Lizenzierungsmodell für Software und Überwachung wer Onlineupdate startet



  • Hi,

    ich möchte für meine Software eine Art Lizenzierung erstellen.
    Grundsätzlich würde ich es so angehen:

    1. Lizenzdatei erstellen mit einem persönlichen Hashwert des
    Lizenznehmers = Lizenznummer (naja wird wohl auf 5 Stellen oderso
    geschrumpft werden müssen...noch keine Ahnung wie..)

    2. Datei wird eingelesen und Programm entgültig aktiviert.

    3. Lizenznummer wird im Supportfall abgefragt und bietet Rückschluss
    auf den Lizenznehmer.

    Mein zweites Problem bezieht sich auf einen Arbeitskollegen der im Außendienst
    tätig ist.

    Er hat die schlechte Angewohnheit die von mir für die Firma geschriebene
    Software privat (also hinterrücks am Chef vorbei) zu verkaufen.
    (Es geht nicht um die oben beschrieben Software mit Lizenzierung!)

    Warum auch immer...der Chef nimmt es hin, obwohl es ihn ärgert (naja, er ist
    halt einer von nur 3 Außendienstlern, die schwer ersetzbar sind in unserem
    Diensteleistungsbereich!!).

    Die Software geht meist for free zum Kunden. Was könnte ich bei dem Online-
    Update einbauen um zu loggen wer die Software wann nutzt? Ich dachte schon
    daran Rechnername, User, Datum, Uhrzeit und IP zu loggen.

    Das würde ich dann beim OnlineUpdate an unsere Website in einem PHP-Aufruf
    übergeben. Die PHP schreibt dann ganz einfach eine Textdatei mit den Infos.

    Was anderes fällt mir nicht ein. Es soll ja weder den Anwender auspionieren,
    noch irgendwie auffällig sein... Eine Verbindung beim Update zu unserer
    Homepage würde ja dann ohnehin bestehen.

    Habt ihr bessere Ideen? Wie gesagt nochmals mit dem Chef reden bringt absolut
    nichts. Man bringt sich damit nur selbst ins Schussfeld. 🙄



  • Redundante schrieb:

    ich möchte für meine Software eine Art Lizenzierung erstellen.
    Grundsätzlich würde ich es so angehen:

    1. Lizenzdatei erstellen mit einem persönlichen Hashwert des
    Lizenznehmers = Lizenznummer (naja wird wohl auf 5 Stellen oderso
    geschrumpft werden müssen...noch keine Ahnung wie..)

    2. Datei wird eingelesen und Programm entgültig aktiviert.

    3. Lizenznummer wird im Supportfall abgefragt und bietet Rückschluss
    auf den Lizenznehmer.

    Und was ist jetzt die konkrete Frage? 5stellige Lizenznummern kannst du dir übrigens schenken. Die kann selbst ein absoluter Noob in kurzer Zeit bruteforcen. Wobei ein "Profi" einfach die Abfrage noppen würde ...

    Zu deiner zweiten Frage: Rechtsberatung wirst du hier nicht bekommen. Da gibt es andere Foren, in denen du rechtliche Angelegenheiten abstrakt diskutieren kannst. Sobald die Situation jedoch auf dich selbst bezogen ist, wäre jede Antwort strafbar (Rechtsberatungsschutz) und könnte Marc++us Probleme machen.
    Ganz allgemein gilt: Wenn du die Rechte an einer Software besitzt, und diese von jemand anderem ohne dein Einverständnis verteilt wird (egal ob gegen Geld oder für Lau), kannst du selbstverständlich Anzeige erstatten bzw. Klage einreichen!



  • Wenn es doch nicht deine Firma ist und dein Chef das toleriert, warum machst du dir dann so viele Sorgen darum? Aber du kannst doch einfach die IPs loggen. Ansonsten könntest du in der Anwendung einbauen, dass Informationen wie der Rechnername (oder weitere Informationen über Netzwerk/Domain-Namen, wenn irgend welche SMB-Netzwerke bestehen oä) und die Mac-Adressen der eingebauten Netzwerkkarten an dich geschickt werden. Wenn du das mit der IP kombinierst, kannst du dann sicher die Software einem Kunden zu ordnen.

    Aber darüber musst du AFAIK den Kunden in der Datenschutzerklärung informieren! Und sprich das vor allem mit deinem Chef ab. Und denke vor allem daran, dass du eigentlich nicht den Kunden ärgern solltest, wenn ihr Interne Konflikte habt!

    árn[y]ék schrieb:

    Zu deiner zweiten Frage: Rechtsberatung wirst du hier nicht bekommen. Da gibt es andere Foren, in denen du rechtliche Angelegenheiten abstrakt diskutieren kannst. Sobald die Situation jedoch auf dich selbst bezogen ist, wäre jede Antwort strafbar (Rechtsberatungsschutz) und könnte Marc++us Probleme machen.
    Ganz allgemein gilt: Wenn du die Rechte an einer Software besitzt, und diese von jemand anderem ohne dein Einverständnis verteilt wird (egal ob gegen Geld oder für Lau), kannst du selbstverständlich Anzeige erstatten bzw. Klage einreichen!

    Hä, wo verlangt er denn bitte eine Rechtsberatung?



  • Er fragte, welche Schritte er unternehmen könnte. Da denke ich u.a. an rechtliche, denn alles, was er irgendwie tun kann, zieht rechtliche Konsequenzen nach sich (wie du ja schon erklärt hast) 😉
    Ein recht schmaler Grad hier, wenn du mich fragst.



  • Man muss nichtmals irgendetwas wie MAC Adressen auslesen.

    - Vergabe von personengebundenen Lizenzen.
    - Zusätzlich existiert eine zufällige Seriennummer.
    - Bei einem Update, oder der Suche nach Updates übermittelt das Programm Lizenz- und Seriennummer an den Server.
    - Dann bekommt es eine neue zufällige Seriennummer vom Server die sich der Server merkt.

    Falls nun jemand das Programm auf 2 Rechnern installiert, dann ist auf allen die Lizenznummer gleich, aber die immer wechselnde Seriennummer ist bei jeder Installation eine andere. Pro Lizenz existiert ja nur eine aktuelle Seriennummer.

    Z.B.
    Lizenznummer Z
    Seriennummer S
    Installationen auf Rechner A und B
    A macht Update ... übermittelt Z und S bekommt S1
    B macht Update ... übermittelt Z und S bekommt S2
    A macht Update ... übermittelt Z und S1 bekommt S3
    B macht Update ... übermittelt Z und S2 bekommt S4
    usw.

    Es fällt also auf, wenn unter einer Lizenz mehrere Seriennummern existieren.

    Umgehen kann man das zwar indem man nach jedem Update, bzw. jeder Suche nach Updates, die Seriennummer in allen anderen Installationen ersetzt, aber das bedeutet für viele zu viel Arbeit.
    (Insbesondere wenn eine Lizenz über P2P verteilt wird ;))



  • árn[y]ék schrieb:

    Er fragte, welche Schritte er unternehmen könnte. Da denke ich u.a. an rechtliche, denn alles, was er irgendwie tun kann, zieht rechtliche Konsequenzen nach sich (wie du ja schon erklärt hast) 😉
    Ein recht schmaler Grad hier, wenn du mich fragst.

    Das hat aber nichts mit Rechtsberatung zu tun. Alles was wir machen kann irgend welche rechtlichen Konsequenzen haben. Daher ist aber nicht jede Frage danach eine Rechtsberatung!



  • Korrekt Rüdiger. Von einer Rechtsberatung war hier nirgends die Rede 🙄

    Die Frage war: Wie erstelle ich einen sinnvollen Lizenzkey.
    Die Frage war nicht, ob das jemand leicht knacken kann 👎

    Die Frage war: Welche Systeminfos kann ich abgreifen, damit ich user im
    Onlineupdate identifizieren kann (und somit ungültige oder mehrfache Updates
    durch verschiedene Keys erkennen kann).
    Die Frage war nicht: Bekomme ich hier bitte bitte eine Rechtsberatung.

    Auch hier gilt: Wer lesen kann ist klar im Vorteil 😉

    Aber @ Rüdiger: Vielen Dank für den Tipp mit den AGB / Datenschutzerklärung.
    Das werde ich dann auch so beim Chef vorschlagen, sobald ich die Lizenzierung durchgedrückt habe.

    Mein netter Kollege hat, wie ich heute erfahren habe, übrigens schon private
    Verkäufe angeleiert...manche lernen es nie!! 😡



  • Was ist mit meinem Vorschlag? 😃

    Und da fällt mir doch gleich noch ne Frage ein.
    Was hast du denn dagegen wenn der Typ die Software privat vertickt? Mir wäre sowas eigentlich egal, ist die Sache vom Chef, solange ich nicht drunter leide. Da würde es mir vollkommen latte sein wenn einer durch sowas seinen Job riskiert, der Chef scheint ja auch nicht gerade begeistert zu sein.



  • Der Chef hält aber still..ist auch erst frisch an die "Macht" gekommen.
    Außendienstler mit Spezialwissen gibt es in D in diesem Bereich praktisch
    kaum! Sich das Wissen aneignen kann man, dauert aber locker 3-4 Jahre
    (und auch nur dann, wenn man einen hat von dem man lernen kann).

    Was mich daran stört ist, dass der Außendienstler mit meinem Produkt
    Geld schaufelt und frech davon kommt. Mich ärgert dabei auch, dass er
    ohnehin schon das doppelte verdient und ich hier um jeden Cent feilschen muss.

    Mein Chef ist zu ängstlich was dagegen zu unternehmen und zu geizig diejenigen,
    die die Kernarbeit leisten, richtig zu bezahlen.

    Wenn sich beruflich was neues ergeben sollte hat er ohnehin ein Problem.
    Softwareentwicklung ist nicht das Gebiet unserer Firma. Durch mich wird
    es aber immer mehr dazu 🙄

    Bin ich weg, braucht er jemanden, der die Projekte weitermachen kann.
    Und da darf er dann richtig in die Tasche greifen 🤡 👍

    Das werde ich ihm, wenn die neue Software fertig ist, auch mal ganz deutlich
    unter die Nase reiben.



  • Oh, ganz vergessen:

    Deinen Vorschlag finde ich übrigens sogar sehr gut.
    Ich werde mich teilweise daran orientieren 👍


Anmelden zum Antworten