Suche Programm um überschriebene Dateien anhand von Restmagnetisierungen wiederherzustellen



  • Gibt es so etwas?

    Erläuterung:

    Bei einer Diskette werden die Bits ja entlang von Spuren durch unterschiedliche Magnetisierung gespeichert. Nun ist es aber so, daß diese Spuren eine gewisse Dicke haben und es damit passieren kann, daß bei einem Schreibvorgang nicht sämtliche Magnetisierungen der Fläche die ein Bit ausmachen überschrieben werden, sondern nur ein Teil davon, dementsprechend müßte es aufgrund dieser Restmagnetisierungen theoretisch möglich sein, die alten Daten wiederherzustellen.

    Geht das irgendwie?

    PS:
    Mein Medium ist eine Floppydiskette, also keine moderne Festplatte bei der die Fläche so klein ist, daß es kaum noch Platz für Restmagnetiesieungen gibt.



  • Aber Deine Sensorik triggert, oder?



  • volkard schrieb:

    Aber Deine Sensorik triggert, oder?

    Was meinst du damit?

    Mein Lesegerät ist ein normales Diskettenlaufwerk.



  • Hab mal gelesen dass es Leute gibt, die so was machen, weiß aber nicht genau wie oft das überschrieben werden darf. Vielleicht bei der Kripo? Wunder dich aber nicht über Preise von 1000€/GB oder so was, dürfte bei einer Diskette aber kein Problem sein.



  • Forensik schrieb:

    volkard schrieb:

    Aber Deine Sensorik triggert, oder?

    Was meinst du damit?
    Mein Lesegerät ist ein normales Diskettenlaufwerk.

    Dein Laufwerk liefert nur 1 oder 0, was halt auf dieser Position stärker ist. Irgendwelche Randrestflecken bekommst Du nicht geliefert. Die Elektronik des Laufwerks ist gar nicht dafür vorgesehen. Ist halt kein Magnetkraftmikroskop.



  • Vllt. ist da was mit Hardware-Mitteln zu holen?



  • Forensik schrieb:

    Geht das irgendwie?

    Ja, natürlich, aber Du mußt zunächst Dein Diskettenlaufwerk umbauen in Bezug auf Hardware und Firmware.

    Sowas ist mit Software alleine nicht lösbar, da die normale Hardware eines Laufwerks ja _gerade_ diese von Dir gewünschten Informationen gezielt unterdrückt.



  • Ok, mit Elektronik kenn ich mich etwas aus.

    Ich weiß wie man nen Mikrocontroller programmiert und einen Schrittmotor ansteuert, aber von Physik speziell, wie man einen Magnetdatenträger möglichst hochauflösend ausliest, habe ich leider keine Ahnung.

    Welche Möglichkeiten gäbe es hier, die Magnetisierung deutlich feiner auszulesen?

    Die Geschwindigkeit selbst ist nicht so wichtig, das auslesen kann meinetwegen auch 6 h dauern. D.h. ein langsamer Auslesevorgang wäre ausreichend.



  • Forensik schrieb:

    Welche Möglichkeiten gäbe es hier, die Magnetisierung deutlich feiner auszulesen?

    Einen AD Wandler an den Lesekopf dranfummeln. Ein billiges USB-Oszilloskop sollte reichen. Oder natürlich jedes normale Speicher-Oszi, wenn du eins hast/borgen kannst, und es dich nicht stört die Daten für jede einzelne Spur mit Hand in den Computer zu befördern, damit sie dort ausgewertet werden können.
    Und das Programm zur Auswertung muss natürlich auch irgendwo herkommen. Keine Ahnung ob man sowas fertigerweise findet.

    Die Geschwindigkeit selbst ist nicht so wichtig, das auslesen kann meinetwegen auch 6 h dauern. D.h. ein langsamer Auslesevorgang wäre ausreichend.

    Beliebig weit kannst du mit der Drehgeschwindigkeit nicht runter gehen, sonst ist die induzierte Spannung viel zu klein.

    Wenn der Wandler schnell genug ist, ist es auch garnicht nötig die Geschwindigkeit zu reduzieren. Und super-schnell muss das glaube ich auch garnicht sein.


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