Open Office ist der größte DRECK!
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Tim schrieb:
LaTeX für Präsentationen? Sag mir bitte, dass das auch ironisch übertrieben ist.

seltsam, ich würde gar nicht auf die idee kommen was anderes für präsentationen zu nehmen als latex-beamer.
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chrische5 schrieb:
An keiner TU, falls du damit Technische Universität meinst, sondern Sonderschulpädagogik und da sind viele mit Computern noch nicht so fit.
Ah, alles klar.
Naja, schlimmstenfalls mal LaX oä vorführen.

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Tim schrieb:
LaTeX für Präsentationen? Sag mir bitte, dass das auch ironisch übertrieben ist.

Das beste überhaupt. Bei LaTeX-Beamer muss man sich anstrengen, damit die Folien scheiße aussehen. Bei Powerpoint und Clonen muss man sich anstrengen, damit die Folien gut aussehen. :p
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JETZT sind wir dann doch noch auf Troll-Niveau angekommen.
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Nein, ruediger hat Recht. Klingt zwar hart, is aber so.
Getrolle fängt nicht erst da an, wo Deine Tools nicht mehr gepriesen werden, sondern auch mal was gelobt wird, was Du nicht verwenden kannst.
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dddddddddddddddddddddd schrieb:
Immer wieder das selbe! Diese klickibuntifetischisten, die keine Eigeninitiative aufzeigen um sich eigenständig weiterzubilden verpönen leistungsstrke tools, welche eine gewisse einarbeitung erfordern. Bestes Beispiel: LaTeX, shell-tools, vi(m), emacs, etc etc etc. All das leistungsstarke tools, die diesen verklemmten klickibuntibauern verwehrt bleiben!
sowas frickliges wie vi kannste nun wirklich nicht mit ausgereifter software wie TeX vergleichen. ausserdem gibt's für TeX bestimmt auch schicke klicky-oberflächen.

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borg schrieb:
Tim schrieb:
LaTeX für Präsentationen? Sag mir bitte, dass das auch ironisch übertrieben ist.
seltsam, ich würde gar nicht auf die idee kommen was anderes für präsentationen zu nehmen als latex-beamer.
Wie schon gesagt, wer einmal mit Latex-Beamer gearbeitet hat, will nie wieder etwas mit PowerPoint oder Impress machen müssen. Das hängt auch mit dem zusammen, was this->that in seiner vorurteilsbehafteten Unwissenheit einfach als Getrolle abstempelt.
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Ich will gar nicht bestreiten, dass die Folien mit Beamer gut aussehen (wobei mich die Beispiele auf der Seite jetzt auch nicht vom Hocker gerissen haben). Trotzdem ist es mir einfach zu eingeschränkt in der Darstellung, es ist halt alles statisch. Auch bezweifle ich dass die Erstellungsgeschwindigkeit bei Präsentationen wo es über simple Darstellung von Text hinausgeht, wirklich höher ist.
Aber das ist eigentlich alles irrelevant. chrische5 hat den wesentlichen Punkt schon genannt. Und das ist halt ein Killerargument. Man mag es als "Barriere im Hirn" bezeichnen, aber ich sehe es schlicht als Zeitverschwendung an, ein Tool kennenzulernen für das ich real keinen Zweck habe.
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Tim schrieb:
Trotzdem ist es mir einfach zu eingeschränkt in der Darstellung, es ist halt alles statisch.
Für alle Elemente sind dynamische Einblend-Effekte bereits vordefiniert. Ich nutze gerne "transparent", um noch ausgeblendete Bereiche einer Folie bereits schwach sichtbar eingeblendet zu haben. Es gibt aber natürlich auch noch andere Möglichkeiten.
Wem diese dynamischen Effekte nicht reichen, der kann auch selbst Hand anlegen, wie in folgendem Beispiel, das ich einfach aus der Beamer-Dokumentation rauskopiert habe:
http://www.datenschleuder.eu/get_fca010d224862001a21ea5160c895aa1.html
(die Animationen laufen im Acrobat Reader nur im Präsentationsmodus automatisch ab)Das Einblenden des Textes erfolgt mit dem Befehl:
\animatevalue<1-10>{\opaqueness}{100}{0}Das liest sich als: Die Opaqueness soll im Verlauf der nächsten zehn Folien von 100% auf 0% fallen.
Das Rausschieben der ersten Boxen wiederum geschieht durch:
\animatevalue<1-15>{\opaqueness}{100}{0}
\animatevalue<1-15>{\offset}{0cm}{-5cm}Opaqueness analog zu oben und ansonsten soll im Laufe der nächsten 15 Folien der Offset der Box von 0 cm auf -5 cm geschoben werden.
Die andere Box wird völlig analog eingeblendet und ins Bild geschoben.Also was war noch einmal dein Argument bezüglich Eingeschränktheit und alles zu statisch? Oder sind dir die Animationen zu aufwendig zu machen?

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minhen schrieb:
(die Animationen laufen im Acrobat Reader nur im Präsentationsmodus automatisch ab)
Ich habs jetzt (mangels Acrobar Reader) nur mit xpdf betrachtet. Ich konnte die Animationen nicht automatisch ablaufen lassen, aber ich glaube gerne dass das geht.
minhen schrieb:
Also was war noch einmal dein Argument bezüglich Eingeschränktheit und alles zu statisch? Oder sind dir die Animationen zu aufwendig zu machen?

O.K. gehen wir eine Stufe weiter. Einbetten von Dateien und Filmen.
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also für die hübschen einblendungen benutze ich http://keyjnote.sourceforge.net/, das ist so richtig hübsch und es kann noch viel mehr (übersichtsseite, spotlight, bereiche makieren und alles drumrum wird ausgegrautm ...)
@Tim: video und audio geht wunderbar mit dem movie15 paket, also einfach
\usepackage{movie15} ... \includemovie{6cm}{6cm}{mein_film.mp4}mit ooimpress/pp hab ich bisher nur probleme gehabt mit eingebetteten videos. ist natürlich wieder ein arcobad reader only feature :(. deswegen öffne ich videos immer vorher und verteile sie vollbild auf meine desktops, so kann ich dann per tastenkombination von präsentation zu video wechseln ohne das ich zwischendurch nervig irgendwo rumklicken muss.
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nman schrieb:
Nein, ruediger hat Recht. Klingt zwar hart, is aber so.
Klar, er hat recht. Is total hart, aber nun mal Fakt. Muss man auch nicht weiter begründen. Ist halt einfach so, weil nman das auch so sieht.
Wenn man natürlich mit PowerPoint nicht umgehen kann und z.B. nicht in der Lage ist einfach nen fertiges Template zu benutzen, mag das stimmen.
So ziemlich jede Präsentation (GDC, GDE, E3, NVidia, ATI usw.), die ich die letzten Jahre im Web gelesen habe, war ne pptx Datei. Und die sahen alle gut aus.
Ich sehe nicht einen Grund, warum ich mich jetzt in die unzähligen Befehle einarbeiten sollte, wenn ich mit PowerPoint absolut ohne weiteres Wissen sehr schnell alles machen kann was ich will.
Auch lustig stell ich mir es vor, "normalen Anwendern" (ihr würdet sie wohl als DAUs bezeichnen) versuchen Latex schmackhaft zu machen. Dass sie anstatt mittels WYSIWYG irgendwelche \{Befehle} in nen Texteditor hacken. Könnt das ja mal bei euren Eltern kurz probieren.

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this->that schrieb:
"normalen Anwendern" (...) versuchen Latex schmackhaft zu machen. Dass sie anstatt mittels WYSIWYG irgendwelche \{Befehle}
Man muss einfach zur Kenntnis nehmen, dass nicht jeder unabhaengig von Vorbildung und technischem Verstaendnis alles an einem PC machen koennen muss.
Vor 30 Jahren haette niemand verlangt, dass eine Rotationsdruckmaschine und ein Tonstudio so einfach bedienbar sein muss, dass jedermann in den Maschinenraum einer Druckerei gehen kann, ein paar Knoepfe drueckt und Ausdrucke macht.
Mit einem aktuellen PC hat heute jeder Zugriff auf seine private Druckerei. Und ploetzlich muss das alles kinderleicht sein, obwohl es vor noch nicht langer Zeit ein Job fuer geschulte Spezialisten war?
Funktionsvielfalt/Maechtigkeit und einfache Bedienbarkeit sind einander widerstrebende Ziele.
Das eine geht auf Kosten des anderen.
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this->that schrieb:
Auch lustig stell ich mir es vor, "normalen Anwendern" (ihr würdet sie wohl als DAUs bezeichnen) versuchen Latex schmackhaft zu machen. Dass sie anstatt mittels WYSIWYG irgendwelche \{Befehle} in nen Texteditor hacken. Könnt das ja mal bei euren Eltern kurz probieren.

Hätte den selben Effekt, wenn ich sie vor PowerPoint/Impress setzen würde. würd nix bei rauskommen

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Wenn WYSIWYG möglich ist, dann ist ein Verzicht darauf einfach nur rückständig und altertümlich.
Genauso rückständig und altertümlich ist der Verzicht auf Umlaute in einer UNICODE-Umgebung.
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fortschrittsfan schrieb:
Wenn WYSIWYG möglich ist, dann ist ein Verzicht darauf einfach nur rückständig und altertümlich.
Genauso rückständig und altertümlich ist der Verzicht auf Umlaute in einer UNICODE-Umgebung.
LOL. Deine Logik ist schrott. GUI ist einfach nur dazu da, um die kompletten PC-Neulinge nicht abzuschrecken. Wer allerdings richtig professionell und produktiv arbeiten will, der greift zu _richtigen_ tools, die auch oft eine gewisse einarbeitung erfordern und vllt etwas IT-wissebn.
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this->that schrieb:
Auch lustig stell ich mir es vor, "normalen Anwendern" (ihr würdet sie wohl als DAUs bezeichnen) versuchen Latex schmackhaft zu machen. Dass sie anstatt mittels WYSIWYG irgendwelche \{Befehle} in nen Texteditor hacken. Könnt das ja mal bei euren Eltern kurz probieren.

klar, hab ich. Seitdem hat sie sich vorgenommen, das zu lernen. Sie war einfach nur erstaunt, wie gut und schnell das alles klappen kann, im gegensatz zu dem was sie immer machen muss, um das zu erreichen.
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Tim schrieb:
O.K. gehen wir eine Stufe weiter. Einbetten von Dateien und Filmen.
Ich denke du hast eine völlig falsche Vorstellung von LaTeX. Für LaTeX/Beamer ist das nicht eine Stufe weiter sondern so trivial wie alles andere auch:
\include
\includegraphicsFür Multimedia-Kram:
\sound
\movieBeispiel:
\movie[label=MeinFilm,autostart,duration=5s]{}{film.avi}
\hyperlinkmovie[start=5s,duration=7s]{MeinFilm}{Weiter}
\hyperlinkmovie[start=12s]{MeinFilm}{Ende zeigen}Das bettet einen Film in die Präsentation ein (\movie) und ereugt zudem zwei Links (\hyperlinkmovie) um zu verschiedenen Stellen des Films direkt zu springen. Wird die Seite aufgerufem, startet der Film automatisch und zeigt die ersten 5 Sekunden. Der erste Link zeigt dann die folgenden 7 Sekunden, der letzte Link den Rest.
Im Gegensatz zu borgs Variante ist das auch schon Bestandteil des Beamer-Pakets, also des Pakets für Präsentationen.
this->that schrieb:
So ziemlich jede Präsentation (GDC, GDE, E3, NVidia, ATI usw.), die ich die letzten Jahre im Web gelesen habe, war ne pptx Datei. Und die sahen alle gut aus.
Mal davon abgsehen, dass pptx erst mit Office 2007 als Standardformat eingeführt worden ist, hast du einen Knick in deiner vorurteilsbehafteten Wahrnehmung. Niemand behauptet, dass man mit PowerPoint keine gut aussehenden Präsentationen machen könnte. Lies einfach noch einmal, was gesagt wurde

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this->that schrieb:
nman schrieb:
Nein, ruediger hat Recht. Klingt zwar hart, is aber so.
Klar, er hat recht. Is total hart, aber nun mal Fakt. Muss man auch nicht weiter begründen. Ist halt einfach so, weil nman das auch so sieht.
Klar. Mindestens genauso sehr, wie das alles frickelig und unbenutzbar ist und keine Chance mit der Weltmarktführer-Software hat, nur weil this->that das so sieht.
Wenn sich in meinem Bekanntenkreis Leute für LaTeX interessieren, verweise ich immer auf Diplomarbeit mit LaTeX und The Not So Short Introduction to LaTeX2e und normalerweise gibts höchstens bei BibTex noch Fragen. Oder wenn die Leute ihre Bookmarks zerschossen haben und diese Seiten weitergeben wollen.
Tim: Um es kurz zusammenzufassen: LaTeX ist (auch bei Präsentationen) einfach toll für stinkfaule Personen (wie mich), die sich nicht gerne mit Layout auseinandersetzen, aber trotzdem hübsche Dokumente haben wollen. Ich habe in den letzten Jahren zwischendurch auch immer wieder Keynote (nett, besonders in Verbindung mit LaTeX-It und Drag&Drop), PowerPoint (so lala) und Impress (furchtbar) verwendet, bin aber trotzdem immer wieder zu LaTeX zurückgekehrt, weil es mit einem guten Editor einfach so ein unheimlich gutes Preis/Leistungsverhältnis (im Sinne von Zeitaufwand/Resultat) hat.
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Hallo
Das hört sich wirklich alles sehr spannend an und vielleicht versuche ich doch noch einmal einen Ausflug in die weite Welt von Latex. Kurze Frage: Denkt ihr, dass es sich auch lohnt, wenn man Texte ohne Formel oder dergleichen schreiben will. Langweilige Textdokumente mit rund hundert Seiten. Ist das gut verwaltbar? Bleibt das ganze übersichtlich ohne die einzelnen Seiten im Editor zu sehen. Ich arbeite oft nicht hintereinander, sondern schreibe die Kapitel manchmal in etwas wilder Reihenfolge.
chrische