Ist Boost OpenSource?



  • Hi,

    ich habe mich bereits bei Wiki und Boost.org erkundigt, allerdings keine genauen Infos auf meine nachfolgende Frage gefunden. Ist Boost denn komplett OpenSource, also kann man auch nachsehen, wie die jeweiligen Funktionen und Klassen intern aufgebaut sind?

    Danke!



  • Allein schon die Tatsache, dass auf der Download-Seite auf Sourceforge src-Pakete zum Download bereit stehen spricht dafür, dass boost Open Source ist 😉

    Ansonsten schau mal hier:
    http://boost.org/more/license_info.html



  • also...

    ich weiß ja nicht was du denkst, aber wenn ich mir boost installiere, führ ich normalerweise bjam aus, und das kompiliert mit boost. Und wie soll es kompilieren, wenn die quellen ncih zugänglich sind?

    Ne, also boost ist opensource. Die meisten teile von boost sind ja auch header-only, was ohne quellcode gar nicht geht.



  • Maxi schrieb:

    Und wie soll es kompilieren, wenn die quellen ncih zugänglich sind?

    Das selbe hatte ich mir auch gedacht... Ich wollte nur auf Nummer sicher gehen, schließlich könnten deshalb trotzdem schon vorkompilierte, und nicht OPenSource verfügbare Libraries existieren. Danke für die Antworten!



  • Offiziell ist Boost *nicht* Open Source! Denn Boost verwendet keine vom OSI akzeptierte OpenSource-Lizenz.

    In der letzten iX gab es einen Beitrag von einem deutschen Juristen dazu. Im juristischen Sinn sieht es wohl so aus, dass die von Boost verwendeten Lizenzen teilweise einige Inkompatibilitäten zu den OpenSource-Lizenzen mit sich bringen. Wenn es hart auf hart kommt, könnte das tatsächlich zu Problemen vor Gericht führen. Von daher ist schon interessant zu verfolgen, wie sich die ganze Sache entwickelt.

    Dem steht allerdings entgegen, dass Boost als Quelltext zugänglich ist. Solange man die Codes von Boost unverändert in seine Projekte einbindet, sollte man relativ wenige Probleme haben. Wenn man allerdings seine eigenen Codes, die veränderte Teile aus Boost verwenden, z.B. unter der GPL herausgeben will, könnte es Konflikte geben.



  • Also das finde ich nun wirklich gewagt zu sagen, das etwas nicht OpenSource ist, weil ein Verleger meint, er bestimme was OpenSource ist. Die OSI hat nicht OpenSource erfunden. "Offiziell" schon garnicht.



  • Artchi schrieb:

    Also das finde ich nun wirklich gewagt zu sagen, das etwas nicht OpenSource ist, weil ein Verleger meint, er bestimme was OpenSource ist. Die OSI hat nicht OpenSource erfunden. "Offiziell" schon garnicht.

    Doch, hat sie, offiziell erst recht. „Open Source“ ist ein geschützter Begriff und ein eingetragenes Markenzeichen der OSI. Genau das ist der springende Punkt. Die OSI geht, wenn man mit anderen Instituten vergleicht, sehr freigiebig mit der Erlaubnis um, dass jemand seinem Produkt den geschützten Namen geben darf. Über diese Freigiebigkeit vergisst man leicht mal, dass es eben *doch* ein geschützter Name hat, dessen falsche Interpretation eventuell rechtliche Konsequenzen haben kann.

    Dieser Thread zeigt ja, wie dieser Markenschutz offensichtlich übersehen wird.


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