Warum wird ein Windows-PC immer langsamer?
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Mr X schrieb:
Ich halte den Effekt für psychologisch:
Ich nicht, da durchaus das gleiche System vor und Nach einer Neuinstallation (mit anschließenden Installieren der Updates und der wesentlichen Software) messbar schneller sein kann (nicht muss, aber solche Fälle hatte ich auch schon - und Viren, Spyware und Trojaner konnte ich ausschließen).
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Defragmentieren kann unter Umständen Programmstarts beschleunigen. Aber das ist ja im Grunde nicht die Hauptbeschäftigung eines Users. Außerdem verliert dieser Faktor mit zunehmender Festplattenübertragungsrate an Bedeutung.
Das stimmt so nicht ganz.
Erstmal müssen viele Programme auch nach den Starten bzw. auch beim Beenden ewig viel auf der Platte rummachen.
Und dann ist die Festplattenübertragungsrate (MB/sec bei linearem lesen/schreiben) herzlich egal. Es geht um Seekzeiten, und die haben sich in den letzten paar Jahren kaum verbessert.Defragmentieren mit den Windows Defragmentierer bringt allerdings wirklich nicht so viel. Aber es gibt andere Tools, z.B. JkDefrag: http://www.kessels.com/Jkdefrag/
Da gibt's eine "sort" Funktion, die alle Dateien nach Pfad sortiert auf die Platte legt. Und das bringt *einiges* bei einem älteren PC.Das Problem ist nämlich nicht nur, dass einzelnen Dateien "zerrissen" sind, sondern dass die zig oder hunderten DLLs/Datenfiles für bestimmte Programme durch Updates und auch durch Defragmentieren mit der Zeit über die ganze Platte verteilt werden.
Eine Datei liegt zwar schön am Stück, aber wenn er hunderte Dateien lesen muss, und jedesmal über die ganze Platte seeken, dann ist das trotzdem langsam.Sortiert nach Pfad geht es viel schneller, da dann z.B. schonmal das ganze system32 Verzeichnis, bzw. auch die Programmverzeichnisse alle fast "am Stück" liegen.
Wäre cool wenn du es ausprobieren würdest, und das Resultat hier posten.
Allerdings solltest du das übers Wochenende laufen lassen, da das Ding mit der "sort" Option einfach ewig braucht (er muss ja auch *alle* Daten auf der ganzen Partition umschreiben).
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Wenn du einen schnellen PC haben willst, kauf dir eine SSD

Intel oder OZC Vertex - die geben unglaublich das (ich hab mit ne Intel gekauft, und der Unterschied ist echt dramatisch).
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DEvent schrieb:
u_ser-l schrieb:
Linux-User schrieb:
Das ist unter anderen Betriebssystemen auch nicht so viel anders.
man hört aber wenig Beschwerden in dieser Richtung aus der linux-Ecke, oder habe ich da was verpaßt ?
Das Problem bei Linux ist, dass jede 6 Monate eine neue Distribution erscheint, die man unbedingt ausprobieren muss.
das letzte Mal, dass ich eine Distribution getestet habe, war in Sep. 2004, nämlich Gentoo. Seitdem habe ich nie wieder etwas anders installiert

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wenn ich bei mir internet explorer 7 installiere öffnet sich das startmenü oft verzögert => auf keinen fall installieren
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hustbaer schrieb:
Wenn du einen schnellen PC haben willst, kauf dir eine SSD

Intel oder OZC Vertex - die geben unglaublich das (ich hab mit ne Intel gekauft, und der Unterschied ist echt dramatisch).Hilft aber nichts, wenn man mindestens zwei Programme installiert hat, die z.B. beim Runterfahren (warum auch immer) als letztes von Windows beendet werden sollen. Die warten dann solange aufeinander, bis Windows die Schnauze voll hat und erst nach einem Timeout von meinetwegen 10 Sekunden alle killt. Solche rein programmiertechnischen Gurken für Windows gibt es auch fürs Hochfahren und das Starten von (anderen) Programmen, sogar fürs Kontextmenü.
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Von vorherigen PCs kenne ich das langsamer-werden auch, mein Vista mülle ich zwar seit 1,5 Jahren mit allem möglichen zu, habe aber keine Einbußen der Reaktionszeit. Das einzige Programm, was mir hier bis jetzt Reaktionszeit geklaut hat, war mein Ex-Virenscanner, und der nicht zu knapp.
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DEvent schrieb:
u_ser-l schrieb:
Linux-User schrieb:
Das ist unter anderen Betriebssystemen auch nicht so viel anders.
man hört aber wenig Beschwerden in dieser Richtung aus der linux-Ecke, oder habe ich da was verpaßt ?
Das Problem bei Linux ist, dass jede 6 Monate eine neue Distribution erscheint, die man unbedingt ausprobieren muss.
Ich rede hier von der Geschwindigkeit die Programme zum starten benötigen (kaltstart nicht warmstart wohlgemerkt, dafür spielt die Festplatte dann ja keine Rolle mehr). Nach ein paar Monaten geht das einfach langsamer.
Gegen Autostart-Dienste und Programme kann man ja sehr leicht was tun. Sowohl unter Linux als auch Windows (wobei sich zumindest bei meinem Linux keine Programme nach der Installation automatisch starten, das muss ich dann schon extra machen. Bei Windows ist es ja eher umgekehrt...).
Ein anderer Vorteil unter Linux dürfte wohl die Treibersituation sein. Es hat halt schon Vorteile, wenn diese (fast) alle mit dem Kernel mitgeliefert werden.
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Badestrand schrieb:
Von vorherigen PCs kenne ich das langsamer-werden auch, mein Vista mülle ich zwar seit 1,5 Jahren mit allem möglichen zu, habe aber keine Einbußen der Reaktionszeit.
Ja, mit Vista scheint das wirklich besser zu sein. Kann auch kein langsamer werden feststellen.
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Linux-User schrieb:
Ich rede hier von der Geschwindigkeit die Programme zum starten benötigen (kaltstart nicht warmstart wohlgemerkt, dafür spielt die Festplatte dann ja keine Rolle mehr). Nach ein paar Monaten geht das einfach langsamer.
Ja, könnte möglich sein, daß es sich hier um ein informationstheoretisches Analogon zur Zeitdilatation in der Relativitätstheorie handelt - In der Umgebung von gut gefüllten Massenspeichern verlangsamt sich die Zeitmessung

Nein, im Ernst - echt? Ist mir bisher bei Systemen mit dem Pinguin nie aufgefallen.
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Edit: Doppelpost.
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Ich habe mein Windows XP-System zuletzt vor vier Jahren neuinstalliert und es läuft immer noch flott.
Das Problem ist, dass alle möglichen Programme sich für wichtig genug halten, einen Quickloader mitzubringen oder aus anderen Gründen Prozesse im Hintergrund laufen lassen.Nach einem Neustart sollten ausschließlich folgende Prozesse im Taskmanager auftauchen:
alg.exe
csrss.exe
explorer.exe
lsass.exe
services.exe
smss.exe
spoolsv.exe
svchost.exe
winlogon.exeWenn sonst noch Prozesse gestartet werden, sollte man das abstellen. Außer man möchte nicht auf die Funktionalität eines Programms verzichten, von dem man ganz ganz genau weiß, was es macht.
Wer sich Antivirus-Software installiert, darf sich natürlich nicht wundern, dass das System langsamer wird. Man sollte bedenken, dass bei jedem einzelnen Dateizugriff erst einmal der Virenscanner aktiv werden muss, bevor es weitergehen kann.
Der einzige Schutz gegen Malware ist, darauf zu achten, welche Programme man ausführt (dazu gehört auch, Sicherheitsupdates durchzuführen).
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Linux-User schrieb:
Das ist unter anderen Betriebssystemen auch nicht so viel anders. Die Partitionen werden zum Beispiel mit der Zeit einfach träger, dagegen hilft aber ein Sichern aller Dateien, neu Formatieren und die Dateien zurückspielen. Das alleine bringt schon ganz schön was.
Mir ist weder bei Linux noch bei OS X jemals ein System so drastisch eingeschlafen wie Windows. Das passierte mir selbst in kontrollierten Umgebungen, in denen über Jahre nichts neues installiert wurde. Die Lösung mit dem Formatieren alle 2 Jahre ist bei Windows auch leider die einzig wirksame Hilfe, aber nur, wenn das System neu installiert wurde und nicht bloß aus einem Image zurückgespielt. Naja, hat auch was gutes. Wie sonst sollte man alle 2 Jahre einen Laptopkauf rechtfertigen?

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Also der WXP- PC meiner Freundin im 24/7- Betrieb ist eigentlich keine vermüllte Spielkiste, hat aber jetzt nach 3 Jahren auch das Geschwindigkeitszipperlein. IE7 z.B. springt zwar sofort auf, legt dann aber drei Gedenksekunden ein, bis die Adressleiste verfügbar ist.
Ich hab' dann mal bei einem Füllstand von 70% die Platte defragmentieren lassen, der Effekt war nicht spürbar. Überhaupt erscheint mir der Defrag- Nutzen zweifelhaft, quasi kaum den Strom wert, das Ding nächtens rumrödeln zu lassen. Wenn es etwas bringen sollte, dann vielleicht in Spezialfällen, hat aber bei mir noch nie eine Kiste kuriert, die im eigenen Saft schmort.
Was anderes ist es, wenn die Restkapazität der Platte unter 10% fällt, das ist spürbar und kennt eine einfache Kur: Größere FP und DriveCopy o.Ä., das hat beim letzten PC noch geholfen.Aber zurück zur Software: Bis auf wenige Ausnahmen sind keine neuen Programme hinzugekommen, sondern es wurde nur der Grundstock regelmäßig aktualisiert bzw. upgegraded. Und da scheint der Hase immer noch im Pfeffer zu liegen, die einzelnen Sachen werden immer dicker, jedes Programm, jeder Dienst setzt da irgendwie "Updatespeck" an, das geht schon beim OS los.
Gut beobachten kann man das, wenn man ein Ur-W2K aufsetzt und erst dann die Service- Packs einspielt. Da liegt dann erstmal etwa das Doppelte auf Platte und alte Gurken mit wenig RAM (mein alter 333er PII mit 192 MB RAM z.B.) zuckelt mit einer Systemgrundlast von knapp 10% rum. Vor dem Einspielen der SPs war er zügig bedienbar, danach hat er sich schon kleinere Meditationspausen gegönnt und mir dann wie ein netter Künstler gezeigt, wie man Fenster malt, Icons aufbaut usw.Wenn man sich vorstellt, daß jede andere Programmaktualisierung ähnliche Folgen haben könnte, wird klar, wieso Win immer langsamer wird.
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Mr X schrieb:
Ich halte den Effekt für psychologisch
Ich kann ebenfalls bestätigen, dass das nicht stimmt. Wenn du einen Windows-Rechner einige Jahre intensiv nutzt, ist er deutlich langsamer. Auch, wenn man die meisten speicherresidenten Programme deinstalliert (Urzustand soweit wie möglich wiederherstellen) und Dienste deaktiviert, sogar welche, die in der Standardkonfiguration aktiv sind (also eigentlich sogar eine Verbesserung zum Urzustand). Genau wie eine regelmäßige Defragmentierung bringt das etwas, aber halt nur wenig und keinesfalls ein performancetechnisches Zurückversetzen in den Urzustand. Fegst du alles von der Platte und installierst das OS neu, geht er plötzlich wieder ab => Beweis erbracht.