MAC ADresse
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HI,
warum reicht denn im Netzwerk nicht alleine die IP aus.
Wozu denn noch diese MAC Adresse. Hat es allein damit zu tun,
wenn ich z.B. 2 Netzwerkkarten im PC hab, damit die Daten an die
richtige gesendet werden ?
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blurry324 schrieb:
HI,
warum reicht denn im Netzwerk nicht alleine die IP aus.
Wozu denn noch diese MAC Adresse. Hat es allein damit zu tun,
wenn ich z.B. 2 Netzwerkkarten im PC hab, damit die Daten an die
richtige gesendet werden ?eine IP ist nur die logische Adresse, kann sich also jederzeit ändern. Die MAC-Adresse ist (im Idealfall) weltweit eindeutig und ändert sich auch nicht einfach so
Sie erlaubt eine Adressierung, bevor du überhaupt eine IP hast und hilft den Geräten, zu einer IP-Adresse das passende Gerät zu ermitteln.
Einige Geräte können damit eine Unterscheidung der Teilnehmer vornehmen, ohne das nicht wirklich kompakte IP-Protokoll implementieren zu müssen
Oder um einen Vergleich anzuführen: Wozu haben alle Autos eine Fahrgestellnummer, wenn doch alle ein Kennzeichen haben?
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@blurry324: ich habe gerade keine zeit hier gross zu schreiben, ich wuerde mir das von zwutz geschriebene jedoch noch nicht verinnerlichen...
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MAC-Adresse braucht man für viele Dinge.
DHCP
Wake on LAN
etc.
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Unix-Tom schrieb:
MAC-Adresse braucht man für viele Dinge.
DHCP
Wake on LAN
etc.oder für so simple und unwichtige dinge, damit ein ethernet-LAN überhaupt funktioniert *fg*

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Ein Netzwerkkabel ist wie ein langer Flur mit Amtsstuben dran. Die Zimmernummern sind die MAC-Adressen. Meine Sekrätärin kann jederzeit einen Azubi losschicken, ein Schreiben im Flur umherzutragen.
Unwichtiges Detail: Aber es dürfen sich in einem Flur nie zwei Azubis aufhalten. Falls das passiert, explodieren sie, dann hört man den Knall und schickt einen neuen los. So ungefähr wenigsten. Eigenlich nimmt man den CSMA/CD-Trick: Man lauscht erst ob auf dem Flur Schritte zu hören sind und schickt ihn nur los, wenn der Flur leer ist. Wenn man den Knall hört, würfelt man und wartet so viele Minuten, wie die Würfelzahl ergab, bevor man den nächsten schickt.
Dummerweise sind die Zimmernummern im ganzen Haus durcheinander. Die Zimmernummern werden nämlich weltweit eindeutig vergeben. Flure sind durch Aufzüge verbunden, in denen Listen rumliegen, welche Zimmernummer in welchem Stockwerk zu finden ist. Diese Aufzugsorte nennt man Bridge. Ein Bote, der die Zielzimmernummer in der Liste nicht findet, muß halt jedes Stockwerk ablaufen, aber immer gilt, daß er beim Betreten die Absenderzimmernummer mit seinem Stockwerk in die Liste einträgt, damit andere Boten, insbesondere der mit dem zu erwartenden Antwortschreiben, es dann leichter haben. Es ist also eine schlaue Idee, tausend Amtszimmer nicht in einbem langen Flur unterzubringen, sondern sie auf mehrere Stockwerke zu verteilen, damit es weniger Kollisionen gibt.
Die IP-Adresse hingegen ist die Post-Adresse.
Will ich ein Schreiben losschicken, schreibe ich nur die Postadresse drauf und gebe es meiner Sekretärin. Die macht jetzt was ganz Schlaues: Sie vergleicht die Adresse mit der Hausadresse. Die Hausadresse ist die Subnetz-Adresse, bei mir 192.168.. Ist der Empfänger im selben Haus, schaut sie in ihre Arp-Tabelle. (Unter Windows mit dem Befehlarp -a). Da steht dann die Zimmernummer, die zur Postadresse gehört. Steht die Postadresse mit Zimmernummer noch nicht in ihrer Arp-Tabelle, schickt sie einen Spezial-Azubi mit einem Hausrundschreiben raus, in dem der Besitzer dieser Postadresse gebeten wird, uns seine Zimmernummer mitzuteilen.
Ist die Zieladresse außer Haus, schickt sie das Schreiben stattdessen an die Adresse, die als Standard-Gateway eingetragen ist, (in Win "ipconfig" eingeben). Das ist die Poststelle oder Router. Ein Router verbindet mehrere Häuser per Kurier, wobei die Straßen je nachdem anders aufgebaut sind. Es gibt welche, die sind in Wirklichkeit ganz normale Flure (Ethernet), es gibt welche, die sind eher Radwege bis hin zu Autobahnen (FDDI). Auf Autobahnen hat man ganz andere Adressen als in Fluren. Auch will man da keine Kollisionen riskieren, was man gut bewerkstelligt, indem auf einer Spur nur in eine Richtung gefahren werden darf. Aber für im Haus wäre das Protokoll zu kompliziert und die Azubis deswegen zu teuer.Es gibt auch Häuser, die keine Poststelle haben und wo statt Postadressen nur die Namen der Amtsträger draufgeschrieben werden. http://www.computerleben.net/artikel/IPXProtokoll_installieren-145.html So war's in DOS eher üblich und manche Spiele wollen das noch haben.
Und es gibt viele Tricks, Sachen dann doch anders zu machen, zum Beispiel IPX over IP, dann darf ich hausintern einfach die Amtsträgernamen draufschreiben, aber meine IPX-Sekretärin wandelt das in eine Postadresse um und die Ziel-IPX-Sekretärin macht wieder die Postadresse weg und schreibt den Amtsträgernamen drauf. Das hat wohl auch irgend einen Vorteil, bloß welchen? Die Azubis und die Aufzüge müßten mit IPX genauso funktionieren. Gehts drum, daß die als IPX-Sekretärin billiger ist?
Was ich sagen wollte: IP-Adresse und MAC-Adresse haben total unterschiedliche Verwendungszwecke und das ist auch gut so.
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volkard schrieb:
Was ich sagen wollte: IP-Adresse und MAC-Adresse haben total unterschiedliche Verwendungszwecke und das ist auch gut so.
man könnte ja netzwerkkarten bauen, die direkt IP können. dann bräuchte man z.b. kein ARP und die prüfsummen hätten endlich mal 'nen sinn. oder man scheucht ethernet-frames direkt durchs internet und setzt da TCP drauf (lässt also IP ganz weg). *fg*

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;fricky schrieb:
man könnte ja netzwerkkarten bauen, die direkt IP können.
Dann müßte ich aber alle Netzwerkkarten austauschen und die Bridges auch. Würde ich erst machen, wenn jemand IPv6 benutzt.
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volkard schrieb:
;fricky schrieb:
man könnte ja netzwerkkarten bauen, die direkt IP können.
Dann müßte ich aber alle Netzwerkkarten austauschen und die Bridges auch. Würde ich erst machen, wenn jemand IPv6 benutzt.
also fuer jeden switch einen router kaufen. nur noch p2p links. das heisst statt statt n+3 ip addressen pro netz zu verballern (n ^= computer) jetzt insgesamt 4*n. hmmm

geroutete ports sind leider auch viel teurer, als geswitchte.und frames durch's internet schicken ist nicht so trivial wie man vielleicht denken mag. insgesamt will man den layer auch eher los werden. und gerade um frames ueber das internet transportieren zu koennen, wird dein protokoll stack immer hoeher.
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mezzo mix schrieb:
volkard schrieb:
;fricky schrieb:
man könnte ja netzwerkkarten bauen, die direkt IP können.
Dann müßte ich aber alle Netzwerkkarten austauschen und die Bridges auch. Würde ich erst machen, wenn jemand IPv6 benutzt.
also fuer jeden switch einen router kaufen. nur noch p2p links. das heisst statt statt n+3 ip addressen pro netz zu verballern (n ^= computer) jetzt insgesamt 4*n. hmmm
geroutete ports sind leider auch viel teurer, als geswitchte.ach nö, die netzwerkkarten könnten halt direkt IP, von mir aus können die adressen konfigurierbar sein, das geht schon. zu kompatibilitätszwecken macht man dann eben IP-over-IP *fg*
mezzo mix schrieb:
und frames durch's internet schicken ist nicht so trivial wie man vielleicht denken mag. insgesamt will man den layer auch eher los werden. und gerade um frames ueber das internet transportieren zu koennen, wird dein protokoll stack immer hoeher.
ach nö, eigentlich würde es weniger. irgendeine art von bitübertragungsprotokoll verwenden diese internet-backbones doch auch (FDDI oder sowas), dann könnte man z.b. 'nen glasfaseranschluss zu jedem haus legen, ohne internet-provider und sonstwas dazwischen und könnte direkt seinen PC da anstöpseln.
btw, die bisherige netzwerktechnik funzt ja ganz gut, aber sie ist eben historisch gewachsen (wie unsere schrottigen x86 PCs, z.b.) und schleppt viel ballast mit. ich wette, würde man die hälfte davon rausschmeissen, ein bisschen was umbauen usw, dann wäre alles viel einfacher und viel schneller.

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O.o
Man braucht aber den physkalischen Layer um davon zu abstrahieren.
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Zeus schrieb:
Man braucht aber den physkalischen Layer um davon zu abstrahieren.
das soll ja auch nicht verboten werden. doof ist's nur, wenn man abstrahieren *muss*, damit überhaupt was geht. geht ja schon damit los, dass 2^32 ip-adressen zu wenig sind. da waren sogar die ethernet-erfinder weiter. ethernet-addressen bestehen wenigstens aus sechs bytes.

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Steht vielleicht irgendwo bei Wikipedia, aber habt ihr Euch schon mal gefragt, warum für die MAC Adressen ausgerechnet 6 Bytes genommen wurden? Oder allgemein, warum gibt es bei wahrscheinlich allen Spezifikationen auf der Welt eine Art Abneigung gegen 2 hoch N?
Bei CAN z.B., hat man mal für die ID 11 Bit festgelegt. Später 18 Bit. In Summe ergeben sich 29 Bit.
Bei SDIO hat man für das Kommando 5 Bit festgelegt. Ein Byte (8 Bit) wäre doch sicherlich passender gewesen... auch angenehmer zum Programmieren.
Eine Verschwörung?
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abc.w schrieb:
Steht vielleicht irgendwo bei Wikipedia, aber habt ihr Euch schon mal gefragt, warum für die MAC Adressen ausgerechnet 6 Bytes genommen wurden? Oder allgemein, warum gibt es bei wahrscheinlich allen Spezifikationen auf der Welt eine Art Abneigung gegen 2 hoch N?
Bei CAN z.B., hat man mal für die ID 11 Bit festgelegt. Später 18 Bit. In Summe ergeben sich 29 Bit.
Bei SDIO hat man für das Kommando 5 Bit festgelegt. Ein Byte (8 Bit) wäre doch sicherlich passender gewesen... auch angenehmer zum Programmieren.
Eine Verschwörung?^^ das sind hardware-leute, die nehmen immer so viele bits, dass es gerade so eben reicht. an irgendwelche software-fuzzis, die das octett als kleinste einheit kennen, denken die nicht im traum.
btw, viel schlimmer finde ich die einser-verschwörung. ist dir schon mal aufgefallen, dass z.b. in quelltexten (und woanders auch) die 1 als häufigste zahl auftaucht? nicht 0 oder 2 oder irgendwas anderes, nein, es ist die fiese 1.

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;fricky schrieb:
btw, viel schlimmer finde ich die einser-verschwörung. ist dir schon mal aufgefallen, dass z.b. in quelltexten (und woanders auch) die 1 als häufigste zahl auftaucht? nicht 0 oder 2 oder irgendwas anderes, nein, es ist die fiese 1.

Vielleicht in Sprachen, wo man i=i+1 schreibt statt ++i oder wo man 1 statt true schreibt.
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volkard schrieb:
Vielleicht in Sprachen, wo man i=i+1 schreibt statt ++i oder wo man 1 statt true schreibt.
na, wenn ich die ganzen versteckten erscheinungen der allgegenwärtigen 1 mitzählen würde, dann würde mir jetzt auch der letzte zweifler zustimmen. wenn ich 'nen hang zum übersinnlichen hätte, könnte ich glatt 'ne sekte gründen und die 1 zur gottheit erheben. *fg*

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;fricky schrieb:
na, wenn ich die ganzen versteckten erscheinungen der allgegenwärtigen 1 mitzählen würde, dann würde mir jetzt auch der letzte zweifler zustimmen.
Klar, in der 9 sind neun Stück davon. Aber das ist Mystizismus und unter deinem sonstigen Niveau.
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volkard schrieb:
Klar, in der 9 sind neun Stück davon.
siehste wohl. und wieviele zweien, dreien oder vieren sind in der 9? schon bedeutend weniger. es ist wie verhext, als hätte uns der teufel persönlich die 1 gesandt.
volkard schrieb:
Aber das ist Mystizismus und unter deinem sonstigen Niveau.
naja, das mit dem niveau überlasse ich lieber den registrierten usern *fg*

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abc.w schrieb:
Ein Byte (8 Bit) wäre doch sicherlich passender gewesen... auch angenehmer zum Programmieren.
Wie so? Wenn du es gewohnt wärst mit 6 Bit pro Byte zu rechnen, dann würdest du dich an den 8 stören. Aber wenn du schon so fragst, warum denn keine 10 Bit pro Byte?
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;fricky schrieb:
mezzo mix schrieb:
volkard schrieb:
;fricky schrieb:
man könnte ja netzwerkkarten bauen, die direkt IP können.
Dann müßte ich aber alle Netzwerkkarten austauschen und die Bridges auch. Würde ich erst machen, wenn jemand IPv6 benutzt.
also fuer jeden switch einen router kaufen. nur noch p2p links. das heisst statt statt n+3 ip addressen pro netz zu verballern (n ^= computer) jetzt insgesamt 4*n. hmmm
geroutete ports sind leider auch viel teurer, als geswitchte.ach nö, die netzwerkkarten könnten halt direkt IP, von mir aus können die adressen konfigurierbar sein, das geht schon. zu kompatibilitätszwecken macht man dann eben IP-over-IP *fg*
klaer' mich doch bitte auf, auf was das 'ach noe' bezogen ist, bevor ich auf irgendwas antworte, was du gar nicht meintst.
;fricky schrieb:
mezzo mix schrieb:
und frames durch's internet schicken ist nicht so trivial wie man vielleicht denken mag. insgesamt will man den layer auch eher los werden. und gerade um frames ueber das internet transportieren zu koennen, wird dein protokoll stack immer hoeher.
ach nö, eigentlich würde es weniger. irgendeine art von bitübertragungsprotokoll verwenden diese internet-backbones doch auch (FDDI oder sowas).
deine vorstellung des 'internets' ist einfach falsch. es ist nicht so flach, wie es nach aussen hin vielleicht aus zu sehen scheint, sonst wuerde es auch nicht funktionieren. aber da weiss ich jetzt auch nicht wo ich ansetzen soll. ganz grob: ip wird nur genutzt damit die router sich unterhalten koennen. die wegwahl von paketen wird aufgrund von labels gemacht, die jedes paket beim betreten eines backbones verpasst bekommt. diese netze sind fuer ip eh transparent, du siehst nur die netzuebergeaenge. man hat also ip header vom client, mpls header vom backbone (siehe MPLS/BGP), layer 2 header vom backbone und musst den layer 2 header vom client auch noch mitnehmen. es werden also netze ueber netze gelegt, was fuer netzbetreiber auch sehr wichtig ist. nun bist du aber schon am routen, willst also in der regel layer 2 vom client eh nicht mehr haben, ausser fuer layer 2 vpns.
ausserdem weiss ich nicht, was du hier mit layer 1 willst. was man derzeit will, ist ip ohne umwege ueber wellenlaengen zu transportieren (IP over WDM) um diese dann zu multiplexen. damit sind gigantische datenraten moeglich.;fricky schrieb:
dann könnte man z.b. 'nen glasfaseranschluss zu jedem haus legen, ohne internet-provider und sonstwas dazwischen und könnte direkt seinen PC da anstöpseln.
wie jetzt ohne provider? irgendjemand will dafuer geld sehen. in der regel ein so genannter provider. ausserdem gibt's das schon, z.b. mit GPON.
um zusammen zu fassen: du musst unterscheiden zwischen access und backbone. hier sind die anforderungen einfach verschieden. ethernet z.b. skaliert nicht gut. routing ist teuer. also z.b. switching fuer staedte, und ip/mpls fuer den backbone. das sind jetzt natuerlich keine richtlinien...
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zusammenfassung von der zusammenfassung
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irgendeine adresse mußt man eh end-to-end transportieren. heute ist das die ip adresse (ggf. mit übersetzung durch nat etc.). zusätzlich hast du halt zumeist ethernet zu hause. das ist, wie schon erwähnt wurde, bewährt und günstig. bis das im heimbereich verschwindet, kann man noch lange warten. was in den backbones passiert, kann dem benutzer eh egal sein.und was völlig neues, auch für den heimbereich, einzuführen wäre schon cool
aber leider unrealistisch...