Firefox 3 zeigt "-Zeichen bei Verwendung von <q> an



  • Problem siehe Thread-Titel.
    Kann man das irgendwie ausschalten oder unterbinden? Das ist doch für'n Arsch. Wenn ich in meinem HTML-Code ein Zitat einbringe, dann möchte ich selbst entscheiden, ob ich das "so", „so“ oder »so« umschließe. Wenn ich dann aber im Code folgendes schreibe:

    &bdquo;<q>Zitat</q>&ldquo;
    

    dann sieht es im Firefox so aus:

    „"Zitat"“

    Wobei man die beiden inneren Anführungszeichen dann nicht markieren kann, da diese ja nicht real vorhanden sind, sondern nur ein Gestaltungsmittel von Firefox darstellen.
    Ich finde das ätzend. Wieso haben die sich das wieder ausgedacht?





  • Ach, so eine verdammte Scheiße! Ich hab mit dieser Regelung genau drei Probleme:

    1. Was ist, wenn ich aus irgendeinem Grund Anführungszeichen benutzen will, die nicht der Sprachangabe entsprechen? Wie unterscheide ich zwischen „“ und »«?

    2. Ich habe statt <q> jetzt <q lang="de"> probiert. Jetzt macht er zwar nicht mehr "das hier", aber “das hier”, also die englische Version. Das ist auch ätzend.

    3. Was mach ich, wenn ich gar keine Anführungszeichen setzen will? Meine Zitate werden per Stylesheet bereits in einer anderen Schriftart angezeigt und es gibt Situationen, wo ich keine Anführungszeichen will. Was mach ich da?

    Außerdem ist das sowieso bescheuert. Ein Anführungszeichen gehört zum Text selbst dazu, zum Textinhalt, und ist kein reines Layoutelement, somit sollte im Standard auch nicht stehen, daß man zu einem <q> keine Anführungszeichen setzen soll. Wenn ich den Inhalt des HTML-Dokuments dann zum Beispiel als Plain Text speichere, geht diese Information verloren. Genausogut könnte man die Tags <statement>, <question> und <exclamation> definieren, die dann hinter dem Satz einen Punkt, ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen setzen.



  • blockquote?



  • Das ist ein Defizit des Mozilla Firefox, mit Opera kann ich die Quotes problemlos mitkopieren, so sollte es auch sein. All deine Argumente sind sowieso hinfällig, da kann der Standard nichts dafür, das ist Sache des Browsers. Die Zitate gehen durch ein Q-Block ja nicht verloren, es steht ja klar im HTML-Code was ein Zitat ist und somit können die Anführungszeichen bei einer Umwandlung in Plain-Text mühelos eingefügt werden.

    Deine restlichen Kritikpunkte sind nicht wirklich legitim, man sollte mit der Typographie keinen Unsinn treiben, sondern sich an den regionalen Standard halten. Deine Leser werden es dir danken.



  • Das ist nur für ganze Absätze und nicht, wenn man mal mitten im Text ein Zitat hat.

    EDIT: Das ist nur für ganze Absätze und nicht, wenn man mal mitten im Text ein Zitat hat.

    EDIT:

    Opera-User schrieb:

    Deine restlichen Kritikpunkte sind nicht wirklich legitim, man sollte mit der Typographie keinen Unsinn treiben, sondern sich an den regionalen Standard halten. Deine Leser werden es dir danken.

    Wie schon gesagt, dann müßte man auch Tags für Aussagesatz, Frage und Ausruf einführen. Fakt ist: Anführungszeichen gehören fest zu einem Text, nicht zum Layout. Und deshalb sollte man die Anführungszeichen auch selbständig setzen können. Was ist zum Beispiel, wenn ich ein Zitat von jemandem bringe, der ebenfalls ein Zitat getätigt hat? Dann müßte ich HTML-technisch zwei ineinander geschachtelte <q>-Tags schreiben. Aber: Rechtschreibtechnisch ist vorgesehen, daß man Zitate 1:1 übernimmt. Und wenn der von mir Zitierte jetzt aus irgendeinem Grund andere Anführungszeichen nahm, gibt es eine Diskrepanz zwischen HTML-Standard und dem Standard der deutschen Rechtschreibung. Beispiel:

    Matthäus 1:22-23 schrieb:

    Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): / »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.

    In korrektem HTML müßte das dann so aussehen:

    <q lang="de" cite="Matthäus 1:22-23">Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): / <q lang="de" cite="Jesaja 7:14">Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben</q>, das heißt übersetzt: Gott mit uns.</q>

    Tja, und nun sag mir mal, wie ich den Widerspruch auflösen soll zwischen der Vorgabe, bei <q>-Elementen kein explizites Anführungszeichen hinzuschreiben, und der rechtschreiblichen Notwendigkeit, dieselben Anführungszeichen für das innere Zitat zu nehmen, die auch in der Bibel stehen, nach der ich zitiert habe, nämlich Luther 1984 mit » und «.

    Oder mein neuestes Werk, eine religionsparodistische Geschichte. In der gibt es wörtliche Rede der Personen. Und an bestimmten Stellen streue ich in die wörtliche Rede Bibelverse ein. Zum Beispiel in der Szene, wo Jesus, der falsche Prophet, gekreuzigt wird und Gott sagt:
    Das wäre geschafft. Und mögen sie es sich ein Zeichen sein lassen. Denn ein Aufgehängter ist verflucht bei Gott.
    Hier ist der letzte Satz ein Bibelzitat, das ich auch so kennzeichne. Und da ich im Stylesheet festgelegt habe, daß Bibelzitate eine andere Schrift bekommen, sieht der Leser, daß das kein von mir ausgedachter Satz ist. Aber im Kontext der wörtlichen Rede ist es kein Zitat. Aus Gottes Sicht in dieser Geschichte hat er hier nichts zitiert. Und deshalb gehören da auch keine Anführungszeichen hin, nur ein layouttechnischer Beleg, daß dieser Text irgendwoanders steht. Denn wenn ich dort schreibe:
    Das wäre geschafft. Und mögen sie es sich ein Zeichen sein lassen. "Denn ein Aufgehängter ist verflucht bei Gott."
    Dann sieht das ja so aus, als wenn Gott selbst hier wiederum einen anderen Sprecher zitiert.

    Ob man nun mit Orthographie Unsinn treiben soll, steht auf einem ganz anderen Blatt, der HTML-Standard sollte sich aber nicht um textinhaltliche Belange kümmern. Anführungszeichen sind nunmal explizite, fest zugehörige Zeichen eines Textes und keine Formatierungsinformationen, wie zum Beispiel die Schriftart. Und deshalb finde ich diese Regelung mit dem <q>-Tg weiterhin bescheuert.



  • Wie wärs mit :before und :after aus CSS 2.0 im Stylesheet? Siehe http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/pseudoformate.htm#anfuehrungszeichen
    geloescht



  • geloescht schrieb:

    Wie wärs mit :before und :after aus CSS 2.0 im Stylesheet? Siehe http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/pseudoformate.htm#anfuehrungszeichen

    Das ist ja echt genial. Vor allem, weil es selbst der Internet Explorer (ab Version 😎 unterstützt. Nicht schlecht.



  • Vielen Dank für den Tip. Ja, mit dieser Möglichkeit kann ich leben. Dann haben die Leute vom W3-Standard wohl doch keinen so großen Mist gebaut, da man die Anführungszeichen doch selbst formatieren und auch weglassen kann.
    Übrigens hab ich mich, was den Firefox angeht, geirrt. Er markiert die Anführungszeichen zwar nicht, aber wenn ich den Text kopiere, setzt er sie doch rein.


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