Welche Programmiersprachen habt ihr in welcher Reihenfolge gelernt?



  • Etwas zu studieren, damit man bessere Arbeitsplatzchancen (hoeheres Gehalt, ..) hat, ist fuer mich der falsche Weg.

    Wenn es morgen etwas grundlegend weiteres gibt

    Gibt es!

    Bezweifel aber meine Bereitschaft zur Umstellung.

    Deine Lernbereitschaft geht also gegen Null?

    Müssten alte Dinge leicht portierbar und das ganze sehr überzeugend sein.

    Neues bedeutet immer, mit Altem zu brechen. Ansonsten waere es wohl nicht neu. Leicht wird es meist nicht, da man Dinge "verlernen" muss. Genauso muss man seine Ueberzeugungen erstmal loslassen. Es ist also so, dass man sich selbst erst aendern muss, ansonsten kann man sich nicht wirklich darauf einlassen. Aber das moechtest du ja nicht, schade ...



  • Dravere schrieb:

    1. Find ich es es ein ganz interessante Programmiersprache. Habe schon verschiedene Ideen davon auf anderes angewendet.
    2. Credit Suisse und UBS haben ihre Kernapplikationen noch alle in COBOL geschrieben und noch nicht umgestellt, sind aber dabei. Die Kosten für die Umstellung nur bei der UBS Schweiz wird auf mehrere Milliarden (glaube es waren 7) Schweizer Franken geschätzt. Der Altersdurchschnitt der COBOL Programmierer liegt bei ca. 50, während der von Java, C++ und co bei ca. 30 liegt. Wer COBOL und Java kann, findet bei den Banken sehr schnell einen gut bezahlten Job. Willst du nun auch COBOL lernen? :p

    Ja gut, das ist jetzt etwas anderes. Es geht da um die Wartung bestehender COBOL-Programme, deren Umstellung auf was anderes, und die Kosten für alles.
    Wenn du damit Geld machen kannst, dann tue es! COBOL habe ich nie sehr gemocht, musste mich aber auch da etwas auskennen. Ist eine interessante Aufgabe da bei Credit Suisse und UBS.

    Fazit: man sieht, es geht nicht primär um die bestens geeignete Programmiersprache. Bestehende Lösungen ohne Umbruch zu behalten und weiter zu entwickeln sind ebenso wichtig, weil es um bereits investiertes Geld geht.

    Viel Erfolg - dafür würde ich auch noch COBOL besser beherrschen wollen, auch wenn ich es nicht so richtig mag!



  • QBasic -- hauptsaechlich Pen & Paper
    VBA -- Word 97 auf 'nem AMD K6 (Win95/Win98)
    VB 6 -- ebenfalls aufm K6 (Win95/Win98)
    C++ -- K6, AMD Athlon (win95/win98)
    JavaScript, SQL -- in der Schule, Win2k
    PHP -- Seinerzeit auf 'nem Praktikum, kA welche Maschine, aber auf GNU/Linux, irgend ein 2.4er Kernel
    Perl -- GNU/Linux 2.4
    Java -- auf der Uni, irgendwann 2003/04 herum, war dann wohl auf WinXP und GNU/Linux 2.6 (kA welche Plattform ich mehr benutzt hab) auf 'nem Athlon 64 (hiessen die so?)
    Python -- GNU/Linux 2.6, AMD Turion
    C# -- 2007, auf der Uni und wohl auch AMD Turion unter WinXP
    LISP -- 2007 oder 2008, Auf GNU/Linux 2.6, AMD Turion

    Waren wohl die Wichtigsten. Gab auch Abstecher zu Pascal, Delphi und womoeglich anderen, die mir grad nicht einfallen. Aber obgenannte sind die Wichtigsten, die ich auch alle mehr oder weniger beherrsche (oder zumindest seinerzeit ordentlich beherrscht hab).

    EDIT: ach ja, zu Haskell, Prolog und Assembler gabs auch Ausfluege.



  • knivil schrieb:

    Neues bedeutet immer, mit Altem zu brechen. Ansonsten waere es wohl nicht neu. Leicht wird es meist nicht, da man Dinge "verlernen" muss. Genauso muss man seine Ueberzeugungen erstmal loslassen. Es ist also so, dass man sich selbst erst aendern muss, ansonsten kann man sich nicht wirklich darauf einlassen. Aber das moechtest du ja nicht, schade ...

    Sich auf neue Dinge einzustellen war schon immer das tägliche Brot jeden Programmentwicklers. Man macht das aber nicht als Hobby. Oft hat man einfach alte Lösungen, die lauffhähig beibehalten und gepflegt werden müssen. Es geht da oft um bereits investiertes Geld! Programmiersprachen sind Werkzeuge zur Realisierung einer Aufgabe, mehr nicht. Was ich da benutze, bleibt meine Angelegenheit oder die des Arbeitgebers oder Kunden. Leztendlich zählt allein das Geld für was ich oder du das mache!

    Nicht jeden neuen Hyperduper braucht man wirklich oder er muss etwas bringen. :p



  • Hm, kann ich bei mir recht schwer sagen (ging alles wild durcheinander :D)
    ... Ich schreibe mal die chronik wie ich sie sein könnte.. allerdings definiere ich das "gelernt" etwas anders und nehme script/metasprachen mit :). Habe mit jeder unten genannten sprache mal etwas produktives gemacht. Würde aber nicht behaupten mit allen gleich top loslegen zu können. Müsste mich erstmal wieder einarbeiten.. aber pfff 😉

    HTML
    C++
    C
    PHP
    xHTML+CSS
    JavaScript
    ActionScript
    Java
    VB.NET
    C#.NET
    Ruby On Rails
    Python



  • berniebutt schrieb:

    Sich auf neue Dinge einzustellen war schon immer das tägliche Brot jeden Programmentwicklers. Man macht das aber nicht als Hobby. Oft hat man einfach alte Lösungen, die lauffhähig beibehalten und gepflegt werden müssen. Es geht da oft um bereits investiertes Geld! Programmiersprachen sind Werkzeuge zur Realisierung einer Aufgabe, mehr nicht. Was ich da benutze, bleibt meine Angelegenheit oder die des Arbeitgebers oder Kunden. Leztendlich zählt allein das Geld für was ich oder du das mache!

    Gebe mal eine Antwort auf jeden Satz: Ja. Nein, ich mache es als Hobby und versuche es dann beruflich einzubringen. Das ist vom Problem und vielen anderen Faktoren abhaengig. Einen alten Fernseher pflege ich auch nicht weiter, wenn ich mir einen neuen kaufe, obwohl ich dafuer auch Geld ausgegeben habe. Nur verandern sich die Anforderungen an das System staendig. Vielleicht kannst du, dein Arbeitgeber oder der Kunde gar nicht beurteilen, was fuer ein Problem die geeignete Sprache ist. Bei Geld sind mache sehr kurzsichtig.

    Nicht jeden neuen Hyperduper braucht man wirklich oder er muss etwas bringen.

    Tja, aeh keine Ahnungwas du damit sagen moechtest?



  • knivil schrieb:

    Gebe mal eine Antwort auf jeden Satz: Ja. Nein, ich mache es als Hobby und versuche es dann beruflich einzubringen....

    Nicht jeden neuen Hyperduper braucht man wirklich oder er muss etwas bringenTja, aeh keine Ahnungwas du damit sagen moechtest?

    Kannst du auch keine Ahnung davon haben. Es ging vorher um berufliche Dinge, womit man Geld vedienen kann und was ein Kunde mit alten Programmen - die noch täglich gut laufen - machen soll. Darin steckt oft viel Geld. Eine völlige Neuentwicklung kann unbestritten auf besseren Grundlagen basieren, kostet aber. Hat alles mit Hobby nichts zu tun. Wer so etwas kann, kann richtig Geld machen. Da lohnt es sich sogar das Erlernen alter Dinge - wie hier COBOL - vovon kaum jemand noch eine Ahnung hat.

    Mache dich als Programmentwickler selbständig und sehe zu, welche gut bezahlten Aufträge du kriegen kannst. :p

    daddeldu - ich habe fertig :p



  • Zeitliche Abfolge
    -----------------
    Basic
    Assembler
    Pascal
    C
    Java

    Nach Beliebtheit
    ----------------
    C
    Java
    Assembler
    Basic
    Pascal



    1. Delphi - P3 500 MHz
    2. VB(A) - P3 500 MHz
    3. C++ - P4 1,8 GHz
    4. Java - P4 1,8 Ghz
    5. C# - AMD 64 X2 5400+
    6. Scala - AMD 64 X2 5400+
    7. ABAP - Business PC xD

    Sonstiges wie Ruby, JavaScript, Python, Haskell, LISP, Prolog nur so mal überflogen ;o


  • Administrator

    knivil schrieb:

    Etwas zu studieren, damit man bessere Arbeitsplatzchancen (hoeheres Gehalt, ..) hat, ist fuer mich der falsche Weg.

    Als erstes Kriterum definitiv falsch, aber als zweites oder drittes halte ich es durchaus für angemessen. Wenn du x Dinge genau gleich gerne lernen würdest, du kannst aber nur eines auf einmal, welches nimmst du dann? Nicht das, welches dir am meisten Vorteile verschafft?

    Im übrigen: COBOL ist bei weitem noch nicht zum Aussterben verbannt. Das hat man schon zig Male angekündigt und es trat nie ein. Es werden auch heute noch neue Anwendungen mit COBOL erstellt. MicroFocus und Fujitsu bieten Kompiler mit dem .Net Framework für COBOL an. Ein gewisse Zukunft hat COBOL meiner Meinung nach definitiv noch, wobei sie natürlich deutlich kleiner sein wird wie bisher.

    Grüssli



  • Dravere schrieb:

    2. Credit Suisse und UBS haben ihre Kernapplikationen noch alle in COBOL geschrieben und noch nicht umgestellt, sind aber dabei.

    Genau das hat mein Bruder bis zu seinem Tod bei der UBS u.a. gemacht.

    Zitat (so in etwa): "COBOL ist genauso eine Programmiersprache wie jede andere.
    Wenn etwas in COBOL nicht geht, dann benutzte ich eben eine andere Sprache dafür und mach' 'ne Schnittstelle."

    Schwieriger schien die Umstellung von UNIVAC/Unisys auf IBM zu sein.



  • EOP schrieb:

    Dravere schrieb:

    2. Credit Suisse und UBS haben ihre Kernapplikationen noch alle in COBOL geschrieben und noch nicht umgestellt, sind aber dabei.

    Genau das hat mein Bruder bis zu seinem Tod bei der UBS u.a. gemacht.

    Zitat (so in etwa): "COBOL ist genauso eine Programmiersprache wie jede andere.
    Wenn etwas in COBOL nicht geht, dann benutzte ich eben eine andere Sprache dafür und mach' 'ne Schnittstelle."

    Schwieriger schien die Umstellung von UNIVAC/Unisys auf IBM zu sein.

    Auch gut dieser Beitrag: Dann mache ich eben eine Schnittstelle für das, was ich nicht habe.

    Interessanter ist die Aussage zur Umstellung von einem Rechnersystem auf ein anderes. Das war einmal ein grosses Thema, sollte aber Vergangenheit sein. Ob man das mit COBOL noch leisten kann, wenn kaum noch jemand das mehr voll unterstützen will?

    Fazit: Es geht um die wirtschaftliche Lauffähigkeit von Programmsystemen - in denen einmal viel Geld investiert worden ist. Diesen Gesichtspunkt kennen viele hier nicht. Sie meinen einfach: das macht man heute so und basta!

    Weiterere Hinweise: Ich habe COBOL nie gemocht. Es war nur ein leicht verständlicher Ansatz für Leute, die einfacher programmieren wollten, obwohl es schon etwas besseres gab. Sollte einmal für Kaufleute sein und ihnen die Abstraktheit von seinerzeit FORTRAN abnehmen. War gut gemeint, hat sich aber überholt!



  • berniebutt schrieb:

    Interessanter ist die Aussage zur Umstellung von einem Rechnersystem auf ein anderes. Das war einmal ein grosses Thema, sollte aber Vergangenheit sein. Ob man das mit COBOL noch leisten kann, wenn kaum noch jemand das mehr voll unterstützen will?
    Fazit: Es geht um die wirtschaftliche Lauffähigkeit von Programmsystemen - in denen einmal viel Geld investiert worden ist. Diesen Gesichtspunkt kennen viele hier nicht. Sie meinen einfach: das macht man heute so und basta!

    Das Problem war in etwa dieses: die SBG ist mit irgendeiner anderen Bank zur UBS fusioniert.
    Die eine Bank benutzte UNIVAC-, die andere IBM-Großrechner. Allein die SBG hatte (und hat) tausende COBOL-Programme. Das kann man so auf die Schnelle nicht alles neu programmieren.

    berniebutt schrieb:

    Weiterere Hinweise: Ich habe COBOL nie gemocht. Es war nur ein leicht verständlicher Ansatz für Leute, die einfacher programmieren wollten, obwohl es schon etwas besseres gab. Sollte einmal für Kaufleute sein und ihnen die Abstraktheit von seinerzeit FORTRAN abnehmen. War gut gemeint, hat sich aber überholt!

    Wie du sagst - COBOL war für kaufmännische Problemstellung entwickelt worden. Und dafür war es eine geeignete und leistungsfähige Sprache. Ob man sie mag oder nicht.



  • @EOP: Das verstehe ich alle sehr gut. Mit solchen Dingen habe ich u.a. auch mal Geld verdient. Das hat jetzt aber alles nichts mehr mit Programmiersprachen zu tun. Die Bewahrung oder die Umstellung bestehender Lösungen - ohne Bruch im Einsatz - bleibt ein Thema. Da kann es schon nützlich sein, alte Programme am Laufen zu halten und zu erweitern, bevor man mit viel Geld alles neu macht. Wenn es sein muss auch mit nicht mehr aktuellen Werkzeugen der Programmierung.

    Ist so verkehrt nicht: auch damit kann man als erfahrener Spezialist sein gutes Brot verdienen! Von den tausenden COBOL-Programmen kann ich zur Umstellung einige abnehmen, wenn es dafür ausreichende Dokumentationen gibt, was diese machen und mit welchen weiteren Hilfsmitteln sie das tun.



  • berniebutt schrieb:

    Ist so verkehrt nicht: auch damit kann man als erfahrener Spezialist sein gutes Brot verdienen!

    Wohl wahr. Wobei mein Bruder Spezialist für Großrechner war (v.a. auch für UNIVAC , von denen es nicht mehr soo viele gibt).

    berniebutt schrieb:

    Von den tausenden COBOL-Programmen kann ich zur Umstellung einige abnehmen, wenn es dafür ausreichende Dokumentationen gibt, was diese machen und mit welchen weiteren Hilfsmitteln sie das tun.

    Ich glaube das mit den (nicht vorhandenen) ausreichenden Dokumentationen war/ist auch ein großes Problem bei denen.



  • @EOP: Ich meine, das hat mit der Fragestellung dieses Threads nichts mehr zu tun. Macht einen neuen Thread auf, in dem man darüber weiter diskutieren kann!

    edit: habe den neuen Thread inzwischen selbst aufgemacht. Ist sicher ein Thema.


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