Warum gibts es soviel Freeware?



  • code_pilot schrieb:

    thordk schrieb:

    für geld zu coden hat meist den nachteil, dass man sich dann kunden einfängt, die bestimmte features wollen, man plötzlich unter zeitdruck arbeitet usw. freie software ist da wesentlich angenehmer.

    Dir ist schon klar, das es hier EINIGE gibt, die für Geld Software entwickeln???

    ich bin z.b. einer von denen 😉 und ich seh in open source keinerlei bedrohung. was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.



  • code_pilot schrieb:

    nman schrieb:

    Und OpenSource bedeutet ja auch nicht, dass Du auf gut Glück Software schreibst und diese dann gratis überall verfügbar machst. Idr. beauftragt Dich ein Kunde, Du sagst, was das kostet, entwickelst und bekommst Dein Geld. Und wenn dann ein anderer Kunde die Software auch benötigen könnte, ihm aber noch ein paar Features fehlene, dann bezahlt er eben für Erweiterung, Anpassungen, Support und Inbetriebnahme oä.

    Gut, in diesem Punkt gebe ich dir Recht. Aber der Nebeneffekt ist doch, das wenn man als Firma seine Software als Open Source veröffentlichen würde, es auch neue Mitbewerber am Markt gibt, die sich auf die Weiterentwicklung eben dieser Software konzentrieren würden. Weil sie ja "frei" ist, und nicht mehr an den Hersteller gebunden. Der Hersteller geht dann irgendwann pleite, erzeugt, durch seine eigene Software, und durch Unternehmen - vielleicht sogar nur kleine Ein-Mann Firmen - die dann weiterhin damit leben. Oder sehe ich das auch falsch? Ich meine, man kann doch den Kunden nicht vertraglich daran binden, wer seine Software weiterschreibt, wenn sie quelloffen ist? Wenn der Kunde sogar das Recht hat, sie weiterzuverbreiten, inkl. dem Quelltext?

    Dann benutze eine vernueftige Lizenz. Die GPL z.b. sagt dass wenn ein Konkurrent deinenen Quellcode benutzt, modifiziert und vertreibt, er den Code ebenfalls unter GPL stellen muss. Somit kannst du aus den Erweiterungen von deinem Konkurrenten deinen Vorteil ziehen.

    Man kann auch mehrere Lizenzen vergeben, mach es so wie Trolltech. Quellcode ist offen, aber es kann sich keine Konkurrenzfirma dran bereichern. Komischerweise gibts es etliche ziemlich erfolgreiche Firmen, die OSS verkaufen, ohne negativen Beispiele. Aber trotzdem gibt es haufenweise Leute die OSS als den Ruin der IT-Wirtschaft ansehen.

    Oder gabs irgendwann den Fall das eine Firma, die OSS verkauft hat, von einer anderen "uebernommen" wurde, wie du es schilderst?



  • ProgChild schrieb:

    1. Ein Softwarehaus entwickelt eine Software für, sagen wir alle Dachdecker. Jetzt soll und kann natürlich ein Dachdeckerbetrieb nicht die gesamte Softwareentwicklung bezahlen, damit die Software dann kostenlos an andere Dachdecker weiter gegeben werden kann. Also stellt die Softwarefirma die Software her und verkauft sie an so viele Dachdecker, wie möglich. Somit zahlt im Idealfall jeder Dachdecker seinen Anteil an der Software, die er nutzt.

    Im ersten Fall, kann man leicht die Software als OpenSource freigeben. Wie man aber mit OpenSource erreichen will, dass jeder Kunde seinen Anteil an der Entwicklung bezahlt, ist mir bis jetzt nicht nicht eingefallen 😞

    Woher kommen diese komischen Legenden? Wenn ihr eine vernueftige Lizenz habt, dann kann euch das gar nicht passiere, denn es waehre Diebstahl. Das ist das gleiche wie wenn jemand deine Software cracken wuerde und bei emule sharen wuerde.



  • thordk schrieb:

    was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.

    Ach herrje. Natürlich, die Lizenz sagt nämlich, dass man kein Lastenheft habe darf, keine Wartungsverträge anbieten darf, Funktionalität und Sicherheit weniger gut als bei anderen Lizenzen garantieren kann etc. 🙄

    ProgChild: Klar, ich sage ja auch nicht, dass FOSS die Universallösung ist, ich widerspreche ja nur diesem Schwachsinn von wegen "FOSS kann nicht professionell sein", "mit FOSS kann man kein Geld verdienen", etc.



  • ProgChild schrieb:

    GPC schrieb:

    lol, klar, DB2 und Oracle müssen sich bei mysql echt warm anziehen.

    Warscheinlich nicht, was Features und Skalierbarkeit angeht, aber man braucht nicht immer solche Featuremonster für ein Projekt/Auftrag zu benutzen.

    Klar, das stimmt schon. Aber es gibt Alternativen, die den "MySQL-Bereich" ebenso abdecken. Und das besser. Der Punkt ist nur, das MySQL halt keine sehr gute Software ist.



  • nman schrieb:

    thordk schrieb:

    was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.

    Ach herrje. Natürlich, die Lizenz sagt nämlich, dass man kein Lastenheft habe darf, keine Wartungsverträge anbieten darf, Funktionalität und Sicherheit weniger gut als bei anderen Lizenzen garantieren kann etc. 🙄

    ProgChild: Klar, ich sage ja auch nicht, dass FOSS die Universallösung ist, ich widerspreche ja nur diesem Schwachsinn von wegen "FOSS kann nicht professionell sein", "mit FOSS kann man kein Geld verdienen", etc.

    und wartungsverträge, lastenheft und co. bietest du unentgeldlich an? open source war das falsche wort, bevor das zu sehr in richtung open source und "frei" geht: es ging um freeware, kostenlose software. ob nu open source oder nich is hupe.
    wenn man ein softwarepaket kostenlos zur verfügung stellt, aber dann verträge für service und dergleichen in rechnung stellt, ist die abgrenzung zur freeware maximal noch eine ideelle.



  • DEvent schrieb:

    Woher kommen diese komischen Legenden? Wenn ihr eine vernueftige Lizenz habt, dann kann euch das gar nicht passiere, denn es waehre Diebstahl. Das ist das gleiche wie wenn jemand deine Software cracken wuerde und bei emule sharen wuerde.

    Ja, das ist schon richtig. Aber der vorteil von OpenSource geht zumindest in Teilen verloren, wenn der Kunde sie nicht selbst erweitern kann, wie er will. Natürlich kann man das, was im Moment mehr oder weniger technisch durchgesetzt wird, auch durch Verträge erreichen. Dann hat man aber wohl kaum noch einen Unteschied.



  • open source hat nur einen einzigen vorteil. leute die selbst programmieren, können sich den code anschauen, davon lernen und/oder den code für eigene programme ausschlachten (egal, ob die lizenz das erlaubt. es merkt ja doch keiner).
    🙂



  • thordk schrieb:

    und wartungsverträge, lastenheft und co. bietest du unentgeldlich an? open source war das falsche wort, bevor das zu sehr in richtung open source und "frei" geht: es ging um freeware, kostenlose software. ob nu open source oder nich is hupe.

    Das habe ich nie behauptet. Im Gegenteil, ich habe dem gängigen Vorurteil widersprochen, dass man mit FOSS kein Geld verdienen kann.

    wenn man ein softwarepaket kostenlos zur verfügung stellt, aber dann verträge für service und dergleichen in rechnung stellt, ist die abgrenzung zur freeware maximal noch eine ideelle.

    Wie bitte? Wo war denn je von "kostenlos zur Verfügung stellen" die Rede? Wir reden hier doch schon die ganze Zeit davon, die Entwicklung und sonstige Dienste in Rechnung zu stellen.

    Apeman: Es gibt zahlreiche Vorteile, wie zB. die Möglichkeit des Peer-Review, von Vorab-Audits, Bugfixes aus der Community etc. Aber das ist nicht Thema der Diskussion.



  • thordk schrieb:

    einerlei bedrohung. was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.

    Ich verstehe den Sinn deines Beitrages nicht. Warum schließt Open Source nun professionelle Software Entwicklung aus?

    Ich denke was du sagen willst ist, dass wohl kaum jemand gratis Wartungsverträge, Garantien etc. erfüllen will. Da hast du verdammt recht mit. Aber das schließt ja nicht aus, dass das jemand gegen Bezahlung für Open Source Software macht und in der Tat leben viele Firmen im und um das Open Source Umfeld davon Wartungsverträge, Feature-Erweiterungen, Garantien etc. für Geld anzubieten.

    Das ist ja auch nichts verwerfliches und durchaus lukrativ. Daher schließt sich Open Source und Geld verdienen nicht aus. Open Source ermöglicht eher kleineren Firmen das Überleben. Man kann eben eine bestehende Code Base erweitern oder für seine Produkte benutzen.

    Open Source als Antikommerziell darzustellen geht einfach an der Realität vorbei.

    Apeman schrieb:

    und/oder den code für eigene programme ausschlachten (egal, ob die lizenz das erlaubt. es merkt ja doch keiner).
    🙂

    Das ist keine schlechte Idee. So konnte Dank Projekten wie GPL-Violations.org eine Menge Code durch Gerichtsurteile oder Vergleiche zu Open Source gemacht werden.



  • Apeman schrieb:

    (egal, ob die lizenz das erlaubt. es merkt ja doch keiner).
    🙂

    Pacta sunt servanda. Das ist mehr als nur ein Rechtsgrundsatz. 🙄



  • rüdiger schrieb:

    thordk schrieb:

    einerlei bedrohung. was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.

    Ich verstehe den Sinn deines Beitrages nicht. Warum schließt Open Source nun professionelle Software Entwicklung aus?

    Ich denke was du sagen willst ist, dass wohl kaum jemand gratis Wartungsverträge, Garantien etc. erfüllen will. Da hast du verdammt recht mit. Aber das schließt ja nicht aus, dass das jemand gegen Bezahlung für Open Source Software macht und in der Tat leben viele Firmen im und um das Open Source Umfeld davon Wartungsverträge, Feature-Erweiterungen, Garantien etc. für Geld anzubieten.

    Das ist ja auch nichts verwerfliches und durchaus lukrativ. Daher schließt sich Open Source und Geld verdienen nicht aus. Open Source ermöglicht eher kleineren Firmen das Überleben. Man kann eben eine bestehende Code Base erweitern oder für seine Produkte benutzen.

    Open Source als Antikommerziell darzustellen geht einfach an der Realität vorbei.

    Apeman schrieb:

    und/oder den code für eigene programme ausschlachten (egal, ob die lizenz das erlaubt. es merkt ja doch keiner).
    🙂

    Das ist keine schlechte Idee. So konnte Dank Projekten wie GPL-Violations.org eine Menge Code durch Gerichtsurteile oder Vergleiche zu Open Source gemacht werden.

    nicht ohne grund hab ich das wort "open source" ne runde später wieder korrigiert.



  • rüdiger schrieb:

    So konnte Dank Projekten wie GPL-Violations.org....

    igitt, ein internationaler abmahnverein? wie ekelhaft 👎



  • Apeman schrieb:

    rüdiger schrieb:

    So konnte Dank Projekten wie GPL-Violations.org....

    igitt, ein internationaler abmahnverein? wie ekelhaft 👎

    Nix Abmahnverein. Die kümmern sich eben darum, dass das Recht armer und wehrloser Programmierer durchgesetzt wird, dass du wohl gerne mit Füßen trittst.

    @thordk
    jo, hatte ich erst gesehen, als ich meinen Beitrag schon abgeschickt hatte.



  • Tja es gibt halt wirkliche open source wie z.b. mit MIT oder BSD license, und dann gibt es 'opensource' die eher 'force free source' ist wie z.b. GPL, der es dann weniger darum geht open source zu foerdern als mehr closed source zu verhindern und sich z.b. in DRM einzumischen.



  • rapso schrieb:

    Tja es gibt halt wirkliche open source wie z.b. mit MIT oder BSD license, und dann gibt es 'opensource' die eher 'force free source' ist wie z.b. GPL, der es dann weniger darum geht open source zu foerdern als mehr closed source zu verhindern und sich z.b. in DRM einzumischen.

    GPL sichert nur bei größeren Projekten den Fortbestand als OpenSource, dafür ist es durchaus sinnvoll. Die GPL sichert verhindert genau das, was der OP befürchtet: Dass man die eigene Arbeit nicht "verschenkt" und irgendjemand anders sich damit bereichert, ohne der Community etwas zurückzugeben.

    Und "sich in DRM einzumischen"? Meinst Du die anti-tivoization-Klauseln? Lies sie bitte nochmal.



  • rüdiger schrieb:

    Apeman schrieb:

    rüdiger schrieb:

    So konnte Dank Projekten wie GPL-Violations.org....

    igitt, ein internationaler abmahnverein? wie ekelhaft 👎

    Nix Abmahnverein. Die kümmern sich eben darum, dass das Recht armer und wehrloser Programmierer durchgesetzt wird, dass du wohl gerne mit Füßen trittst.

    solche drecks-organisationen wie 'GPL-Violations.org' sind doch keinen deut besser als diese ganzen abmahner. erst scheinheilig die source codes veröffentlichen und wenn sich einer was herauskopiert, hat er gleich 'ne klage am hals? ne, GPL ist schrott. das hier
    --> http://sam.zoy.org/wtfpl/COPYING
    ist doch viel sympathischer.
    🙂



  • nman schrieb:

    rapso schrieb:

    Tja es gibt halt wirkliche open source wie z.b. mit MIT oder BSD license, und dann gibt es 'opensource' die eher 'force free source' ist wie z.b. GPL, der es dann weniger darum geht open source zu foerdern als mehr closed source zu verhindern und sich z.b. in DRM einzumischen.

    GPL sichert nur bei größeren Projekten den Fortbestand als OpenSource, dafür ist es durchaus sinnvoll. Die GPL sichert verhindert genau das, was der OP befürchtet: Dass man die eigene Arbeit nicht "verschenkt" und irgendjemand anders sich damit bereichert, ohne der Community etwas zurückzugeben.

    niemand hindert ein opensource projekt daran opensource zu bleiben nur weil andere das kommerziel nutzen. das sieht man an vielen MIT und BSD projekten.

    Und "sich in DRM einzumischen"? Meinst Du die anti-tivoization-Klauseln? Lies sie bitte nochmal.

    das spar ich mir sicherlich und vertraue auf heises redaktionelle qualitaet

    http://www.heise.de/open/artikel/68783 schrieb:

    Schon die Präambel bezieht eine eindeutige Position gegen die Verwendung von DRM-Systemen: "DRM ist grundsätzlich unvereinbar mit dem Zweck der GPL, die Freiheit der Anwender zu schützen"



  • rüdiger schrieb:

    Nix Abmahnverein. Die kümmern sich eben darum, dass das Recht armer und wehrloser Programmierer durchgesetzt wird, dass du wohl gerne mit Füßen trittst.

    🙂
    Also doch ein Abmahnverein.



  • Jester schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Nix Abmahnverein. Die kümmern sich eben darum, dass das Recht armer und wehrloser Programmierer durchgesetzt wird, dass du wohl gerne mit Füßen trittst.

    🙂
    Also doch ein Abmahnverein.

    Mensch, Jester, aber die mahnen doch fuer die guten Yedis gegen die Dunkle seite 🤡 , da kann man das nicht so generalisiert sagen.


Anmelden zum Antworten