Würdet Ihr für 1000 EUR mit Rauchen anfangen?
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supertux schrieb:
Was bringt Luxus, wenn dein Leben nicht mehr lebenswert ist? Wenn ich 100 Mio fürs Rauchen bekäme, was könnte ich damit anfangen? Was würde mir 100 Mio nutzen, wenn und unheilbar krank bin und einen qualvollen Tod bekomme? Die Geldgier fördert echt das schlechteste aus Menschen. Und überhaupt, was würde mich 100 Mio nutzen? Man würde ständig in Angst Leben, dass gierige Menschen nur um mich herum sind, um ans Geld zu kommen oder Leute, die mich beklauen wollen und und und... nein, so ein Leben will ich nicht!
nach dieser Argumentation müssten reiche Menschen durch die Bank suizidgefährdet sein... fragt sich nur, warum es nicht so ist...
Schonmal an deine Familie und Nachkommen gedacht? Denen ein sorgenfreies Leben zu bescheren zu wollen kann doch nicht verwerflich sein oder? Oder willst du all dein Geld und was du dir aufgebaut hast mit in dein Grab nehmen?
Und wenn man es wirklich nicht braucht, dann spendet man es eben oder ruft eine Stiftung für suizidgefährdete Millionäre ins Leben, wenn es einem danach besser geht...aber eine hohe Summe auszuschlagen, nur weil man es ja eh nicht braucht und was weiß ich, was hier immer für Argumente geliefert werden ist ziemlich kurzsichtig und könnte man fast als egoistisch deuten ("mir gehts ja so auch gut, also wozu?")
Mit ein paar Milliönchen auf der hohen Kante kann man viel mehr tun als sein eigenes Seelenwohl zu sichern
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Es ging ja nicht darum, perse eine hohe Geldsumme auszuschlagen, sondern ob man dafür seine Gesundheit aufs Spiel setzen würde...
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byto schrieb:
Es ging ja nicht darum, perse eine hohe Geldsumme auszuschlagen, sondern ob man dafür seine Gesundheit aufs Spiel setzen würde...
für 1000 Eur definitiv nein. Sobald die Summe aber 7-stellig wird, fängt man zu überlegen an
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zwutz schrieb:
nach dieser Argumentation müssten reiche Menschen durch die Bank suizidgefährdet sein... fragt sich nur, warum es nicht so ist...
wann habe ich von Selbstmord geredet?
zwutz schrieb:
Schonmal an deine Familie und Nachkommen gedacht? Denen ein sorgenfreies Leben zu bescheren zu wollen kann doch nicht verwerflich sein oder?
vielleich ist das ganz nur ein Cliche aber wieso gibt es oft bei verdammt Reichen Familien "Familienkriege", dich sich oft nur ums Geld dreht? "Familienkriege" wird es weiterhin in jeder Familie geben, das bestreite ich nicht, aber zumindest bei sehr wohlhabenden Familien geht es leider oft nur ums Geld.
zwutz schrieb:
Oder willst du all dein Geld und was du dir aufgebaut hast mit in dein Grab nehmen?
ich hab nicht vor "Millionen" zu machen, ich bin ein Mensch, der gut auf Luxus verzichten kann und es auch tut (anders z.b. als mein Bruder), ich möchte nur genug Geld haben, um mich zu ernähren und mich weiter zu bilden, und wenn ich eine Familie hätte, damit sie sich weiterbildet. Ich möchte nicht meiner Familie Geld hinterlassen, sondern Wissen und Bildung, damit sie aus eigener Kraft überlebt. Sollte ich jemals "millionen" machen, dann würde ich beim Tod diese an Wohltätigkeitsvereine spenden. Aber ich denke nich, dass ich jemals "Millionen" machen werde, das war nie mein Ziel im Leben.
Es ging ja nicht darum, perse eine hohe Geldsumme auszuschlagen, sondern ob man dafür seine Gesundheit aufs Spiel setzen würde...
meine Anwort ist ganz klar: für kein Geld der Welt setze ich meine Gesundheit auf Spiel.
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Für Geld seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen?! Na ja... Was bringt denn das Geld wenn dannach deine Beine Ampurtiert werden müssen...
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Also hier sind ziemlich viele Idealisten unterwegs....
Fuer 100 Millionen wuerde ich schon einiges machen. Ich hoffe wir reden hier von Euro und nicht VND.
Mit dem Geld koennte ich meiner Familie und den Nachkommen ein gutes und sicheres Leben bieten. Es keimen sicherlich Streitigkeiten auf, aber die kann man sicherlich durch Vorbereitungen (Vertraege, Treuhaender usw) im Vorfeld aus dem Weg schaffen.Das Geld spenden??? Dafuer hab ich zu lange im Schwabenland gelebt, lieber versaufe ich es
Ivo
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Um mal sothis_ zu zitieren
Übrigens, so viel Geld, dass ich mit Rauchen anfangen würde, gibt es gar nicht.
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Vielleicht ist die Intention des Threads nicht ganz deutlich geworden:
Würdet Ihr als Nichtraucher eine Packung Zigaretten rauchen (verteilt über eine Woche) um die 1000 EUR Prämie von der Krankenkasse abzugreifen?Die Nikotinsucht ist laut Studien bereits nach mehreren Tagen Abstinenz abgeklungen. Das viele Raucher trotzdem nicht aufhören können liegt daran das es eine feste Gewohnheit geworden ist in den Pausen eine Z anzustecken. In meinem Bekanntenkreis habe ich einige Raucher die sich das Rauchen erst durch eine Lollipop Therapie abgewöhnt haben. Quasi ein Belohnungssytem durch ein anderes ausgetauscht.
Da die Nichtraucher in dieser Wocher sich das Rauchen aber unmöglich angewöhnt haben können besteht nur ein sehr kleines Suchtrisiko. Man geht also kein sehr großes Risiko ein das man jetzt jeden Tag 20 EUR für Ziggen ausgeben muß.
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mifudd schrieb:
Würdet Ihr als Nichtraucher eine Packung Zigaretten rauchen (verteilt über eine Woche) um die 1000 EUR Prämie von der Krankenkasse abzugreifen?
Klar 1000 Euro ist nicht wenig Geld... Nur kann sich das wohl keine Krankenkasse leisten, oder irre ich mich?
Ivo
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Es ist aber auch nicht wirklich viel Geld. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen in Deutschland beträgt 3100 Euro. Bei armen Schluckern wie Friseuren, die nur knapp über 1000 Euro brutto verdienen, hast du vielleicht Chancen. Aber bei Akademikern liegt schon das Einstiegsgehalt, wenn sie frisch von der Uni kommen, deutlich über 3000 Euro. Insofern sind 1000 Euro vielleicht ein Betrag, den man gerne annimmt. Aber für die meisten hier wohl kaum ein Betrag, um bei ihnen Verhalten, das sie ablehnen, zu erkaufen.
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Da hast Du sicherlich recht. Aber was ist wenn ich mir durch eine Luecke in den Vorschriften die 1000 Euro jede Woche holen kann? Und das voellig ohne Arbeit?
Und ob ich nun eben mit 75 Jahren wegen der Kippen sterbe, oder mit 80 Jahren auf dem Weg zum Klo zusammenbreche...Ivo
[edit] Ich glaube aber dies ist schlimmer als eine Schachtel Kippen:
http://www.pcd.go.th/AirQuality/Bangkok/Default.cfm
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minhen schrieb:
Aber diese Selbstsicherheit angesichts der fehlenden Grundlage für die Aussagen ist sehr bescheiden - besonders wenn man die fehlende Grundlage dem anderen ankreidet. Die Warhheit ist doch eher, dass man nicht pauschal sagen kann, wie sich ein konkreter Mensch in Extremsituationen verhalten werden wird.
Ja, ich hätte wohl "fast jeder fast alles" schreiben sollen, dann wäre es korrekter gewesen.
byto schrieb:
Walli schrieb:
Meine Meinung ist, dass jeder für genug Geld fast alles tun würde. Gut, vielleicht nicht die Eltern erschießen oder so, aber ansonsten ist schon ziemlich viel drin. Ein sorgloses Leben in individuell purem Luxus ist einfach zu reizvoll.
Aber nicht jeder würde seine Gesundheit dafür aufs Spiel setzen. Und ja: das kann auch auch sagen, ohne tatsächlich vor der Entscheidung gestanden zu haben.
Angenommen, Dir würde jemand 100 Mio dafür geben, dass Du mit 65 Jahren an Lungenkrebs stirbst. Würdest Du dann auch noch alles für den Luxus tun?
Nein! Dafür ist der Tod an Lungenkrebs zu beschissen. Aber mit den 10 Kippen am Tag... Man muss das abwägen. Von 10 Zigaretten am Tag an Lungenkrebs zu sterben ist eher unwahrscheinlich. Da ist man als Nichtraucher deutlich gefährdeter wenn man mal in einer Kneipe gejobbt hat.
supertux schrieb:
Walli schrieb:
Meine Meinung ist, dass jeder für genug Geld fast alles tun würde. Gut, vielleicht nicht die Eltern erschießen oder so, aber ansonsten ist schon ziemlich viel drin. Ein sorgloses Leben in individuell purem Luxus ist einfach zu reizvoll.
wie armselig ... verzeih mir meine Wortwahl, aber wenn man so denkt, dann wundert mich nicht wie es zur Zeit in der Welt geht. "Ein sorgloses Leben in individuell purem Luxus ist einfach zu reizvoll" ist meiner Meinung nach nicht wonach man anstreben sollte und nur von Menschen mit eher schwachen Charakter, für Menschen, die glauben, dass Geld und Luxus glückglich machen.
Fakt ist wohl, dass finanzielle Probleme unglücklich machen. Ein Leben ohne solche Probleme ist eine deutlich bessere Basis um sein Glück zu finden. Mir geht es heute saugut, aber was ist in 10 Jahren? Mit 100 Mios auf der Bank kann der Mond explodieren, na und? Ich sitze schön irgendwo auf meiner Insel im Pazifik und trinke Cocktails. Idealist ist man, wenn man zuviele schlechte Filme sieht oder keine Probleme im Leben hat. Wie minhen schön sagte: Man kann nicht wissen wie jemand in einer solchen Situation handelt. Mein Tip ist aber, dass wohl sehr viele auf den Deal einsteigen würden. Die Frage ist nicht, wie sich die Leute in Deiner Blümchenwelt verhalten würden. Die Frage ist wohl eher auf die Welt da draussen bezogen und da findet man so gut wie keine Idealisten.
supertux schrieb:
Als Kind hatte ich eine Kassete mit vorgelesenen Gedichten und Memoirs, die ich ständig hörte. Zwei davon, die mich am meisten geprägt haben sind "An meinen Sohn Johannes" von Matthias Cluadius und "A Father Prayer" vom General Douglas MacArthur. Mein Lieblingszitat vom Father Prayer: Lead him I pray, not in the path of ease and comfort, but under the stress and spur of difficulties and challenge. Here let him learn to stand up in the storm; here let him learn compassion for those who fail.
Ja, mach Du mal was MacArthur Dir rät... und danach überlegst Du Dir das mit dem vielen Geld nochmal
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mifudd schrieb:
Die Nikotinsucht ist laut Studien bereits nach mehreren Tagen Abstinenz abgeklungen.
Kommt drauf an. Ich kenne Leute die richtig schwere Entzugserscheinungen hatten, mit rumkotzen und allem drum und dran.
Das viele Raucher trotzdem nicht aufhören können liegt daran das es eine feste Gewohnheit geworden ist in den Pausen eine Z anzustecken
Das ist wirklich das allerschlimmste. Hab letztes Jahr auch aufgehört (der 3. oder 4. Anlauf). Sobald du ein Bier in der Hand hast, denkst du wieder dran. Schrecklich, wie das Zeug in deinem Hirn rumspukt.
In meinem Bekanntenkreis habe ich einige Raucher die sich das Rauchen erst durch eine Lollipop Therapie abgewöhnt haben. Quasi ein Belohnungssytem durch ein anderes ausgetauscht.
Und jetzt sind alle fett?
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Lollipop-System? Was ein Käse! Ich tippe darauf, dass die Hälfe wieder anfängt, wenn die Lollis anfangen nicht mehr zu schmecken. Aber gut, wenn man es mit der Diszipin nicht so hat, dann sind Lollis wohl angenehmer für die Lunge als Zigaretten.
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supertux schrieb:
ich hab nicht vor "Millionen" zu machen, ich bin ein Mensch, der gut auf Luxus verzichten kann und es auch tut
Na, was ist schon Luxus? Ein Oberklasseauto? Eine Klimaanlage? Betäubungsmitteleinsatz beim Zahnarzt?
Scheint sich zeitlich wahnsinnig schnell zu ändern. Heute hast Du vermutlich im Zimmer Dinge rumliegen, die vor nur 10 Jahren wahnsinniger Luxus waren. Würdest Du heute so leben wollen, wie in den 50er Jahren? (Denk an den Zahnarzt.) In den 80ern? In der Ukraine? In Somalia?
Come on: Du bist ein Free-Rider vom Luxus anderer Leute und bist dafür keinen Hauch dankbar.
Ich möchte nicht meiner Familie Geld hinterlassen, sondern Wissen und Bildung, damit sie aus eigener Kraft überlebt.
Ich nicht: ich möchte ihnen MÖGLICHKEITEN hinterlassen. Viele High-Quality-Möglichkeiten, damit sie ihr Leben so leben können, wie sie es für richtig halten und nicht, wie ich es für richtig halte.
Es ging ja nicht darum, perse eine hohe Geldsumme auszuschlagen, sondern ob man dafür seine Gesundheit aufs Spiel setzen würde...
meine Anwort ist ganz klar: für kein Geld der Welt setze ich meine Gesundheit auf Spiel.
Wenn Du schon mal irgendwas gemacht hast, wie zB. Skifahren, Bier trinken, Autofahren (oder sonstige Teilnahme am Strassenverkehr), McDonald's-Besuche, zu lang vor dem Rechner rumsitzen ... dann enttarnt dich das.
Ja, ich weiß, was jetzt kommt. Nichts davon hast Du für Geld gemacht, sondern aus ganz anderen Gründen. Aber das ist nur ein scheinbarer Einwand: irgendwie sind deine Präferenzen ja sortiert und Geld, das Du wie die Pest zu hassen scheinst, dient lediglich dazu, den Präferenzen Zahlenwerte zuzuordnen. Es ist einfach ein Messinstrument. Wir messen Präferenzen, je nachdem, was Leute bereit sind dafür zu bezahlen, also welche Möglichkeiten wir vorbeiziehen lassen um andere wahrzunehmen. Opportunitätskosten also und die messen wir in Euro.
Und Du bist nicht bereit, ALLES für Gesundheit aufzugeben. Aber das steht in deiner obigen Aussage: der Preis, den man dir bezahlen müsste, damit Du deine Gesundheit aufs Spiel setzt, ist unendlich. Lies: die Opportunitätskosten sind unendlich. Lies: ich würde alles dafür aufgeben, Gesund zu sein. Und das ist eine wahnsinnig bizarre Aussage, findest Du nicht?
Du scheinst wirklich ein Problem mit "Geld" als Konzept zu haben, das sieht man auch daran, daß Du denkst, Geldgier fördere das Schlechteste im Menschen. Das ist nicht so. Geld an sich ist komplett wertfrei und an Geld heranzukommen, fördert das beste im Menschen: seine Intelligenz, seine Ehrlichkeit, seine Qualitäten. Sonst kommt er einfach nicht an Geld ran. Wenigstens nicht lange.
It is not from the benevolence of the butcher, the brewer, or the baker, that we expect our dinner, but from their regard to their own self-interest.
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Daniel E. schrieb:
supertux schrieb:
ich hab nicht vor "Millionen" zu machen, ich bin ein Mensch, der gut auf Luxus verzichten kann und es auch tut
Na, was ist schon Luxus? Ein Oberklasseauto? Eine Klimaanlage? Betäubungsmitteleinsatz beim Zahnarzt?
Scheint sich zeitlich wahnsinnig schnell zu ändern. Heute hast Du vermutlich im Zimmer Dinge rumliegen, die vor nur 10 Jahren wahnsinniger Luxus waren. Würdest Du heute so leben wollen, wie in den 50er Jahren? (Denk an den Zahnarzt.) In den 80ern? In der Ukraine? In Somalia?
Come on: Du bist ein Free-Rider vom Luxus anderer Leute und bist dafür keinen Hauch dankbar.
Finde die Argumentation recht schwach. Es gibt Dinge, die sind heute Standard, z.B. ein Handy oder einen Fernseher zu besitzen. Nur weil das irgendwann mal ein Luxus war, den sich nur die Reichen leisten konnten, heisst das im Umkehrschluss nicht, dass man heute ein Luxusleben führt, nur weil man einen Fernseher besitzt.
Wenns danach geht, wäre auch ein Dach überm Kopf oder Hosen tragen Luxus.
In manchen Entwicklungsländern ist das vielleicht so, aber nicht bei uns.
Meine Meinung zu dem Thema:
Es gibt einfach Dinge im Leben, die man sich nicht für Geld kaufen kann. Zum Beispiel ist es unbezahlbar, Erfolge aus eigener Kraft erzielt zu haben (sei es beruflich oder privat). Wenn ich mir z.B. als Ziel setze, einen Marathon mit einer Zielzeit von 3:30h zu laufen , dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man das aus eigener Kraft geschafft hat.
Für mich sind solche Erfolge viel wichtiger, als jedes Geld auf der Welt. Natürlich ist Geld wichtig, es macht vieles einfacher. Aber das heisst nicht im Umkehrschluss, dass man partou reich werden muss, um glücklich zu sein.Ich finde es irgendwie traurig, dass offenbar so viele Menschen jeglichen Idealismus über bord geworfen zu haben scheinen.
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Hallo,
irgendwie erinnert die Diskussion gerade doch stark an die Diskussion um den Knopf, der einen reich macht (und einen Menschen irgendwo auf der Welt tötet). War vor ein paar Monaten mal hier.
Beim Rauchen ist die Situation zwar etwas komplizierter, da sich bei regelmäßigem dauerhaften Rauchen die Lebenserwartung signifikant verkürzt, d.h., dass es für 100.000 Euro wahrscheinlich die wenigstens machen würden.
Ich denke aber, bei einer genügend großen Summe würde jeder das Angebot annehmen, wie auch jeder den Knopf drücken will. Ohne jemand Heuchlertum unterstellen zu wollen, aber: Jedes Gerede von "Idealismus" würde in der Praxis doch schnell verstummen, wenn das Angebot dann wirklich auf dem Tisch liegt.
Viele Grüße
Christian
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Hallo
Woher willst du das wissen. Das regt mich immer auf, wenn irgend jemand einfach seine Einstellung als natürlich ansieht und alle anderen Heuchelei vorwirft. Was soll das? Das du es machst, hätte ich mir denken können, aber wie kommst du darauf, dass alle anderen Menschen es auch tun. Wie minhen doch bereist geschrieben hat, gibt es auch ein Haufen Gegenbeispiele.
chrische
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byto schrieb:
Es gibt einfach Dinge im Leben, die man sich nicht für Geld kaufen kann. Zum Beispiel ist es unbezahlbar, Erfolge aus eigener Kraft erzielt zu haben (sei es beruflich oder privat). Wenn ich mir z.B. als Ziel setze, einen Marathon mit einer Zielzeit von 3:30h zu laufen , dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man das aus eigener Kraft geschafft hat.
Für mich sind solche Erfolge viel wichtiger, als jedes Geld auf der Welt. Natürlich ist Geld wichtig, es macht vieles einfacher. Aber das heisst nicht im Umkehrschluss, dass man partou reich werden muss, um glücklich zu sein.Klar, man kann auch ohne Geld glücklich sein. Mit ist es aber einfacher. Auch eigene Erfolge hängen zum großen Teil mit finanzieller Sicherheit zusammen. Ist doch schön, wenn man einfach mal was ausprobieren kann worauf man Lust hat (eine Firmengründung z.B.), ohne direkt ein finanzielles Risiko zu schaffen. Den Marathon kannst Du auch nur in 3:30 schaffen wenn Du ausreichend Zeit zum trainieren hast. Die hast Du aber nicht, wenn Du drei hungrige Mäuler zuhause sitzen hast und nach Deinem Fließbandjob noch Prospekte austeilen musst. Freizeit ist auch Luxus. Es geht nicht nur darum exzessiven Konsum zu betreiben.
Meiner eigenen Erfahrung nach sind erschreckend oft genau die Leute Idealisten, die noch mit 30 zuhause wohnen und denen es zum Glücklichsein genügt zwischen Pizzaschachteln auf einen Rechner zu starren. Das ist ein Lifestyle, den man sich in Deutschland durch nichts kaputtmachen kann, da es nicht mehr als eine Grundversorgung braucht. Klar, wenn man damit nichts anzufangen weiß, dann bringt auch Geld nichts. Man könnte einen neuen Rechner kaufen, die Mama mal entlasten indem man ihr eine Haushaltshilfe für die Wäsche bezahlt und die Pizza vom teureren Lieferdienst nehmen, aber im Endeffekt ergäbe sich kein direkter praktischer Nutzen.
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Daniel E. schrieb:
Aber das steht in deiner obigen Aussage: der Preis, den man dir bezahlen müsste, damit Du deine Gesundheit aufs Spiel setzt, ist unendlich. Lies: die Opportunitätskosten sind unendlich. Lies: ich würde alles dafür aufgeben, Gesund zu sein. Und das ist eine wahnsinnig bizarre Aussage, findest Du nicht?
Oder Geld ist kein geeignetes Maß für solche Kosten.