In eigenen Linux Router per 56k Modem einwählen, welche Software brauche ich?
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Mein Linux Router soll in Zukunft z.B. für die Fernwartung und Internetdatenübermittelung zu einem 56k Modem Einwahlpunkt werden.
D.h. ich möchte mich via 56K Modemverbindung mit meinem Notebook in meinen
Linux Router einloggen, der Router steht Zuhause, das Notebook 200 km entfernt
in der Wohnung meiner Freundin.Dazu habe ich nun ein paar Fragen.
1. Wo kann man noch günstig 56k Modems kaufen?
2. Gibt es dazu noch echte Hardwaremodems oder ist das inzwischen alles in Software?
3. Falls es nur noch Software Modems gibt, dann muß dieses perfekt unter Linux und eventuell OpenBSD laufen, welche SoftModems könnt ihr mir da empfehlen?
4. Da der Serielle Port und PCI Anschlüsse bald der Vergangenheit angehören,
würde ich ein USB Modem bevorzugen. Welche gibt es da?Und nun die ganz wichtigen Fragen
5. Haben die Telefonanbieter etwas dagegen, wenn man sich via 56K Modem in seinen Rechner daheim einwählt?
Immerhin ist das ja eine Datenverbindung und
bei beiden Telefonanschlüssen nutze ich einen Telefonflatrate Tarif.
D.h. normale Gespräche kosten nichts, wie sieht es aber bei diesen Datenverbdinungen aus?
In der 1. Wohung läuft die Analogtelefonverbinung über das Kabelnetz von Kabel BW, aber es ist nicht Analog über Kabel, sondern ISDN über Kabel.
D.h. der Router wäre folgendermaßen verbunden:
Router -> 56K Analog Modem -> ISDN Anlage mit Analoganschluß -> Kabelmodem mit ISDN Anschluß -> Kabelnetz
In der 2. Wohnung läuft die Analogtelefonverbdinung ebenfalls über das Kabelnetz, aber diesmal ohne ISDN und der Kabelbetreiber ist iesy aus Hessen.
D.h. das Notebook wäre folgendermaßen verbunden:
Notebook -> dessen internes 56K Softmodem -> Kabelmodem mit Analoganschluß -> KabelnetzWürde das funktionieren oder kann es sein, daß mir die Kabelanbieter
einen Strich durch die Rechnung machen, weil ich die Telefonflatrate als Datenleitung mißbrauche?
Ich möchte darüber nämlich auch bei Bedarf surfen können, zwar wird das nicht oft vorkommen, aber es kommt vor.
Könnte es sein, daß die mir dann die Verbdinung kappen oder eine 56k Analogdatenverbindung darüber nicht möglich ist?6. Und zum Schluß würde ich noch gerne wissen, welche Software ich unter Linux brauche, damit mein Router zu einem Einwahlpunkt wird?
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Jetzt ist mir aber noch eine weitere Frage eingefallen.
Was ich in meinem vorherigen Posting nicht erwähnt habe ist die Tatsache,
daß ich nur eine echte ISDN Karte habe.Nun ist es ja so, daß man mit der ISDN Karte ja Faxen kann.
Wäre es dann nicht auch möglich, daß man eine Verbindung zwischen ISDN Karte und 56K Modem herstellen kann?Wenn ich also in meinen Router meine alte ISDN Karte einbaue.
Könnte ich dann eine Verbindung mit dem 56K Modem des Notebooks zur ISDN Karte aufbauen?Theoretisch müßte das doch über die CAPI Schnittstelle gehen, oder?
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Die ISDN Karte ist übrigens eine klassische ISDN AVM Fritz! ISA Karte.
Gibt es dafür CAPI Treiber für Linux?
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56k Analogmodem schrieb:
Und nun die ganz wichtigen Fragen
5. Haben die Telefonanbieter etwas dagegen, wenn man sich via 56K Modem in seinen Rechner daheim einwählt?
Immerhin ist das ja eine Datenverbindung und
bei beiden Telefonanschlüssen nutze ich einen Telefonflatrate Tarif.
D.h. normale Gespräche kosten nichts, wie sieht es aber bei diesen Datenverbdinungen aus?Sollte eigentlich kein Problem sein, bis auf:
56k-Modems erreichen ihre 56kbit/s nur beim Empfangen, beim Senden sind nur etwa halb so schnell. Und das Empfangen ist auch nur so schnell, weil die Gegenstelle, also der ISP, über spezielle Technik verfügt und (das folgende basiert auf Hörensagen) die Signale in Richtung ISP -> Privat-Anschluss bis zum letzten Vermittlungspunkt digital übertragen werden. Die Richtung Privat-Anschluss -> ISP beginnt technisch bedingt analog, deswegen kann man in dieser Richtung keine 56kbit/s erreichen.Wenn ich also in meinen Router meine alte ISDN Karte einbaue.
Könnte ich dann eine Verbindung mit dem 56K Modem des Notebooks zur ISDN Karte aufbauen?Ich kenne mich mit der genauen Funktionsweise zu wenig aus, um das beurteilen zu können, halte es aber für ziemlich unwahrscheinlich, dass eine ISDN-Karte sich zu einem 56k-Modem verbinden kann, außer vielleicht über eine als Datenleitung missbrauchte Fax-Verbindung. Das wäre dann allerdings sehr langsam und mit Standard-Mitteln wahrscheinlich auch nicht so einfach einzurichten. Die Technik, mit der sich ISDN-Karten ins Internet einwählen ist jedenfalls eine ganz andere als die der 56k-Modems.
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Christoph schrieb:
Sollte eigentlich kein Problem sein, bis auf:
56k-Modems erreichen ihre 56kbit/s nur beim Empfangen, beim Senden sind nur etwa halb so schnell. Und das Empfangen ist auch nur so schnell, weil die Gegenstelle, also der ISP, über spezielle Technik verfügt und (das folgende basiert auf Hörensagen) die Signale in Richtung ISP -> Privat-Anschluss bis zum letzten Vermittlungspunkt digital übertragen werden. Die Richtung Privat-Anschluss -> ISP beginnt technisch bedingt analog, deswegen kann man in dieser Richtung keine 56kbit/s erreichen.Ok, das ich die 56kbit/s nicht wirklich erreiche habe ich schon vermutet,
aber im Worst Case Fall würde ich mich auch mit V.34 mit max. 33,6 kbit/s zufrieden geben.
Ich brauche diese vorübergehende Internetverbindung eh nur zur Fernwartung des Routers, zum Abrufen von E-Mails und zum Online-Banking.
Das sollte dann mit 33,6 kbit/s dann schon irgendwie gehen.
Die E-Mails lade ich einfach auf den Router runter und dann picke ich mir die wichtigen E-Mails aus dem Router heraus, dadurch spare ich mir dann den Download von x MB Spamdateien, Bildern und Co über die lahme Modemverbindung.
Zu dem Privat-Anschluß zu ISP Problem habe ich übrigens noch das da gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/V.92#VerbreitungEs scheint also so zu sein, daß für 56k mindestens eine Seite komplett Digital sein muß.
Wenn das mit ISDN klappen könnte, dann könnte das gehen.
Ansonsten habe ich halt nur 33 Kbit/s, das reicht auch.
Wesentlich schlechter wird es wohl IMO eher nicht werden, denn die Kabelnetze sollten was Störungen betrifft recht unempfindlich sein, außerdem wird das analoge Telefonsignal auf beiden Seiten ja in Digitale Datenpakete verpackt und dann über das Kabelnetz übertragen.
Die Leitung dürfte so gesehen besser sein, als eine normale analoge Telefonleitung zur nächsten Vermittlungsstelle, denn in meinen Fall gine die Leitung für das reine analoge Telefonsignal ja nur bis zu meinem Kabelmodem.
Also maximal 10 m, anstatt 3 km oder mehr.WIch kenne mich mit der genauen Funktionsweise zu wenig aus, um das beurteilen zu können, halte es aber für ziemlich unwahrscheinlich, dass eine ISDN-Karte sich zu einem 56k-Modem verbinden kann, außer vielleicht über eine als Datenleitung missbrauchte Fax-Verbindung. Das wäre dann allerdings sehr langsam und mit Standard-Mitteln wahrscheinlich auch nicht so einfach einzurichten. Die Technik, mit der sich ISDN-Karten ins Internet einwählen ist jedenfalls eine ganz andere als die der 56k-Modems.
Ich werde mich mal schlau machen.
Was ich bis jetzt so gefunden habe, so könnte es theoretisch gehen.
Nur scheint hier meine alte ISDN Fritz! Classic ISA Karte das eigentlich Problem zu sein, denn der Support für diese ISA Karte ist eher schlecht.
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Wenn du bei dem Moden ganz sicher gehen willst, dass es unter Linux/*BSD funktioniert, solltest du ein externes Modem mit seriellem Anschluss nehmen, z.B: http://geizhals.at/eu/a50365.html
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Sweet Home Alabama schrieb:
Wenn du bei dem Moden ganz sicher gehen willst, dass es unter Linux/*BSD funktioniert, solltest du ein externes Modem mit seriellem Anschluss nehmen, z.B: http://geizhals.at/eu/a50365.html
Ja, danke.
Das weiß ich natürlich nur ist es halt so, daß es bald keine Computer mit seriellem Port mehr gibt.
Und da ich mir später mal so einen sparsamen Computer mit Micro ATX Board zusammenbauen oder fertig kaufen will besteht die Gefahr, daß der dann keinen seriellen Anschluß mehr hat.
Und beim Einkaufen einschränken lassen will ich mich auch nicht.
Das gleiche Problem besteht übrigens auch bei einem PCI Modem.Nur USB ist dagegen sicher.
Außerdem braucht das serielle Modem noch einen eigenen Stromanschluß,
während das USB Modem auch via USB Kabel versorgt werden kann.Momentan dachte ich daher an dieses Modem:
http://geizhals.at/eu/a45237.htmlHat das jemand von euch?
Könnt ihr es für Linux empfehlen?
Läuft das eventuell auch unter OpenBSD?
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56k Analogmodem schrieb:
Das weiß ich natürlich nur ist es halt so, daß es bald keine Computer mit seriellem Port mehr gibt.
Sollte eigentlich kein großes Problem darstellen, solange es noch USB-auf-Seriell-Wandler gibt. Mit Modems müssten die gut funktionieren.