"Besseren" Splitter selbst kaufen?



  • Hi,

    nen Splitter drosselt die Geschwindigkeit mit Sicherheit nicht.
    Aber wenn du dem nicht traußt, nimm den Splitter, geh in irgend einen Telekom Laden deiner Wahl und sag der sei kaputt.
    Dann wird dir der Telekom Mitarbeiter kostenlos nen neuen in die Hand drücken.
    (Da er dabei nicht nach der Geschwindigkeit des DSL fragen wird, siehst du, dass der Splitter nicht die Geschwindigkeit ausbremsen kann. Denn sonst müßte er ja jeden Kunden nach seiner DSL Geschwindigkeit fragen und ihm nem bestimmten Splitter raussuchen. Das tun die aber nicht)

    Die ganzen angebote von DSL Splittern im Internet sind nur Nepp, weil man bei der Telekom die Dinger kostenlos bekommt.



  • Das einzigste was ganz eventuell hefen könnte wäre nen neues DSL Modem zu kaufen welches mit stärker gedämpften Leitungen besser zu recht kommt und dann nochmal duchmessen zu lassen.
    Aber auch das wird zu 99.8 % nicht funktionieren, weil die Telekom einfach die Dämpfung mißt und dann die maximale DSL Geschwindigkeit mit ner Tabelle festlegt.
    Und davon weichen die eigentlich nie ab.

    Was eventuell (mit ein bischen mehr Aussicht auf Erfolg) funktioniert ist, bei anderen Anbietern zu fragen ob diese mehr schalten würden und dann zu diesem zu wechseln.
    Hier ergeben sich aber folgende Probleme: und Gefahren:
    1. Der andere Anbieter kann sagen sie bekommen mehr um nen neuen Kunden zu locken und dann einfach genau die selbe Geschwindigkeit zu schalten.
    2. Der andere Anbieter schaltet wirklich mehr und das DSL wird instabil (Verbindungsabbrüche mit Neusynchronisation)
    3. Könnte die Umstellung lange dauern und es zu Absprachschwierigkeiten zwischen Telekom und dem anderen Anbieter kommen und man sitzt ne Weile ohne DSL da.
    (Das Risiko besteht bei jedem Anbieter Wechsel generell)



  • Es könnte eventuell der Splitter sein, aber nur wenn es ein Uralt Modell von 1999 ist (die sind dann extrem groß). Die neuen modernen Splitter sind ziemlich klein.

    Mach am besten das, was MisterX geschrieben hat und lass dir im T-Punkt nen neuen geben. (Dann biste wenigsten sicher, dass er es nicht ist.)



  • Wissender schrieb:

    1. Der andere Anbieter kann sagen sie bekommen mehr um nen neuen Kunden zu locken und dann einfach genau die selbe Geschwindigkeit zu schalten.

    Das ist der wahrscheinlichste Fall.



  • Sehr wahrscheinlich sogar. Ich habe das selbst erlebt. Da ging es zwar um DSL oder nicht aber Versatel hat behauptet sie können das und haben sogar Hardware gesendet. Letztlich hatte ich eine ISDN-Flat. 😡

    Nach Umzug dann endlich DSL 6000. (Kann aber auch 16000) 😃



  • Deine DSL-Leitung kannst Du nicht einfach so durch einen neues Splitter/Modem erhöhen. Auch wenn Deine Leitung theoretisch mehr hergibt, so wird sie von der Hardware auf Telekomseite künstlich begrenzt.
    Technisch ist das ganz einfach: Es wird die Bandbreite gemessen, die Du beanspruchst und wenn es darüber liegt werden einzelne Pakete einfach verworfen d.h. nicht weiter zu dir geroutet.



  • @Nimlot
    ich glaube das haette keinnen sinn, dann wuerde man ja mit 16MBit packete bekommen und dann nur extrem viel warte-zeit dazwischen haben um auf 0.4MBit limitiert zu sein, zu welchem zweck? 😉

    es gibt, genau wie bei den alten modems, verschiedene sendefrequenzen, bei 16MBit hast du ne rauscharme leitung, sodass ein signal nur sehr kurz anliegen muss bis die gegenseite das 'hoert', bei schlechter leitung liegt das signal laenger an.
    es kann auch sogar sein, dass das signal selbst tieffrequenter ist, weil hoehere signale noch anfaelliger fuer die daempfung sind.

    wenn man probleme mit seinem dsl hat, kann man eventuell UMTS nutzen, da gibt es ne testphase von 4wochen oder so, die die anbieter gewehren, damit man testen kann, ob es fuer einen gut funktioniert. damit kann man eventuell schneller surfen, dafuer hat man eventuell viel groessere latenzen.

    aber wenn die oma genau drunter wohnt, wuerde ich einfach ne leitung dahin verlegen oder wlan mit der 'oma' zusammen nutzen 😉



  • Doch, das ist schon so 🙂

    Stell Dir einfach vor, Du sendest ne Anfrage an nen Server irgendwo im Internet (z.B. Http-Request nach ner großen Datei).
    Der Server am anderen Ende haut jetzt die Pakete (Layer 4 = TCP) raus mit seiner maximalen Geschwindigkeit (erstmal SlowStart ect.), weil er ja keine Ahnung hat, dass Du nur 4MBit empfangen darfst. Nach ein paar Hops gelangen die Pakete dann in das Netz des Providers. Ein Router erkennt dann im IP-Header anhand der Adresse das Limit und verwirft einige Pakete. Es ist jetzt aber nicht so, dass permanent z.B. 16MBit ankommen, weil TCP dazu ja einige Geschwindigkeitsanpassungen implementiert. Für die verworfenen Pakete bekommt der Server beispielsweise keine ACKs und geht in Congestion Avoidance.

    Es ist ja so, dass Du mit der gleichen Leitung verschiedene Produkte verwenden kannst. Wenn ich z.B. ne 2MBit-Leitung hab und ich möchte 16MBit (angenommen die 16MBit sind technisch möglich), dann muss ich nur meinem Provider schreiben "Hallo ich hätt gern 16Mbit" und er kann es einfach so freischalten...



  • Das throttling läuft dann aber ganz sicher nicht auf TCP-Ebene, sondern darunter.



  • Das habe ich auch nicht behauptet 🙂

    Muss auf L3-Ebene stattfinden, weil erst ab da der Empfänger identifizierbar ist. Kann ja auch sein, dass L4 dann UDP ist...dort kommen einfach weniger Pakete an, weil verlorene ja nicht doppelt geschickt werden.


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