Praktische Bedeutung von dpi



  • Wenn ich mit dem Microsoft Photo Editor ein neues Bild erstellen will, dann kann ich unter anderem die Auflösung in dpi und die Breite und Höhe angeben.

    Nun meine Frage: Wozu sind diese dpi eigentlich gut? Wird die Größe eines Bildes nicht allein durch die Anzahl seiner Pixel bestimmt?
    Ich habe mal zwei Bilder erstellt, jeweils 150x100 Pixel groß, und dort den gleichen Inhalt aus der Zwischenablage reingetan. Bei dem einen Bild hab ich einen Wert von 25 dpi eingestellt, bei dem anderen einen von 5000. Dann hab ich die beiden Bilder mit dem Befehl fc verglichen. Das Ergebnis: Beide Dateien sind exakt gleich. Wozu gibt es also diese dpi-Angabe? Selbst wenn die nur für ausgedruckte Bilder gelten sollte, wäre das sinnlos, denn wie man durch den Vergleich sieht, wird der dpi-Wert in der Datei ja gar nicht gespeichert. Welchen praktischen Sinn hat er also?



  • deine freundin wiki sagt es dir 😉
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dpi



  • google->dpi
    erster Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Dpi



  • Das erklärt aber immer noch nicht, wieso zwei Bilder, die einen unterschiedlichen dpi-Wert haben und ansonsten gleich sind, den exakt gleichen Binärcode haben können.
    Ich habe ein Foto mit 150x100 Pixeln und 25 dpi. Und ich habe das gleiche Foto mit 150x100 Pixeln und 5000 dpi.

    fc /b foto1.png foto2.png
    Verglichen werden foto1.png und foto2.png
    FC: Keine Unterschiede festgestellt
    

    Wie soll denn der Drucker wissen, daß er das Bild mit 25 oder 5000 dpi drucken soll, wenn die Information gar nicht in der Datei drinsteht? Folglich ist diese Angabe doch eigentlich sinnlos, oder? Der tatsächliche dpi-Wert für Drucker etc. wird ganz woanders festgelegt, aber nicht in der entsprechenden Bilddatei. Wieso muß ich den Wert also vor dem Erstellen der Datei angeben und nicht einfach nur die Größe in Pixeln?



  • NES-Spieler schrieb:

    Das erklärt aber immer noch nicht, wieso zwei Bilder, die einen unterschiedlichen dpi-Wert haben und ansonsten gleich sind, den exakt gleichen Binärcode haben können.

    Das erklärt lediglich, dass die DPI im PNG-Format nicht abgespeichert werden. Vielleicht gibt es Bildformate, bei denen das anders ist.

    Wie soll denn der Drucker wissen, daß er das Bild mit 25 oder 5000 dpi drucken soll, wenn die Information gar nicht in der Datei drinsteht?

    Der Drucker druckt nicht die Datei, sondern die Daten, die ihm die Applikation schickt.



  • NES-Spieler schrieb:

    Wie soll denn der Drucker wissen, daß er das Bild mit 25 oder 5000 dpi drucken soll, wenn die Information gar nicht in der Datei drinsteht?

    Speicher mal als TIFF, oder JPEG.



  • Ah ja. Mit JPG gibt es Unterschiede. Da frag ich mich nur, wieso das Programm dann nicht erstmal abfragt, welchen Dateityp man will, um danach die entsprechenden Optionen freizugeben.



  • Vielleicht speichert es für sich selbst die Informationen, falls du auf Ausdrucken klickst. Das 5000dpi bild wird dabei recht klein und das 25dpi Bild etwas größer.



  • Was mich jetzt noch interessiert: Wieso werden die dpi überhaupt in der Datei gespeichert? Die Darstellung auf dem Bildschirm und die Dateigröße beeinflußt es nicht. Also wieso ist die dpi-Zahl eine Sache des Dateiinhalts? Viel logischer würde ich es doch finden, wenn man vor dem Druckvorgang gefragt wird: "Mit welcher dpi-Zahl willst Du das Bild drucken?" Da die dpi-Zahl weder die Dateigröße, noch die Darstellung auf dem Bildschirm beeinflußt (dafür sind die Pixelwerte zuständig), sollte sie etwas sein, das nicht in die Bilddatei gehört, sondern ausschließlich vom Programm geregelt wird. (Das ist ja so, als würde ich in einer Plain-Text-Datei einen Wert haben, der die Schriftgröße beim Drucken angibt und der für die Darstellung auf dem Bildschirm keinerlei Bedeutung besitzt.)



  • NES-Spieler schrieb:

    Was mich jetzt noch interessiert: Wieso werden die dpi überhaupt in der Datei gespeichert? Die Darstellung auf dem Bildschirm und die Dateigröße beeinflußt es nicht. Also wieso ist die dpi-Zahl eine Sache des Dateiinhalts? Viel logischer würde ich es doch finden, wenn man vor dem Druckvorgang gefragt wird: "Mit welcher dpi-Zahl willst Du das Bild drucken?" Da die dpi-Zahl weder die Dateigröße, noch die Darstellung auf dem Bildschirm beeinflußt (dafür sind die Pixelwerte zuständig), sollte sie etwas sein, das nicht in die Bilddatei gehört, sondern ausschließlich vom Programm geregelt wird. (Das ist ja so, als würde ich in einer Plain-Text-Datei einen Wert haben, der die Schriftgröße beim Drucken angibt und der für die Darstellung auf dem Bildschirm keinerlei Bedeutung besitzt.)

    Der DPI-Wert entsteht, wenn Bilder aus der realen Welt digitalisiert werden und wird benötigt, wenn diese Bilddateien durch einen Drucker wieder in ein Bild in der realen Welt gebracht werden sollen. Ansonsten wäre es ja nicht möglich, ein eingescanntes Bild ohne Zutun des Nutzers in derselben Größe wieder auszudrucken und das Bild würde umso kleiner werden, je höher die Auflösung des Druckers ist. Das ist nunmal die Vorgehensweise, wenn Bilder geräteunabhängig gespeichert werden.
    Das Beispiel mit der Textdatei ist eher untauglich, angebrachter wäre da der Bezug auf Microsoft Word-Dokumente. Es wäre ja ziemlich unsinnig, wenn Word die angezeigte A4-Seite nicht auch so auf ein A4-Blatt übertragen würde sondern du nach dem Kauf deines neuen Druckers mit entsprechend hoher Auflösung A4-Seiten nur noch im A8-Format ausdrucken könntest. Deshalb speichert es die Maße des Dokuments natürlich nicht als Pixelmaße.
    Bei der Darstellung auf Bildschirmen hat der DPI-Wert in der Tat seine Bedeutung nahezu verloren, da man den Zoomfaktor schnell verändern kann, die Bildschirme ziemlich unterschiedliche DPI-Werte haben, die das Betriebssystem nicht in jedem Fall ermitteln kann und man sowieso selten Interesse daran hat, Grafiken in Realgröße auf dem Bildschirm darzustellen.


Anmelden zum Antworten