Wer hat Linux und warum



  • Man kann sich nun natürlich auch fragen, was "3D-Beschleunigung" bedeutet. Ich habe vor einem Jahr versucht, meine X600 Pro für graphische Sachen unter Linux (dem damals aktuellen Kanotix) fit zu machen. Habe also mit Mühe und Not und zigtausend Konsolenbefehlen und X-Umkonfigurationen sowie Restarts den Treiber installiert bekommen (ja, ich weiß, bei neueren Linuxen funktioniert das per Knopfdruck). Aber was hatte ich dann? Ich konnte Tuxracer spielen, das ging. Aber es ruckelte. Gleiches Ergebnis bei anderen 3D-beschleunigten Anwendungen.

    Kurzum: 3D-Beschleunigung ist eine Sache. Das, was ich mir darunter vorstelle (tolle 3D-Graphik), eine andere.

    (p.s. Ein anderer PC mit NVidia-Karte hat mir damals überhaupt keine Probleme gemacht ...)



  • Artchi schrieb:

    ATI kann man vergessen, hab selber ATI X300 drin, hab aber nur 2D-Support.

    Dann geh mal auf http://ati.de/support/driver-de.html. ATI bietet nämlich sehr wohl Linux-Treiber für deine Grafikkarte an. Und (dortige FAQ):

    Q1: What features are provided by the ATI Proprietary Linux Driver?
    A1: The ATI Proprietary Linux driver currently provides hardware acceleration for 3D graphics and video playback. It also includes support for dual displays and TV Output.

    Oder redest du etwa von BSD während alle anderen von Linux reden? 😉

    Nobuo T schrieb:

    [ot]Gibt es fuer KDE eigentlich ein Pendant zu strg+alt+entf in Win, mit der man das System evtl. nochmal aus einem Haenger retten kann?
    Mein KUBUNTU laeuft naemlich im Gegensatz zu den Servern nicht sehr stabil. -_-[/ot]

    Eigentlich erwischt es immer nur die grafische Oberfläche. Einfach Strg + Alt + Backspace drücken und der X-Server wird neu gestartet und gut is 🙂



  • Ich rede hier von FreeBSD! Habe doch rüdiger auf seine BSD-Frage geantwortet.



  • rüdiger hat keine Frage gestellt, sondern Aussagen gemacht, die Linux und BSD betreffen. Und darauf hast Du generell mit "Ati geht nich" geantwortet. 🙂



  • Isch abe abär gar kein Linüx, Seniora!



  • Walli schrieb:

    Lügner schrieb:

    Ich hab OS X nur einmal in Aktion gesehen, da musste man nen USB-Stick vom Desktop in nen Mülleimer in sone wubbelige Leiste am unteren Rand schieben, damit man den rausziehen kann... 🙄 Ist es nicht theoretisch gefährlich keine Meldung auszugeben, wenn man den rausziehen kann?

    Rechtsklick, auswerfen geht auch... Wenn das Symbol verschwindet kannst Du rausziehen. Und ne Meldung wird nur ausgegeben wenn das nicht geklappt hat.

    Ah, klingt gut. 🙂 .....moment, bei macs gibt's doch gar keinen Rechtsklick oder? 😕 🤡

    Walli schrieb:

    minhen schrieb:

    Das Dock lässt sich treffend in Windows-Termen als Kombination von Task-Leiste und Schnellstartleiste beschreiben. Das heißt, du hast einen Mix aus Icons um für dich wichtige Programme starten zu können mit Icons zu allen Programmen, die gerade gestartet sind. Was an dieser Vermischung so toll und revolutionär ist, erschließt sich mir ehrlich gesagt auch nicht ganz. Ich fürchte meiner Mutter könnte ich das auch nicht so einfach vermitteln wie bei Windows oder KDE/Gnome, wo es strikt getrennte Bereiche mit exakter und getrennter Funktionalität gibt.

    Ja, die strikte und exakte Trennung ist nur in KDE/Gnome und Windows implementiert und der Rest ist einfach unsinnig. Schön, wenn man so einen beschränkten Horizont hat 🙄 .

    Was sind die Vorteile?



  • @árn[y]ék:
    Was für eine Graka hattest du denn? Wenn sogar Tuxracer geruckelt hat, glaub ich kaum, dass der richtige Treiber geladen war.

    @GPC:
    Unter FreeBSD ging die Treiberinstallation für meine NVidiagrafikkarte praktisch problemlos. Warsow, BZFlag, Cube und Chromium laufen super.



  • Carmack schrieb:

    @GPC:
    Unter FreeBSD ging die Treiberinstallation für meine NVidiagrafikkarte praktisch problemlos. Warsow, BZFlag, Cube und Chromium laufen super.

    Ja, klar, mit nVidia sieht die Sache ganz anders aus als mit ATI. Und ich hab' nun mal eine ATI-Graka, das war mir dann zu fricklig und ich hab's gelassen.



  • @Carmack! Ja, es geht um FreeBSD + ATI. Deshalb: 2D -> OK, 3D -> kann man vergessen.

    Das Nvidia und Intels GMA funktioniert, haben wir hier schon mehrmals gesagt.



  • Artchi schrieb:

    Deshalb: 2D -> OK, 3D -> kann man vergessen.

    Das is so auch falsch, man kann z.B. Enemy Territory mit einer Radeon zum Laufen kriegen. Ist bestimmt n ziemliches Gefrickel, und ich weiß auch net, ob es mit den neueren Karten funktioniert, aber es GEHT.

    Artchi schrieb:

    Das Nvidia und Intels GMA funktioniert, haben wir hier schon mehrmals gesagt.

    Ich mein ja nur.



  • Linux überzeugt durch seine quelloffenheit, wodurch eine unglaubliche Flexibilität erzeugt wird. Das System wird bis in die kleinsten Details an die eigenen Bedürfnisse angepasst, sodass man keinen 0815-Kram von der Stange ist, wo man etliche Kompromisse eingehen muss, um sich mit dem System anzufreunden.



  • Falsch! Linux wird bis ins kleinste Detail an die Bedürfnisse der Personen angepasst, die an der Umsetzung der Bedürfnisse arbeiten. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied 😉

    Ich persönlich musste aber ehrlich gesagt noch bei keinem OS "Kompromisse eingehen", weder bei Linux noch bei Windoof. MacOS konnte ich mangels entsprechender Hardware schlechterdings nie austesten ...

    Ich habe ein Jahr lang hauptsächlich unter Linux gearbeiten, einfach so. Ich hatte keine Probleme. Danach bin ich wieder zu Windows gewechselt. Einfach so: nicht, weil ich es toll fände, nicht, weil ich es gemusst hätte, und nicht, weil ich es schlecht gefunden hätte. Ich verstehe das ewige Geflame nicht. Es ist doch wie beim Handwerker: Der benutzt auch nicht für alles einen Hammer. Er hat verschiedene Werkzeuge. Je nachdem, was er machen will, nimmt er das passende. Deswegen ist der Bohrer aber nicht "besser" als der Hammer; der Vergleich hinkt. Wieso will jeder den Betriebssystemen immer eine Qualität zuweisen?

    Windows ist definitiv nicht besser als Linux. Und Linux ist definitiv nicht schlechter als Windows. Meine Meinung ... Los, zerreißt sie 🙄



  • árn[y]ék schrieb:

    Es ist doch wie beim Handwerker: Der benutzt auch nicht für alles einen Hammer.

    Wenn man nur einen Hammer hat, sieht alles wie ein Nagel aus 😉

    Ich denke darauf geht ein gutes Stück des Problems zurück. Es ist anscheinend nicht die Regel, dass man mehrere Systeme gut kennt. Folglich ist der Hammer - das einzige Werkzeug, das man hat oder gut zu verwenden weiß - auch das beste Werkzeug. Denn alles sieht wie ein Nagel aus. Und das muss man der Welt natürlich mitteilen. Das ist jetzt aber allgemein gesprochen. Denn ich sehe gerade hier im Thread kein ernsthaftes Geflame. Es flamet doch niemand gegen irgendein System.



  • Naja, zum Teil hat das auch durchaus seine Berechtigung. Man spezialisiert sich im Laufe der Zeit ja auch auf bestimmte Themen, und sucht sich das passende Arbeitsumfeld dafür. (Bzw. sucht man sich zum Teil wohl auch die Themen, die zum favorisierten Arbeitsumfeld passen.)



  • Ich benutze Ubuntu. Gefaellt mir sehr gut. Aber die Desktop-Umgebungen Gnome/KDE sind leider um ein vielfaches langsamer als die von Windows.

    Edit: Damit auch die ganzen Programme. Das nervt mich einfach.



  • Ich bin beruflich u.a. Windows-Admin. Sprich ich bin derjenige, der gerufen wird, wenn mal wieder ne Platte abraucht, ein Motherboard defekt ist, o.ä.

    Meine letzten 48h hab ich damit verbracht, einen vier Jahre alten Windows 2003 SBS mit einem neuen Motherboard zu bestücken, das ganze zum laufen zu bringen, und dann die Welle an Problemen in der Domain auszureiten.

    Wenn ich nach Hause gehe, dann finde ich dort einen Server vor, wo ich einfach die Festplatten und den Controller in den nächstbesten PC schrauben könnte, und mit 90% Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, daß das System gebootet werden und seinen Job machen kann.

    Ich kann mal eben auf den Gedanken kommen, neben meiner Bootplatte noch ne andere in die Hotswap-Box zu schieben, und im laufenden Betrieb meine komplette Partition auf die andere Platte zu duplizieren. Nehm ich die Platte jetzt her und schieb sie in einen anderen Rechner, dann wird diese booten.

    Und das schöne an der Geschichte ist, ich darf das auch. Bei Windows müsste (Ausnahme: W2k3R2)ich allein fürs duplizieren erstmal ne Lizenz kaufen...

    Zeit verschwend ich schon in der Firma bei jedem Crash - das muss ich privat nicht auch noch haben.

    Die Benutzerführung ist mir da dann doch eher wurscht. Seit es die PowerShell gibt, muss sich auch Windows nicht so sehr verstecken...



  • Zur Treibersituation muss man einfach folgendes sagen:
    Linux hat eine Menge Treiber. Sicher fällt einiges an billig Hardware durch das Netz. Aber oft gibt es eher das Problem, dass die Treiber nicht alle Eigenschaften der Hardware unterstützen. Unter Windows ist man da idr. in einer besseren Situation, da die Hersteller Treiber für die aktuelle Windows-Version und vielleicht eine ältere rausrücken. Aber wenn man dann zum neuen Windows wechselt, gibt es plötzlich auch keinen Treiber mehr für den billig Scanner etc. Außerdem hat man dann für jeden Treiber seine eigenen Tools, die alle beim Programmstart geladen werden und in der Taskleiste hocken. Die Qualität der Treiber ist auch oft wesentlich geringer. Die meisten Abstürze von Windows sind angeblich auf beschissene Treiber zurück zu führen.

    Im groben kann man also sagen, dass man höchstens die Wahl hat, welches Treiberproblem man haben will.

    @árn[y]ék
    Ich finde mittlerweile arbeiten mit Windows einfach ein Krampf. Ich bin zu sehr an das Unix-artige gewöhnt, dass ich Tools kombiniere und von meiner Shell aus alles erreichen kann. Unter Windows hat man ja eher die Philosophie: Es gibt ein Tool und wenn das Tool etwas nicht kann, dann hat man Pech. Ich kann mir beim besten willen einfach nicht vorstellen, dass man unter Windows eine entsprechende Arbeitsleistung erreichen kann.

    Unbekannt schrieb:

    Ich bin beruflich u.a. Windows-Admin. Sprich ich bin derjenige, der gerufen wird, wenn mal wieder ne Platte abraucht, ein Motherboard defekt ist, o.ä.

    Mein Beileid. 🙂

    MrN schrieb:

    XMonad? 😉

    Was ist daran innovativ? Mir fehlt eher ein System, dass die Konzepte aus der Shell (viele kleine Tools, die ich entsprechend kombinieren kann), auf die GUI überträgt. Zur Zeit erreiche ich so etwas in Sawfish eben dadurch, dass ich mir in elisp was bastel (unter XMonad wäre es eben Haskell). Aber das ist nicht optimal.

    Für OSX gäbe es da Automator, aber Automator ist imho sehr sehr limitiert. Damit kann man auch nur die Dinge kombinieren, die die Anwendungsentwickler für einen vorgedacht haben. Bestes Beispiel ist der Google-Vortrag zum Thema Automator, wo der Chefentwickler eine Anwendung zeigt, wie man mit Automator Fotos sortieren und umbenennen kann, anhand von Daten aus iPhoto. Am Ende fragt jemand, ob er die Fotos auch nach der vergebenen Bewertung sortieren könnte und der Chefentwickler sucht erst und muss dann eingestehen, dass das nicht geht und verweist darauf, dass er dafür Apple Aperture (eine 300€ Prof. Bildbearbeitungssoftware) kaufen solle...

    @Walli
    OSX ist genauso frickelware, wie alles andere. Apple kocht auch nur mit Wasser und manchmal ist das lauwarmer, als alle Marketing und "In"-Zeitschriften auf der Welt einem glaubhaft machen wollen. (Anm: Ich arbeite seit 2 Jahren mit OSX).



  • rüdiger schrieb:

    Ich kann mir beim besten willen einfach nicht vorstellen, dass man unter Windows eine entsprechende Arbeitsleistung erreichen kann.

    Kommt drauf an was du mit Arbeitsleistung meinst. Wenn es ums administrieren der verwinkeltsten Einstellung im BS meinst: vielleicht. Hingegen finde ich, dass man unter Windows wesentlich effizienter und angenehmer entwickeln kann (obwohl das ja oft als Argument für Linux benutzt wird). Ich benutze z.B. unter Windows immer VS05 + MSDN + FX Composer und ich habe noch nichts vergleichbares unter Linux gesehen.

    Neben rein rationellen Gründen mag ich Linux aber alleine schon nicht so wegen so manchem Linux-Benutzer (hab da echt abenteuerliche Erfahrungen gemacht im Studium^^). Die waren einfach oft total Hardcore und sahen die Betriebssystemfrage als richtige Glaubensfrage an. Bei Windows-Benutzern habe ich so eine verbohrte Haltung noch nie gesehen. Hätte ich andere Erfahrungen gemacht, würde ich jetzt wahrscheinlich Linux toll finden. Aber naja, so ist es jetzt nun mal und ich lebe gut damit 😉



  • this->that schrieb:

    Ich benutze z.B. unter Windows immer VS05 + MSDN + FX Composer und ich habe noch nichts vergleichbares unter Linux gesehen.

    unter linux entwickeln viele c oder c++ coder wie in den 80'er jahren, mit vi, emacs, makefiles und so. richtig gute IDEs gibt's fast nur für Java.

    this->that schrieb:

    Neben rein rationellen Gründen mag ich Linux aber alleine schon nicht so wegen so manchem Linux-Benutzer (hab da echt abenteuerliche Erfahrungen gemacht im Studium^^). Die waren einfach oft total Hardcore und sahen die Betriebssystemfrage als richtige Glaubensfrage an. Bei Windows-Benutzern habe ich so eine verbohrte Haltung noch nie gesehen. Hätte ich andere Erfahrungen gemacht, würde ich jetzt wahrscheinlich Linux toll finden.

    stimmt, die halten sich für die mega-tollen hacker und nerds. trotzdem würde ich linux nicht allein wegen der stumpfsinnigen userbase beurteilen.
    🙂



  • this->that schrieb:

    Neben rein rationellen Gründen mag ich Linux aber alleine schon nicht so wegen so manchem Linux-Benutzer (hab da echt abenteuerliche Erfahrungen gemacht im Studium^^). Die waren einfach oft total Hardcore und sahen die Betriebssystemfrage als richtige Glaubensfrage an. Bei Windows-Benutzern habe ich so eine verbohrte Haltung noch nie gesehen. Hätte ich andere Erfahrungen gemacht, würde ich jetzt wahrscheinlich Linux toll finden. Aber naja, so ist es jetzt nun mal und ich lebe gut damit 😉

    Davon machst du abhängig, welche Software du nimmst? Das ist doch nur eine andere Art von Glaubensfrage. Also praktisch auf der gleichen Ebene, wie die Leute die du verfluchst. 🙄

    Aber es gibt auch Windows-Benutzer, die aus Windows eine Glaubensfrage machen. Gerade hier im Forum trifft man immer wieder solche Exemplare. Aber im großen und ganzen hast du recht, die meisten Leute benutzen Windows eher unfreiwillig und sind damit eher sehr unzufrieden bis extrem unzufrieden. YMMV

    Zu deinem spezifischen Softwareproblem kann ich nicht viel sagen. Aber es bestätigt höchstens meine "Bigtool"-Theorie.


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