"Gotteslästerung" - §166 des StGB verschärfen?
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otze schrieb:
Im namen dieser entität wurden so unglaubliche Gräuel begangen,
Man müßte mal die positiven Dinge, zu denen die Entität beigetragen hat, gegenrechnen. Vielleicht wäre die Bilanz ja gar nicht so schlecht.
Du müßtest ja in Betracht ziehen, daß alle Gläubigen, die an den Gräueln nicht teilgenommen haben, positiv von der Entität beeinflusst wurden.
Das ist ein wenig so wie die jetzt aktuelle Debatte daß man sagt, der Islam ist nicht gleich Terror, weil ja nicht jeder Moslem Terrorist ist. Die paar radikalen Prozent prägen das Meinungsbild, aber wie sieht's insgesamt aus?
Dann rechnen wir noch mal die Leute aus den polytheistischen Religionen, die naturgemäß friedlicher sind, da sie keinen Konkurrenzkampf der Götter ausfechten müssen, dazu.
Ich glaube Du siehst das zu emotional.
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Marc++us schrieb:
Ich will eigentlich darauf raus, daß der Beweis über Existenz oder Nicht-Existenz Gottes völlig irrelevant für das Leben ist.
Ja, aber nur weil die Gläubigen in diesem Punkt völlig resistent gegen Logik und Vernunft sind. Das ist nicht so abwertend gemeint wie es klingt, sondern diese Frage läuft einfach auf einer anderen Ebene ab.
Marc++us schrieb:
Fraglich sogar, ob er überhaupt führbar ist, da er immer ein Backdoor hat: immer, wenn jemand Gott wissenschaftlich hinterfragen will, bleibt die Hintertür, daß Gott als Alleserschaffer sich dafür einen Kniff ausgedacht hat, um die wissenschaftliche Hinterfragung auszutricksen. Er kann also sogar einen Gegenbeweis seiner Existenz als Prüfung der Gläubigen bauen.
Ganz beliebt bei Kreationisten: Gott lässt das Universum alt aussehen und hat Fossilien vergraben um den Glauben zu prüfen.
Marc++us schrieb:
Ganz philosophisch gesprochen stelle ich fest, daß der wahre Gottesbeweis im Inneren eines jeden stattfindet - nämlich durch die Entscheidung, ob man an Gott glaubt oder nicht. Glaubt man, so existiert er. Glaubt man nicht, so existiert er nicht. Das ist letztlich der Gottesbeweis.
Da hätte ich kein Problem mit, allerdings läuft es meist darauf hinaus dass diese Überzeugungen nicht im Inneren eines jeden selbst bleiben.
Marc++us schrieb:
Aber eine wissenschaftliche Theorie dafür aufzubauen halte ich irgendwie für albern.
Das macht ja im Grunde auch niemand. Sowas ist eher ein Nebeneffekt des allgemeinen wissenschaftlichen Fortschritts - bei bestimmten religiösen Behauptungen stellt sich ganz einfach heraus dass sie tatsächlich ... nicht der Wahrheit entsprechen.
(Und die Nichtexistenz Gottes ist ja auch nicht das vordringliche Argument gegen §166, zumindest nicht meinerseits; da geht's ja weniger um Gottes Existenz als um die Befindlichkeiten seiner Anhänger.)
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this->that schrieb:
Nix und nun. Manche glauben dran und manche nicht. Weder das eine noch das andere ist schlecht.
Aber das eine hat (am stärksten in seiner monotheistischen Ausprägung) sehr wohl eine massive und starke Tendenz in die schlechte Richtung. Siehe dazu auch die hasserfüllten Augen des Herrn Deschner. Ein Film der trotz der suggestiven Aufmachung eine große Fakten- und Argumentenfülle vorbringt, die deiner Sicht klar widerspricht.
.filmor schrieb:
Das ist doch Quatsch. Hast du schonmal die "Go God Go…"-South-Park-Folgen gesehen? Menschen finden /immer/ einen Grund, sich gegenseitig mal so richtig eins auf die Fresse zu geben (zB waren die beiden Weltkriege nicht religiös motiviert). Und dazu ist alles geeignet, wofür sich genügend militante Vertreter finden lassen.
Und weil zu schnell Auto fahren schlecht ist, kann man auch betrunken Auto fahren. Merkst du was? Eine schlechte Sache wird nicht durch eine andere schlechte Sache entschuldigt. So auch hier. Man kann es auch explizit formulieren: wenn Menschen bereits einen Hang, sich "eins auf die Fresse zu geben", haben, ist es dann wirklich sinnvoll ihnen in Form monotheistischer Religionen auch noch vermeintlich gute Gründe dafür zu liefern?
Undertaker schrieb:
erklären kann man aber weder das eine noch das andere. zudem ist ja nicht gesagt, dass 'bob der baumeister' auch von anderen gebieten was versteht. vielleicht ist er einzig und allein dazu da, leben weiterzuentwickeln und immer komplexere, hochintegrierte wesen zu schaffen bzw. dafür zu sorgen, dass sie sich weiterentwickeln? andererseits ist er vielleicht zu doof dazu, eine bierflasche zu öfnnen.
Ich sagte es schon öfters und sage es wieder: Wissenschaftstheorie! Spätestens wenn es um Aussagen außerhalb der Mathematik geht, ist das das beste Werkzeug um zwischen Aussagen zu entscheiden bzw Aussagen zu bewerten. Warum deine "Gegenüberlegungen zur Wissenschaft" ganz klar ziemlich schlecht sind, ist der einfachste Fall und ein berühmtes Stichwort dazu wurde ja schon genannt: Occams Rasiermesser.
Marc++us schrieb:
Das ist ein wenig so wie die jetzt aktuelle Debatte daß man sagt, der Islam ist nicht gleich Terror, weil ja nicht jeder Moslem Terrorist ist. Die paar radikalen Prozent prägen das Meinungsbild, aber wie sieht's insgesamt aus?
Siehe auch obigen Link. Es gibt sehr wohl gläubige Menschen, die ihren Glauben selbst zusammenschustern und von ihrer Religion nur die guten Dinge herauspicken. Normalerweise stellen diese Menschen auch die Mehrheit der gläubigen Bevölkerung, aber ein Verdienst monotheistischer Religionen ist das sicher nicht.
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Wieso finden sich eigentlich gerade im Informatikumfeld soviele radikale Atheisten? Die Menge der reellen Zahlen ist auch nicht mit Computern darstellbar, trotzdem haben sie einen höheren Beliebtheitsgrad.
Edit: Soziale Abstumpfung und der Hang zu Atheismus?

MfG SideWinder
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SideWinder schrieb:
Wieso finden sich eigentlich gerade im Informatikumfeld soviele radikale Atheisten?
Cause the rational smell.
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finix schrieb:
Ja, aber nur weil die Gläubigen in diesem Punkt völlig resistent gegen Logik und Vernunft sind. Das ist nicht so abwertend gemeint wie es klingt, sondern diese Frage läuft einfach auf einer anderen Ebene ab.
Ich sehe nicht was das mit Resistenz gegen Logik zu tun hat. Wo ist denn nun die Logik die die Existenz Gottes ausschließt? Ach die gibt's nicht? Warum sollte man dann da resistent sein?
Klar, klingt natürlich rational, aufgeklärt und erwachsten. Letztlich entspringt Deine "Logik" aber nur dem tiefen Glauben daran dass ein Gott eben nicht existiert. Wenn Du mit diesem Glauben besser kannst -- prima, mir geht's genauso. Aber das hat sicherlich weder was mit Dummheit, Ungebildetheit oder Logikresistenz bei andersgläubigen zu tun.
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minhen schrieb:
Undertaker schrieb:
erklären kann man aber weder das eine noch das andere. zudem ist ja nicht gesagt, dass 'bob der baumeister' auch von anderen gebieten was versteht. vielleicht ist er einzig und allein dazu da, leben weiterzuentwickeln und immer komplexere, hochintegrierte wesen zu schaffen bzw. dafür zu sorgen, dass sie sich weiterentwickeln? andererseits ist er vielleicht zu doof dazu, eine bierflasche zu öfnnen.
Ich sagte es schon öfters und sage es wieder: Wissenschaftstheorie! Spätestens wenn es um Aussagen außerhalb der Mathematik geht, ist das das beste Werkzeug um zwischen Aussagen zu entscheiden bzw Aussagen zu bewerten. Warum deine "Gegenüberlegungen zur Wissenschaft" ganz klar ziemlich schlecht sind, ist der einfachste Fall und ein berühmtes Stichwort dazu wurde ja schon genannt: Occams Rasiermesser.
hey, gut erkannt. ich bin wahrscheinlich der unwissenschaftlichste diskussionsteilnehmer weit und breit in auf diesem board. mich stört's nicht. ich liebe diffuses, unpräzises zeug. ich hoffe, ihr kommt damit klar

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net, von woher kommt das zitat aus deiner signatur? ich kenne das irgendwoher.
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Interessiert zwar keinen, aber wisst ihr was ich hasse?
Wunschdenken!!! *GRRR*
(Vielleicht versteht sogar jemand, was ich meine. :p)
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SideWinder schrieb:
Wieso finden sich eigentlich gerade im Informatikumfeld soviele radikale Atheisten? Die Menge der reellen Zahlen ist auch nicht mit Computern darstellbar, trotzdem haben sie einen höheren Beliebtheitsgrad.
Edit: Soziale Abstumpfung und der Hang zu Atheismus?

MfG SideWinder
Typisch.
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SideWinder schrieb:
Wieso finden sich eigentlich gerade im Informatikumfeld soviele radikale Atheisten? Die Menge der reellen Zahlen ist auch nicht mit Computern darstellbar, trotzdem haben sie einen höheren Beliebtheitsgrad.
Edit: Soziale Abstumpfung und der Hang zu Atheismus?

MfG SideWinder
was hat denn soziale abstumpfung mit dem nicht-glauben an gott zu tun?

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TravisG schrieb:
net, von woher kommt das zitat aus deiner signatur? ich kenne das irgendwoher.
ich hab' das aus irgend so'nem 'blog' rausgefischt. fand das gut (hab's aber anderswo auch schon mal gelesen).
Mr. N schrieb:
Interessiert zwar keinen, aber wisst ihr was ich hasse?
Wunschdenken!!! *GRRR*
(Vielleicht versteht sogar jemand, was ich meine. :p)nö, erzähl...

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Jester schrieb:
finix schrieb:
Ja, aber nur weil die Gläubigen in diesem Punkt völlig resistent gegen Logik und Vernunft sind. Das ist nicht so abwertend gemeint wie es klingt, sondern diese Frage läuft einfach auf einer anderen Ebene ab.
Ich sehe nicht was das mit Resistenz gegen Logik zu tun hat. Wo ist denn nun die Logik die die Existenz Gottes ausschließt? Ach die gibt's nicht? Warum sollte man dann da resistent sein?
Klar, klingt natürlich rational, aufgeklärt und erwachsten. Letztlich entspringt Deine "Logik" aber nur dem tiefen Glauben daran dass ein Gott eben nicht existiert. Wenn Du mit diesem Glauben besser kannst -- prima, mir geht's genauso. Aber das hat sicherlich weder was mit Dummheit, Ungebildetheit oder Logikresistenz bei andersgläubigen zu tun.
Ich habe das "in diesem Punkt" jetzt nochmal hervorgehoben, und dass ich nicht alle Gläubigen als dumm hinstelle habe ich auch bereits gesagt.
Der Punkt ist dass in den allermeisten Fällen rationale Argumente gegenüber Gläubigen absolut nichts bringen, genau wie Anekdoten von persönlichen Erfahrungen oder Erleuchtungen gegenüber Nichtgläubigen erfolglos sind.
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nö, erzähl... schrieb:
Undertaker
Ich vermute, dass Wunschdenken ein wichtiger Faktor im üblichen Glaube an Götter ist. Diese Vermutung basiert auf Indizien.
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TravisG schrieb:
net, von woher kommt das zitat aus deiner signatur? ich kenne das irgendwoher.
Google is your friend: http://www.bitwiese.de/
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finix schrieb:
Der Punkt ist dass in den allermeisten Fällen rationale Argumente gegenüber Gläubigen absolut nichts bringen, genau wie Anekdoten von persönlichen Erfahrungen oder Erleuchtungen gegenüber Nichtgläubigen erfolglos sind.
Schöne Analogie. Wenn Du jetzt noch einsiehst, dass das nix mit Logikresistenz zu tun hat, sind wir uns einig.

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Mr. N schrieb:
nö, erzähl... schrieb:
Undertaker
Ich vermute, dass Wunschdenken ein wichtiger Faktor im üblichen Glaube an Götter ist. Diese Vermutung basiert auf Indizien.
klar, das schafft götter. steinzeitmenschen sehen, wie ein blitz einen wald in brand steckt und - schwupps - die götter waren das. halunken wie jesus, mohammed, joseph smith usw. machen sich zu 'propheten' und dann geht das chaos erst richtig los.

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Jester schrieb:
finix schrieb:
Der Punkt ist dass in den allermeisten Fällen rationale Argumente gegenüber Gläubigen absolut nichts bringen, genau wie Anekdoten von persönlichen Erfahrungen oder Erleuchtungen gegenüber Nichtgläubigen erfolglos sind.
Schöne Analogie. Wenn Du jetzt noch einsiehst, dass das nix mit Logikresistenz zu tun hat, sind wir uns einig.

Nachdem sich die Logik als mathematische Disziplin im Grunde nicht die Bohne für die Realität interessiert, ist klar, dass man auch in diesem Sinne logisch handeln und denken kann obwohl dem Glauben und Handeln zweifelhafte Überzeugungen zugrunde liegen. Es gibt aber noch ein umgangssprachliches Verständnis von Logik, welches sich sehr wohl um die Realität und die Inhalte sprich für Hypothesen und Theorien interessiert. Und das geht in die Richtung Wissenschaftstheorie bzw ist selbige. Und diesem Verständnis nach sind Gläubige in zentralen Punkten sehr wohl logikresistent. Ihr habt also beide recht

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minhen schrieb:
Es gibt aber noch ein umgangssprachliches Verständnis von Logik, welches sich sehr wohl um die Realität und die Inhalte sprich für Hypothesen und Theorien interessiert. Und das geht in die Richtung Wissenschaftstheorie bzw ist selbige. Und diesem Verständnis nach sind Gläubige in zentralen Punkten sehr wohl logikresistent. Ihr habt also beide recht

Oh, das ist jetzt abenteuerlich. Du führst also die schwammige Logik-Definition (wissenschaftstheoretisch eine Katastrophe) ins Feld um dann den Leuten, die nach dieser Definition nicht logisch arbeiten mittels Wissenschaftstheorie Logikresistenz nachzuweisen... klingt äh unlogisch.

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Jester schrieb:
minhen schrieb:
Es gibt aber noch ein umgangssprachliches Verständnis von Logik, welches sich sehr wohl um die Realität und die Inhalte sprich für Hypothesen und Theorien interessiert. Und das geht in die Richtung Wissenschaftstheorie bzw ist selbige. Und diesem Verständnis nach sind Gläubige in zentralen Punkten sehr wohl logikresistent. Ihr habt also beide recht

Oh, das ist jetzt abenteuerlich. Du führst also die schwammige Logik-Definition (wissenschaftstheoretisch eine Katastrophe) ins Feld um dann den Leuten, die nach dieser Definition nicht logisch arbeiten mittels Wissenschaftstheorie Logikresistenz nachzuweisen... klingt äh unlogisch.

Mich interessiert, wie deine offensichtlich stringente, wohl durchdachte, Weltsicht funktioniert.