Warum sind Browsergames so erfolgreich?



  • Dazu 5 Fragen:

    1. Warum sind Browsergames so erfolgreich.

    2. Und wieso werden Browsergames nicht als normale Clientgames (also so wie WoW, StarTrek Online mit eigenem Client ohne Browser etc.) realisiert, wenn man mit Clientgames doch technisch gesehen viel mehr Möglichkeiten hat?

    3. Was ist daran so toll, das Spiel in den Browser zu packen?

    4. Wie finanzieren sich Browsergames?

    5. Es gibt inzwischen schon Browsergames mit 3d Engine, wie werden die im Browser realisiert?



  • Zu 1 würde ich sagen:
    Eben weil man nix installieren muss, ist die "Hemmschwelle" zu spielen sehr gering.



  • Ich würde mal sagen weil man sie auf der Arbeit spielen kann.



  • La Hertes schrieb:

    Zu 1 würde ich sagen:
    Eben weil man nix installieren muss, ist die "Hemmschwelle" zu spielen sehr gering.

    Ok, aber viele kosten ja Geld?

    Mir geht es inbesondere um die, die Geld kosten.
    Das habe ich leider in meinem Anfangspost vergessen.

    Wieso sind die Leute bereit für so etwas Geld auszugeben, obwohl die Grafik und das drumherum im vergleich zu einem normalen Spiel auf DVD doch eher bescheiden ist.



  • Welche kosten wirklich Geld? Die meisten die ich kenne kosten "Pfennigbeträge". Da läuft das ganze meist so dass das Spielprinzip entsprechend einfach aber suchterregend ist. Nach einer Probezeit wo man Kostenlos spielt. Kostet das ganze dann ein wenig.

    Die andere möglichkeit ist, sich über Werbung finanzieren. Dafür muss halt die Spielerschaft entsprechend groß sein.

    Ich denke die beliebtheit ist daher so hoch,da man solche Spiele "mal eben zwischenrein" spielen kann. Der druck etwas sofort zu erreichen oder unter zu gehen ist da nicht da. Ich kann auf die Seite gehen, mich einloggen und fix was machen, nebenher kann ich surfen oder andere Dinge tun. Bei richtigen Clientbasierenden Spielen ist das nicht so der fall.





  • Danke für den Link.



  • Browsergames schrieb:

    Dazu 5 Fragen:

    1. Warum sind Browsergames so erfolgreich.

    2. Und wieso werden Browsergames nicht als normale Clientgames (also so wie WoW, StarTrek Online mit eigenem Client ohne Browser etc.) realisiert, wenn man mit Clientgames doch technisch gesehen viel mehr Möglichkeiten hat?

    3. Was ist daran so toll, das Spiel in den Browser zu packen?

    4. Wie finanzieren sich Browsergames?

    5. Es gibt inzwischen schon Browsergames mit 3d Engine, wie werden die im Browser realisiert?

    Browsergames sind meistens "Globalstrategiespiele" und da sind die Ansprüche an Grafik in der Regel sehr niedrig, oder "zu tolle" Grafik sogar oft unerwünscht. Ich spiele beispielsweise gerne Spiele der Reihen Europa Universalis/Victoria/Hearts of Iron und kann mich dort noch sehr gut an den Aufschrei erinnern, als Europa Universalis 3 3D-Grafik bekommen hat, oder daran wie unübersichtlich die hübschen Geländegrafiken in Victoria gegenüber dem einfachen "Hellgrün=Ebene, Dunkelgrün=Wald, Braun=Hügel..." von Europa Universalis 2 sind. Man braucht die Grafik dort einfach nicht. Der Spieler will planen, planen, planen. Da ist Übersichtlickeit und eine effiziente Bedienung wichtiger als Grafik.

    Das heißt dann natürlich auch, dass ein Großteil der Komplexen Berechnungen, die hier nicht in der Grafik liegen, sondern in der Spiellogik, auf dem Server ablaufen.

    Der unschlagbare Vorteil ist natürlich, dass man nichts installieren muss, nichts deinstallieren wenn man es nicht mehr spielt, keinen Karton im Schrank stehen haben muss und es von überall sofort spielen kann. Das sind "technische Möglichkeiten", die man mit individueller Clientsoftware nicht haben kann.

    Der Aufstieg der Browsergames begann übrigens mit enorm Sucht erzeugenden Spielen, die bei fortschreitenden Spielverlauf denjenigen gewinnen ließen, der am meisten Zeit in das Spiel investierte und der viel verlor, wenn er mal weniger Zeit dort verbringt, oder "zur falschen Zeit" abwesend war. Ich kannte ein paar Leute, die haben sich den Wecker gestellt um mitten in der Nacht nochmal schnell etwas im Spiel zu erledigen. Das sind auch heute noch die erfolgreichsten Browsergames. Bei den Browsergames hat sich auch die Unsitte durchgesetzt, dass man sich in einem "kostenlosen" Spiel Vorteile gegenüber seinen Mitspielern kaufen konnte, was dann besonders Kindern systematisch das Geld aus der Tasche zieht, da sie "nur noch mal eben weitere 2 Euro" brauchen um ihren Konkurrenten zu besiegen... und das sehr oft. Die sind schlimmer als Yamba (auch wenn sie weit weniger nervig sind).

    Ansonsten finanzieren sie sich durch Werbung, oder geringe Gebühren, die in der Regel etwa 1/10 von dem betragen, was man für die großen Client-mmos bezahlt. Viele sind aber auch einfach Spaßprodukte.



  • j schrieb:

    Ich würde mal sagen weil man sie auf der Arbeit spielen kann.

    Das unterstreiche ich.



  • Das ist wohl dann auch der Grund, warum es ohne BrowserGames ein Wirtschaftswunder gab, und mit eine Wirtschaftskriese.

    ^^ Kenne da auch so ein spiel, wo man sich für geld sogar wecken lassen kann wenn man will. Bzw benachrichtigen wenn was wichtiges ist.



  • Sqwan schrieb:

    ^^ Kenne da auch so ein spiel, wo man sich für geld sogar wecken lassen kann wenn man will. Bzw benachrichtigen wenn was wichtiges ist.

    Nennt sich hier Outlook, aber lagged wie sau! 🤡



  • Dummerweise hat genau dieser Erfolgsdruck bei Browsergames dazu geführt das ich irgendwann aufgehört habe. Diese extreme konkurenz ist eher kontraproduktiv für Gelegenheitsspieler. Daher mag ich Browsergames die man nebenher spielen kann ohne das man in direkter Konkurenz steht und nur für sich spielen darf ohne da auf was zu achten. Sowas gibts bisher AFAIK nur im bereich der nicht agressiven Spiele (Online Wisims). Dummerweise haben die mich auch nicht lange begeistern können. K.A. warum.



  • Ich habe mal eine Zeit lang Kosmor gespielt. Dank täglichen Spielzügen kann man da auch gegeneinander erfolgreich spielen, ohne dass man gleich sein ganzes Leben auf ein popeliges Browsergame einstellen muss. Es bietet auch Abwechslung gegenüber dem ganzen langatmigen stufenweisen Aufbau von Gebäuden/Charaktereigenschaften/Forschung/usw um dann irgendwelche anonymen Gegner zu überfallen, mit denen man kein Wort redet. Das Spiel ist leider schon vor längerer Zeit für mich ungenießbar geworden. Ersatz habe ich trotzdem nie gefunden.



  • Wegen der einfachen Zugänglichkeit. Heutzutage zocken auch ältere Menschen und vor allem Frauen, aber da sie nicht mit Spielen (und PCs/Konsolen im allgemeinen) aufgewachsen sind, sind sie relativ unerfahren und wollen sich nicht mit Dingen wie Grafikkarten/DirectX-Treiber, Grafikkartencharts usw. rumschlagen. Eine Seite aufrufen (und maximal auf irgend ein Popupfenster a la "wollen sie die neueste Java Version installieren?" etc.) schafft jeder.



  • this->that schrieb:

    Wegen der einfachen Zugänglichkeit. Heutzutage zocken auch ältere Menschen und vor allem Frauen, aber da sie nicht mit Spielen (und PCs/Konsolen im allgemeinen) aufgewachsen sind, sind sie relativ unerfahren und wollen sich nicht mit Dingen wie Grafikkarten/DirectX-Treiber, Grafikkartencharts usw. rumschlagen. Eine Seite aufrufen (und maximal auf irgend ein Popupfenster a la "wollen sie die neueste Java Version installieren?" etc.) schafft jeder.

    Die scheitern aber an der Anmeldung: "Bitte registrieren sie sich."

    Alte Frau "Wo soll ich da klicken?"



  • Browsergames schrieb:

    1. Warum sind Browsergames so erfolgreich.

    2. Und wieso werden Browsergames nicht als normale Clientgames (also so wie WoW, StarTrek Online mit eigenem Client ohne Browser etc.) realisiert, wenn man mit Clientgames doch technisch gesehen viel mehr Möglichkeiten hat?

    3. Was ist daran so toll, das Spiel in den Browser zu packen?

    4. Wie finanzieren sich Browsergames?

    5. Es gibt inzwischen schon Browsergames mit 3d Engine, wie werden die im Browser realisiert?

    1 & 4 sind die Gründe.



  • Total Egal schrieb:

    this->that schrieb:

    Wegen der einfachen Zugänglichkeit. Heutzutage zocken auch ältere Menschen und vor allem Frauen, aber da sie nicht mit Spielen (und PCs/Konsolen im allgemeinen) aufgewachsen sind, sind sie relativ unerfahren und wollen sich nicht mit Dingen wie Grafikkarten/DirectX-Treiber, Grafikkartencharts usw. rumschlagen. Eine Seite aufrufen (und maximal auf irgend ein Popupfenster a la "wollen sie die neueste Java Version installieren?" etc.) schafft jeder.

    Die scheitern aber an der Anmeldung: "Bitte registrieren sie sich."

    Alte Frau "Wo soll ich da klicken?"

    Drum haben gute Seiten direkt daneben einen dicken, fetten Button mit der Aufschrift "Registrieren". Dann scheitern nur noch 70%;)



  • this->that schrieb:

    Drum haben gute Seiten direkt daneben einen dicken, fetten Button mit der Aufschrift "Registrieren". Dann scheitern nur noch 70%;)

    Soll daß jetzt eine Beleidigung sein?


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