Speichermedium für tägliche Backups



  • DVD-RWs und deren Nachfolger würde ich nicht als Backup-Medium über den Weg trauen. Die Fehlerrate bei optischen Medien ist doch etwas zu hoch. DVD-RAM könnte aufgrund der guten Fehlerkorrektur und der der Cartridge eventuell gehen, ist aber recht langsam.
    Bandlaufwerke sind auch eine schöne Sache, haben aber ebenfalls Nachteile: Wenn man eine bestimmte Datei wiederherstellen möchte, muss man spulen und bei den billigen Geräten, kann es auch ab und zu mal zu Bandsalat kommen (Ich spreche aus Erfahrung).
    Für den Heimgebrauch sind Festplatten nicht schlecht. Wenn man sie sorgsam behandelt (keine Erschütterungen, keine Wärme) können die durchaus viele Jahre halten. Ein RAID1 NAS in Kombination mit rdiff-backup oder Ähnlichem wäre eine gute Lösung.
    Mit USB-Sticks bzw. generell Flash habe ich keine Erfahrung als Backup-Medium.



  • was haltet ihr von der Festplatte vom iPod (80 GB) als Backup?



  • w3er schrieb:

    empfehlt mir mal ein Speichermedium für tägliche Backups.

    Für eine ernsthafte Backup-Strategie ist ein Bandlaufwerk eigentlich unverzichtbar.
    Folgendes Vorgehen hat sich bewährt: Für die Tagessicherung rotieren die Bänder im Zweiwochentakt, also 10 Bänder. Zusätzlich Monatssicherungen, von denen man die Bänder außer Haus aufbewahrt. Und immer alle Bewegungsdaten sichern, inkrementelle Backups haben ihre Tücken beim Wiederherstellen der Daten.

    Was man nie vergessen sollte, ist das Backup gelegentlich zu testen, indem man versucht etwas wiederherzustellen.

    Ob sich der Aufwand lohnt hängt davon ab, welche Konsequenzen ein Datenverlust hätte. Ach ja, die Kapazität eines Bandes sollte hoch genug sein, daß auch alles drauf passt, sonst wird das Backup zu anstrengend und fällt doch aus (so einen Tape Roboter hat halt nicht jeder...).



  • w3er schrieb:

    was haltet ihr von der Festplatte vom iPod (80 GB) als Backup?

    Nix.

    Nimm dir so ein USB<->SATA Teil wo du normale SATA Platten reinstecken kannst. Und dann kauf ganz normale 2,5" oder 3,5" SATA Platten.

    Sowas da meine ich: http://www.sharkoon.de/html/produkte/externe_gehaeuse/sata_quickport/index.html

    Dann kannste dir ein paar Platten nehmen und durchrotieren.



  • hustbaer schrieb:

    w3er schrieb:

    was haltet ihr von der Festplatte vom iPod (80 GB) als Backup?

    Nix.

    Nimm dir so ein USB<->SATA Teil wo du normale SATA Platten reinstecken kannst. Und dann kauf ganz normale 2,5" oder 3,5" SATA Platten.

    Sowas da meine ich: http://www.sharkoon.de/html/produkte/externe_gehaeuse/sata_quickport/index.html

    Dann kannste dir ein paar Platten nehmen und durchrotieren.

    warum nicht einfach ne USB-Platte?



  • Warum nicht einfach ein NAS benutzen?



  • @Shade Of Mine/Fincki:
    Ja, so macht man das im Profi-Bereich, keine Frage. Aber für ein Privathaushalt ist ein Bandlaufwerk übertrieben. Für eine Privatperson ist ein RAID1 NAS preisgünstiger und einfacher zu verwenden als ein Bandlaufwerk und genauso sicher.



  • Backupper schrieb:

    Für eine Privatperson ist ein RAID1 NAS preisgünstiger und einfacher zu verwenden als ein Bandlaufwerk und genauso sicher.

    aber doch kein RAID-1... 50% Plattenspeicher fallen generell weg, und wenn man Speicher aufstocken will, muss man zwei einbauen um eine nutzen zu können...

    mind. 3 Platten bei RAID-5 und man muss nicht soviel Plattenspeicher nur für ein Backup vom Backup verschwenden



  • RAID bringt keine Sicherheit. Wenn z.B. das Netzteil draufgeht und dir mit ner Spannungsspitze 2 oder 3 Platten röstet... alle Daten weg.

    Davon abgesehen vertraue ich keiner NAS die nicht wenigstens ECC RAM verwendet, vor allem nicht wenn die 24/7 laufen soll.

    Wenn Backup auf NAS dann wenigstens 2 unabhängige NAS mit ECC RAM die hübsch gespiegelt sind.

    Und dann haste immer noch das Problem dass alles futsch ist im Falle eines Anwenderfehlers.

    Von daher lieber ein paar Platten die man ins Regal legt und einfach durchwechselt. Ist natürlich leider mehr Aufwand.



  • die da ist ja spottbilliog: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B001AE49P2/ref=nosim/2008-externe-festplatte-03-21

    ist die was? Wie sieht es bei diesen TrekStor-Platten mit der Garantie aus?

    jemand hat mir die hier empfohlen: bei amazon wird die aber eher negativer bewertet: http://www.amazon.de/review/product/B000NOU84Q/ref=cm_cr_dp_hist_1?_encoding=UTF8&filterBy=addOneStar

    Kann mir einer einen Rat geben?



  • hustbaer schrieb:

    RAID bringt keine Sicherheit. Wenn z.B. das Netzteil draufgeht und dir mit ner Spannungsspitze 2 oder 3 Platten röstet... alle Daten weg.

    Keine Sicherheit ist Quatsch. RAID1 ist immer noch sicherer als nur eine Festplatte. Denn Festplatten gehen bei mir öfters kaputt als Netzteile (in den letzten 20 Jahren 3 Festplatten (5MB, 6GB, 40GB) und nur ein Netzteil (ohne Hardware zu beschädigen)).

    hustbaer schrieb:

    Davon abgesehen vertraue ich keiner NAS die nicht wenigstens ECC RAM verwendet, vor allem nicht wenn die 24/7 laufen soll.

    Das halte ich für übertrieben.
    Außerdem ist es besser, wenn man die Backup-Festplatte nicht 24h/d laufen lässt, denn dann besteht die Gefahr, dass sie nach einem Stromausfall nicht mehr anläuft. (so bei einer 40GBer in meinem Router erlebt)

    hustbaer schrieb:

    Wenn Backup auf NAS dann wenigstens 2 unabhängige NAS mit ECC RAM die hübsch gespiegelt sind.

    Dann muss man das Spiegeln allerdings per Software machen. Da kann man dann auch eSATA nehmen. NAS hatte ich ja nur vorgeschlagen, weil es kaum USB/eSATA Gehäuse mit RAID1 gibt.

    hustbaer schrieb:

    Und dann haste immer noch das Problem dass alles futsch ist im Falle eines Anwenderfehlers.

    Nagut, das haste ja bei jeder Backupstrategie..

    hustbaer schrieb:

    Von daher lieber ein paar Platten die man ins Regal legt und einfach durchwechselt. Ist natürlich leider mehr Aufwand.

    Es ist besser, wenn man die Platten irgendwo stationär hinlegt, denn Erschütterungen mögen Festplatten gar nicht und leicht kann mal eine runterfallen. (Eine 6GB in einem MP3-Player ist nicht mal einen Meter tief gefallen -> kaputt)


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