Warum gibts es soviel Freeware?



  • Mit Software Geld zu verdienen ist doch ganz normal. Was nicht normal ist, sind die Praktiken der Softwarefirmen. Sie verlangen quasi fuer nichts Geld, denn die Software zu kopieren kostet nichts.

    Aber Geld verdienen und Open Source schließt sich ja nicht aus. Bei vielen großen Open Source Projekten gibt es in der Regel mehrere Leute die für ihre Arbeit dadran bezahlt werden. Gerade große Firmen wie IBM, Google, AMD, Intel, Apple, HP etc. investieren oft viel Geld in Open Source Projekte. Da funktioniert das System einfach. Jeder bekommt was und (fast) jeder gibt was. Dann darf man auch nicht die Unis vergessen, an denen ja auch viel Open Source Software entwickelt wird.

    Wenn man die richtige Lizenz waehlt, dann funktioniert es, wie man in der Heutigen OSS-Szene sieht.
    http://www.dwheeler.com/blog/2006/09/01/

    [...] the GPL has enforced a consortia-like arrangement on any major commercial companies that want to use it. Red Hat, Novell, IBM, and many others are all contributing as a result, and they feel safe in doing so because the others are legally required to do the same. [...] The GPL has created a "safe" zone of cooperation among companies, without anyone having to sign complicated legal documents. [...] Which means that in practice, it's actually been the GPL that's most "business-friendly".



  • Hi,

    Sie verlangen quasi fuer nichts Geld, denn die Software zu kopieren kostet nichts.

    Was hat das damit zu tun? Meinst du, weil das Kopieren wenig bis gar kein Geld kostet, muss die Software auch kostenlos zur Verfügung gestellt werden? Oder versteh ich dich falsch?



  • clemenshartmann schrieb:

    habe mal eine Frage: Warum gibt es eigentlich soviel Freeware und opensource Software? Wollen die alle kein Geld haben? Z.B. Für das Bildbearbeitungsprogramm Gimp hätten die Entwickler doch reich werden können, wenn sie es verkauft hätten oder?

    nö, 'the gimp' reicht an profi-bildbearbeitungsprogramme wie photoshop, corel usw. nicht heran. aber als shareware, so für 20€ etwa, würden es bestimmt viele kaufen.
    ich denke, leute die freeware machen, haben einfach nur spass am coden und wollen in der 'szene' bekannt werden. anders kann ich mir auch nicht erklären, warum es so viel freeware gibt.
    🙂



  • Software soll frei sein!



  • So langsam schlägt mein Trolldetektor bei dir 😮 aus.....



  • Hallo

    Vielleicht gibt es auch soviel freeware, weil die Entwickler wissen, dass sich mit ihrem Programm eh kein Geld verdienen lässt und wollen so aber trotzdem einen großen Verbreitungsgrad ihrer Software erreichen.

    chrische



  • CarstenJ schrieb:

    So langsam schlägt mein Trolldetektor bei dir 😮 aus.....

    Ne es war mehr so gemeint wie chrisch5 geschrieben hat. Die meisten Leute wissen, daß sie mit ihren kleinen Tools sowieso kein Geld verdienen könnten. Und außerdem wer programmiert denn nur um damit Geld zu verdienen? Wenn ich in meiner Freizeit an etwas rumbastel, dann weil es mir Spaß macht und dann kann ich es ja auch Open Source machen.



  • Hacker schrieb:

    Mit Software Geld zu verdienen ist eine absolut absurde Idee.
    http://www.youtube.com/watch?v=vX5iUv2K1B8

    👍

    tenchou schrieb:

    Software soll frei sein!

    👍

    🙂



  • Apeman schrieb:

    nö, 'the gimp' reicht an profi-bildbearbeitungsprogramme wie photoshop, corel usw. nicht heran.
    🙂



  • clemenshartmann schrieb:

    habe mal eine Frage: Warum gibt es eigentlich soviel Freeware und opensource Software? Wollen die alle kein Geld haben? Z.B. Für das Bildbearbeitungsprogramm Gimp hätten die Entwickler doch reich werden können, wenn sie es verkauft hätten oder?

    Die Zeiten, in denen man mit simpler Software viel Geld machen kann, sind vorbei. Man brauch keine Opcode-Tabellen und nicht mehr die Computerkentnisse um zu programmieren.

    Wenn jemand ein Programm für sich schreibt, weil er Spaß daran hat, oder weil er es braucht, kostet es ihn nichts, es weiter zu geben, wenn es erstmal geschrieben ist. Warum sollte er es nicht kostenlos weitergeben? Wenn er es verkauft, macht er sich nur noch mehr Arbeit.

    clemenshartmann schrieb:

    Ich bin momentan auch dabei ne Software zu Programmieren. Das ist eine Software, die für sehr viele Leute von Interesse sein wird. Mal angenommen die Software wird was. Dann hab ich vor die Software für einen Euro im Monat zu verkaufen(also so, dass der Kunde jeden Monat eine neue Lizenz für einen Euro kaufen muss). Dann biete ich das nicht nur in Deutschland an sondern auf der ganzen Welt. Dann bekomme ich doch bestimmt was bei 10000 Leuten zusammen. Das macht dann 10000Euro monatlich. Dann geh ich nach Malle, leg mich da am Strand und shreib ab und zu mal nen Update und das wars.

    Was ist an diesem Gedanken falsch?

    Das dein Programm so viel besser ist, als andere, dass jemand für ein zwei Jahresabo 24 EUR auf den Tisch legt.

    Vielleicht reicht jemandem ja auch ein Tabellenkalkulations-Programm aus, um seine Berechnungen durchzuführen.

    Tatsache ist, dass sich, selbst wenn das Programm besser ist, es sich nicht durchsetzten wird, solange die bisherige Methode, die Aufgabe zu erledigen noch ausreichend ist. Warum sollte Jemand Geld für ein Programm ausgeben, wenn er es bisher nicht gebraucht hat, oder sein altes Programm, das er schonmal bezahlt hat, noch ausreiht?



  • "damals", als computer noch bessere backsteine waren, hat es einfach spass gemacht, lösungen für diverse probleme zu coden und mit anderen zu teilen. heute ist das nicht anders. es macht einfach spass, irgendwas zu entwickeln und zu sehen, wie andere es verwenden. für geld zu coden hat meist den nachteil, dass man sich dann kunden einfängt, die bestimmte features wollen, man plötzlich unter zeitdruck arbeitet usw. freie software ist da wesentlich angenehmer. frei für den anwender und frei für den entwickler.



  • Mal nebenbei: Weiß eigentlich jemand, wieviel Geld man eigentlich damit machen kann, ein kleines Werbebild (evtl mit Bewegung, sicher ohne Ton) in ein Programm mit einzubringen? Schätze ja man könnte mit einem Download-Counter die ungefähre Verbreitung "belegen", wieviel würde man dann so bekommen? Pro Anwender 1 Cent? Mehr/Weniger?



  • thordk schrieb:

    für geld zu coden hat meist den nachteil, dass man sich dann kunden einfängt, die bestimmte features wollen, man plötzlich unter zeitdruck arbeitet usw. freie software ist da wesentlich angenehmer.

    Dir ist schon klar, das es hier EINIGE gibt, die für Geld Software entwickeln??? Ich für meinen Teil sehe ich diesem Open Source Krams auf Dauer eine Bedrohung für meinen Arbeitsplatz. Einziger Vorteil ist, das Open Source ZUM GLÜCK nicht immer auch das Beste ist, was es gibt.

    Ich finde, es gilt ein gewisses Mittelmaß einzuhalten. Ein wenig Open Source, aber auch ebensoviel Propretär. Schließlich verdiene ich mir damit meinen Lebensunterhalt. Und diese Einstellung "Software MUSS frei sein!" halte ich für völlig unüberdacht und einfach falsch. Ist ja toll, das der eine am (Mit-)Entwickeln von Open Source Software in seiner Freizeit seinen Spaß hat, nur sollte man es dann auch nicht den Leuten übel nehmen, die eben das ganze Hauptberuflich tun, auch um damit Spaß zu haben, aber auch, um den Beruf auszüben, um sich was zum Essen zu kaufen.

    Und tüss.

    ~code_pilot



  • Badestrand schrieb:

    Mal nebenbei: Weiß eigentlich jemand, wieviel Geld man eigentlich damit machen kann, ein kleines Werbebild (evtl mit Bewegung, sicher ohne Ton) in ein Programm mit einzubringen? Schätze ja man könnte mit einem Download-Counter die ungefähre Verbreitung "belegen", wieviel würde man dann so bekommen? Pro Anwender 1 Cent? Mehr/Weniger?

    Ich denke du bekommst mehr, wenn du ein Spyware-Modul beilegst 🙄

    @code_pilot
    Gibt auch Leute die Hauptberuflich an Open Source arbeiten (siehe Beitrag von mir weiter oben). Auch Open Source Programme wollen geschrieben werden und ab einem gewissen Verbreitungsgrad reicht oft Freizeit Arbeit nicht mehr aus, um allen Anforderungen zu genügen (zB Support, Feature Requests etc). Und Firmen die mit Open Source Geld machen, sind ja mittlerweile gar nicht mal so selten oder irgend welche Freak-Unternehmen die niemand kennt...



  • code_pilot schrieb:

    Dir ist schon klar, das es hier EINIGE gibt, die für Geld Software entwickeln??? Ich für meinen Teil sehe ich diesem Open Source Krams auf Dauer eine Bedrohung für meinen Arbeitsplatz.

    Noch ein Hinterwäldler, der nicht einmal weiß was OpenSource ist, aber trotzdem meint sich darüber äußern zu müssen. Nochmal für dich zum mitschreiben:
    OpenSource sagt nur darüber aus, dass eine Software quelloffen ist, jedoch sagt OpenSource absolut garnichts darüber aus, ob und wieviel die Software kostet. Denn OpenSource kann auch kommerziell sein. Du solltest unterscheiden lernen zwischen "Free Software" und "Open Source", auch wenn OpenSource Software oft zugleich free ist.

    code_pilot schrieb:

    Einziger Vorteil ist, das Open Source ZUM GLÜCK nicht immer auch das Beste ist, was es gibt.

    Das ist dein subjektiver Eindruck, oder besser gesagt: das ist einfach eine Behauptung deinerseits, die du nicht mit "Beweisen" ( 😃 ) unterlegt hast. Was das beste für eine Person ist, solltest du besser dieser Person überlassen.
    Jeder wird seine Beweggründe haben die jeweilige Software zu erwerben.

    Das ganze soll hierbei keine Kritik an kommerzieller Software darstellen.



  • rüdiger schrieb:

    Ich denke du bekommst mehr, wenn du ein Spyware-Modul beilegst 🙄

    Jou, jetzt weiß ich mehr.. Sag doch einfach, dass du's nicht weißt oder es selber nicht machen würdest 🙄



  • rüdiger schrieb:

    Und Firmen die mit Open Source Geld machen, sind ja mittlerweile gar nicht mal so selten oder irgend welche Freak-Unternehmen die niemand kennt...

    Das mag ja vielleicht sein. Aber ich seh das so: Die Firma wo ich arbeite, ein Dortmunder Softwarehaus, hat sehr viele Kunden in ganz Deutschland. Größere Kunden.

    Was ist für MICH als Arbeitnehmer und Software-Entwickler nun sinnvoller?

    Entweder, wir programmieren für den Kunden auf dessen Anforderung ein Modul, und verkaufen es für ein paar tausend Euro Aufwand, wohlgemerkt propretär, und leisten dafür Support.

    Oder der Kunde stellst selber einen Programmierer ein oder gibt die Arbeit GÜNSTIGER bei jemand anderes in Auftrag, der dann, wenn in diesem Fall unsere gesamte Software "Open Source" wäre, mit UNSEREN Tools die Arbeit für eigentlich UNSEREN Kunden erledigt. Und wenn der Kunde irgendwann merkt, das er uns als Firma dafür nicht mehr braucht, peng, dann springt er ab, und schreibt sich die Software immer weiter selber um.

    Darin sehe ich das Problem, und ich bin eben froh, das bei uns der obere Fall eintritt. Denn an unserer Firma hängen 70 Arbeitsplätze, 70 Mitarbeiter sollen also aufgrund der Meinung einiger Leute hier ihre Arbeit, ihr know-how "verschenken"?

    Damit habe ich ein Problem, mit dieser Meinung, und deshlab teile ich sie auch partout nicht.

    Gruß
    ~code_pilot



  • code_pilot: So ein Käse. Natürlich ist auch das Entwickeln von FOSS an Vertragsbedingungen gebunden und die beinhalten natürlich Support und Weiterentwicklung für gewisse Zeitspannen. Und ab einem gewissen Projektumfang ist es einfach viel zu teuer, da alles an projektfremde Firmen abzugeben, selbst mit verfügbarem Code und guter Dokumentation.

    Und OpenSource bedeutet ja auch nicht, dass Du auf gut Glück Software schreibst und diese dann gratis überall verfügbar machst. Idr. beauftragt Dich ein Kunde, Du sagst, was das kostet, entwickelst und bekommst Dein Geld. Und wenn dann ein anderer Kunde die Software auch benötigen könnte, ihm aber noch ein paar Features fehlene, dann bezahlt er eben für Erweiterung, Anpassungen, Support und Inbetriebnahme oä.

    Damit habe ich ein Problem, mit dieser Meinung, und deshlab teile ich sie auch partout nicht.

    Brauchst Du ja auch nicht, aber höre bitte auf, solchen Blödsinn wie "Arbeit verschenken" herauszuposaunen.



  • Lyriker schrieb:

    OpenSource sagt nur darüber aus, dass eine Software quelloffen ist, jedoch sagt OpenSource absolut garnichts darüber aus, ob und wieviel die Software kostet. Denn OpenSource kann auch kommerziell sein. Du solltest unterscheiden lernen zwischen "Free Software" und "Open Source", auch wenn OpenSource Software oft zugleich free ist.

    Und ob ich das weis. Ich sage ja, ich habe nichts gegen Open Source generell, ich habe nur etwas dagegen wenn es Leute gibt, die sagen "Igitt, Du benutzt propretäre Software".

    Lyriker schrieb:

    Das ist dein subjektiver Eindruck, oder besser gesagt: das ist einfach eine Behauptung deinerseits, die du nicht mit "Beweisen" ( 😃 ) unterlegt hast. Was das beste für eine Person ist, solltest du besser dieser Person überlassen.

    Naja, meinen "Beweis" habe ich mit dem letzten Beitrag geliefert. Das ist nämlich das Problem, welches ich sehe.

    Lyriker schrieb:

    Das ganze soll hierbei keine Kritik an kommerzieller Software darstellen.

    Und meine Beiträge sollen keine Kritik an Open Source sein. Ich kritisiere nur Leute, die diese Meinung vertreten, das JEDE Software frei sein müsse, oder das eben kommerzielle Software immer durch Open Source ersetzt werden müsste. Und diesen Eindruck habe ich von einigen Beiträgen in diesem Thread.

    Alles klar?

    ~code_pilot



  • nman schrieb:

    Und OpenSource bedeutet ja auch nicht, dass Du auf gut Glück Software schreibst und diese dann gratis überall verfügbar machst. Idr. beauftragt Dich ein Kunde, Du sagst, was das kostet, entwickelst und bekommst Dein Geld. Und wenn dann ein anderer Kunde die Software auch benötigen könnte, ihm aber noch ein paar Features fehlene, dann bezahlt er eben für Erweiterung, Anpassungen, Support und Inbetriebnahme oä.

    Gut, in diesem Punkt gebe ich dir Recht. Aber der Nebeneffekt ist doch, das wenn man als Firma seine Software als Open Source veröffentlichen würde, es auch neue Mitbewerber am Markt gibt, die sich auf die Weiterentwicklung eben dieser Software konzentrieren würden. Weil sie ja "frei" ist, und nicht mehr an den Hersteller gebunden. Der Hersteller geht dann irgendwann pleite, erzeugt, durch seine eigene Software, und durch Unternehmen - vielleicht sogar nur kleine Ein-Mann Firmen - die dann weiterhin damit leben. Oder sehe ich das auch falsch? Ich meine, man kann doch den Kunden nicht vertraglich daran binden, wer seine Software weiterschreibt, wenn sie quelloffen ist? Wenn der Kunde sogar das Recht hat, sie weiterzuverbreiten, inkl. dem Quelltext?

    nman schrieb:

    Damit habe ich ein Problem, mit dieser Meinung, und deshlab teile ich sie auch partout nicht.

    Brauchst Du ja auch nicht, aber höre bitte auf, solchen Blödsinn wie "Arbeit verschenken" herauszuposaunen.

    Ich posaune hier gar nichts raus. Das sind lediglich meine Bedenken. Ich will Open Source doch auch nicht schlecht reden oder sowas. Vielleicht sehe ich das auch aus der falschen Perspektive wie ihr. Das ist doch nur meine Ansicht der Dinge, und ich persönlich hätte Abneigungen, die Software, die ich propretär entwickle, offen zu legen. Und diese Abneigung basiert aus der Angst, das man selber als eigentlicher Hersteller der Software leer ausgehen wird.


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