tex und linux
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Man kann auch einfach auf ein anderes Texturlayout umstellen, z.B. mit setxkbmap us. Geht auch unter Windows mit Alt+Shift. Umlaute in Latex werden dann z.B. mit \"o erzeugt. Ich verwende das nicht nur bei Latex sondern auch beim Programmieren.
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u_ser-l schrieb:
wahrscheinlich lernt man \{}[] ohne Shift-Taste erst schätzen, wenn man sehr große Mengen von TeX-code zu schreiben hat. Für Gelegenheits-TeX'er lohnt das nicht, ebensowenig wie Mausschubser vom Slash auf der 7-Taste profitieren werden. Ich will jedenfalls nicht darauf verzichten.
Ich schreibe ziemlich viel LaTeX, aber ich bin einfach zu unflexibel um mich an sowas zu gewöhnen. Liegt aber wohl auch daran, dass ich an sehr vielen verschiedenen Clients arbeite und meistens nicht auf jedem eigene Keyboard-Layouts einstellen kann bzw. möchte.
Ach ja, Slash auf der 7-Taste: Das Problem gibt es mit en-US-QWERTY ja ohnehin nicht, die Sonderzeichen sind da auch recht bequem und das ganze ist doch deutlich standardisierter als Deine Layouts, insofern...
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nman schrieb:
minhen: Naja, wie gesagt: Wenn ich weiß, dass ich irgendwas in den Sourcen veröffentliche, was Windowser bearbeiten werden, dann wird das eben notfalls noch entsprechend exportiert. Dauert ja praktischerweise in beide Richtungen nicht lang.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz die Motivation für die Diskussion jetzt. Es kann Portabilitätsprobleme geben, weswegen manche dem mit keinem Mehraufwand durch die automatische Zeichenersetzung beim Tippen vorbeugen. Andere wiederum sehen keine Notwendigkeit solche Probleme im Vorfeld zu verhindern und lösen sie lieber mit geringem Mehraufwand, falls sich ein Problem ergeben sollte. So what?
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minhen schrieb:
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz die Motivation für die Diskussion jetzt.
Daher auch:
nman schrieb:
Aber im Grunde ist das sowieso alles völlig egal, schlimmstenfalls kann man immer mit einem simplen String-Replace von ä zu "a oder umgekehrt wechseln.
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nman schrieb:
Ach ja, Slash auf der 7-Taste: Das Problem gibt es mit en-US-QWERTY ja ohnehin nicht, die Sonderzeichen sind da auch recht bequem und das ganze ist doch deutlich standardisierter als Deine Layouts, insofern...
ich arbeite immer am selben PC, daher habe ich kein Problem mit der Umgew{hnung

An der englischen keymap gefällt mir nicht, daß die Sonderzeichen über den Zifferntasten völlig anders liegen als gewohnt - das ist mir zu viel Umgewöhnung.
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Ich weiß nicht, wie du den Beitrag von dir da gemeint hattest. Aber in meinen Ohren liest er sich so: "Da ich mit geringem Mehraufwand die Kompatibilität auch nachträglich herstellen kann, ist der Automatismus, der sie automatisch im Voraus sicherstellt, sowieso unnötig". Und dem stimme ich nicht zu. Doch das sind einfach zwei unterschiedliche Sichtweisen, wie ich beim letzten Beitrag angedeutet habe. Der eine geht von Anfang an von der Notwendigkeit zur Portabilität aus und bekommt diese mit null Mehraufwand. Der andere hält die Portabilitätsprobleme für so unwahrscheinlich, dass er keinen Grund sieht, sie im Vorfeld zu bekämpfen, da er sie im schlimmsten Fall auch mit geringem Mehraufwand beheben kann. Ich bezweifel zwar, dass der Mehraufwand in der Realität so gering sein wird. Denn wenn jemand mit UTF-8-Umlauten Probleme kriegt, dürfte eher kein recode, iconv oder auch nur ein tr für UTF-8 bereit liegen. Aber auch das ist mir egal. Der eine macht es so, der andere so. Ich verstehe nicht, was es da groß zu argumentieren gibt. Das ist doch völlig egal

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Du hast mich falsch verstanden: Wenn jemand damit Probleme hat und sie nicht selbst lösen kann (bis jetzt nicht vorgekommen), habe _ich_ das iconv, tr oä.
Aber:
minhen schrieb:
Ich weiß nicht, wie du den Beitrag von dir da gemeint hattest.
War als "Diskussion in meinen Augen überflüssig" zu verstehen.

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Ok. Dann haben wir unterschiedliche Ansichten und sind einer Meinung

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hmmm, eins versteh ich nicht:
wenn ich unter verschiedenen systemen meine tex-dokumente alle in utf-8 bearbeite - dann gibts doch auch keine kompatibilätsprobleme - oder?
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Du kannst auch megakompatibel sein und ASCII benutzen, bzw. nur die ersten 128 Zeichen.
Aber im Grunde ist das sowieso alles völlig egal, ...

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knivil schrieb:
Du kannst auch megakompatibel sein und ASCII benutzen, bzw. nur die ersten 128 Zeichen.
Das macht den Text doch schwer lesbar, bei sinnvoller Kodierung sollte jeder der die Sprache beherrscht diese ohne Umstände lesen können. Natürlich kann ich auch Schriftzeichen als \U+nnnnn (oder so ähnlich) in ASCII kodieren, aber lesen kann das dann keiner mehr.
Da nehme ich lieber UTF-8, dann kann ich die Schriftzeichen zwar weiterhin nicht lesen, aber andere schon.
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knivil schrieb:
Du kannst auch megakompatibel sein und ASCII benutzen, bzw. nur die ersten 128 Zeichen.

besser nur 0 und 32-126, um Tab (ASCII 9 und 11) zu umgehen. Läßt man auch noch ASCII 10 und 13 aus, werden Zeilenenden endlich portabel

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Die Welt koennte so einfach sein ...
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In der Theorie wäre es sogar ohne Weiteres drin. Aber wenn man nicht aus Spaß an der Freude, sondern gegen Bezahlung arbeitet, kann man schlecht zum Auftraggeber/Vorgesetzten sagen "Pass mal auf, jetzt hol dir neuere Software, dann kannst du auch was mit dem Latex-Kram anfangen, für den du mich bezahlst". Die Welt dort draußen ist eben nicht einfach, sondern groß und böse und funktioniert nach Murphys Law

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minhen schrieb:
In der Theorie wäre es sogar ohne Weiteres drin. Aber wenn man nicht aus Spaß an der Freude, sondern gegen Bezahlung arbeitet, kann man schlecht zum Auftraggeber/Vorgesetzten sagen "Pass mal auf, jetzt hol dir neuere Software, dann kannst du auch was mit dem Latex-Kram anfangen, für den du mich bezahlst". Die Welt dort draußen ist eben nicht einfach, sondern groß und böse und funktioniert nach Murphys Law

Also wenn du das zu dem Chef sagen musst, dann stimmt was mit dem Unternehmen nicht. Sowas sollte der Chef selber erkennen. Wenn er es nicht erkennt, dann belegt er ganz klar die falsche Position im Unternehmen.
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fghfhfgh schrieb:
Also wenn du das zu dem Chef sagen musst, dann stimmt was mit dem Unternehmen nicht. Sowas sollte der Chef selber erkennen. Wenn er es nicht erkennt, dann belegt er ganz klar die falsche Position im Unternehmen.
Das kann er ihm ja bei der Gelegenheit auch gleich sagen

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Sys-Admin schrieb:
knivil schrieb:
Du kannst auch megakompatibel sein und ASCII benutzen, bzw. nur die ersten 128 Zeichen.
Das macht den Text doch schwer lesbar, bei sinnvoller Kodierung sollte jeder der die Sprache beherrscht diese ohne Umstände lesen können. Natürlich kann ich auch Schriftzeichen als \U+nnnnn (oder so ähnlich) in ASCII kodieren, aber lesen kann das dann keiner mehr.
Da nehme ich lieber UTF-8, dann kann ich die Schriftzeichen zwar weiterhin nicht lesen, aber andere schon.Verstehe ich nicht, du liest den Latex-Code? Ich erstelle draus immer PDFs oder andere Dokumente, die mal leicht drucken und lesen kann.
Es ist aber schon traurig das nach ueber 40 Jahren das einzige wirklich portable Format "plain old ASCII-txt" Dateien sind. Deswegen, lange lebe Latex.
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DEvent schrieb:
Verstehe ich nicht, du liest den Latex-Code? Ich erstelle draus immer PDFs oder andere Dokumente, die mal leicht drucken und lesen kann.
Vermutlich hat er noch nie in seinem Leben größere Latex-Tabellen erstellt und liest daher nicht die erzeugten Dokumente zur Kontrolle, sondern den Quellcode
