Statische IP-Adressen und Privatsphäre



  • Interessanterweise sind in Nordamerika (praktisch) statische IPs heute schon sehr verbreitet. Zum Beispiel in Kanada beim Anbieter Shaw bekommt man eine IP-Adresse, die sich hoechstens jeden Monat oder so mal aendert, und ein Neustart des Routers/Kabelmodems kann diese Aenderung nicht provozieren.



  • Christoph schrieb:

    Interessanterweise sind in Nordamerika (praktisch) statische IPs heute schon sehr verbreitet. Zum Beispiel in Kanada beim Anbieter Shaw bekommt man eine IP-Adresse, die sich hoechstens jeden Monat oder so mal aendert, und ein Neustart des Routers/Kabelmodems kann diese Aenderung nicht provozieren.

    Ist die selbe Praxis hier bei Infocity (zumindest in HRO)



  • zwutz schrieb:

    sdasdas schrieb:

    Durch eine statische IP-Adresse würde es aber auch einige "Nachteile" geben:
    IP-Ban -> Router Neustart -> Fertig 😃
    Rapidshare -> Warten???? Router Neustart! -> Fertig 😃
    etc...

    Nachteil aus der Sicht desjenigen, der sich eh nicht an die Spielregeln hält.
    Vorteil aus der Sicht derjenigen, die Störenfriede endlich zuverlässig "ausschalten" wollen.

    Ich sehe das anders: Vorteile für die die am längsten Ast sitzen, Nachteile für alle anderen.
    Gottseidank bin ich nicht komplett paranoid, sonst würde ich mir sogar Sorgen machen dass das zu schlimmen Dingen führt 🙂



  • Dummerweise hilft das auch denen, die einem nicht mögen.

    Man denke z.B. an ein Streitgespräch in der Wikipedia, da wird die IP in der Regel hinterlegt.

    Wenn man dann so ein unterbelichtetes doofes Gegenüber hat, daß sich nicht damit abfinden kann, daß es falsch liegt, dann könnte es einen Angriff gegen die eigene IP Adresse planen.
    Im Worst Case Fall dringt er in den Rechner ein und macht da was er will.

    Das sind keine guten Nachrichten.



  • Fan dynamischer IPs schrieb:

    Wenn man dann so ein unterbelichtetes doofes Gegenüber hat, daß sich nicht damit abfinden kann, daß es falsch liegt, dann könnte es einen Angriff gegen die eigene IP Adresse planen.
    Im Worst Case Fall dringt er in den Rechner ein und macht da was er will.

    wenn man davon ausgeht, dass sich derzeit die IP einmal täglich in den späten Nachtstunden ändert, dann besteht die Möglichkeit derzeit bereits.

    schonmal darüber nachgedacht, dass du, wenn man einmal deine IP hat, den ganzen Tag darüber identifizierbar bist? Auch Seiten- und Browsersession-übergreifen?

    zwutz schrieb:

    Und außerdem bleibt ja noch die Möglichkeit seitens der Provider, weiterhin eine dynamische IP zu vergeben



  • Fan dynamischer IPs schrieb:

    Im Worst Case Fall dringt er in den Rechner ein und macht da was er will.

    Dann ist die Tatsache, dass man so ohne weiteres in Deinen Rechner einbrechen kann aber bedenklicher als die fixe IP-Adresse an sich und Du solltest Deine Security-Maßnahmen überdenken.



  • Knuddlbaer schrieb:

    Frag doch z.B. mal Marc++us ob er bereits IP Bereiche gesperrt hat und ob er geprüft hat, ob jede IP Adresse aus diesem Bereich einer Sperrung würdig war oder eventuell eine unschuldige Adresse dabei war.

    Gründe ganze Bereiche zu sperren gibt es immer dann, wenn man z.B. einen "Ich starte den Router" neu Störenfried hat (oder jemanden mit 50 statischen Adressen die er einfach nach ein ander verwendet), der nahe an einer DDos Attacke ist. Irgendwann sperrt man den Bereich aus. Aber wer garantiert, dass dieser gesperrte Bereich nicht eine statische IP Adresse beinhaltet die NICHTS mit der Attacke zu tun hat ?

    okay, nochmal ausführlicher: gesetzt den fall wir hätten statische IPs, das heißt der "Ich starte den Router neu" Störenfried bekommt nach dem Neustart wieder die selbe IP wie vorher. Jetzt wieder meine Frage:

    Jester schrieb:

    Warum sollte man noch willkürlich Bereiche sperren, wenn man zuverlässig einzelne Störenfriede ausschalten kann?



  • zwutz schrieb:

    schonmal darüber nachgedacht, dass du, wenn man einmal deine IP hat, den ganzen Tag darüber identifizierbar bist? Auch Seiten- und Browsersession-übergreifen?

    Da es einen enormen Rechercheaufwand bedeutet herauszufinden wo auf welchen Seiten ich an einem Tag überall unterwegs bin und der Detektiv auch nicht weiß ob ein anderer meine IP bekommen hat, weil ich vielleicht offline gegangen bin
    ist das ein großer Unterschied zu einer IP die man das ganze Jahr und länger hat.

    Denn wenn man die IP das ganze Jahr hindurch hat, also ne feste IP hat, dann hat der Recherchierende viel mehr Zeit alle Webseiten des Internets nach meiner IP abzusuchen.



  • Ich sehe da eigentlich kaum einen Unterschied. Über Zeit und IP ist man mit einer dynamischen IP genauso gut identifizierbar. Schließlich ist ein anonymes surfen nicht der Sinn einer dynamischen IP. Und die Möglichkeit Anonymisierungsdienste zu nutzen hat man doch weiterhin.



  • und wieso glaubst du ipv6 steht uns kurz bevor? dsa wird frühestens in ein paar jahrzehnten kommen wenn überhaupt jemals...



  • krabbels schrieb:

    Ich sehe da eigentlich kaum einen Unterschied. Über Zeit und IP ist man mit einer dynamischen IP genauso gut identifizierbar.

    Nee, da muss ja der Provider mitspielen.



  • lgnr schrieb:

    krabbels schrieb:

    Ich sehe da eigentlich kaum einen Unterschied. Über Zeit und IP ist man mit einer dynamischen IP genauso gut identifizierbar.

    Nee, da muss ja der Provider mitspielen.

    Muss er mit einer statischen IP doch auch. Schließlich ist nur er in der Lage deine IP mit anderen Daten zu verknüpfen.



  • krabbels schrieb:

    lgnr schrieb:

    krabbels schrieb:

    Ich sehe da eigentlich kaum einen Unterschied. Über Zeit und IP ist man mit einer dynamischen IP genauso gut identifizierbar.

    Nee, da muss ja der Provider mitspielen.

    Muss er mit einer statischen IP doch auch. Schließlich ist nur er in der Lage deine IP mit anderen Daten zu verknüpfen.

    Es geht nicht darum ob er deinen richtigen Namen rauskriegen kann; da ändert sich wohl nix. Aber dein Online-Verhalten kann durch einer statische IP besser verfolgt werden.


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