"Gotteslästerung" - §166 des StGB verschärfen?
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Undertaker schrieb:
doch, 'es gibt keinen beweis, trotzdem existiert es' ist genau so falsch wie 'es gibt keinen beweis, also existiert es nicht'

Ach so, den Part meinst du. Ja, wobei es wohl auch nicht viele geben wird die die Existenz Gottes, zumindest eines nicht näher definierten, generischen Gottes, völlig ausschließen. (Wobei dies bei vielen, sicher nicht allen, Gläubigen anders herum nicht zu gelten scheint.)
Es sieht vielleicht nur manchmal so aus, weil es schlicht keinen Grund gibt die Gott-Hypothese ernst zu nehmen, da es keinerlei Hinweis auf so ein Wesen gibt und alle bisher konkret vorgestellten Varianten tendenziell eher nicht existieren oder selbst wenn sie existierten komplett irrelevant wären.
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Undertaker schrieb:
man kann es auch so markieren:
Man kann auch jedes zweite Wort markieren und irgendeine Bedeutung hineininterpretieren.
Wie ich es gemeint habe steht jedenfalls oben. 
Undertaker schrieb:
das würde ja bedeuten, dass man durch beweise dinge herbeizaubern kann und eine solche aussage ist einfach nicht richtig.
Du darfst das nicht so wörtlich nehmen.
Es ist nun mal gängige Praxis unter Wissenschaftlern Dinge erst dann als existent zu betrachten, bis deren Existenz bewiesen ist. Bestes Beispiel Quarks. Bis man deren Existenz bewiesen hat, waren sie nur ein mathematisches Konstrukt, um Ordnung in den "Elementarteilchenzoo" zu bringen. 
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Ich verstehe ja Eure Begeisterung dafür, einen Gegenbeweis zur Existenz Gottes zu führen, aber ein bißchen einfach gestrickt ist die Argumentation schon.
Man muß nur mal annehmen, daß Gott z.B. für den Urknall verantwortlich war, d.h. er hat ihn angestossen. Damit wäre die Existenz des Universums quasi ein Beweis für Gottes Existenz, aber Gott selbst wäre als Objekt außerhalb des Universums für uns nicht greifbar und damit beweisbar. Schon funktionieren so Sachen wie "existiert nicht, bis Existenz bewiesen" nicht mehr.
Es ist irgendwie überflüssig um die Existenz von Dingen zu streiten, an die nahezu 100% der Menschen GLAUBEN. Der Glaube braucht keinen Existenzbeweis Gottes, also ist die Überlegung dazu nur ein nettes Logikspiel, hat aber keine Bedeutung.
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Marc++us schrieb:
Man muß nur mal annehmen, daß Gott z.B. für den Urknall verantwortlich war, d.h. er hat ihn angestossen. Damit wäre die Existenz des Universums quasi ein Beweis für Gottes Existenz, ...
Was übersetzt nichts anderes heißt als "falls Gott für den Urknall verantwortlich war, existiert er". Absolute Zustimmung (abgesehen davon dass die Existenz des Universum nicht einmal näherungsweise ein Beweis dafür ist), aber das bringt uns nicht wirklich weiter, oder?
Traurig nur dass manche so etwas tatsächlich als Gottesbeweis ansehen.
Marc++us schrieb:
... aber Gott selbst wäre als Objekt außerhalb des Universums für uns nicht greifbar und damit beweisbar.
... womit er gleichzeitig auch völlig irrelevant für uns wäre.
Marc++us schrieb:
Schon funktionieren so Sachen wie "existiert nicht, bis Existenz bewiesen" nicht mehr.
Ich denke (hoffe) dass die meisten hier dies nicht als Beweis der Nichtexistenz ansehen, sondern schlicht meinen dass es keinen Grund gibt die Existenz anzunehmen solange es nicht den Hauch eines Hinweises gibt (sondern nur lauter Hinweise dagegen).
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Mal was ganz anderes:
Jesus-Karikaturen sollen verboten werden, aber das sich Muslime über Mohamed-Karikaturen aufregen kann keiner nachvollziehen, irgendwas stimmt da doch nicht, sie wollen das ihre Religion ernst genommen wird und bringen diesen geforderten Respekt keiner anderen Religion entgegen.
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finix schrieb:
Undertaker schrieb:
doch, 'es gibt keinen beweis, trotzdem existiert es' ist genau so falsch wie 'es gibt keinen beweis, also existiert es nicht'

Ach so, den Part meinst du. Ja, wobei es wohl auch nicht viele geben wird die die Existenz Gottes, zumindest eines nicht näher definierten, generischen Gottes, völlig ausschließen. (Wobei dies bei vielen, sicher nicht allen, Gläubigen anders herum nicht zu gelten scheint.)
Es sieht vielleicht nur manchmal so aus, weil es schlicht keinen Grund gibt die Gott-Hypothese ernst zu nehmen, da es keinerlei Hinweis auf so ein Wesen gibt und alle bisher konkret vorgestellten Varianten tendenziell eher nicht existieren oder selbst wenn sie existierten komplett irrelevant wären.
es gibt jedenfalls 'ne menge erscheinungen in der natur, die aus menschlicher sicht, nur mit bewusstem, planvollen handeln möglich sind. naja, wer weiss, vielleicht gibt es doch sowas wie eine 'übernatürliche intelligenz' oder mehrere davon. trotzdem lange kein grund, diese als 'götter' zu personalifizieren. vor allem götter, die weise und allmächtig sind und den menschen nur gutes wollen.

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Die Frage ist ja auch relativ unwichtig. Für Dinge die unsichtbar, unmessbar und außerhalb unserer Einflusssphäre liegen lassen sich nun mal keine Beweise oder Gegenbeweise finden. Ist bei den Voraussetzungen ja auch nicht anders möglich
. (Aber andererseits muss man bei den Voraussetzungen auch einfach sagen: Wen Interessierst 's? Ein unsichtbares, unmessbares Ding außerhalb unserer Einflusssphäre interessiert mich nen ziemlich feuchten ...)Wesentlich wichtiger wäre doch die Frage, ob so ein Gesetz nötig wäre. Warum sollten Religionen einen besonderen Schutz haben? Warum nicht zum Beispiel Ostfriesen oder Blondinen, deren Existenz man sogar relativ leicht beweisen könnte. Und wenn wir anfangen hier und da ein wenig an der Meinungs-/Pressefreiheit rum zu schneiden, wo hören wir am Ende auf?
(Und ja ich weiß, es gibt schon zahlreiche Einschnitte. Aber diese Befürworte ich ja nicht!)
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Marc++us schrieb:
Es ist irgendwie überflüssig um die Existenz von Dingen zu streiten, an die nahezu 100% der Menschen GLAUBEN. Der Glaube braucht keinen Existenzbeweis Gottes, also ist die Überlegung dazu nur ein nettes Logikspiel, hat aber keine Bedeutung.
Genau das ist der springende Punkt.

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Undertaker schrieb:
es gibt jedenfalls 'ne menge erscheinungen in der natur, die aus menschlicher sicht, nur mit bewusstem, planvollen handeln möglich sind.
Wie wär's mit ner Runde Tabu?
Nenne mir ein Beispiel solcher Erscheinungen.
Tabu:
- Argumentum ad ignorantiam
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this->that schrieb:
Marc++us schrieb:
Es ist irgendwie überflüssig um die Existenz von Dingen zu streiten, an die nahezu 100% der Menschen GLAUBEN. Der Glaube braucht keinen Existenzbeweis Gottes, also ist die Überlegung dazu nur ein nettes Logikspiel, hat aber keine Bedeutung.
Genau das ist der springende Punkt.

Und nun? Wie folgt daraus dass dieser Glaube respektiert oder gar geschützt werden sollte?
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Ich finde es ziemlich arrogant von den Erwachsenen, die jungen Gläubigen immer erzählen, dass der Weihnachtsmann nicht existiert, obwohl sie das nicht beweisen können.

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finix schrieb:
this->that schrieb:
Marc++us schrieb:
Es ist irgendwie überflüssig um die Existenz von Dingen zu streiten, an die nahezu 100% der Menschen GLAUBEN. Der Glaube braucht keinen Existenzbeweis Gottes, also ist die Überlegung dazu nur ein nettes Logikspiel, hat aber keine Bedeutung.
Genau das ist der springende Punkt.

Und nun? Wie folgt daraus dass dieser Glaube respektiert oder gar geschützt werden sollte?
Dazu hat keiner von uns was gesagt.
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finix schrieb:
this->that schrieb:
Marc++us schrieb:
Es ist irgendwie überflüssig um die Existenz von Dingen zu streiten, an die nahezu 100% der Menschen GLAUBEN. Der Glaube braucht keinen Existenzbeweis Gottes, also ist die Überlegung dazu nur ein nettes Logikspiel, hat aber keine Bedeutung.
Genau das ist der springende Punkt.

Und nun? Wie folgt daraus dass dieser Glaube respektiert oder gar geschützt werden sollte?
Nix und nun. Manche glauben dran und manche nicht. Weder das eine noch das andere ist schlecht.
Wieso muss aus ner Tatsache immer was gefolgert oder sie bewertet werden. Nimm es einfach so hin und fertig.
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Marc++us schrieb:
Dazu hat keiner von uns was gesagt.
Ich habe ja auch nicht dich, sondern this->that zitiert. Naja, ich hab mal nachgesehen und auch er hat tatsächlich nichts dergleichen behauptet - ich hatte bloß den Eindruck gehabt, ausgehend von seiner persönlichen Definition von Existenz à la "für Phantasten gibt es einen Gott".
Aber die Frage bzw die Antwort darauf würde mich wirklich mal interessieren, sind ja immerhin 4 Ja-Stimmen mittlerweile.
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this->that schrieb:
Manche glauben dran und manche nicht. Weder das eine noch das andere ist schlecht.
Genau genommen ist der Glaube an einen oder mehrerer Götter schlecht, denn wegen ungleicher Gottesbilder wurden (und werden immer noch) viele (Bürger-)Kriege geführt.
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this->that schrieb:
Nix und nun. Manche glauben dran und manche nicht.
Siehe oben; ich dachte irrtümlich du wärst eine der Ja-Stimmen.
this->that schrieb:
Weder das eine noch das andere ist schlecht.
Das bildest du dir nur ein.
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..
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Fye schrieb:
this->that schrieb:
Manche glauben dran und manche nicht. Weder das eine noch das andere ist schlecht.
Genau genommen ist der Glaube an einen oder mehrerer Götter schlecht, denn wegen ungleicher Gottesbilder wurden (und werden immer noch) viele (Bürger-)Kriege geführt.
Das ist doch Quatsch. Hast du schonmal die "Go God Go…"-South-Park-Folgen gesehen? Menschen finden /immer/ einen Grund, sich gegenseitig mal so richtig eins auf die Fresse zu geben (zB waren die beiden Weltkriege nicht religiös motiviert). Und dazu ist alles geeignet, wofür sich genügend militante Vertreter finden lassen.
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finix schrieb:
Undertaker schrieb:
es gibt jedenfalls 'ne menge erscheinungen in der natur, die aus menschlicher sicht, nur mit bewusstem, planvollen handeln möglich sind.
Wie wär's mit ner Runde Tabu?
Nenne mir ein Beispiel solcher Erscheinungen.z.b. entstehung eines lebewesens. ein übernatürliches wesen hält den genetischen bauplan in der hand und sagt den atomen, welche zellen sie bilden und wo sich diese hinbewegen sollen, damit sich gliedmassen und organe bilden.

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Erhard Henkes schrieb:
Man könnte dabei aus geschichtlicher Sicht bedenken, dass z.B. gerade religiös oder weltanschaulich motivierte Personen zu den entschiedensten Gegnern des NS-Regimes gehörten. Besonders standhafte Gruppen waren z.B. die Zeugen Jehovas, einige christliche Geistliche (Religion), aber auch Kommunisten (Weltanschauung).
Und die Nazis waren nicht "religiös oder weltanschaulich motiviert"? Lieber nichts schlechtes über die sagen, oh oh!