Keine Weiterentwicklung bei der Taktfrequenz?
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Hi,
ich habe mich schon länger etwas gefragt: Seit 4 oder 5 Jahren gibt es ja praktisch keinen Fortschritt mehr bei der Taktfrequenz von Prozessoren. Wir gurken immernoch im Schnitt mit maximal 3,5 Gigahertz herum, zwar schalten wir immer mehr Kerne parallel, aber nicht jede Berechnung kann ja so toll durch Threads auf mehrere Kerne aufgeteilt werden.
Ich frage mich, woran es hängt, und warum man nicht CPUs entwickelt die 5, 6 oder gar 10 Gigahertz schaffen. Sollte sich das nicht mal jährlich verdoppeln?Allgemein finde ich, dass die technischen Fortschritte auf diesem Sektor ziemlich zurückgegangen sind. Früher war ein PC schon alt, wenn er nur ein Jahr auf dem Buckel hatte.
Mein Dual-Code Notebook mit 2 GB RAM vom Herbst 2006 wird in den läden heut noch so angeboten. Klar, inzwischen findet man auch mal 3 oder 4 GB Arbeitsspeicher und eine etwas größere Festplatte, aber ansonsten hat sich doch kaum etwas geändert.Also, woran liegt's?
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An der Wärmeentwicklung.
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Und das ist seit Jahren das selbe Problem? Nimmt man das einfach so hin, oder forscht man vielleicht an neuen Kühltechniken?
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Prozessorboy schrieb:
Ich frage mich, woran es hängt, und warum man nicht CPUs entwickelt die 5, 6 oder gar 10 Gigahertz schaffen. Sollte sich das nicht mal jährlich verdoppeln?
Nö. In Moore's Law war die Rede von der Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Chip bzw. der Transistoren pro Flächeneinheit.
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Prozessorboy schrieb:
Und das ist seit Jahren das selbe Problem? Nimmt man das einfach so hin, oder forscht man vielleicht an neuen Kühltechniken?
Es scheitert afaik nicht an Kühltechniken, sondern an der Effizienz. Bei höherer Taktung geht unverhältnismäßig viel Energie als Wärme verloren, so dass es sich gar nicht lohnt höher zu takten, weil kaum was an Leistung über bleibt.
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Die Taktfrequenz ist nicht ausschlaggebend für die Leistung. Mein AMD Athlon 64 3800+ ist, wenn er auf 1GHz getaktet ist, beispielsweise schneller als ein Intel Pentium III mit 1GHz. Die wirkliche Leistung hängt von vielen Faktoren ab und ist schwer quantifizierbar.
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Abgesehen von dem einen Post: Danke für die Antworten.
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Walli schrieb:
Prozessorboy schrieb:
Ich frage mich, woran es hängt, und warum man nicht CPUs entwickelt die 5, 6 oder gar 10 Gigahertz schaffen. Sollte sich das nicht mal jährlich verdoppeln?
Nö. In Moore's Law war die Rede von der Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Chip bzw. der Transistoren pro Flächeneinheit.
So was Gesetz zu nenne ist ja schon schwachsinnig. Es ist wohl jedem klar, dass es nicht dauerhaft möglich ist jährlich die Anzahl der Schaltkreiskomponenten zu verdoppeln. Das war anfangs noch leicht möglich und da hat der Moore den Spruch losgelassen, aber das als in Stein gemeiselt zu nehmen ist ja mal totaler Käse.
Prozessorboy du hast einfach keinen Plan wovon du redest, wenn du auch nur ein wenig Interresse über die letzen Jahre dafür gezeigt hast, dann wüsstest du warum man die Taktfrequenz nicht weiter erhöht.
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Habe auch nie behauptet, dass ich Ahnung habe. Es war eine Laienfrage.
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Witziger Mensch schrieb:
Walli schrieb:
Prozessorboy schrieb:
Ich frage mich, woran es hängt, und warum man nicht CPUs entwickelt die 5, 6 oder gar 10 Gigahertz schaffen. Sollte sich das nicht mal jährlich verdoppeln?
Nö. In Moore's Law war die Rede von der Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Chip bzw. der Transistoren pro Flächeneinheit.
So was Gesetz zu nenne ist ja schon schwachsinnig. Es ist wohl jedem klar, dass es nicht dauerhaft möglich ist jährlich die Anzahl der Schaltkreiskomponenten zu verdoppeln. Das war anfangs noch leicht möglich und da hat der Moore den Spruch losgelassen, aber das als in Stein gemeiselt zu nehmen ist ja mal totaler Käse.
Der Volksmund nennt es einfach Moore's Law. Dass es kein Gesetz ist weil es auf Vermutungen und Extrapolation basiert, sollte jedem klar sein. Auch kann es kein Gesetz sein weil Moore und andere es mehrfach angepasst haben, aber danke für's klugscheißen... :p
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Liegt auch am Halbleiter... es wird ja nach geigneteren Halbleitern geforscht umd mehr Leistung rauszuholen, wurde auch schon von Licht statt Strom gesprochen.
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BorisDieKlinge schrieb:
umd mehr Leistung rauszuholen, wurde auch schon von Licht statt Strom gesprochen.
Bei 45nm-Strukturen kann man nicht so viel mit Licht machen. Du bräuchtest da ja Licht mit einer Wellenlänge in dieser Größenordnung. Da hast Du aber schon Extrem Ultraviolette Strahlung, die genug Energie hat, um Atome zu ionisieren. Das ist kein guter Ausgangspunkt, um darauf aufbauend entsprechende Bauelemente zu konstruieren. Man könnte da höchstens etwas auf Grundlage von Oberflächenplasmonen andenken.
Aber ich glaube, Licht wird eher bei der Inter-Chip-Kommunikation angedacht. Da hast Du es mit größeren Strukturen zu tun, so dass der Einsatz von Lichtleitern und so weiter in diesem Bereich wahrscheinlicher ist.