Kann man mit einem Bootloader greifbare Hardware schrotten?



  • Hi,

    Bootinformationen steuern doch schon das Verhalten des BIOS oder? Kann es auch sein, dass Hardware beschädigt wird, weil z.B. das BIOS wütend nach den Bootinformationen geht und diese aber fatal sind?

    Sind Bootinformationen schon wie ein kleines Programm, dass entscheidungen treffen kann? Und z.B. auch festellen ob etwas existiert oder nicht in dem es einen Code zurückbekommt?



  • Das BIOS ist ganz normaler Maschinencode. Das Board sorgt dafür das der Inhalt des eeprom (Code + Daten/Einstellungen) über den physischen Adressraum erreichbar ist. Der Prozessor fängt dann nach dem Reset bei einer festgelegten Adresse an die dort liegenden Befehle auszuführen. Dabei kann natürlich auf die Einstellungen zurückgegriffen werden. Und das es da auch schädliche Einstellungen geben kann, ist direkt ersichtlich wenn man z.B. ans Übertakten denkt.

    Aber das sollte heutzutage alles nicht mehr so kritisch sein, da zum Einen die Daten der Hardware (wie z.B. Speichertaktraten) abgefragt werden können, und zum Anderen Abschaltmechanismen vorhanden sind. Die meisten Fehler lösen eh nur eine Ausnahme beim Prozessor aus, der dann einen Interrupt ausführt, oder bei weiteren Problemen neu startet.



  • Da man das BIOS flaschen kann, kann auch ein Bootloader einen Prozess starten, der zum BIOS flash führt.



  • Abakuk schrieb:

    Da man das BIOS flaschen kann, kann auch ein Bootloader einen Prozess starten, der zum BIOS flash führt.

    😕



  • Tobiking2 schrieb:

    [...]
    Die meisten Fehler lösen eh nur eine Ausnahme beim Prozessor aus, der dann einen Interrupt ausführt, oder bei weiteren Problemen neu startet.

    Was so viel heißt, wie Fehlerhafte Befehle aus einem(?) Byte (compiliert von Assembler-Sprache), werden einfach abgewießen, der Rückgabecode kann aber veerarbeitet werden? Und nur nicht die abgewießenen Befehle sind eher die, mit denen man die Hardware beschädigen kann?



  • Der Prozessor führt nur Stumpf die Befehle aus die er einliest. Wenn irgendwas kein valider Befehl ist (oder auch bei anderen Situationen wie Teilen durch 0, Zugriff auf Speicher der nicht existiert etc.) wird wie gesagt die Exception ausgelöst. Der Prozessor hat eine Tabelle mit Adressen für jede Exception, an die gesprungen wird wenn diese Auftritt. Der Code der dort liegt kann dann vielleicht anhand des Prozessorstatus erahnen was passiert ist und das evtl. beheben und an alter Stelle weiter machen. Tritt beim Ausführen des Exception Codes ein Fehler auf, wird der Exception Handler für Double Fault angesprungen, und wenn dort ein Fehler auftritt startet das System neu. Das ist alles ungefährlich.

    Aber du kannst halt wie gesagt wurde Code schreiben der mit der Hardware kommuniziert und damit evtl. schädliche Änderungen vornimmt. Aber das ist keine Sonderstellung für das BIOS. Das kann ein Windows Treiber genau so. Es gibt ja auch Hardware bei der man von Windows aus neue Firmware aufspielen kann, und wenn man damit Unsinn macht ist die Hardware danach erstmal nicht mehr gebrauchbar.



  • Es gibt einen englischen Wikipedia-Artikel über die Zerstörung der Hardware durch Software. Ich weiß aber nicht mehr, wie er hieß. Er besagte aber ungefähr, dass das nur bei spezieller (und alter) Hardware möglich ist. Ansonsten kannst du höchstens deine Festplatte durch mehrere Monate Dauerbeschreibung kaputt machen 😃 .



  • wxSkip schrieb:

    Es gibt einen englischen Wikipedia-Artikel über die Zerstörung der Hardware durch Software. Ich weiß aber nicht mehr, wie er hieß. Er besagte aber ungefähr, dass das nur bei spezieller (und alter) Hardware möglich ist. Ansonsten kannst du höchstens deine Festplatte durch mehrere Monate Dauerbeschreibung kaputt machen 😃 .

    Genau da bin ich anderer Meinung. Gerade in den lesten Monaten gab es durchgebranne High-Graffikarten, hervorgerufen durch ein Game. Und das ist nicht das einzige. Es gab auch zerstörte ICH10 SATA Chips.



  • Beobachter2 schrieb:

    wxSkip schrieb:

    Es gibt einen englischen Wikipedia-Artikel über die Zerstörung der Hardware durch Software. Ich weiß aber nicht mehr, wie er hieß. Er besagte aber ungefähr, dass das nur bei spezieller (und alter) Hardware möglich ist. Ansonsten kannst du höchstens deine Festplatte durch mehrere Monate Dauerbeschreibung kaputt machen 😃 .

    Genau da bin ich anderer Meinung. Gerade in den lesten Monaten gab es durchgebranne High-Graffikarten, hervorgerufen durch ein Game. Und das ist nicht das einzige. Es gab auch zerstörte ICH10 SATA Chips.

    Mit den SATA Chips kenne ich mich nicht aus, aber ich dachte nicht an Zerstörung durch Dauerbelastung, sondern eher an kaputte Hardware durch Access violations oder so etwas.



  • wxSkip schrieb:

    Beobachter2 schrieb:

    wxSkip schrieb:

    Es gibt einen englischen Wikipedia-Artikel über die Zerstörung der Hardware durch Software. Ich weiß aber nicht mehr, wie er hieß. Er besagte aber ungefähr, dass das nur bei spezieller (und alter) Hardware möglich ist. Ansonsten kannst du höchstens deine Festplatte durch mehrere Monate Dauerbeschreibung kaputt machen 😃 .

    Genau da bin ich anderer Meinung. Gerade in den lesten Monaten gab es durchgebranne High-Graffikarten, hervorgerufen durch ein Game. Und das ist nicht das einzige. Es gab auch zerstörte ICH10 SATA Chips.

    Mit den SATA Chips kenne ich mich nicht aus, aber ich dachte nicht an Zerstörung durch Dauerbelastung, sondern eher an kaputte Hardware durch Access violations oder so etwas.

    Ich meinte ja auch gar nicht schäden hervorgerufen durch Dauerbelastung, sondern eben gerade doch einfach durch teils-schädigende Treiber/Software. So was gab oder gibt es sogar noch bei Starcraft 3 oder so.


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