Übers Netzwork booten



  • Moin,

    habe gerade das Problem, dass meine Festplatte den Geist aufgegeben hat und ich würde gerne von einem anderen Computer aus booten, allerdings ohne PXE. Soweit ich das verstanden habe, muss man dafür den anderen Rechner als DHCP-Server einrichten, was wohl in einem Heimnetzwerk mit Router nicht so gut funktioniert. Idealerweise wäre das gesamte Dateisystem auf dem Server einfach in einer Datei untergebracht. Auf dem Server läuft Windows Vista, hier möchte ich gerne Ubuntu installieren (Fedora ist auch in Ordnung, falls es damit besser geht).
    Gibt es da eine Möglichkeit? Ein Image, das den Bootprozess einleiten würde, kann man ja auf CD brennen, das wäre also kein Problem.

    Gruß,
    Athar



  • Ich denke was du willst wirst du, wenn überhaupt, dann nur mit iSCSI hinbekommen.
    Ob das mit CD als "kickstarter" geht, weiss ich nicht. Vermutlich. Vermutlich ginge auch ein USB Stick, zumindest wenn das zu bootende OS von USB booten kann.

    Und geh mal nicht davon aus dass das einfach wird. Die ganze iSCSI Geschichte ist nicht für den Home-Gebrauch ausgelegt, und ist daher auch hübsch kompliziert einzurichten. Zumindest sind das meine Erfahrungen.



  • Stimmt, danke für den Hinweis.
    Dumm, dass ausgerechnet auf dem Server Vista läuft, aber ich werde mal sehen, ob man das trotzdem irgendwie hinbekommen kann.



  • Also mit Grub kann man (falls die Netzwerkkarte unterstützt wird) kernel und initrd (Ramdisk) über tftp laden. Man kann in der Config auch einen tftp Server festlegen, der braucht also nicht zwangsläufig über dhcp/bootp gesendet werden. Damit sollten man das DHCP vom Router nutzen können, da man nur eine IP im gleichen Netz braucht. Das einzige was man dafür braucht ist ein Medium auf dem Grub installiert ist. Diskette, USB Stick oder CD-Rom alles möglich.

    Jetzt kommt aber der schwierige Part. Die initrd sorgt normalerweise dafür, dass die nötigen Treiber geladen und Vorbereitungen getroffen werden, damit das eigentliche Dateisystem eingebunden werden kann. Theoretisch müsste man dort auch ein remote Dateisystem einhängen können. Soweit ich weiß ist im Kernel sogar die Möglichkeit Windows Freigaben einzuhängen. Ich bin mir nur nicht sicher wie das dann mit den Dateirechten aussieht.



  • Athar schrieb:

    Stimmt, danke für den Hinweis.
    Dumm, dass ausgerechnet auf dem Server Vista läuft, aber ich werde mal sehen, ob man das trotzdem irgendwie hinbekommen kann.

    Wenn es wie Tobiking2 beschrieben hat geht, wäre das natürlich cool. So hast du zwar u.U. keine Image-Datei, sondern ein ganz normales File-System, aber vielleicht stört das ja nicht.

    Ansonsten... es gibt soweit ich weiss Freeware iSCSI Targets auch für Windows. Und wenn ein Boot-Medium exisitert, dann wird vermutlich auch kein DHCP o.ä. benötigt - am Boot-Medium kann dann ja durchaus die lokale IP der Maschine sowie die IP des iSCSI Targets draufstehen.


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