Edles Programm schreiben



  • ok dann ändern wir eben "kein" auf "sehr selten" im vergleich zu closed source



  • Wenn man bedenkt, dass die Software-Industrie ohnehin weg will von Kauf-Software...

    Hin zu was?



  • das hab ich nich geschrieben
    war mr.N



  • Entschuldige, habs editiert.



  • sap schrieb:

    Wenn man bedenkt, dass die Software-Industrie ohnehin weg will von Kauf-Software...

    Hin zu was?

    Früher ASP, heute SaaS. Zumindest hört man dieses Wörtchen ab und zu.



  • Ich glaube das wird eher eine Nische werden. Diese Zertifizierungsstellen und Zertifizerungskosten werden vermutlich dafür sorgen das sich das sowieso nur große Firmen leisten können. Noch dazu die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einhalten und dafür sorgen das es immer Backups der Daten gibt ist bestimmt auch nicht billig. Soweit die Vermutungen.

    Jetzt zu den Tatsachen. Egal ob das Unternehmen zertifiziert ist oder nicht, ich finde es nicht gut produktive Arbeiten wie beispielsweise Textverarbeitung über das Web zu versenden. Die Verbindung bis zum Anbieter mag dank SSL sicher sein, aber dann lagern dort alle Daten. Wenn dann irgendwelche Innovationen und Geschäftsgeheimnisse von Anderen eher ausgespielt werden, dann hat man direkt die Vermutung das dort jemand bestechlich war. Das man es nicht beweisen kann und das es nur eine Vermutung ist, das ist egal, solche Gerüchte sind tödlich. Ich glaube dieser datenschutzrechtliche Nachteil ist einfach zu groß.

    Privatleute haben heute noch nicht alle Internet, es hat auch nicht jeder eine Flatrate. Brauch nun mal nicht jeder und das Internet ist auch (noch nicht) kostenlos. Wieder als Beispiel Pc-Spiele/Schreibprogramme im Privathaushalt kauft man ein mal und benutzt sie lange. Da will man sich nicht aufhalsen das man dafür extra immer fürs Internet bezahlen muss.

    Ahja, wieso geht es dann bitte weg von Kaufsoftware? 🙂 Es ändert sich nur die Ausliferungsmethode (und vielleicht auch Zahlungsmethode). Also eh sich das durchsetzt glaube ich früher setzt sich Open Source durch, mehr Entwickler basteln in kürzerer Zeit bessere Software (ist natürlich nicht immer so) und das wollen die Kunden. Geld wird sich wohl weiter(immer mehr Raubkopien im Privatbereich und immer mehr kostenlose und Open Source Software) immer weniger verdienen lassen, im Privatbereich über Spenden und im Firmenbereich mit Support.



  • sap schrieb:

    Geld wird sich wohl weiter(immer mehr Raubkopien im Privatbereich und immer mehr kostenlose und Open Source Software) immer weniger verdienen lassen, im Privatbereich über Spenden und im Firmenbereich mit Support.

    so ein quatsch.

    http://www.heise.de/open/news/meldung/75453 schrieb:

    Lediglich gut die Hälfte der Programmierarbeit erfolgt in der Freizeit der Entwickler, 42 Prozent des zeitlichen Engagements für Open Source werden bezahlt – ein erstaunlich hoher Anteil. Autor Benno Luthiger Stoll merkt dazu an, dass dieser Wert in Wahrheit noch höher liegen dürfte: Bezahlt würden Entwickler eher in großen Open-Source-Projekten, die häufig über eine eigene Projekt-Infrastruktur verfügen. Befragt wurden jedoch bei Sourceforge, Savannah und Berlios aktive Programmierer, wo überwiegend kleinere Projekte gehostet werden.

    mehr als die hälfte aller FOSS projekte kommen aus europa, vergleich das mal mit proprietärer software. es ist also genau das gegenteil der fall, im momment wird in europa mit software kaum geld verdient, es gibt aber FOSS know how hier, ein umschwung auf open source ist unsere chance. natürlich werden wir die nicht nutzen.

    http://www.heise.de/open/artikel/83925 schrieb:

    Und Open Source bietet eine Chance speziell für Europa: Der Studie zufolge kommen 63 Prozent der Open-Source-Entwickler aus der Europäischen Union – viel Potenzial für die Entwicklung von Firmen rund um freie Software. Interessanterweise ziehen jedoch viele europäische Open-Source-Startups nach ersten Erfolgen in Richtung USA. Häufig stellen ihre Risikokapitalgeber die geografische Nähe als Bedingung für den Geldsegen. Als Zentrum des Universums gilt dabei nach wie vor das Silicon Valley. Wenn die Kommission die Empfehlungen ernst nimmt, sollte sie also die Mitgliedsstaaten dazu animieren, ein Klima zu schaffen, in dem es für Software-Entwickler attraktiv wird, in Europa zu bleiben.



  • In der Sache mit Raubkopien sehe ich eine gewisse Ähnlichkeit mit der Musik-Industrie. Viele Programme sind einfach zu teuer, ebenso finde ich eine Musik-CD mit 15€ zu teuer.
    Sinnvoll fände ich (bei Musik ebenso wie bei Software) die Möglichkeit, sich für einige Euros das Produkt herunterzuladen und frei zu nutzen. Wer würde sich noch Musik saugen, wenn man ein Album für 2 Euro mit ID3-Tags usw runterladen kann? Wenn ein neu erschienenes Computer-Spiel knapp 100 Euro kostet, wundert mich die Piraterie ebenso wenig. Man würde sicherlich mehr als 10 mal so viele Exemplare verkaufen, wenn man das Spiel für 10 Euro irgendwo legal(!) herunterladen kann.
    Und da sehe ich das große Problem. Musik und Software wird immer mehr versucht zu schützen und muss teurer gemacht werden, weil aufgrund der hohen Preise (und teilweise auch kostenlosen Konkurrenzprodukte) der Absatzmarkt sinkt.
    Das gilt jedenfalls für Software, die den durchschnittlichen PC-Home-Nutzer anspricht. Bei Software für Firmen oder Auftragsprodukten macht das natürlich keinen Sinn, allerdings hält sich in diesen Bereichen imho auch die Piraterie in Grenzen.



  • Badestrand schrieb:

    Man würde sicherlich mehr als 10 mal so viele Exemplare verkaufen, wenn man das Spiel für 10 Euro irgendwo legal(!) herunterladen kann.

    Das wären aber schon krasse Werte...

    Welches neue Computerspiel kostet denn 100 Euro?



  • Je nach Hersteller sind das schon mal 50-60 Euro. Soviel hätte ich vor 5-6 Jahren nie im Leben für ein Computer-Spiel ausgegeben. Ich weiß nicht, wie das in ein paar Jahren aussieht, aber eine Verdopplung ist sicher bald drin.

    Ausserdem wollte Badestrand ja nur deutlich machen, dass Firmen durch niedrigere Preise und Vertrieb übers Internet, ihre Einnahmen halten und gleichzitig ihre Ausgaben senken könnten. Damit wären sowohl der Kunde (günstigere Preise) als auch die Firmen (unterm Strich größere Gewinne) zufrieden.

    Imho wird das nicht passieren, leider... Ausnahme wäre, wenn bekannte Firmen, damit anfangen. Dann würden vllt andere nachziehen.

    Gruß
    Don06



  • TheToast schrieb:

    Welches neue Computerspiel kostet denn 100 Euro?

    Hab bei Saturn schon öfters welche für 80 Euro gesehen, "Two Worlds" z.B. letztens. Ein paar seltene male halt auch Spiele für 95 Euro und das waren alles keine Sammler-Editionen 😕

    Don06 schrieb:

    Ausserdem wollte Badestrand ja nur deutlich machen, dass Firmen durch niedrigere Preise und Vertrieb übers Internet, ihre Einnahmen halten und gleichzitig ihre Ausgaben senken könnten. Damit wären sowohl der Kunde (günstigere Preise) als auch die Firmen (unterm Strich größere Gewinne) zufrieden.

    Genau das 🙂



  • ja wahrscheinlich gehts eher in richtung onlineaktivierung und vertrieb über systeme a la steam... siehe bioshock

    allerdings find ich 50 euro vollkommen in ordnung für spiele auf dem level eines half-life 2 oder warcraft 3



  • Sovok schrieb:

    allerdings find ich 50 euro vollkommen in ordnung für spiele auf dem level eines half-life 2 oder warcraft 3

    du bist dann aber bestimmt auch so einer der doof rumheult windows sei zu teuer dafür dass windows nur müll ist etc. etc. pp.



  • nö windows is nich unbedingt zu teuer im bezug auf die arbeit die drinsteckt ich finds nur beispielsweise sehr unverschämt, dass die jungs meine lizenz gesperrt haben als ichs auf meinem zweiten rechner installiert hab



  • glaub das liegt schlicht daran, dass microsoft sowas nicht mehr erlaubt 😃 EULA lesen 😉



  • ach ne
    ändert nix daran dasses verdammt unverschämt is



  • thordk schrieb:

    😃 EULA lesen 😉

    Die EULA haben in Deutschland meist absolut keine rechtliche Bindungskraft. Ob man sie akzeptiert oder nicht ist in vielen Fällen absolut irrelevant.

    @Topic
    Ich denke nicht, dass OpenSource grundsätzlich ein +-Argument ist.
    Man siehe z.B. Photoshop. Damit kann ich gut, zuverlässig und äußerst stabil (es ist mir in 5 Jahren nicht ein mal abgestürzt) die komplexesten Graphiken erstellen. Alles, was ich will halt. Selbst wenn Adobe die Produktlinie nun einstellen sollte - Was ändert das daran, dass ich mit der Software alles das tun kann, wofür ich sie brauche?
    Auf lange Sicht wäre es ärgerlich, aber für mich nicht tragend.



  • árn[y]ék schrieb:

    @Topic
    Ich denke nicht, dass OpenSource grundsätzlich ein +-Argument ist.
    Man siehe z.B. Photoshop. Damit kann ich gut, zuverlässig und äußerst stabil (es ist mir in 5 Jahren nicht ein mal abgestürzt) die komplexesten Graphiken erstellen. Alles, was ich will halt. Selbst wenn Adobe die Produktlinie nun einstellen sollte - Was ändert das daran, dass ich mit der Software alles das tun kann, wofür ich sie brauche?
    Auf lange Sicht wäre es ärgerlich, aber für mich nicht tragend.

    seh ich in dem fall auch so
    ich benutz immernoch die 6er version von photoshop und hab überhaupt kein interesse an nem update



  • Hi,

    das Musterbeispiel eines "Edlen Programms" ist für mich in weiten Teilen die Textverarbeitung WordPerfect. Vor allem die älteren Versionen.
    Das programm macht genau das was ich davon erwarte. So wie ich etwas gestalte sieht es auch nach dem Speichern und wieder Öffnen noch aus. Da springen keine Bilder weg und sonstwas. Das Program fischt nicht im trüben, sondern JEDES Steurzeichen ist bei Bedarf im Steuerzeichenbildschirm erkennbar, ich kann ein Programm abwechselnd mit Verion 6.x und 11.x bearbeiten ohne Veränderungen oder Verluste, das Dateiformat wurde einmal wirklich durchdacht erstellt und beibehalten. die Gestaltungsmöglichkeiten sind extrem vielfältig und trotzdem übersichtlich und ich kann bequem auf die Maus verzichten und praktisch alles mit Tastenkommandos realisieren. Was will man mehr.

    Ansonsten gehe ich hir nicht mit allen konform. Im Zeitalter von TByte-Platten und GByte-Ram ist die absolute Größe eines Programms eigentlich fast zweitrangig.
    Allerdings wäre es schön, wenn das Programm ein vernünftiges Laufzeitverhalten aufweist. Seltsamerweise bringen immer noch Programme selbst den schnellsten Rechner an seine Grenzen.

    Die ganzen Portablitätsforderungen sind aus meiner Sicht komplette Schnickschnack. We von all den vielen Nutzern bearbeitet denn wirklich die gleichen aufgaben sowohl unter Linux als auch unter Windows?
    Früher gabs mal Küchenmaschinen, mit denen man auch Staubsaugen konnte, ist man wieder von abgekommen, warum wohl?

    Installationsroutinen sind aus meiner Sicht ein Grundübel. Programme die sich nichts merken müssen sollten von jedem Medium laufen und alles drin haben, was sie brauchen. Für alle anderen gilt, daß die Beste Installationsroutine ein Selbstentpackendes Archiev ist, das eventuell noch ein wenig Hilfestellung beim auswählen des Installationsverzeichnises bietet. Ein Programmverzeichnis mit ggf Unterverzeichnissen, in dem ALLES drin ist muß reichen. Es besteht heute kein Grund mehr, Bibliotheken mehrfach zu nutzen. Irgendwelche Zumüllungen in Systemverzeichnis, Ini-Dateien und Registry sind absoluter Schwachsinn, solange die Daten nicht auch von anderen damit zusammenarbeitenden Programmen gebraucht werden.

    Wichtig ist, daß das programm auf jeder Win95 und später Umgebung läuft, durch einfaches Auspacken installiert und durch löschen des Verzeichnisses wieder Rückstandslos entfernt werden kann ohne den Rechner langsam aber sicher zu vermpüllen und ohne Abhängigkeiten und gegenseitige Beeinflussung mit anderen Programmen.

    Auch sollte, wo es eingermaßen Sinn macht, es möglich sein, eine weitere modifizierte Version des programms in einem anderen Ordner durch noch mal installieren oder auch einfaches Kopieren des Verzeichnisses möglich sein.

    Gruß Mümmel das Mümmel



  • muemmel schrieb:

    Ein Programmverzeichnis mit ggf Unterverzeichnissen, in dem ALLES drin ist muß reichen. Es besteht heute kein Grund mehr, Bibliotheken mehrfach zu nutzen.

    und so schleppt man dann Jahre lang dieselben alten Sicherheitslücken in den Bibliotheken rum 👍


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