aber eine Antwort geben. Das kann ich aber nicht garantieren und mich fragt auch keiner.
    Es gibt aber eben auch Grenzen, da kann auch ein 15jähriger mitdiskutieren und hier und da wird er meiner Überzeugung auch besser zu Ergebnissen kommen, weil er noch nicht alle Beschränkungen gelernt hat, von denen die Experten glauben, dass sie existieren.
    Ich habe früher philosophische Probleme mit 8jährigen diskutiert. Das ist viel inspirierender als mit Erwachsenen. In einem Mainboard sieht ein 8jähriger eine Stadt mit Häusern und Straßen. Welche Regeln gelten im Straßenverkehr - lassen sich da Zusammenhänge herstellen?
    Design Patterns haben ihren Ursprung ja auch nicht in der Informatik, sondern in der Architektur.
    Mit aller Phantasie ist es mir auch nicht möglich aus meinem Satz die Aussage zu finden, dass man immer schnell an die Grenzen eines Gebietes in der Wissenschaft kommt.
    Vermutlich meinst Du doch einen anderen Satz, schließlich hat mein Satz mit Deiner Aussage eigentlich nicht wirklich was zu tun.

    Wie kommst Du auf Deine Behauptung?

    Daniel E. schrieb:

    Nicht mal ein Genie wie Einstein hat das geschafft und sich dann eben professionelle Hilfe besorgt, aber klar, bei Xin ist das was anderes, der durchschaut moderne Mathematik natürlich schon [...]

    Ich weiß nicht, wie Du jetzt auf den Quatsch kommst, aber wo sind wir hier angekommen?

    Ein 15jähriger möchte wissen, was programmieren soll. Statt Spaß zu haben, soll er IT-Experte werden.
    Ich zitiere Einstein und weise darauf hin, dass Wissen nicht nur Vorteile hat - gut zu wissen, wenn man als Anfänger noch nicht soviel weiß.
    Die Tatsache, dass ich mir Wissen aneigne, in dem ich, zunächst ohne Fachbücher zu lesen, einfach experimentiere und dann gucke, was die Fachwelt dazu zu sagen hat, läßt jemanden darauf schließen, dass ich keine Programmiersprachen kenne.
    Die Tatsache, dass ich privat ein Programmierprojekt habe, veranlasst jemand anderen dazu zu be"merken", dass ich Vaporware herstelle.
    Reihenweise lese ich hier Dinge ohne Quote, die ich angeblich geschrieben haben soll.
    Jeder glaubt scheinbar, dass ich mich hier irgendwem zu rechtfertigen hätte.

    Irrtum.
    Meine Ansicht, meine funktionierende Arbeitsweise, mein Projekt.
    Wer sich dafür interessiert, darf gerne in angemesser Form hinterfragen.

    Meine Ansicht habe ich erklärt, meine Arbeitsweise habe ich erklärt - dort steht auch, dass ich ggfs. die jeweilige Fachliteratur nach meinen eigenen Experimenten lese - und mein Projekt gebe ich noch nicht raus.
    Wer nicht lesen kann oder sich einen Satz raussucht, sich ein "immer" dazu phantasiert und meint, mich dann mit einer angeblich von mir gemachten Verallgemeinerung in die Ecke drängen zu wollen, braucht wohl kein Interesse auf Austausch von meiner Seite zu erwarten. Das ist nicht auf meiner Wellenlänge.

    Daniel E. schrieb:

    Spaß beiseite: Wenn man sich große Ingenieurleistungen oder Nobelpreise der letzten Jahre ansieht [...]

    Der Junge ist 15, Schüler der 9. Klasse, falls es immernoch nicht bemerkt wurde.

    Ich habe mir die Nobelpreise der letzten Jahre nicht angesehen. Aber es wird garantiert keiner einen Nobelpreis bekommen haben, weil er etwas gemacht hat, was in einem Fachbuch zu finden ist, sondern weil er etwas gesehen hat, was eben nicht dadrin stand.

    Was uns auch heute, wo wir 128 bis 1024mal mehr wissen als früher, wieder zu Einstein bringt:
    "Phantasie ist wichtiger als Wissen."



  • Ein Grundproblem übersiehst du aber. Phantasie bringt ohne entsprechendes Wissen sehr wenig - um nicht zu sagen gar nichts. Wenn man nicht das notwendige Wissen hat, kann man mit den tollsten fantastischen Ideen nichts anfangen. Das trifft auch auf deinen Freund Einstein zu, der ja nicht zufällig ausgerechnet Mathematik und Physik studiert hatte.



  • minhen schrieb:

    Ein Grundproblem übersiehst du aber. Phantasie bringt ohne entsprechendes Wissen sehr wenig - um nicht zu sagen gar nichts.

    Ich denke, ich schreibe eigentlich deutlich und unübersehbar, was ich alles sehe.

    Ich glaube, es bringt auch nichts, mit Leuten zu debatieren, die aus "Phantasie ist wichtiger als Wissen" gleich "Wissen ist unwichtig" herauslesen. Das wurde nie gesagt und dass es nicht so gemeint ist, wurde für die Leute, die es sonst nicht kapieren, auch schon klargestellt.

    Geschriebenes bringt ohne entsprechende Leser sehr wenig - um nicht zu sagen gar nichts.

    Sollte niemand etwas Konstruktives mehr hinzuzufügen zu haben, ist der Thread wohl endlich beendet.
    Meine Aussagen zu ignorieren oder ihnen zusätzliche Worte hinzuzuphantasieren, die ihre Aussage verdrehen, ist nicht konstruktiv... aber was soll's... wen's betrifft, der wird's eh nicht verstehen... :-\



  • Ich habe dir nirgends unterstellt, dass du "Wissen ist unwichtig" gesagt hättest. Aber das ist dir bei deinen reflexartigen Abwertungen wohl egal.
    Ich sagte Phantasie ohne entsprechendes (gleichwertiges!) Wissen brächte nichts. Damit wende ich mich gegen die Wertung Phantasie sei wichtiger als Wissen.
    Du kannst dir gerne Inspiration bei 8-Jährigen holen, aber danach bedarf es mindestens so viel Wissen um die Phantasie anwendbar zu machen. Das ist ein Konstruktionsprozess bei dem man letztlich sagen kann, dass die Phantasie lediglich eine kreative Anwendung des Wissens ist.
    Man braucht sowohl diese Kreativität als auch das Wissen, da sind wir uns einig. Aber in meinem Beitrag geht es nicht um die absoluten Kategorien in denen du deine "Gegner" denken lässt.
    Ich sehe keine Grundlage Phantasie in irgendeiner Form dem Wissen überlegen, wichtiger zu wähnen. Beide braucht man, doch während Phantasie ohne Wissen nutzlos ist, ist Wissen ohne Phantasie noch immer produktiv, wenn auch nicht innovativ. An Innovationen sind aber immer Phantasie und Wissen beteiligt, doch der größte Teil - auch wenn es sich manchmal anders anfühlt - entfällt auf das Wissen. Deshalb ist die übertriebene Wertung der Phantasie unangebracht.
    Jetzt klarer was ich sage? Es geht nicht um "kein Wissen" oder "nur Wissen", sondern um "wichtiger" und "unwichtiger". Komparativ nicht positiv.



  • Hi,
    kommt drauf an was du später machen willst. Möchtest du mal Businessanwendungen schreiben (Warenwirtschaft, Versicherungssoftware) dann reichen Grundlagen in der Mathematik. Willst du ein Kellerg33k werden, der sich Stunden mit Pointerproblemchen beschäftigt und das 10000te Pong programmiert, dann brauchste Mathematik 😉



  • personenkult schrieb:

    Hi,
    kommt drauf an was du später machen willst. Möchtest du mal Businessanwendungen schreiben (Warenwirtschaft, Versicherungssoftware) dann reichen Grundlagen in der Mathematik. Willst du ein Kellerg33k werden, der sich Stunden mit Pointerproblemchen beschäftigt und das 10000te Pong programmiert, dann brauchste Mathematik 😉

    Der hier: 🤡 wäre da wohl passender gewesen. 🙂



  • Wenn du schlecht/mittelmäßig in Mathe bist, solltest du herausfinden, woran das genau liegt. In höheren Klassenstufen steigt ja auch das Niveau beständig. Während meines Studiums musste ich z.B. Differential- und Integralrechnung pauken, was ich heute so gut wie nie benötig. Trpotzdem hat das meinen Notendurchschnitt in den Keller sacken lassen, obwohl ich davor mal Klassenbester im Mathe war.

    Meiner Erfahrung nach krieselt es am häufigsten in Mathe an Sachaufgaben und der Unfähigkeit, Lösungsstrategien dafür zu entwickeln. DAS ist meines Erachtens aber unbedingte Voraussetzung, um Programmieren zu können. Vor allem, wenn es um komplexe Aufgaben geht. Denn ohne Analyse und Strategie wird es nur "Sauerkraut".

    Mathe als rein trockenes Gebiet macht auch häufig Probleme, weil die meisten keinen Spaß daran haben und sich darum einfach nur mit großer Unlust ans Lernen machen. Klar, dass dann auch die Leistungen im Ergebnis eher schlecht sind. Ist auch gefährlich, denn diesen Punkt wird auch beim Programmieren immer wieder geben. Dann kann man sich das allerdings nicht mehr leisten...


Anmelden zum Antworten