Blizzard Entertainment bekommt $6 Millionen Schadensersatz zugesprochen.
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Eigentlich sollte es jedem selber überlassen sein, wie und was er tut, um ein Spiel zu spielen. Unfair oder fair ist auch so eine Sache. Ist es denn nicht unfair, dass jemand in CS eine 16mbit Leitung - da dieser in der Stadt wohnt - hat und sein Gegner nur 300kbit - da er auf dem Land wohnt - besitzt?
Ist es nicht unfair, dass einer mehr Frames hat, da man einen besseren PC hat, als ein anderer, der sich das nicht leisten kann?
Macht es überhaupt spaß ein Spiel zu spielen, indem alle Leute ein viel höheres "Level" haben, als man selbst? Vllt fängt man gerade an, weil ein paar Freunde meinen, ein Spiel sei zu toll und man könnte zusammen in dieser "virtuellen Welt" Monster kloppen gehn. Doch was bringt es einem, wenn man LVL 1 ist und der Freund LVL 100?Außerdem kann wohl nicht jeder 24 Stunden am Tag am PC sitzen um seinen Char zu leveln oder vllt hat er auch nicht genug Bekannte, die das für ihn übernehmen würden.
Heutzutage haben viele vllt eine DSL-Flatrate, aber was ist mit denen, die keine haben oder die Stromkosten etc. ? Die monatlichen Gebühren sind ja wohl nicht das einzige, was man am Ende hinblättern müsste...
Ich verstehs ja, dass es manchen nicht gefällt, dass jemand in einem O-Game versucht schneller hoch zu kommen usw., doch schadet es den anderen Spielern?
Bei einem kostenlosen O-Game, der nicht so leistungsstarke Server, nicht so viele Einnahmen, usw. hat, da würde ich es ja verstehn, wenn man das Benutzen von Bots verbietet, da es bei denen wirklich was zerstören kann, aber mal ehrlich, wenn ich mir jetzt einen WoW-Bot programmiere, der mir hilft schneller zu leveln und auf das gleiche Niveau der anderen zu kommen, wie viel Schaden richte ich da schon an Blizzard an?
Das man damit die Spielzeit verkürzt kann wahr, aber auch falsch sein.
Es gibt sicherlich welche, die Bots benutzen, um damit "Gold" zu machen oder damit sie ihren Char dann verkaufen.
Aber es gibt auch sicherlich viele, die sich hochleveln und dann erst das Spielen anfangen. Meint ihr nicht, dass es mehr bockt einen großen Drachen zu töten, als tausende kleine Frösche?So viel von mir.
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Rechtsverdreher schrieb:
"Es geht nicht darum was wem für ein Schaden entstanden ist, und warum und blah."
doch genau darum geht es bei einer Schadenersatzklage. Ihr müsst einfach mal begreifen, dass eure konstruierten Vergleichsbeispiele nichts wert sind. Aber vermutlich begreift ihr das erst, wenn ihr selbst im Gerichtssaal sitzt und "fassungslos" seid, dass gegen euch entschieden wurde
Ihr könnt ja mal versuchen dann zum Richter zu gehen und zu sagen "Herr Richter, aber wenn ich jetzt meinen Audi...".Vor allem geht es darum das die Industrie in diesem - und jedem anderen Fall dieser Art - mit willkürlich festgelegten Zahlen arbeitet.
Wer sagt mir denn, das die Leute sich überhaupt ein Abo holen würden, wenn es nicht die Möglichkeit gibt Bots einzusetzen.
Oder wie DerTyp schreibt nutzen sie diese nur um besser in's Spiel zu kommen.Im Endeffekt bleibt es doch so wie bisher: Es gewinnt die Seite mit dem meisten Kapital im Hintergrund und die Gerechtigkeit bleibt auf der Strecke.
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Ja, klar. Recht haben und Recht bekommen sind selbstverständlich zwei paar Schuhe
Daran werden wir mit sehr großer wahrscheinlichkeit auch in absehbarer Zeit nichts ändern
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scrub schrieb:
Optimizer schrieb:
Es ist doch offensichtlich (und wurde bereits verlinkt) um welchen Schaden es geht. Blizzard behauptet und konnte offenbar glaubhaft darstellen, dass Leute sich durch sein Tool schneller im Online-Spiel entwickeln können und damit ihr Abo verkürzen. Somit [...]
Aber es sind doch die Kunden, die so gehandelt haben. Nicht er selbst. Das ist mir einfach zu indirekt, Bashars Sichtweise finde ich viel eingängiger, denn die kann man auch so umformulieren: Blizzard hätte demütig einsehen können, daß tatsächlich Leute Geld bezahlen, um weniger lang zu spielen. Klingt irgendwie schräg, aber welche Schuld trägt denn bitte der Typ daran, daß die Spieler das Spiel so verkürzen wollen? Er hat dieses Programm geschrieben, aber das Abo verkürzt haben eben die Spieler selbst. Und es geht Blizzard auch einen Dreck an, warum jemand sein Abo nicht weiterführt. Da kann es tausend verschiedene Gründe geben.
Wenn das Deine Definition von "auf Kosten jemandes bereichern ist", dann bereichert sich wahrscheinlich auch ein Verkäufer von Spritspartips auf Kosten der Ölkonzerne?!?
die kunden wurden auch gesperrt wenn blizzard das herausfand.
das ist wie mit tickets fuers kino/bahn/WM, sowohl die die gefaelschte tickets nutzen, als auch die die sie verkaufen/verbreiten werden abgestrafft. weil sie sich am schaden anderer bereichern.
Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.
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rapso schrieb:
die kunden wurden auch gesperrt wenn blizzard das herausfand.
Das ist ja noch unsinniger. Als entstandener Schaden wurde die Mindereinnahme geltend gemacht, die dadurch entsteht, dass ein Botnutzer sein Abo verkürzt. Wird er aber gesperrt, verkürzt sich das Abo ja noch weiter. Blizzard hat also selbst zu dem Schaden beigetragen!
Schäden, die hier wirklich entstanden sind, aber nicht geltend gemacht wurden: verlorene Neukunden durch Imageverlust; gekündigte Abos von Kunden, die keinen Bock haben, sich in einem botverseuchten Spiel zu bewegen; Kosten für Gegenmaßnahmen seitens Blizzard. Konnte man aber wohl nicht hinreichend quantifizieren und hat deshalb ein völlig sinnfreies Schadensmaß herangezogen. Eine Schande, dass das Gericht das anerkannt hat.
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Es geht hier um viel viel mehr, als dass jemand in einem Onlinespiel gecheatet hat. Es geht um die Auslegung von Copyright und gar um das Recht von Firmen in die Freiheit der Kunden einzugreifen. Das Thema ist nicht einfach und diese "Gam0r-Seite" stellt das ganze auch noch falsch dar:
http://jolt.law.harvard.edu/digest/uncategorized/mdy-v-blizzard
http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/7645059.stm
http://williampatry.blogspot.com/2008/07/strange-copyright-world-of-warcraft.html@Optimizer
Genauso wie sich zB Hersteller von Energiesparlampen auf Kosten der Energiekonzerne "bereichern"?
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Bashar schrieb:
rapso schrieb:
die kunden wurden auch gesperrt wenn blizzard das herausfand.
Das ist ja noch unsinniger. Als entstandener Schaden wurde die Mindereinnahme geltend gemacht, die dadurch entsteht, dass ein Botnutzer sein Abo verkürzt. Wird er aber gesperrt, verkürzt sich das Abo ja noch weiter. Blizzard hat also selbst zu dem Schaden beigetragen!
Blizzard minimiert so den schaden, wuerde Blizzard die cheater tolerieren, wuerde eine inflation in WoW eintretten und viele spieler wuerden dem spiel den ruecken kehren. (ist bei anderen MMORPG schon passiert bei denen geld cheats nicht eingedaemmt werden konnten).
wuerde es dem spiel nicht schaden, wuerde Blizzard sicher selbst schon lange echtes geld gegen spielgeld tauschen.
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rapso schrieb:
Blizzard minimiert so den schaden
Dann minimiert sich der Schaden auch dadurch, dass die Botnutzer früher ihre Abos kündigen. Egal wie man es dreht und wendet, es macht so oder so keinen Sinn.
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Bashar schrieb:
rapso schrieb:
Blizzard minimiert so den schaden
Dann minimiert sich der Schaden auch dadurch, dass die Botnutzer früher ihre Abos kündigen. Egal wie man es dreht und wendet, es macht so oder so keinen Sinn.
jup, deswegen werden die benutzer wohl auch nicht von blizzard verklagt.
und der schaden der bis dahin schon entstand, den will blizzard gerne von dem wieder haben der diesen schaden erst meoglich machte.
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rapso schrieb:
jup, deswegen werden die benutzer wohl auch nicht von blizzard verklagt.
Die Benutzer werden von Blizzard nicht verklagt, weil es überhaupt nicht möglich ist. Es gibt keine adäquate rechtliche Handhabe, dass ein US-Unternehmen einen in Deutschland lebenden Botnutzer belangen könnte. Das ist selbst bei Straftaten schon erstaunlich kompliziert, in diesem Fall wäre in Deutschland aber nicht das Strafrecht sondern allenfalls das Zivilrecht relevant. Aussicht auf Erfolg: null
Wenn der Typ seine Firma beispielsweise in Deutschland gegründet hätte, wäre es für Blizzard schon erheblich komplizierter gewesen, den Fall zu gewinnen.
So natürlich ein gefundenes Fressen, dazu noch massenwirksam in allen Netzzeitungen. Super Werbung, super Markteing

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rapso schrieb:
Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.
Ich weiß nicht, was Du jetzt mit "Chiptuning" willst. Ich verkaufe Dir für 10 EUR ein kleines Buch, wo drinsteht, wie Du mit anderer Fahrweise Sprit sparen kannst. Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?
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scrub schrieb:
rapso schrieb:
Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.
Ich weiß nicht, was Du jetzt mit "Chiptuning" willst. Ich verkaufe Dir für 10 EUR ein kleines Buch, wo drinsteht, wie Du mit anderer Fahrweise Sprit sparen kannst. Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?
mieser Vergleich... schließlich sind Gaming-Guides zu WoW auch nicht verboten oder Ratgeber, wie man schneller levelt, da man dort nur die Möglichkeiten nutzt, die eh jeder hat. Ein Bot beschert dem Nutzer aber mehr Möglichkeiten, als man ohne ihn hätte.
Und wie gesagt kommt es zu Bots zu Inflationen im Spiel, was viele User abschreckt, da Items teils unbezahlbar werden und die Items, die man selber farmen/herstellen kann enorm an Wert verlieren
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scrub schrieb:
Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?
Wobei es sicher nur eine Frage der Zeit ist, bis der erste Radiosender von denen verklagt wird, weil Durchsagen gemacht werden, wo der Scheberit am günstigsten ist.
Andererseits könnte ich auch Blizzard verklagen, weil ich nicht mit Bots spielen darf, deshalb weniger arbeiten kann und dadurch ne Menge Geld verliere.
Dann könnten auch direkt die Krankenkassen mitklagen, die die Therapien für die ganzen WoW-Süchtigen bezahlen müssen ...
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scrub schrieb:
rapso schrieb:
Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.
Ich weiß nicht, was Du jetzt mit "Chiptuning" willst. Ich verkaufe Dir für 10 EUR ein kleines Buch, wo drinsteht, wie Du mit anderer Fahrweise Sprit sparen kannst. Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?
Das Buch ist aber dann eher auf dem Niveau von Tipps & Tricks in der PC Games veröffentlichen und nicht auf dem Niveau von Cheaten. Das halte ich nicht für einen passenden Vergleich.
rüdiger schrieb:
@Optimizer
Genauso wie sich zB Hersteller von Energiesparlampen auf Kosten der Energiekonzerne "bereichern"?Das halte ich für keinen passenden Vergleich, die benutzen nicht das den Energiekonzernen eigene Produkt, manipulieren es, verkaufen die Manipulation und schaden damit dem Urheber, bei gleichzeitiger Verletzung des Urheberrechts und der Nutzungsbedingungen.
Ein passenderer Vergleich wäre, einen Verteilerkasten zu verkaufen, der für den eigenen Haushalt Spannungsschwankungen auf Kosten anderer Haushalte ausgleicht (woanders wird's dann schlechter) und was aus irgendwelchen Gründen nur mit dem Strom von Energieanbieter A funktioniert, so dass die Leute von A deswegen abwandern, sobald einige das machen. Natürlich verstößt es auch gegen die Nutzungsbedingungen, das Stromnetz derartig zu manipulieren. Ich glaube, A würde sich dagegen dann auch wehren.
EDIT: Und ICH soll nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

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rapso schrieb:
scrub schrieb:
Optimizer schrieb:
Es ist doch offensichtlich (und wurde bereits verlinkt) um welchen Schaden es geht. Blizzard behauptet und konnte offenbar glaubhaft darstellen, dass Leute sich durch sein Tool schneller im Online-Spiel entwickeln können und damit ihr Abo verkürzen. Somit [...]
Aber es sind doch die Kunden, die so gehandelt haben. Nicht er selbst. Das ist mir einfach zu indirekt, Bashars Sichtweise finde ich viel eingängiger, denn die kann man auch so umformulieren: Blizzard hätte demütig einsehen können, daß tatsächlich Leute Geld bezahlen, um weniger lang zu spielen. Klingt irgendwie schräg, aber welche Schuld trägt denn bitte der Typ daran, daß die Spieler das Spiel so verkürzen wollen? Er hat dieses Programm geschrieben, aber das Abo verkürzt haben eben die Spieler selbst. Und es geht Blizzard auch einen Dreck an, warum jemand sein Abo nicht weiterführt. Da kann es tausend verschiedene Gründe geben.
Wenn das Deine Definition von "auf Kosten jemandes bereichern ist", dann bereichert sich wahrscheinlich auch ein Verkäufer von Spritspartips auf Kosten der Ölkonzerne?!?
die kunden wurden auch gesperrt wenn blizzard das herausfand.
das ist wie mit tickets fuers kino/bahn/WM, sowohl die die gefaelschte tickets nutzen, als auch die die sie verkaufen/verbreiten werden abgestrafft. weil sie sich am schaden anderer bereichern.
Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.Falls es dir nicht aufgefallen sein sollte: es gibt genug Hersteller (wie z.B. Mercedes) die ein Auto mit ein und dem selben Motor mit unterschiedlicher Leistung verkaufen. Ich denke schon dass die was dagegen haben wenn ein Chiptuning Hersteller einen Chip anbietet mit dem ich aus dem billigeren Auto das teurere machen kann.
@rüdiger:
Nicht nur das Recht des Kunden einschränken. Was mich so schockiert ist dass hier wiedermal eine Firma dafür verantwortlich gemacht wurde, dass ihre Kunden etwas gemacht haben, was Blizzard nicht gefällt, obwohl es (laut einem von dir verlinkten Artikel) nichtmal gegen die Lizenzbestimmungen von WOW ist/war. Mit anderen Worten: vollkommene Willkür.----
Also ich bin kein Anwalt. Entweder hat das Urteil eine solide rechtliche Grundlage oder nicht, das kann ich nicht sagen. WENN es eine solide rechtliche Grundlage gibt, dann ist etwas am amerikanischen Rechtssystem gröbstens faul (OK, nicht nur dann, da ist sowieso was faul, aber egal). Wenn es keine hat ist es nur ein weiteres Beispiel dafür wie man sich mit Geld und Einfluss ein Urteil kaufen kann. Welches dann im nächsten ähnlichen Verfahren u.U. als Präzedenzfall herangezogen wird. Irgendwann ist es dann "etabliert" dass solche Klagen in der Art zu entscheiden sind, und keiner schert sich mehr darum was das Gesetz eigentlich sagt.
Tolles System

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btw. Blizzard hat auch mal einen Cease&Desist-Letter gegen ein harmloses Opensourceprojekt losgelassen, weil deren Spiel "Craft" im Namen hatte. Komischerweise regen sich alle Leute auf, wenn irgend welche Webseitenbetreiber Abmahnungen verschicken, weil jemand Bilder von der Seite klaut, aber wenn ein mehrere Millionen-US$ schwerer Konzern Programmierer und Nutzer mit den Füßen tritt, feiern alle, da dies ja gegen die "blöden Cheater" geht...
Optimizer schrieb:
rüdiger schrieb:
@Optimizer
Genauso wie sich zB Hersteller von Energiesparlampen auf Kosten der Energiekonzerne "bereichern"?Das halte ich für keinen passenden Vergleich, die benutzen nicht das den Energiekonzernen eigene Produkt, manipulieren es, verkaufen die Manipulation und schaden damit dem Urheber, bei gleichzeitiger Verletzung des Urheberrechts und der Nutzungsbedingungen.
Achso, Energiesparlampen laufen gar nicht mit Energie :). Das Urheberrecht wurde nach meiner Ansicht nicht verletzt. Wenn Du Dir die verlinkten Artikel (und nicht diesen "Gam0r"-Link) anschaust, siehst Du das Blizzard damit argumentiert, dass der Bot das Blizzard-Programm "in den RAM kopieren" (=> ausführen des Programmes) würde. Ich bitte dich, wenn du das als Programmierer ernsthaft als Urheberrechtsverletzung ansiehst, dann weiß ich auch nicht weiter...
Ganz zu schweigen davon, dass dies ja auch rechtlich sehr umstritten ist, da die Nutzerlizenz so in Rechte eingreift, die Blizzard sonst nicht haben würde.
Optimizer schrieb:
Ein passenderer Vergleich wäre, einen Verteilerkasten zu verkaufen, der für den eigenen Haushalt Spannungsschwankungen auf Kosten anderer Haushalte ausgleicht (woanders wird's dann schlechter) und was aus irgendwelchen Gründen nur mit dem Strom von Energieanbieter A funktioniert, so dass die Leute von A deswegen abwandern, sobald einige das machen. Natürlich verstößt es auch gegen die Nutzungsbedingungen, das Stromnetz derartig zu manipulieren. Ich glaube, A würde sich dagegen dann auch wehren.
Das ist ein relativ unpassender Vergleich, da dies ja implizieren würde, dass der Bothersteller einen Betrug verursachen würde, was ja noch nicht einmal das Gericht so gesehen hat. Der Bothersteller und auch nicht der Botbetreiber stehlen irgend wem Geld. Sie optimieren nur einen Prozess, so wie es eine Energiesparlampe tut.
rapso schrieb:
Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.
Natürlich schädigt Chiptuning nicht, genauso wie ein Bot in irgend einem Spiel niemanden schadet. Aber da siehst du ja, was faul an dem Urteil ist.
Der Vergleich ist imho schon passend. Der Autohersteller erhält den Schaden, weil der Kunde eben nicht das teurere Auto kauft, was von Haus aus mehr Leistung hat. Und aus der Spielerperspektive wird eben die "Ampelanfahr"-Perspektive: "Ist ja unfair, der kann viel schneller anfahren!!1!".
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Ich würde mal sagen die Richter haben etwas mehr Ahnung als Frickler/Cheaterkiddie-Inschutznehmer wie rüdiger.
Also spielt euch hier nicht so auf und geht lieber wieder das machen was ihr sonst so macht (Kernel kompilieren oder sonst was).
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Jurafrage schrieb:
Ich würde mal sagen die Richter haben etwas mehr Ahnung als Frickler/Cheaterkiddie-Inschutznehmer wie rüdiger.
Also spielt euch hier nicht so auf und geht lieber wieder das machen was ihr sonst so macht (Kernel kompilieren oder sonst was).
Rofl. Du bist schon ziemlich naiv.
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Das Urheberrecht wurde nach meiner Ansicht nicht verletzt. Wenn Du Dir die verlinkten Artikel (und nicht diesen "Gam0r"-Link) anschaust, siehst Du das Blizzard damit argumentiert, dass der Bot das Blizzard-Programm "in den RAM kopieren" (=> ausführen des Programmes) würde. Ich bitte dich, wenn du das als Programmierer ernsthaft als Urheberrechtsverletzung ansiehst, dann weiß ich auch nicht weiter...
Das ist Juristen-Geblubber und das machen die wahrscheinlich nicht mal freiwillig sondern müssen irgendwas begründen. Wir können uns den Luxus erlauben, das ganze nach unsere Moral zu be- und verurteilen.
Der Sachverhalt ist doch der: Du programmierst ein Spiel, jemand anders ein Cheat-Tool dazu, dessen Nutzung du untersagst (ja, tatsächlich ist Cheaten beim Online-Spielen in Blizzards Onlinediensten untersagt. Aus naheliegenden Gründen). Jetzt macht der Entwickler Millionen damit und reißt damit auf der anderen Seite ein Millionenloch in deine Kasse, weil frustrierte Spieler, die den Cheat nicht benutzen das Spielen aufgeben.
Ich verstehe absolut beim besten Willen nicht, ich versuch es wirklich, was daran unmoralisch sein soll, dagegen vorzugehen. Ich check's nicht. Welches Recht hat der Cheat-Entwickler, sich an dieser Fremdsoftware zu bereichern und das auch noch auf unmoralische Art und Weise, nämlich indem er anderen den Spaß verdirbt? Und warum hat er überhaupt das Recht, ein Plugin, Cheat, Hack oder sonstwas für eine fremde Software zu verkaufen? Warum sollte das überhaupt so sein? Wenn ich einen genialen Texteditor
erfolgreich verkaufe und du entwickelst einen Hack, nicht von mir zur Erweiterung vorgesehen, das Syntaxhighlighting darin zu verändern, warum solltest du das Recht haben, dich an meinem genialen Editor zu bereichern indem du deinen Hack verkaufst? Macht keinen Sinn. Die Rechte an dem Editor hab ich, die Rechte am Spiel hat Blizzard. Wenn jemand zwei Bytes abändert, hat Blizzard immer noch die Rechte an der Software, in die sie zehntausende Mannstunden investiert haben.Und dann verstehe ich auch die Aufregung um die Strafe nicht. Es geht halt um Millionen, dann geht's bei der Strafe auch um Millionen. Am Ende muss er wahrscheinlich einen moderaten Schadenersatz zahlen und nicht mit seinem Privatvermögen haften. Da reg ich mich mehr über die Fälle auf, wo Leute ein paar tausend Euro zahlen müssen, weil sie 5 Lieder geshared haben.
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Er hat das Programm ja nicht selbst eingesetzt. Wenn alle Spieler gekickt werden, die das Programm verwenden, dann habe ich kein Problem damit.