Alternative zu Linux gesucht - und nein kein Windows oder Mac OS



  • @DEvent:

    Linuckser schrieb:

    ...
    Ich habe mir schon überlegt FreeBSD mal anzuschauen, aber nach dem Lesen des Wiki-Artikels scheint bei FreeBSD ja bereits alles im OS integriert zu sein und wenig Spielraum zum konfigurieren sein, scheint also nicht ganz das was ich suche zu sein.
    ...

    Mir gings bloß darum, dass das so nicht stimmt, sondern dass das "alles im OS integriert sein" eher ein Vorteil ist.



  • 5min im Chat und schon erfahren, dass ich gar keine gentoo live cd nehmen muss zum installieren, warum steht sowas denn nicht deutlich im Handbuch, dann hätt ich mir ja nen Haufen Arbeit sparen können.



  • Wieso schreibst du es nicht deutlich ins Handbuch oder bittest die Gentoo-Leute, das zu tun? Das könnte Anfängern einen Haufen Arbeit ersparen.



  • fricky schrieb:

    linux ist zwar noch lange kein ersatz für windows (in bezug auf benutzerfreundlichkeit, usability etc.)

    An was denkst du da im Speziellen? Zumal das imho sehr subjektive Punkte sind.



  • Tim schrieb:

    fricky schrieb:

    linux ist zwar noch lange kein ersatz für windows (in bezug auf benutzerfreundlichkeit, usability etc.)

    An was denkst du da im Speziellen? Zumal das imho sehr subjektive Punkte sind.

    erstmal die zig verschiedenen, inkompatiblen benutzeroberflächen, die's für linux gibt und dann noch installation von software und treibern, die nicht in der liste des packet managers sind, ist schwierig. wlan z.b. ist ja so'n ding, dass auch äusserst zickig sein soll. ich hab' vielleicht nur glück gehabt, dass bei mir alles reibungslos klappte (es läuft übrigens in 'ner VM unter windoofs). der durchschnitts-noob ist mit win immer noch besser dran, davon bin ich überzeugt. für linux muss man immer noch ein ganz schöner computerfreak sein, aber, wie gesagt, es hat sich gewaltig gebessert, wenn ich da an früher denke, wo man xserver, partitionierung usw. alles von hand machen musste.
    🙂



  • fricky schrieb:

    erstmal die zig verschiedenen, inkompatiblen benutzeroberflächen, die's für linux gibt

    Inkompatibel?

    fricky schrieb:

    und dann noch installation von software und treibern, die nicht in der liste des packet managers sind, ist schwierig. wlan z.b. ist ja so'n ding, dass auch äusserst zickig sein soll.

    Jo, wenn etwas nicht direkt von der Distribution unterstützt wird ist es meist lästig.



  • Das Problem hätte man unter Windows aber auch.

    Wlan läuft eigentlich heutzutage problemlos, da man zur Not über den ndiswrapper die Windowstreiber benutzen kann.
    Dass wlan jetzt zufällig bei der Minimal-Live-CD nicht funktioniert hat, ist zwar ärgerlich, aber bei einem richtigen System gibts eigentlich nie Probleme.

    Unter Ubuntu hast du normal den NetworkManager, dann ist das wie unter Windows.
    Unter Arch nutze ich netcfg(2), damit geht das ganze auch sehr komfortabel, allerdings auch über Konfigurationsdatei(en).

    Die wpa_supplicant.conf einzustellen ist schon recht lästig, das stimmt schon, aber dafür kann man wirklich alles einstellen, das kann man bei den ganzen Sachen die auf benutzerfreundlichkeit getrimmt sind halt nicht.

    Ich finde das eigentlich nicht schlecht, ich hatte neulich Probleme, dass meine wlan und ethernet-Karten manchmal ihre Aliase getauscht haben, schuld daran war das automatische Laden der Module und die Reihenfolge in welcher die Module für die beiden Karten geladen wurden. Beheben konnte ich das sehr leicht indem ich einfach die Module in das MODULES Array in der /etc/rc.conf geschrieben habe.
    Diese einfachheit ist für mich benutzerfreundlich, aber natürlich nichts für den Gelegenheitsnutzer, da man doch recht viel wissen muss, wenn man keine Dialoge mit Tooltips hat.



  • und dann noch installation von software und treibern, die nicht in der liste des packet managers sind, ist schwierig

    ? Bist du Programmierer oder Memme? 😃

    Da hast du leider teilweise noch recht, aber die allermeisten Programme gibt es bereits als Paket, wenn nicht, wäre es z.B. schön, wenn die Nutzer, also auch jemand wie du, der das Problem gelöst hat, anderen hilft, etwa durch bereitstellen von Paketen. Denn nur so kann Linux Einsteigerfreundlicher werden...



  • So bin jetzt in mein Gentoo ge-chrooted, irgendwie schon cool, wenn man quasi nen Betriebssystem im Betriebssystem laufen hat 😃

    Was genau ist eigentlich Portage? emerge ist ja die Paketverwaltung, aber was hat es mit diesem Portage auf sich?



  • Linuckser schrieb:

    Was genau ist eigentlich Portage? emerge ist ja die Paketverwaltung, aber was hat es mit diesem Portage auf sich?

    Eigentlich ist ja Portage die Paketverwaltung 😉



  • Linuckser schrieb:

    Was genau ist eigentlich Portage? emerge ist ja die Paketverwaltung, aber was hat es mit diesem Portage auf sich?

    Eigentlich ist Portage die Paketverwaltung und emerge nur das CLI-Programm, mit dem Du sie bedienst.



  • Linuckser schrieb:

    Was genau ist eigentlich Portage? emerge ist ja die Paketverwaltung, aber was hat es mit diesem Portage auf sich?

    Portage ist die Paketverwaltung, emerge ist das frontend.

    edit: ok, lol 😃



  • Ok, danke.

    Sagt mal hat es wirklich so große Auswirkungen wenn ich im USE Array -qt -kde usw reinschreibe, wenn ich hauptsächlich GNOME nutzen möchte?



  • Linuckser schrieb:

    Sagt mal hat es wirklich so große Auswirkungen wenn ich im USE Array -qt -kde usw reinschreibe, wenn ich hauptsächlich GNOME nutzen möchte?

    In vielen Fällen schon, ja. Schau Dir am besten mal mit einem "emerge -pv --newuse world" oä an, welche Pakete betroffen wären.



  • Nebenbei, da du ja ein ganz abenteuerlustiger bist, es gibt bei Gentoo noch ein paar ganz schön coole Sachen die man machen kann:

    • LVM (auch die Rootpartition, sonst kann's ja jeder)
    • Paludis statt Portage (ein in C++ geschriebener Portage-Ersatz, der dieselben Ebuilds aus dem normalen Portage-Tree verwendet, aber imho mit etwas Konfiguration deutlich besser ist)
    • Baselayout 2 mit OpenRC (wenn es denn nicht schon Standard ist, ist auch nicht soo abgefahren) oder auch alternative Initsysteme wie InitNG oder einit.

    Gibt natürlich noch viel mehr, du solltest auf jeden Fall mal in die Gentooforen schauen. Damit wird dir ganz sicher nicht langweilig 😉



  • .filmor schrieb:

    Nebenbei, da du ja ein ganz abenteuerlustiger bist, es gibt bei Gentoo noch ein paar ganz schön coole Sachen die man machen kann:

    • LVM (auch die Rootpartition, sonst kann's ja jeder)
    • Paludis statt Portage (ein in C++ geschriebener Portage-Ersatz, der dieselben Ebuilds aus dem normalen Portage-Tree verwendet, aber imho mit etwas Konfiguration deutlich besser ist)
    • Baselayout 2 mit OpenRC (wenn es denn nicht schon Standard ist, ist auch nicht soo abgefahren) oder auch alternative Initsysteme wie InitNG oder einit.

    Gibt natürlich noch viel mehr, du solltest auf jeden Fall mal in die Gentooforen schauen. Damit wird dir ganz sicher nicht langweilig 😉

    Im Moment bin ich schon so zufrieden, aber werd ich mir mal ansehen. Von InitNG hab ich schonmal gehört, da war mal irgendwas mit InitV, das mich gestört hat bzw. Probleme gemacht hatte, weiß nur nicht mehr was es war und bin am Ende auch bei InitV geblieben.

    Aber könnte ich mal ausprobieren, da hast du recht 🙂

    @nman danke für den Hinweis, was macht denn das -pv? In der manpage hab ich keine solchen Flags gefunden.



  • Auja, probier mal initng aus und sag uns dann, wieviel Bootgeschwindigkeit man da so raus holen kann.



  • Tim schrieb:

    fricky schrieb:

    erstmal die zig verschiedenen, inkompatiblen benutzeroberflächen, die's für linux gibt

    Inkompatibel?

    da gibts doch 1000 oberflächen, kde, gnome, motif, cde, ... und jede hat ihre eigenen anwendungen. linux ist nun mal nur ein kernel und jede distri kocht ihr eigenes süppchen damit.

    Linuckser schrieb:

    Die wpa_supplicant.conf einzustellen ist schon recht lästig, das stimmt schon, aber dafür kann man wirklich alles einstellen, das kann man bei den ganzen Sachen die auf benutzerfreundlichkeit getrimmt sind halt nicht.

    doch, das kann man, aber dann muss man auch in den eingeweiden rumfummeln. im normalfall aber erfährt der windosen-user noch nicht mal, dass es sowas wie 'nen wpa-supplicanten überhaupt gibt. er wird einmalig aufgefordert, die SSID auszuwählen und den pre-shared key einzugeben und damit ist die WPA konfiguration schon erledigt.

    langeweile schrieb:

    ? Bist du Programmierer oder Memme?

    beides. wenn ich vor'm pc sitze, bin ich die supermemmme. ein pc ist für mich ein arbeitsgerät, das einfach nur funktionieren soll, ohne dass ich vorher überall dran rumschrauben muss, bevor die einfachsten dinge möglich sind, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. aber davon ist linux nicht mehr allzu weit entfernt. in diesem sinne sollten selbst die härtesten windows-hasser unter den linux-usern einsehen, dass windows vorreiter in sachen benutzerfreundlichkeit war (und dass linux letztlich auch davon profitiert hat).
    🙂

    btw: http://www.computerworld.com/softwaretopics/os/story/0,10801,83708,00.html



  • fricky schrieb:

    Tim schrieb:

    fricky schrieb:

    erstmal die zig verschiedenen, inkompatiblen benutzeroberflächen, die's für linux gibt

    Inkompatibel?

    da gibts doch 1000 oberflächen, kde, gnome, motif, cde, ... und jede hat ihre eigenen anwendungen.

    Ich verstehe "inkompatibel" in diesem Zusammenhang immernoch nicht. Und davon abgesehen sind es gerade die flexiblen Fenstermanager die mich bei Linux halten. _Das_ ist für mich usability.



  • So ich kompilier grad meinen Kernel. Ich hab ja schon grub installiert und würd einfach mit dem Gentoo booten. Wo muss ich dann das Gentoo Bootimage hinkopieren? In den /boot Ordner wo auch Grub ist, oder in den /boot Ordner von der Gentoo System Partition?


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