Windows-Energiespareinstellung "Festplatte ausschalten nach..." funktioniert nicht?
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Es scheint so, als würde Windows meine Festplatten einfach nicht abschalten wollen, laut Energiesparplan sollte das nach 20 Minuten geschehen, tut es aber nicht. Ich habe mehrere Festplatten, aber ich denke doch, dass sich diese Ausschalt-Zeit auf die Inaktivität pro Festplatte bezieht und nicht verlangt, dass alle Platten gleichzeitig inaktiv sind, oder etwa doch?
Was könnte man da tun? Und ich frage mich auch, ob Windows irgendwo signalisiert, wenn eine Festplatte ausgeschalten ist. Ich denke da z.B. an so etwas wie ein transparentes Festplatten-Bild in "Computer", denn das Hochfahren benötigt ja auch seine Zeit und ich würde mir solche Zugriffe dann zweimal überlegen...
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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass alle Platten unabhängig voneinander behandelt werden. Ich wüsste jedoch nicht, wie man das softwareseitig sehen könnte (aber es müsste irgendwie möglich sein). Wenn die Platten trotzdem nicht ausgehen, ist wohl irgendein Programm darauf aktiv. Verdächtige fallen mir spontan zwei ein: Indexdienst, Auslagerungsdatei
Wenn dein Rechner nicht allzu gut schallgedämmt ist, sollte man das Ausschalten hören. Und wenn du eine ausgeschaltete Platte wieder benutzt gibt es ein paar Sekunden Verzögerung bei der ersten Aktivität bis die Platte wieder läuft.
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btw: wirkt das Ganze sich nicht negativ auf die Lebensdauer der HDD aus?
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Penisgott schrieb:
btw: wirkt das Ganze sich nicht negativ auf die Lebensdauer der HDD aus?
Ja, schätze ich auch, wenn der Kopf ständig ab- und wieder aufgesetzt wird...
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Penisgott schrieb:
btw: wirkt das Ganze sich nicht negativ auf die Lebensdauer der HDD aus?
Ja, aber bei 20 Minuten schafft er schon nicht viel mehr als 72 spin downs. Macht in 10 Jahren nur 262800 Stück.
Eigentlich keine, während er benutzt wird und keine, während er nicht benutzt wird. Nur beim Feierbandend, der Mittagspause (wenn länger als 20 min) und so, sagen wir mal großzügig 5-mal am Tag.
Macht in 10 Jahren nur 18250.
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Ich habe jetzt letzte Nacht einen Versuch gemacht: Die Betriebsstunden aller Festplatten ausgelesen und dannach ruhen lassen. Fazit: Jede Festplatte hatte heute Morgen ein plus von 10 Stunden, keine schlief. Dabei hatte ich auch alle Programme beendet, die ein einschlafen der Platten hätten verhindern können - Nur den Indexdienst hatte ich vergessen zu deaktivieren, das jetzt aber nachgeholt, mal sehen ob es was bringt.
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Also, es gibt Neuigkeiten. Ich habe mittlerweile ein gutes Tool "hdparm" ausfindig gemacht (für Linux und Windows), mit dem man alle Einstellungen auf den Platten ändern kann, u.a. lässt sich auch der "power mode status" abfragen und die Festplatten lassen sich schlafen legen (standby) oder sogar komplett abschalten.

Das funktioniert also, den Aufruf zum Schlafen legen befolgen auch alle brav, sogar die Systemfestplatte - fährt allerdings sofort wieder hoch.

Vielleicht schaltet Windows die Platten nur in diesen Standby-Modus und deshalb wurden bei SMART Betriebsstunden mitgezählt, ich werde mal weiter beobachten.