Wieviel Strom kostet die Bereitstellung einer PCI Express Schnittstelle?



  • Moderne CPUs insbesondere im Embeddedbereich verbrauchen sehr wenig Strom.

    Bei Allzweck CPUs sind aber die Hersteller durch die Federal Traden Commission (FTC) verpflichtet eine PCI Express Anbindung zu integrieren, damit auch Fremdhersteller Produkte an die CPU anbinden können.

    PCI Express ist nun wohldefiniert und ein Mainboard bzw. Netzteil muß nun für einen PCI Express Slot eine Stromstärke von x Ampere bei einer Spannung y Volt bereitstellen können.
    Dementsprechend werden die Spannungswandler am Mainboard und das Netzteil dafür ausgelegt, wodurch der Wirkungsgrad suboptimal wird, da das Netzteil nun zwar mehr Strom zur Verfügung stellen kann, diese Last aber gar nicht angefordert wird, wenn keine PCI Expresskarte in so einem Steckplatz steckt. Die Folge ist also, daß das Netzteil in einem schlechteren Wirkungsgrad läuft.

    Frage:
    Wieviel mehr an Strom bzw. genauer Leistung (in W) verbraucht nun so eine Bereitstellung eines PCI Expresssteckplatz, eine Bereitstellung dafür, nur damit es überhaupt möglich ist
    eine PCI Expresssteckkarte anzuschließen.

    Weiß das jemand?



  • Stromkosten schrieb:

    Die Folge ist also, daß das Netzteil in einem schlechteren Wirkungsgrad läuft.

    Das ist richtig, aber auf der anderen Seite frage ich mich gerade, ob man bei dem, was uns normalerweise unter dem Begriff "PC-Netzteil" verkauft wird, überhaupt von "Wirkungsgrad" und "optimaler Last" sprechen kann. Will sagen, ich denke die Masse der Netzteile ist ohnehin so schlecht abgestimmt und hat extrem hohe Verlustströme, daß diese zusätzliche Abweichung kaum noch ins Gewicht fällt.

    Für eine Berechnung würde ich annehmen, daß es sich um einen quadratischen Zusammenhang handelt, d.h. wenn bei einem bestimmten Strom I der Wirkungsgrad maximal ist, nimmt der Wirkungsgrad quadratisch proportional ab. Den Skalierungsfaktor muß man wohl schätzen, indem man den maximalen Wirkungsgrad und einen extrem schlechten Wirkungsgrad als "Stellgrenze" nimmt und das so mit der Skalierung einpasst, daß man diese Wirkungsgrade erreicht.

    Du solltest bei der Überlegung noch daran denken, daß Du zur Zeit davon ausgehst, daß das Netzteil optimal läuft wenn die PCI Express-Karte eingesteckt ist. Das ist Spekulation, evtl. ist der Wirkungsgrad ja auch optimal, wenn keine Karte eingesteckt ist. Die Frage ist ja, worauf der Hersteller optimiert hat... vielleicht haben die eine Umfrage gemacht, wieviel Prozent der Nutzer PCI-Ex einsetzen, wenn das nur wenige sind wurde der Betriebspunkt vielleicht auf ein ganz anderes Fenster gesetzt.



  • Der CPU-Hersteller hat damit kaum etwas zu tun, der stellt keinen Steckplatz bereit sondern nur eine PCIe-Schnittstelle in der CPU. Der Stromverbrauch der dafür notwendigen Handvoll Transistoren ist wahrscheinlich kaum messbar.
    Wie die PCIe-Anbindung der CPU genutzt wird oder ob überhaupt, das ist allein Sache des Mainboardherstellers.
    Soviel zur implizierten Behauptung, die FTC-Entscheidung würde den Stromverbrauch eines Rechners unnötig in die Höhe treiben ...



  • Es würde mich wundern, wenn der maximale Wirkungsgrad im oberen Lastbereich liegt. Ich denke eher, dass die Netzteile auf den mittleren Lastbereich optimiert sind.

    Marc++us schrieb:

    aber auf der anderen Seite frage ich mich gerade, ob man bei dem, was uns normalerweise unter dem Begriff "PC-Netzteil" verkauft wird, überhaupt von "Wirkungsgrad" und "optimaler Last" sprechen kann. Will sagen, ich denke die Masse der Netzteile ist ohnehin so schlecht abgestimmt und hat extrem hohe Verlustströme

    Aktuelle Markennetzteile dürften sich im Bereich 80-90% befinden. Wie das mit no-name Netzteilen aussieht, je ne sais pas.



  • Jansen schrieb:

    Der CPU-Hersteller hat damit kaum etwas zu tun, der stellt keinen Steckplatz bereit sondern nur eine PCIe-Schnittstelle in der CPU. Der Stromverbrauch der dafür notwendigen Handvoll Transistoren ist wahrscheinlich kaum messbar.
    Wie die PCIe-Anbindung der CPU genutzt wird oder ob überhaupt, das ist allein Sache des Mainboardherstellers.
    Soviel zur implizierten Behauptung, die FTC-Entscheidung würde den Stromverbrauch eines Rechners unnötig in die Höhe treiben ...

    Ich meinte die Sache mit dem Mainboard.



  • Stromkosten schrieb:

    Jansen schrieb:

    Der CPU-Hersteller hat damit kaum etwas zu tun, der stellt keinen Steckplatz bereit sondern nur eine PCIe-Schnittstelle in der CPU. Der Stromverbrauch der dafür notwendigen Handvoll Transistoren ist wahrscheinlich kaum messbar.
    Wie die PCIe-Anbindung der CPU genutzt wird oder ob überhaupt, das ist allein Sache des Mainboardherstellers.
    Soviel zur implizierten Behauptung, die FTC-Entscheidung würde den Stromverbrauch eines Rechners unnötig in die Höhe treiben ...

    Ich meinte die Sache mit dem Mainboard.

    Sprich:
    Wieviel Strom würde der COmputer weniger verheizen, wenn das MB keinen PCI Express Steckplatz hätte.


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