Warum erwarten Open Source Fans, daß man kommerzielle Software grundsätzlich selbst von Bugs reparieren können soll?
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Das beseitigen von Bugs ist doch allein die Aufgabe und das Recht des Softwareherstellers.
Wenn sie z.B. eine CPU kaufen (z.b. Intel Pentium mit Pentium Bug), dann können sie darin enthaltene Fehler ja auch nicht selbst reparieren, sondern müssen sich mit dem Fehler abfinden und den Hersteller um eine Korrektur oder Umtausch bitten.
Warum soll all das in der Softwarewelt anders sein? Mit welchem Recht?
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Mit keinem "Recht".
Aber es nervt schon ordentlich wenn ein Software-Hersteller sagt "oha, ja, sorry, wissen wir, wir könnten es auch fixen aber das hat keine Priorität, sorry nochmal".
Oder wenn dir der Hersteller durch die Blume zu verstehen gibt dass seine Definition von korrekt nicht "as documented" sondern "as implemented" ist.Beides selbst schon mehrfach erlebt.
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Troll? Ganz sicher! Bring doch mal ein paar Belege fuer deine Unterstellungen. Ansonsten hoere auf zu spammen.
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Wozu Belege? Von Leuten, die allzu enthusiastisch mit der ganzen OS-Sache umgehen wird es doch oft als Nachteil von CS angesehen, dass man Bugs nicht selber fixen kann. Allerdings ist es doch in den meisten Fällen so, dass man den Umstand bejammert um eine theoretische Möglichkeit beraubt zu werden. OS funktioniert für die meisten Anwender doch nach dem Prinzip 'irgendwer wird es schon richten'. Wirklich selber fixen würde es am Ende des Tages wohl kaum jemand. Die Wahrscheinlichkeit, dass niemand in der Community gerade den Bug fixt, der bei mir dauernd auftritt ist bestimmt in etwa so hoch wie die Wahrscheinlichkeit, dass der Hersteller sich weigert einen Bug zu fixen.
Wenn ich etwas längerfristig einsetzen will, dann nach Möglichkeit nur OS mit aktiver Community oder CS eines zuverlässigen Herstellers. Die Zeit mich in fremden Code einzuarbeiten und Bugs zu fixen habe ich in der Regel nicht. Dafür müsste ich schon ziemlich verzweifelt sein, z.B. wenn es keine brauchbaren Alternativen gibt und das Projekt aufgegeben wurde. Dumm ist es bei kommerziellen Projekten, die aufgegeben wurden. Da würde ich mir manches mal wünschen, dass der Hersteller die Quellen offenlegt, damit sich jemand um den Fortbestand kümmern kann.
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Walli schrieb:
Wirklich selber fixen würde es am Ende des Tages wohl kaum jemand.
Doch, mache ich eigentlich regelmäßig. Natürlich nicht in Situationen wie "Hoppla, warum ist mein Mailclient gerade nach n Stunden Benutzung ohne Vorwarnung abgeschmiert", aber wenn ein Tool für bestimmte Fälle, auf die ich gerade angewiesen wäre, nicht zufriedenstellend funktioniert, sonst aber gut wäre, biege ich das häufig selbst zurecht.
Insbesondere bei irgendwelchen forschungsnahen oder Bleeding-Edge-SW-Projekten solltest Du das doch auch kennen, oder?
Das interessanteste an FOSS ist ja auch, dass man das Entwicklerteam so genau bei der Arbeit beobachten kann und so viel bessere Rückschlüsse auf die Qualität eines Tools ziehen kann. Kenne ich den Prozess und die Leute kenne ich einen großen Teil des Produkts.
Die Zeit mich in fremden Code einzuarbeiten und Bugs zu fixen habe ich in der Regel nicht.
Naja, der Zeitaufwand ist ja nur in so romantisch verklärten Fällen wie "Mein Kernel ist hunderprozentig OpenSource, wenn da was kaputt ist, kann ich es selbst reparieren!!11!" wirklich groß, ansonsten jagt man da eben ein paar mal ack bzw. grep drüber, lässt sich ein paar Debug-Ausgaben machen und schreibt dann Tests. Selbst wenn man den Bug dann nicht selbst behebt, werden die regulären Devs das dann recht schnell tun.
(Störrische Upstream-Entwickler können übrigens auch viel anstrengender sein, als FOSS-Fans das gerne zugeben. Man will schließlich nicht dauerhaft irgendwelche selbst zurechtgepatchten Versionen warten.)
OP: Schlechter Trollversuch. Sehr schlechter.