Daten an den PC senden


  • Mod

    😕 Schließ dein Gerät doch am Mikrofon an und nimm auf. Das ist doch genau das was du wohl willst, wenn ich dich richtig verstanden habe (und falls die Datenrate des Mikrofoneingangs zu deinem Gerät passt). Ein USB-Eingang ist dazu eher ungeeignet, weil USB eine digitale Schnittstelle und daher für solche Aufgaben nicht geeignet.
    Es gibt auch spezialisierte Hardware für diese Einsatzzwecke, z.B. Computeroszilloskope.

    Vermutlich habe ich dich total falsch verstanden, deine Beschreibung ist etwas wirr.



  • Wenn du beliebige Signale 'roh' von deinem USB Eingang verarbeiten möchtest musst du dir einen Treiber dafür basteln und Windows dann sagen das dein "Gerät" mit deinem Treiber zu laufen hat.



  • Also was ich versuche ist halt den PC als so eine Art Oszilloskop zu nutzen. Dafür müssen die Daten natürlich auf den PC gelangen. Und weil die Signale noch etwas verstärkt werden sollten wäre der Stromanschluss von USB recht praktisch.

    Also das Ziel wäre z.B. Signale über Elekroden (also Schwingungen) aufzunehmen und auf den PC zu übertragen. Oder ist sowas für zuhause ohne teuere Geräte unmöglich ?


  • Mod

    DarkShadow44 schrieb:

    Oder ist sowas für zuhause ohne teuere Geräte unmöglich ?

    Kommt halt drauf an. Welche Auflösung und welche Frequenzen schweben dir denn vor? Für einige Bereiche kannst du die Standardschnittstellen eines Computers nutzen, für andere brauchst du spezialisierte Hardware.



  • Welche Auflösung sind denn möglich ?
    Toll wäre beispielsweise wenn man Wechselstrom anhand der Kurve nachweisen könnte (Normalerweise ~50 Hz)
    Also den sogenannten Elektrosmog.
    Da man nur die elektrischen Felder misst ist es ja egal dass der Strom 230 V besitzt.

    Wobei ich jetzt auch nicht weiß ob das für höhere oder niedrigere Frequenzen schwerer umzusetzen ist.


  • Mod

    Also für Audiofrequenzen kann man wie schon gesagt ganz einfach den Mikrofoneingang nutzen. 50 Hz sollten also gehen. Das hat auch den Vorteil, dass die Stecker sehr einfach sind und du noch nicht einmal Software schreiben brauchst, weil du einfach jedes beliebige Aufzeichnungsprogramm nehmen kannst. Die Signalstärke am Mikrofoneingang muss in der Größenordnung mV sein. Am Lineeingang im Bereich um 1 V. Pass auf, dass du nicht zu hohe Spannungen anlegst, oder du kannst deinen Computer kaputtmachen. Für die erwarteten Spannungen die in einem Kabel durch entfernte Wechselfelder induziert werden musst du mal abschätzen was da rauskommt. Aber vermutlich ist dies - sofern du deine Antenne nicht genau abstimmst - viel viel weniger als die Signale im mv Bereich die der Mikrophoneingang auflösen kann (rechne aber lieber nach!), sonst würde man das ja bei normalen Mikorphonaufnahmen hören. Das heißt du müsstest voraussichtlich noch einen Verstärker davor schalten.
    Der Mikrophoneingang dürfte der mit Abstand empfindlichste Eingang an deinem Computer sein, alle anderen Standardschnittstellen arbeiten mit viel größeren Spannungsunterschieden (im V Bereich). Für Elektrosmog ist daher wohl eher doch ein echtes Oszilloskop mit dickem Verstärker nötig.
    Ein funkendes Handy müsstest du aber sehr gut empfangen können. Das funkt auch im Mikrowellenbereich und kann direkt neben den Empfänger gestellt werden, eine Antenne im Centimeterbereich sollte zufriedenstellende Ergebnisse liefern. Um die 50 Hz einer Stromleitung zu empfangen bräuchte man riesige Antennen (5000 km lang 😃 ) für optimalen Empfang.

    Google: use sound card as oscilloscope



  • um die 50 Hz einer Stromleitung zu empfangen bräuchte man riesige Antennen (5000 km lang 😃 ) für optimalen Empfang.

    aber wie schaffen es dann so kleine Geräte diese Strahlung zu messen ? Haben die dann Spulen mit Millionen von Windungen ?

    Weil das Interessante sind ja gerade so niedrigfrequenten Bereiche. Oder werden die dann durch die starke Strahlung 'überlagert' ?
    Weil messen kann man ja auch diese niedrigfrequenten Bereiche.

    Verstärken kann man ja auch so, oder muss das ganze dann noch gefiltert werden ?


  • Mod

    DarkShadow44 schrieb:

    um die 50 Hz einer Stromleitung zu empfangen bräuchte man riesige Antennen (5000 km lang 😃 ) für optimalen Empfang.

    aber wie schaffen es dann so kleine Geräte diese Strahlung zu messen ?

    Bei entsprechender Empfindlichkeit geht natürlich auch weniger. Ein Mittelwellenradio hat ja auch keine Antenne von hunderten Metern. Je größer der Unterschied, desto schlechter wird es. Wenn man genau ein ganzzahliges Verhältnis trifft ist das aber wenn ich mich Recht erinnere auch nicht ganz so schlimm.

    Was für Geräte meinst du? Elektrosmogtestgeräte sind so wissenschaftlich wie Feng Shui oder Homöopathie. Da kannst du auch Thetanmessgerät nehmen und Elektrosmogsucher draufschreiben.

    Weil das Interessante sind ja gerade so niedrigfrequenten Bereiche. Oder werden die dann durch die starke Strahlung 'überlagert' ?
    Weil messen kann man ja auch diese niedrigfrequenten Bereiche.

    Verstärken kann man ja auch so, oder muss das ganze dann noch gefiltert werden ?

    😕 Häh? Die Begriffe Stärke und Frequenz kann ich in keine sinnvolle Beziehung bringen.

    Wenn du dich nur für bestimmte Frequenzbereiche interessierst, kann man die anderen natürlich rausfiltern, selbst wenn es dort starke Signale gibt.



  • Naja, wenn die Strahlung eine höhere Frequenz hat dann ist sie ja energiereicher, also 'stärker'

    Am interessantesten wäre natürlich ein home-made EEG :p
    Weil diese Strahlung kann man ja ziemlich gut messen, warum also nicht auch Elektrosmog ?


  • Mod

    DarkShadow44 schrieb:

    Naja, wenn die Strahlung eine höhere Frequenz hat dann ist sie ja energiereicher, also 'stärker'

    Naja. Frag noch mal Herrn Planck, was dieser genau meint.

    Weil diese Strahlung kann man ja ziemlich gut messen, warum also nicht auch Elektrosmog ?

    Weil Elektrosmog ein eher vager Begriff aus der Esoterik ist. Wenn du damit, wie du oben beschreibst, die Strahlung durch Stromleitungen meinst ist diese eben sehr gering, wie dir jeder seriöse Techniker vorrechnen kann. Du müsstest die Antenne schon direkt neben die Leitung halten. Oder in der Nähe (~10-50m) einer Hochspannungsleitung könnte auch was gehen.



  • Wenn du damit, wie du oben beschreibst, die Strahlung durch Stromleitungen meinst ist diese eben sehr gering, wie dir jeder seriöse Techniker vorrechnen kann. Du müsstest die Antenne schon direkt neben die Leitung halten.

    ja sowas war ja die Absicht 😉 Beim EEG klappts ja auch nur weil es die Elektroden nahm am Kopf sind.
    Halt nur dass ich vom Strom (230 V) dann so ein 50 Hz Muster bekomme. Das sollte klappen.

    Und dann einfach verstärken und über den Audioeingang einspeisen ?
    Weil wie wird z.B. beim EEG die ganze andere Strahlung gefiltert ? Weil wir sind ja ständig von Radio-/Fernseh-/Handywellen/... 'durchstrahlt'
    Und kann das dann einfach über eine Antenne aufgefangen werden ? Oder gleich eine Metallplatte (wie beim EEG) für niedrige Frequenzen ?

    Lg,
    Dark


  • Mod

    DarkShadow44 schrieb:

    Und dann einfach verstärken und über den Audioeingang einspeisen ?
    Weil wie wird z.B. beim EEG die ganze andere Strahlung gefiltert ? Weil wir sind ja ständig von Radio-/Fernseh-/Handywellen/... 'durchstrahlt'
    Und kann das dann einfach über eine Antenne aufgefangen werden ? Oder gleich eine Metallplatte (wie beim EEG) für niedrige Frequenzen ?

    Vermutlich durch Abschirmung oder ein Empfangsgerät dass auf eben genau jene Frequenzen abgestimmt ist. Wahrscheinlich beides. Hab noch nie ein EEG gebaut 😃 .

    Das wirst du auch machen müssen. Also entweder einen Schwingkreis mit rund 50Hz Eigenfrequenz (oder ein nicht zu großes Vielfaches) oder ein entsprechender Tiefpass. Letzteres dürfte wohl wesentlich einfacher sein, schätze ich.



  • Danke,
    das passt vielleicht nicht ganz hierher aber weißt du wo ich mich über sowas informieren kann ?
    Ich finde nur Anleitungen über Tiefpässe für Wechselspannung, ich habs mal mit Audio probiert (sollte ja ein ähnliches Wellenbild sein), aber ich bekomme scheinbar Gleichspannung 😞

    Lg,
    Dark


  • Mod

    DarkShadow44 schrieb:

    Danke,
    das passt vielleicht nicht ganz hierher aber weißt du wo ich mich über sowas informieren kann ?

    Früher gab es beliebte Bücher über Elektronik die sich an Hobbyisten richteten. Weiß nicht, ob so etwas in Zeiten in der die Digitalelektronik dominiert noch verkauft wird.

    Ich finde nur Anleitungen über Tiefpässe für Wechselspannung, ich habs mal mit Audio probiert (sollte ja ein ähnliches Wellenbild sein), aber ich bekomme scheinbar Gleichspannung 😞

    😕 Lies noch einmal was du da schreibst. Gleichspannung und Tiefpassfilter ist ein Widerspruch in sich.


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