warum ist eigentlich der letzt name einer datei immer 3 stellig ?



  • uil schrieb:

    textbasierten Oberfläche wie einer Konsole den Benutzer wenn man auf Dateinamen verzichtet?

    Ups, ich meinte natürlich Dateinamenserweiterung.



  • uil schrieb:

    bild_1.verlustlos
    bild_2.verlustbehaftet

    Und spätestens dann hat man so nen Müll wie die ungarische Notation bei der Programmierung.

    Da ist der anerkannte Standard die Dateien mit einer Dateiendung für den Dateityp anzugeben, schon wieder viel sinnvoller.

    Außerdem würde es nicht genügen, wenn man bei einer grafischen Oberfläche einer Audio Datei nur ein einziges Audio Symbol zuordnet, das dann für Sounddaten steht.
    Denn auch hier gibt es verlustlos und verlustbehaftet.

    D.h. im Endeffekt gibt man auch bei grafischen Oberflächen im grafischen Symbol klugerweise wieder den Dateityp an und dann landet man wieder bei Bezeichungen wie jpg oder PNG.



  • zwutz schrieb:

    Der User bekommt in der Mail eine ausführbare Datei als "Bild.jpg" untergeschoben. Bisher muss die Datei auf .exe, .scr, .com oder .bat enden, um ausführbar zu sein (und ist dadurch sofort vom User ersichtlich, die Sache mit der ausgeblendeten Erweiterung mal außen vor gelassen).

    Bei deinem hypothetischen System vielleicht. Aber in der Realität erhält man bei Linux/Unix keine ausführbaren Dateien per E-Mail. Alles was du als Mail-Anhang bekommst hat logischerweise kein Ausführbarkeits-Bit gesetzt. Denn das ist Sache des Dateisystems und das kann man schlecht per Mail verschicken. Einen Wurm/Trojaner/wasauchimmer wirst du einem Linux/Unix-Anwender nicht so einfach per E-Mail unterjubeln können.

    ls ohne Zusatzparemter unterscheidet nichtmal zwischen Ordnern und Dateien, von der fehlenden Markierung von ausführbaren Dateien mal ganz abgesehen. Erst der chmod bietet da mehr Infos

    ls markiert normalerweise Ordner, Dateien und ausführbare Dateien mit unterschiedlichen Farben bei der Ausgabe. Den Unterschied sieht man also jeweils auf den ersten Blick.

    Wie kommt ihr überhaupt auf die Idee, dass Dateiendungen verboten wären, sobald man zusätzlich den MIME-Type verwendet? Der Witz bei den Systemen mit file ist doch gerade der, dass man die Vorteile von Dateiendungen und die Vorteile vom MIME-Type kombiniert und beides hat.



  • kein plan schrieb:

    kann man eigentlich auch eigende formarte schriebn ,die nur ich öffnen kann ?

    (mall sollte sich nicht mit rechtemaustaste - öffnen mit .. editor öffnen können),
    sondern wie z.b. ne dll nur "hyroglüphen" sein 🕶

    wenn du eine Anwendung entwickelst, die ein eigenes Dateiformat notwendig macht, dann ja

    die Dateierweiterung kannst du eh selbst bestimmen und die "Hieroglyphen" (nix ü) sind Binärdaten die zur besseren Lesbarkeit als Unicode-Zeichen dargestellt werden, und auch da steht dir offen, welche Daten du dort reinschreibst...
    In der Regel kann man die Daten dort aber genauso lesen... Sobald jemand weiß, wie die Daten abgespeichert werden, weiß er auch, wie er sie wieder auslesen kann. Schließlich musst du sie später auch wieder lesen können. Nicht umsonst gibt es Programme, mit denen man Informationen aus z. B. dll-Dateien auslesen (und auch ändern) kann



  • minhen schrieb:

    ls markiert normalerweise Ordner, Dateien und ausführbare Dateien mit unterschiedlichen Farben bei der Ausgabe. Den Unterschied sieht man also jeweils auf den ersten Blick.

    Falsch, denn diese Eigenheit ist GNU FSF spezifisch.
    Das ls von Solaris kann das z.B. nicht.
    Und bei anderen Unix Systemen ist es ähnlich.

    Man kann also nicht davon ausgehen, daß sich ls immer so verhält, wie
    das ls des GNU Projekts.



  • Ich habe eigentlich an einen grafischen System gedacht (wie KDE oder Gnome). Alle Dateiverwalungsfenster (wie Dolphin, Thunar, Konqueror, Explorer) hat meinstens in der Spaltenansicht immer die Spalten: Dateiname, Dateityp. Also habe ich sowas:

    Bild1    jpg-Bild
    Bild2    jpg-Bild
    Bild3    png-Bild
    

    Da hat ja dann WindowsXP nachgezogen und hat die Erweiterung einfach ausgeblendet. Linux untersucht die Datei, so wird aus einer jpg nicht auf einmal ein gif, wenn ich den Namen aendere.

    In der Konsole kann man nicht die Datei einfach "aufrufen", man muss ein Programm passend zum Typ starten, dass stimmt. Deswegen gibts ja auch das Programm "file" unter Linux.

    uil schrieb:

    Daher will ich ehrlich gesagt auch gar nicht ohne auskommen.
    Dateien ohne Dateiendung finde ich daher z.B. lästig.
    Erst Recht unter einem Betriebssystem wie Windows, das
    den Typ einer Datei nur an den Endungen erkennt
    und mit so Dateinamen wie README, COPYING oder INSTALL erstmal gar nichts anfangen kann.

    Das ist ja das Problem an Windows. In Linux Systemen steht dann:

    README       audio-file // wenn sich jemand ein Scherz erlaubt
    COPYRIGHT    text-file
    INSTALL      text-file
    

    Aergert mich jedesmal eine Windows-Kiste, jeder mit Kruecken kann sehen das es eine Text-File ist, aber nur Windows ist wieder zu bloed dafuer.
    In Linux: mime-type: plain/text -> Anwendung: Gedit
    In Windows: Keine Dateierweiterung -> Keine Anwendung
    (ob sich da was in Vista verbessert hat?)

    uil schrieb:

    Da ist der anerkannte Standard die Dateien mit einer Dateiendung für den Dateityp anzugeben, schon wieder viel sinnvoller.

    Es gibt unzaehlige Konflikte mit den bloeden Dateierweiterungen. Deswegen reichen ja auch schon 3 Zeichen dafuer nicht mehr aus: .docx

    Die Erweiterungen sind eine gute Sache, fuer den Menschen. Aber aus einem Bild sollte nicht ploetzlich eine Executable werden, nur weil sich jemand ein Scherz erlaubt. Wie schon gesagt: Erweiterungen um den Menschen zu helfen, nicht dem Computer.

    PS: Wie aergert man einen Windows-Benutzer am besten: Ein Virus das nur die Dateierweiterungen von allen Dateien loescht, den Namen und den Inhalt aber unveraendert laesst. 🕶



  • Linux untersucht die Datei

    Falsch. file untersucht die Datei. Bitte das GNU nicht vergessen! 😉

    die "Hieroglyphen" (nix ü) sind Binärdaten die zur besseren Lesbarkeit als Unicode-Zeichen dargestellt werden

    Muss ich verstehen, wie du auf Unicode kommst?

    Wie aergert man einen Windows-Benutzer am besten: Ein Virus das nur die Dateierweiterungen von allen Dateien loescht, den Namen und den Inhalt aber unveraendert laesst.

    Schöne Idee!



  • Linux kennt doch eigentlich nur ein paar Dateitypen (executable, directory, binray oder so), den rest muss es irgendwie aus der datei rausfrickeln.



  • cheopz schrieb:

    die "Hieroglyphen" (nix ü) sind Binärdaten die zur besseren Lesbarkeit als Unicode-Zeichen dargestellt werden

    Muss ich verstehen, wie du auf Unicode kommst?

    Ich glaube er meint, daß Unicode Zeichen angezeigt werden, wenn
    man die Datei mit nem stink normalen Texteditor öffnet.

    Ich mußte auch 2 mal drüberlesen, ehe ich verstanden habe, was mit Unicode gemeint ist.
    Wenn es schlecht läuft, dann geht der Texteditor aber natürlich von irgendeinem anderen Zeichensatz aus, (z.b. ISO 8859-1) aber bei Binärdateien ist das eh wurscht.

    Es gibt unzaehlige Konflikte mit den bloeden Dateierweiterungen. Deswegen reichen ja auch schon 3 Zeichen dafuer nicht mehr aus: .docx

    Beispiel?

    Ich hatte nämlich noch keinen Konflikt.
    Zwar gibt es hin und wieder mal eine Dateiendung in einem Programm,
    die den Namen eines bekannten Dateiformats trägt,
    aber da diese Datei meist nur für dieses Programm verwendet wird
    und in dessen Unterverzeichnis liegt und das Programm auch selbst keinen extra Mime Type für diese Datei anlegt, was erst zum Konflitk führen würde, gibt es da eigentlich auch keine Konflikt.

    D.h. ich hatte noch nie 2 Programme die verschiedene Dateiformate mit der selben Dateiendung im System angemeldet haben.



  • uil schrieb:

    Falsch, denn diese Eigenheit ist GNU FSF spezifisch.
    Das ls von Solaris kann das z.B. nicht.
    Und bei anderen Unix Systemen ist es ähnlich.

    Man kann also nicht davon ausgehen, daß sich ls immer so verhält, wie
    das ls des GNU Projekts.

    Ich sagte normalerweise. Normalerweise wie in bei GNU/Linux ist das der Fall, bei manchen Unix-Systemen genau so (Mac OS 😵 oder mit Zusatzparameter (z.B. FreeBSD). Dass es Systeme gibt, bei denen ls keine farbige Ausgabe beherrscht, habe ich nie ausgeschlossen. Der mit den absoluten Aussagen ohne Ausnahmen warst und bist* du.

    * "GNU FSF spezifisch" - wie gesagt, FreeBSDs ls kann das ganz ohne GNU.



  • oder das ls --color | ansi2color auf meinem windows.
    Ist das nicht toll?



  • hallo

    die bevorzugte Dreistelligkeit von Dateiendungen hat wohl historische Gruende.
    Schon bei {C|M}P\M in den 70ern endeten Textdateien mit .txt und Kommandos mit .com und vermutlich aehnlich bei OS's aus noch frueheren Zeiten.
    Damals waren 12 Zeichen lange Dateinamen Stand der Technik, da verschwendet man keinen Buchstaben zuviel fuer die Endung.

    @Konflikte mit 3er-Dateiendungen: Die gibt es wirklich.

    Ich hatte Konflikte mit kollidierenden 3er Dateiendungen, wenn ich TeX mit bibtex und makeindex unter win32 benutzte. Eine der automatisch erzeugten Zwischenspeicherdateien wurde von win32 per default fuer eine Internet Einrichtungsdatei - oder so etwas aehnliches - gehalten.



  • gre schrieb:

    oder das ls --color | ansi2color auf meinem windows.

    Das ls ist Teil des Win32-Ports der GNU-Tools. Ist klar, dass das grundsätzlich Farben beherrscht 😉


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