Was war eure dümmste Computerpanne?
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wenns um die dümmste panne geht, dann muss ich auf was ziemlich modernes zurückgreifen. nämlich auf meine erste wasserkühlung. da gabs gleich 3 richtig dumme erlebnisse:
1. beim zusammenbauen den lästigen schlauch vom cpu kühler gezogen, natürlich schon voll befüllt... fön hats gerichtet, aber bios batterie war hinüber.
2. eigenbau festplattenkühler hatte leckage. erstaunlich, wie schnell wasser in das INNERE einer festplatte eindringen kann. erstaunlicherweise lief sie nach dem trocknen noch ca. 3 jahre

3. rechner morgens angeworfen und zur uni gegangen. 8 stunden später wieder zuhause und seltsame gerüche wahrgenommen: pumpe war nicht angeschlossen, "speed-step" oder son krempel gabs noch nicht. der kupfer block zur kühlung der cpu war so heiss geworden, dass die schläuche weich wurden und ihren flüssigen inhalt über alle bauteile verteilt haben. das mobo sah aus, wie eine herdplatte nach übergekochter milch.
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Ich schmeiss mich weg *lol*
Aber auch ich habe mir schon einen richtig dummen fehler gebracht. Ich hatte damals meinen Ersten PC Pentium3 800 Mhz aufrüsten wollen und hatte mir Pentium3 etwa 1000 Mhz (bin mir nich mehr ganz sicher) zugelegt.
Nun ging es an den Einbau der CPU (das erste mal
). Ohh man hab ihn reingesteckt und befestigt nun sollte man noch den lüfter mit paste draufsetzen aber nein ich dachte mir der lüfter ist da um die cpu in vollast zu kühlen. mal kurz zum Antesten ob alles richtig eingebaut ist dafür braucht man den nicht.Ihr könnt euch nicht vorstellen wie schnell so eine CPU in Rauch aufgeht

Fand ich damals allerdings net so lustig besonders da es meine Faulheit war die es verursacht hatte.
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So etwas ähnliches ist mir auch passiert. Mein PC ist immer nach ein paar Minuten Laufzeit wegen Überhitzung neu gestartet. Man hätte Würstchen drauf braten können (Rekord waren nach Neustart im Bios angezeigte 113°C). Runtertakten, Versorgungsspannung verringern und sogar ein Ventilator davor hat nichts geholfen, was mich ziemlich gewundert hat. Der Lüfter lief nämlich scheinbar einwandfrei. Irgendwann habe ich bemerkt, dass der Lüfter nach ein paar Minuten einfach aus geht.
Ich habe mir also einen passenden, von einem Kumpel nicht mehr gebrauchten, Lüfter besorgt und habe mich an die absolut fummelige (Der Hebel war direkt neben der Wand zum Netzteil, ein Schraubenzieher musste her...) Arbeit beim Ausbau gemacht. Dann war ich so froh, dass der alte Lüfter endlich runter war, dass ich erstmal "ausprobieren wollte, ob die CPU davon unbeschädigt geblieben ist". Ist sie, aber lange Freude daran hatte ich nicht. Am nächsten Tag konnte ich den Lüfter wieder zurückgeben.

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Na gut, da der Thread wohl wieder lebt:
Ich habe als Kind meinen ersten PC (386DX/40) von einem Bekannten meiner Eltern kostenlos bekommen. Für den Monitor habe ich übrigens meinen Amiga verkauft.
Da waren nun 2 Diskettenlaufwerke drinnen, ein 3.5" und ein 5.25" Laufwerk. Leider hatte das "gute, kleine" aber den Laufwerksbuchstaben "B:". Das man die verschiedensten Dinge auch im BIOS einstellen kann, war mir da noch nicht wirklich bewusst. Also Kiste auf, Kabel rausgerupft, nach bestem Wissen und Gewissen irgendwie wieder angesteckt, Power-Schalter betätigt... und auf einmal hat es geknistert und roch recht verbrannt! Ich weiß nicht mehr, was genau ich da angestellt habe, aber nix ging mehr, und am Ende stellte sich raus, dass 5 Komponenten über den Jordan gegangen waren und mein schönes, neues Spielzeug nur noch ein Haufen Schrott war.
Zum Glück hatte der Bekannte damals eine Grabbelkiste von ungeahnten Ausmaßen und konnte mir schnell wieder was Lauffähiges zusammenbasteln. Die Sache hatte auch was Gutes, mein Festplattenvolumen wurde von 40 auf 126 MB aufgestockt! So musste ich nicht ständig Win 3.1 wegputzen, wenn der Platz mal wieder nicht für Spiele gereicht hat... 
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blue23 0 schrieb:
Aber auch ich habe mir schon einen richtig dummen fehler gebracht. Ich hatte damals meinen Ersten PC Pentium3 800 Mhz aufrüsten wollen und hatte mir Pentium3 etwa 1000 Mhz (bin mir nich mehr ganz sicher) zugelegt.
Nun ging es an den Einbau der CPU (das erste mal
). Ohh man hab ihn reingesteckt und befestigt nun sollte man noch den lüfter mit paste draufsetzen aber nein ich dachte mir der lüfter ist da um die cpu in vollast zu kühlen. mal kurz zum Antesten ob alles richtig eingebaut ist dafür braucht man den nicht.Ihr könnt euch nicht vorstellen wie schnell so eine CPU in Rauch aufgeht

Ha, Intel baut halt nur Shhrott. :p
So einen genialen "Testlauf ohne Kuehlkoerper" habe ich zwar selbst noch nicht fertig gebracht, aber ich habe einen betroffenen Rechner spaeter mal uebernommen.
Der AMD Duron 600 hat die Tortur naemlich unbeschadet ueberstanden.
Diese Platte, auf der der DIE sitzt und ein Sticker mit Barcode auf der Unterseite sowie der Sockel sind zwar dabei etwas verfaerbt, bzw. angesenkt worden, aber sonst nichts passiert. Das Teil hat bis vor Kurzem in meinem Heimserver 24/7 ueber mehrere Jahre Dienst geschoben, praktisch ohne abzustuerzen und funktioniert immer noch.
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Die dümmste Panne hatte ich vorgestern, allerdings schuldlos:
Habe grad Jade Empire bis zum Abspann gespielt und grad als dieser beginnt verabschiedet sich das Netzteil meines Spiele PCs(hoffe ich zumindest, hab noch kein neues eingebaut, immerhin gibts das Ende auf Youtube
).Ansonsten in jungen Jahren.. an den Spannungen im Bios rumfummeln und damit das neu gekaufte RAM zerschießen(dachte ich zumindest, ka obs das war
) =[.
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nman schrieb:
Hm, ich müsste jetzt eine Art Top10 oder so erstellen können, aber das meiste habe ich wohl schon verdrängt. Schätze meine Biografie wird mal "Elektroschrott pflastert seinen Weg" heißen müssen.
Entscheidet sich das Geschlechte bei Tekkies erst später?

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Ist nicht mir passiert, sondern einem angesehenen Systemhaus, ich durfte nur das Gutachten für den Anwalt erstellen.
Ein Betrieb hatte durch eine Hauptverkehrsstraße getrennt zwei Gelände mit EDV und die Netzwerke mit ISDN- Routern verbunden. Nun bekamen die kurz vor Weihnachten einen richig schönen Druckserver so mit mehreren Papierfächern und Duplexdruck samt Ethernetanschluß. Installiert, funktioniert, der Betrieb feiert noch den üblichen Glühweinumtrunk und geht bis Mitte Januar in die Betriebsferien.Das "Prost Neujahr" gab's dann mit der Januar- Rechnung von der Telekom, auf der so etwa knapp 10'000 DM standen. Grund: Der wunderbare Printserver hat alle Zwei Minuten das Netzwerk gefragt, ob es denn nichts für ihn zu drucken gäbe und die Router haben das brav auf die andere Straßenseite geschickt

Bei der mit dem Fall beauftragten Anwaltskanzlei habe ich dann später auch zeitweilig das Netz in Schuß gehalten und dort u.A. einen Fax/Mailserver (noch über Modemanschluß) installiert. Als sie dann endlich ISDN bekommen haben, habe ich das entsprechend umgestellt. Leider hatte ich mich bei der Idle- Hangup- Time vertippt und aus 10 irgendwie 1010 gemacht, was auch drastische Folgen für die Telefonkosten hatte, so etwa 400 DM mehr als üblich.

Mich ärgert heute noch, daß das abschreckende Beispiel, das ich ja kannte, nicht ausgereicht hat, mich zu mehr Vorsicht zu bewegen.
An Hardware habe ich auch schon genug geschrottet, vieles haben wir aber in der Form schon gelesen, vielleicht lege ich da noch einen drauf ...

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pointercrash() schrieb:
Ein Betrieb hatte durch eine Hauptverkehrsstraße getrennt zwei Gelände mit EDV und die Netzwerke mit ISDN- Routern verbunden.
für sowas gibt's doch wlan.

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Meine Mutter (70 Jahre) hat einen WinXP-PC samt DSL-Anschluß, versteht aber davon insgesamt nicht allzu viel. Vor ein paar Wochen, als ich bei Mama in Urlaub war, begann der Rechner, ein Update herunterzuladen- das SP3. Allerdings recht langsam, weil das Netz ziemlich ausgelastet war. Ratlos rief sie mich, und ich habe den Download per Taskmanager abgebrochen... hab mich noch gewundert, daß es keinen "Cancel"-Button und kein Beenden-Kreuzchen in der Kopfleiste des Download-Fensters gab. Jedenfalls: Danach ließ sich der Rechner nicht mehr booten, blieb immer im Bootmenü stehen
. Auch abgesichert ging nicht, und eine Wiederherstellung erst recht nicht.Da es ein gebrauchter Rechner ist, hatte sie auch nicht mehr die zugehörigen CD-ROMs. Darum habe ich den Rechner am Ende des Urlaubs mitgenommen, mühsam die Daten gerettet (mit einem Win98-Computer und NTFS4DOS
) und neu installiert.Und die Moral von der Geschicht: Den Download unterbreche nicht.

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Burkhi schrieb:
Meine dümmste Computerpanne:
Sundenlanges Abtippen eines Basicprogramms aus der 64'er (wer es noch kennt: Zauberschloss) und dann Programm gestartet ohne vorher zu speichern.
Und was passiert nach Murphy? Die Kiste stürzt ab. Damit waren 3 Stunden abtippen für die Tonne.Basic war ja noch relativ angenehm zu lesen beim Abtippen. Am besten warn immer die Listings für den "Checksummer"
Stundenlang diese Zahlenkolonnen reingehackt und am Ende kam son billig Pac Man mit einem Level dabei raus 
(edit)
Ne Quatsch, nicht Checksummer - "MSE" hiess das Ding glaub ich
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~fricky schrieb:
pointercrash() schrieb:
Ein Betrieb hatte durch eine Hauptverkehrsstraße getrennt zwei Gelände mit EDV und die Netzwerke mit ISDN- Routern verbunden.
für sowas gibt's doch wlan.

Den WLAN- Scheißdreck? Du meinst den Mist, der minutenlang abreißt, sobald eine Straßenbahn im Umkreis von 500 Metern einen ordentlichen Abrißfunken an der Oberleitung hat, Muttern den AP mit dem Staubsauger reinigt oder einer mit 'nem DECT- Telefon zu nah kommt und sich manchmal gar nicht von Störungen berappelt? Ohne Richtfunkvorrichtungen genügt das Zeug nichtmal geringsten Anforderungen, wundert mich eh', daß sich damit einige in den Industrial- Bereich gewagt haben.
Auch aus Entwicklersicht schlimmes Zeugs, von einer Chipgeneration auf die nächste sind plötzlich bestimmte Einstellungen nicht mehr konfigurierbar, um ein Ad- Hoc- NW zusammenzubekommen müssen die Chips handverlesen werden. Also ich habe damit fast nur schlechte Erfahrungen gemacht.Das damals war '96, kein WLAN in Sicht (bis auf Machbarkeitsstudien) und zudem ist heutzutage DSL- Flatrate- Zeit, da würde ich eine Festnetzverbindung nie gegen das windige Ami- Funkzeugs tauschen.

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Man kann auch zwei Standorte die in Sichtweite sind, per Laser verbinden. Wir hatten mal einen Testaufbau, ging ganz gut...
Ivo
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Cpp_Junky schrieb:
Burkhi schrieb:
Meine dümmste Computerpanne:
Sundenlanges Abtippen eines Basicprogramms aus der 64'er (wer es noch kennt: Zauberschloss) und dann Programm gestartet ohne vorher zu speichern.
Und was passiert nach Murphy? Die Kiste stürzt ab. Damit waren 3 Stunden abtippen für die Tonne.Basic war ja noch relativ angenehm zu lesen beim Abtippen. Am besten warn immer die Listings für den "Checksummer"
Stundenlang diese Zahlenkolonnen reingehackt und am Ende kam son billig Pac Man mit einem Level dabei raus 
(edit)
Ne Quatsch, nicht Checksummer - "MSE" hiess das Ding glaub ich
Der Checksummer war da für Basic-Zeilen zu überprüfen, MSE war ein Programm um Assemblerlistings schneller einhacken zu können.
http://www.c64-wiki.de/index.php/Checksummer
http://www.c64-wiki.de/index.php/MSE
Und trotz richtiger Checksummen waren manchmal die Eingaben falsch! Gerade die Listings für den MSE waren dann richtig schön Korrektur zu lesen.Das waren Zeiten. Wer würde heute noch stundenlang Code abtippen?
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pointercrash() schrieb:
Den WLAN- Scheißdreck? Du meinst den Mist, der minutenlang abreißt, sobald eine Straßenbahn im Umkreis von 500 Metern einen ordentlichen Abrißfunken an der Oberleitung hat, Muttern den AP mit dem Staubsauger reinigt oder einer mit 'nem DECT- Telefon zu nah kommt und sich manchmal gar nicht von Störungen berappelt?
eigentlich nicht. das zeug funzt erstaunlich gut, ausser natürlich in extrem gestörter umgebung, aber da wirst du auch schwierigkeiten haben, mit 'nem handy zu telefonieren.
pointercrash() schrieb:
Auch aus Entwicklersicht schlimmes Zeugs, von einer Chipgeneration auf die nächste sind plötzlich bestimmte Einstellungen nicht mehr konfigurierbar, um ein Ad- Hoc- NW zusammenzubekommen müssen die Chips handverlesen werden.
naja, aus entwicklersicht wird man erstmal von einem haufen kompelxität erschlagen und an dokumentation ist auch schwer ranzukommen. ausser bei den alten prism2-chips. die waren total einfach anzusteuern, ohne dass man vorher tonnenweise IEEE-lektüre verinnerlichen musste.

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~fricky schrieb:
eigentlich nicht. das zeug funzt erstaunlich gut, ausser natürlich in extrem gestörter umgebung, aber da wirst du auch schwierigkeiten haben, mit 'nem handy zu telefonieren.
Mitnichten, euer Ehren. Eine Handy- Verbindung interessiert sich nicht für den Staubsauger, nicht für das DECT- Telefon oder die Straßenbahn.
Ich habe jetzt den konkreten Fall, daß ich ein Asus R2H als Handeinheit für eine Maschine habe, WLAN auf Sichtkontakt (5m), Infrastructure, XPort des Target als virtuelle COM im Asus (Du erinnerst Dich, die paar Buttons, die ich für den Auszug aus der Konsole benötigte und mit VB realisiert habe). Es ist hundsverreckt: Sobald der Umrichter anspringt, ist WLAN tot, ein paar zig bis 200 ms später springt die Totmannsicherung an, die Anlage geht ins Notaus. Abhilfe: 10 m CAT5 Ethernetkabel. Und glaub' mir, der Umrichter ist kein Chinesenmüll (damit bin ich zu oft auf die Nase gefallen), außer dem WLAN hat kein Funkinger ein Problem damit.~fricky schrieb:
naja, aus entwicklersicht wird man erstmal von einem haufen kompelxität erschlagen und an dokumentation ist auch schwer ranzukommen. ausser bei den alten prism2-chips. die waren total einfach anzusteuern, ohne dass man vorher tonnenweise IEEE-lektüre verinnerlichen musste.

Ich kam nach der Prism- Zeit zu dem Projekt, das Problem war, mit Atheros das Timing der Prism- Dinger im Feld nachzustellen, weil der Controllerriegel- Hersteller umgestiegen war. Bei Ad- Hoc- Netz schwierig und als es soweit war, kam eine neue Charge, wo sich der Chip nicht mehr dafür interessiert hat, was Du in die verschiedenen Delay- Register geschrieben hast - Tadaa!

Gut, aber jetzt meine vielleicht schönste Panne:
Ich muß eine Controller- Regelung mit Notaus für Dickschichtheizelemente realisieren. Da die Dinger 2 bis 25 kW verbraten und mein größter Labortrenner max. 700 VA hergibt, muß das Ding direkt ans Netz (230 V), ich stricke folglich Optokoppler zwischen Target- Controller und PC, damit ist das Ding galvanisch getrennt. Den PC habe ich über einen Labortrenner betrieben.
Leider reagierte das Target zunächst überhaupt nicht auf die Signale des Debuggers, auf der "kalten" Seite sahen die Signale mit dem PC- Karten- Oszi gut aus, ich klipste den Tastkopf auf das Target ... und stand im Dunkeln
Ich hatte eine Sache übersehen: Das STP- Kabel zu einem älteren Cisco- Switch.
Fast alles hin: Der PC war schon etwas betagt und noch das Billigste, den Monitor hätte ich aber gerne noch behalten. Alle Meßkarten hinüber, neben dem Oszi ein Logic Analyzer, ein IEEE- Protokollierer, mein All-03- Universalprogrammierer, sogar die Maus war "tot".Wie sich 1 1/2 Wochen später herausstellte, hatte wenigstens das Target überlebt, ich habe also meine Meßreihen gestartet, indem ich Wasser von 0 Grad zum Kochen gebracht habe. Weil das Warten von Versuch zu Versuch sonst zu lang gewesen wäre, habe ich kübelweise Eiswasser verbraucht. Ich war gerade beim Start eines neuen Versuchs, da kommt jemand zu mir, kaut mir ein Ohr ab, ich komme auf ein paar Minuten mit und schaue mir an, was ihm so wichtig ist. An meinem Platz zurück kontrolliere ich nochmal die Wassertemperatur, starte die Software und ... Kawumm!
Da hatte es den Controller so richtig von der Schaltung gesprengt. Warum? Eiswasser in einem Gefäß bedeutet Kondenswasser, viel Kondenswasser bedeutet Tropfen, die an den Kabeln entlang auf die Schaltung rinnen.Immerhin ist nach der systematischen Vernichtung von PC und Target nichts mehr Schlimmes passiert, letztlich habe ich halt zwei Wochen für lau gearbeitet.
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pointercrash() schrieb:
Es ist hundsverreckt: Sobald der Umrichter anspringt, ist WLAN tot, ein paar zig bis 200 ms später springt die Totmannsicherung an, die Anlage geht ins Notaus. Abhilfe: 10 m CAT5 Ethernetkabel. Und glaub' mir, der Umrichter ist kein Chinesenmüll (damit bin ich zu oft auf die Nase gefallen), außer dem WLAN hat kein Funkinger ein Problem damit.
so'n verhalten ist absolut nicht normal. vielleicht spikes auf der versorgungsspannung, die dein wlan zum absturz brachten?
pointercrash() schrieb:
...und als es soweit war, kam eine neue Charge, wo sich der Chip nicht mehr dafür interessiert hat, was Du in die verschiedenen Delay- Register geschrieben hast - Tadaa!
ja, ähnliches kenne ich, meistes hat man's selbst verbockt. ist mir mal passiert: ich hab 'nen display-treiber geschrieben und ein paar abkürzungen genommen, weils sowieso super lief, schnell gehen musste und ausserdem als kleinserie von max. 20 geräten geplant war. aus den 20 wurden innerhalb eines jahres eher 200 und plötzlich war nur noch wildes geflimmer auf der anzeige, weil ich kilometerweit an der spezifikation von den dingern vorbeiprogrammiert hatte.

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~fricky schrieb:
so'n verhalten ist absolut nicht normal. vielleicht spikes auf der versorgungsspannung, die dein wlan zum absturz brachten?
Sicher nicht, das Ding ist voll kompensiert, zudem war der Handheld auf Akkubetrieb. Zudem habe ich an einer anderen Ecke einen ähnlichen Fall: Wegen der häufigen Einbrüche habe ich Büro und Verkaufsraum mit WLAN- IP- CAMs von Trendnet gesichert. Die Empfangsqualität wurde von den Geräten mit 100% bzw. 95% bewertet. Trotzdem und 100%ig nachvollziehbar fliegen die CAMs aus der Funkzelle, wenn die Putze mit dem Staubsauger durchfährt, der Chef mit seinem Funktelefon zu nahe an die CAM kommt und manchmal, wenn eine Straßenbahn vor dem Laden vorbeifährt. Meist kommt es zu Aussetzern von einer Minute, manchmal finden die Dinger auch gar nicht mehr zurück ins Netz. Ich mußte überall nachverkabeln
und die Aufpreise für wireless waren für die Katz. Durchprobiert habe ich Accesspoints von Linksys, Longshine und Belkin - immer das gleiche Problem. Daß ich damit nicht alleinstehe, zeigt ein Blick in die Supportforen der Wireless- Gerümpelhersteller.~fricky schrieb:
ja, ähnliches kenne ich, meistes hat man's selbst verbockt.
Da hab' ich gar nix verbockt, wenn man von einem Tag auf den anderen im "kompatiblen" Nachfolger- Chip die default Delays für 802.11b- Netze nicht mehr ändern kann! Hat der Hersteller auch eingeräumt, von wegen was interessiert uns 802.11b, wir sollen uns freuen, daß er jetzt 802.11g kann.
Das Problem ist, daß so für Ausfälle im Feld kein Ersatz geschaffen werden kann. Zudem berichtet das Servicepersonal immer wieder von unerklärlichem Verhalten im Feld und Ausfällen, obwohl die Funkscanner "friedliche Stille" im WLAN- Bereich attestieren.Gut, aber damit das Ganze nicht so voll OT wird, leg' ich noch eins drauf:
Auf meinem Werkstattwagen lag ein Mini- Netzwerk mit zwei Slaves und dem Master, alles "nackige" Platinen plus Netzteil, daneben Schreibtisch mit PC. Zum Verbindungstest waren sie mit je 100 m Kabel auf Rolle verbunden, diverse Aktoren davor am Boden verteilt. Typischer fliegender Aufbau halt.
Da mir die Signalflanken nicht ganz gefielen, wollte ich die Terminierungswiderstände verkleinern, schnappte mir den Lötkolben, holte den Sortimentskasten an den Schreibtisch und tauschte die Widerstände aus, schaltete die Versorgung wieder ein, hockte mich an den PC und startete die Applikation. Um nachzumessen, ob das was gebracht hatte, beugte ich mich schräg über den Schreibtisch, um das Kabelende aufzuheben. Dabei schubste mein Jackensaum den Sortimentskasten, der etwas unglücklich ohne Deckel abgelegt war, über die Schreibtischkante, dessen Inhalt sich komplett über die laufende Schaltung ergoß. Echt nettes Tischfeuerwerk
Folgende Erkenntnisse:- An der Butterbrot- Regel ist wohl was dran.
- 8 Ampère sind keine ernsthafte Strombegrenzung für LowPower- Schaltungen.
- Sowas passiert immer kurz vor der Auslieferung.
- Natürlich ist es Freitag, 18 Uhr. Du wirst frühestens Montags Bauteile nachbestellen können.
- Der verbaute Controller ist "on Demand", wird mithin erst in fünf, sechs Wochen lieferbar sein.
- Versuch' nicht, 8000 Widerstände von Hand zu sortieren, mach' eine "Schachtel der letzten Hoffnung" draus und kauf 'nen neuen Kasten!

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pointercrash() schrieb:
...Echt nettes Tischfeuerwerk

ich weiss, man macht sich nicht über's missgeschick anderer lustig, aber ich hab' fast 'nen lachkrampf gekriegt. deine beiträge sind immer spitze. du bist 'ne echte bereicherung für dieses board

ach ja, noch was zu unserem gemeinsamen freund, dem WLAN: wir (also meine firma und ich) basteln ja allerhand embedded-zeugs u.a. mit wlan drin. und gestern erst hatte ein kunde von uns extreme probleme, ständige aussetzer und längliche zeiten von inaktivität, produktionsausfall, blanke nerven und alles was dazugehört. ich dachte sofort: 'jetzt hat uns das pointercrash()-syndrom' auch erwischt'. aber nein, es war, wie so oft, die energieversorgung schuld. in seinen maschinen sitzt nämlich unser wlan-enabled modul auf einem extrem beweglichen teil, dem die versorgungsspannung über eine art 'kette' zugführt wird, weil jegliche art von kabel nach kurzer zeit verschlissen wäre. nach stunden vergeblicher fehlersuche (bei der natürlich unser device als ursache des übels vermutet wurde) stellte sich heraus, dass eine zu geringe (mechanische) kettenspannung für die aussetzer verantwortlich war. also: kette nachgespannt und -schwupps- alles läuft wieder wie geschmiert.

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wirst deinen Namen voll gerecht, da würde allerdings Hardwarecrash besser passen.

Aber dazu kann ich auch noch was beitragen, dass war allerdings noch vor meiner Computerzeit. Ich habe damals immer an Lichtorgeln und Lauflichtern rumgebastelt. Irgendwann mal hab ich eins geschenkt bekommen, das war in einen Lampengehäuse eingebaut, da hab ich die Platine rausgebaut und wollte da nen Widerstand tauschen. die Schaltung hatte keinen Trafo, sondern hatte simpel mit nen vorwiderstand in einer Phase die Spannung begrenzt. Ich setz also den Lötkolben an und schon gabs nen grossen Knall. Tja mal sollte halt bein einem Gerät immer BEIDE Zuleitungen abschalten, es könnte sonst passieren, dass die Phase noch anliegt, und da der Lötkolben geerdet ist, hat sich der Strom halt den Weg durch die Bauteile gesucht.
