Wie lange wird es noch C++ geben?



  • swdfsdfsdf schrieb:

    C# ist dreck den kein mensch braucht.

    Genau wie inkompetente Postings wie dieses. 🙄

    c#, java ist wie ein auto mit automatik schaltung, ABS, ESP etc.

    Also mir ist ein Automatik Porsche lieber als ein Opel mit manuellem Getriebe. 😃



  • Kurze Antwort: Ja, lohnt sich durchaus, auch wenn du später (solltest du beurflich in die Richtung einsteigen) evtl. kein C++ programmieren wirst.
    Es geht bei sowas doch v.a. um die Konzepte und Hintergründe, und deswegen lohnt sich das schon. Und letztlich ist der Unterschied zwischen C++, Java, C# usw. doch gar nicht so groß. Ob du nun z.B. automatische Speicherverwaltung hast oder dich selbst drum kümmern musst (was ja immer als erstes bei so Diskussionen kommt) ist eigentlich gar nicht mal so wichtig, wenn man mal von Anfängern absieht. Letztlich gehts dabei nur um Resourcenfreigabe, und sowas wirst du immer wieder haben, dass du Resourcen freigeben musst, auch in Java/C# (z.B. Datenbank-Objekte, ...).
    Wirklich interessant ist da eher der Vergleich mit Sprachen, die ganz andere Konzepte verfolgen, z.B. Prolog.



  • In Java muß ich auch Resourcen freigeben... die betreffen zwar keinen nativen Speicherbereich, aber trotzdem indirekt Speicher.

    Habe ich eine File-Objekt geöffnet, muß ich auch in Java zu dieser Resource "close" sagen. Sonst bleibt diese Resource so lange "besetzt", bis die Java-Virtual Maschine beendet wird. Und das kommt in der Analogie einem runter fahren eines Rechners.

    Wenn ich in Java diese Resource nicht close, obwohl ich es nicht brauche, habe ich auch ein "Leck".

    Aber jetzt wird man mich eh wieder Troll nennen. 😃



  • Hehe, ja genau das meine ich auch 🙂
    Wenn man wirklich *richtige* Projekte hat, und nicht so Firlefanz 100-Zeilen-Demo Projekte, dann muss man auch in Java&Co genauso Resourcen freigeben.
    Aber soll jetzt auch nichts gegen Java sein, programmiere ja selbst gerne auch in Java. Nur sollte man endlich mal von dem Gedanken wegkommen, dass nur C++-Programme fricklig sind. Das hängt immer vom Programmierer ab, und wenn jemand nicht wirklich programmieren kann, dann wird er auch fricklige Java-Programme schreiben



  • 777 schrieb:

    Wie lange wird es C++ noch geben?

    noch 2918 tage. kann man mit folgendem programm abfragen:

    #include <marketing>
    
    using namespace muchodollares;
    
    int main()
    {
      cout << $stop << endl;
    }
    


  • CStoll schrieb:

    (ein Schraubendreher gilt ja auch nicht als "veraltet", nur weil es seit neuestem Akku-Bohrer gibt ;))

    Das heißt aber nicht dass es auch immer sinnvoll ist den Schraubendreher anstelle des Akku-Schraubers zu benutzen.



  • Hallo

    777 schrieb:

    Wie lange wird es C++ noch geben?

    Gute Frage.

    Bedenkt man, daß alle 55 Stunden eine neue Programmiersprache herauskommt
    (ca. 8512 Sprachen in 53 Jahren)
    dann ist C++ schon jetzt äußerst langlebig und wird daher nach dem Gott'schen Gesetz noch mind. 6 Jahre bedeutend sein.

    Wahrscheinlich wird C++ aber noch viel länger wichtig sein, schließlich ist die
    Codebasis in C++ riesig.

    Gruß



  • @Ach die Kinder: Kauf dir aber ein Porsche mit Automatik getriebe, nich das überforder wirst...



  • finix schrieb:

    CStoll schrieb:

    (ein Schraubendreher gilt ja auch nicht als "veraltet", nur weil es seit neuestem Akku-Bohrer gibt ;))

    Das heißt aber nicht dass es auch immer sinnvoll ist den Schraubendreher anstelle des Akku-Schraubers zu benutzen.

    Stimmt - aber Java und Co. sind auch keine Akku-Schrauber 😉 (jeder Vergleich hinkt)



  • CStoll schrieb:

    finix schrieb:

    CStoll schrieb:

    (ein Schraubendreher gilt ja auch nicht als "veraltet", nur weil es seit neuestem Akku-Bohrer gibt ;))

    Das heißt aber nicht dass es auch immer sinnvoll ist den Schraubendreher anstelle des Akku-Schraubers zu benutzen.

    Stimmt - aber Java und Co. sind auch keine Akku-Schrauber 😉 (jeder Vergleich hinkt)

    Doch. Java ist ein Akku-Schrauber und C++ ist ein Schrauber mit Stromkabel. Ist zwar ein wenig umständlicher, aber dafür geht dem im harten Alltagsbetrieb nicht irgendwann mal der Strom aus (bzw. der Speicher). Und mehr Leistung gibt es auch noch. 😉 😃



  • Genau C++ brauch nämlich keinen Speicher 111!!Elf



  • Artchi schrieb:

    Habe ich eine File-Objekt geöffnet, muß ich auch in Java zu dieser Resource "close" sagen. Sonst bleibt diese Resource so lange "besetzt", bis die Java-Virtual Maschine beendet wird. Und das kommt in der Analogie einem runter fahren eines Rechners.

    java.io.File? Nein, die musst Du weder öffnen noch explizit schließen. Ich denke mal, Du beziehst Dich auf Streams bzw. Reader/Writer, also IO. Aber von diesem speziellen Fall direkt zu generalisieren, das ist... nun ja. 🤡

    Edit: Und seit wann ist das Beenden einer Anwendung analog zum Runterfahren eines Rechners? 🙄



  • byto schrieb:

    ...
    Edit: Und seit wann ist das Beenden einer Anwendung analog zum Runterfahren eines Rechners? 🙄

    Bezieht sich wohl auf auf die "Anwendung" namens "virtual machine" ... 😉 (für die "Anwendung" namens "Windows XP" käme das auch ganz gut hin).

    Gruß,

    Simon2.



  • Eben! Eine JVM bildet einen nicht real existierenden Rechner bzw. eine Platform virtuell ab. Virtual Maschine... der Name sagt es schon und wurde nicht aus Spaß so gewählt.

    Und ja, ich meinte Streams, sorry... aber es auch völlig egal ob Streams, ODBC-Connections usw. Es sind Resourcen um die ich mich in meinem Code sehr wohl kümmern muß. Wir haben hier eine OSGI-Infrastruktur. Und solange jemand seine Plugins nicht frei gibt, mit der Methode release(), läuft die OSGI-Plattform bis zum unendliche weiter. Also muß sich der Java-Coder sehr wohl selbst darum kümmern, soll die Plattform korrekt "runter fahren". Vergisst (!) er das oder es gibt einen unerwarteten Programmablauf (z.B. durch eine Exception) und der Freigabe-Aufruf wird somit nicht mehr aufgerufen, gibts ein "Leck".

    Das man sich in Nicht-C++-Umgebungen als Coder keine Gedanken machen muß, ist eine LÜGE! Wir erleben das hier regelmäßig.



  • Artchi schrieb:

    Das man sich in Nicht-C++-Umgebungen als Coder keine Gedanken machen muß, ist eine LÜGE! Wir erleben das hier regelmäßig.

    Das wäre in der Tat ein naiver Gedanke. Und trotzdem erleichtert es die Arbeit ungemein, dass sich der GC um den Großteil der Objekte selbst kümmert, wenn auch nicht um alle.



  • Artchi schrieb:

    Das man sich in Nicht-C++-Umgebungen als Coder keine Gedanken machen muß, ist eine LÜGE! Wir erleben das hier regelmäßig.

    Erlebt ihr es regelmäßig, dass man sich gedanken machen muss, oder dass es einer falsch gemacht hat?



  • Ich denke das Problem bei C++ liegt beim Marketing.
    Java und C# sind da durch Sun und MS ganz gut aufgestellt, und auch die Javacommunitiy ist da evtl. aktiver.
    C++ ist sicher noch für 10 Jahre aktuell, was aber imho ein Problem ist, ist die Trägheit des Managements in der Sprache.
    So mag es TR1 etc. nun geben, aber es wäre längst überfällig einen neuen Standard zu verabschieden, dies dauert
    einfach viel zu lange. Der Standard kennt immer noch keine Threads, und Dateioperationen über lesen & schreiben hinaus.
    Mit boost existiert dies zwar Plattformunabhängig, und als "quasi-Standard", aber ich würde mir da doch ein Schnelleres
    Wachstum der Sprache wünschen. Es muss ja nicht alles in den Namensraum std reingepackt werden, aber offizielle Erweiterungen
    des Standards waren und sind imho seit 2000 überfällig. (Von XML und ähnlichen Buzzthemen möchte ich garnicht anfangen).

    phlox



  • Also das Thema hatten wir doch schon mehrmals durch gekaut. Man kann dem "Management" (so wie du es nennst) keinen Vorwurf machen. Jeder der sich mit der ISO beschäftigt, weiß das es nicht anders geht. Wenn man es schneller haben will, darf man kein ISO-C++ erwarten. Dann muß man auf einen Firmen-"Standard" setzen. Und da gibt es definitiv welche: VisualC++, C++/CLI usw.

    Und Dateioperationen und Threads kommen in TR2. Aber lasst die WG21-Jungs erstmal den C++0x verabschieden. Und auf die 2 Jahre kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an, oder? Wir haben bald 2008, für 2009 ist der nächste Standard geplant. Es ist immerhin eine Aussage von den C++-Jungs. Und dann sollte man auch sagen "OK, 2009 plant ihr das, solange warte ich." Wenn jemand einen Termin nennt, muß man diesen auch akzeptieren. Und jeder kann sogar schon in den ersten C++0x-Entwurf schauen. Hat hier im Forum bestimmt auch fast niemand gemacht. Obwohl der C++0x-Prozess offen einsehbar ist.

    Du findest z.B. fehlendes XML schlecht. Hem... daran ist aber die C++-Community selbst schuld! Die WG21 hat definitiv 2005 eine XML-Lib von der Community gefordert! Niemand hat reagiert, also gibts anscheinend auch keinen Bedarf. 🙄 Immerhin hat aus dem 2005er Aufruf eine Network-Lib resultiert, die wir alle kennen: Boost.Asio! Wer sie nicht kennt (vom Namen her) sollte erst Recht nicht motzen.

    Die WG21-Jungs machen alles ehrenamtlich. Es ist keine Firma da, die für C++ Werbung macht. Also müssen auch mal die C++-Fans da draussen ranklotzen.

    Und du forders Erweiterungen die nicht im std-Namespace drin sind. Aber die gibt es doch: TR1! Wer diesen nicht nutzt, hat selber schuld. Ich benutze TR1 für meine Projekte! Wer mein Projekt kompilieren will und kein TR1 hat, hat pech gehabt, wenn er nicht auf dem aktuellen C++-Stand ist.

    Wer benutzt hier aus dem Forum sonst noch TR1? Und dabei ist das Forum bestehend aus gut informierten C++lern. Glaubt hier jemand, das 90% der C++ler da draussen wissen, was TR1 ist? Ich nicht! Aus dem einfachen Grund, weil sich niemand informiert.



  • phlox81 schrieb:

    Ich denke das Problem bei C++ liegt beim Marketing....

    Danke ich auch
    Es gibt einfach kein "C++-Marketing" ... und damit wird die Wahrnehmung von C++ komplett durch Java (und meinetwegen C#), hinter denen (werbe-)starke Interessengruppen stehen, verdrängt.

    Allerdings glaube ich nicht, dass eine allzu raschere "Weiterentwicklung" C++ gut getan hätte. Wenn ich mir die Versionsprobleme von Java ansehe (gibt ja aum 2 Softwarepakete, die mit derselben Version laufen 😉 ), dann halte ich tatsächlich einen stabileren Standard (und damit eine langsamere Entwicklung) für vorteilhaft.
    Ob sie allerdings derart träge sein muss wie bei C++, weiß ich nun nicht.

    Gruß,

    Simon2.



  • Simon2 schrieb:

    Allerdings glaube ich nicht, dass eine allzu raschere "Weiterentwicklung" C++ gut getan hätte. Wenn ich mir die Versionsprobleme von Java ansehe (gibt ja aum 2 Softwarepakete, die mit derselben Version laufen 😉 ), dann halte ich tatsächlich einen stabileren Standard (und damit eine langsamere Entwicklung) für vorteilhaft.

    C++ läuft ganz unabhängig von der Version mit der es entwickelt wurde, kann also garnicht mit einer Javaanwendung die JRE 1.x brauch verglichen werden.


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