RAID-Modis des P43D1600Twins



  • Hallo,

    ist es möglich bei dem Mainboard P43D1600Twins mit dem Mainboard-RAID neben noch anderen angeschlossenen HDDs, genau 2 bestimmte HDDs alleine im RAID Level 1 zu betreiben? Gilt bei eingeschaltetem RAID, dass Schnittstellen-Protokoll für alle SATA-Ports?


  • Mod

    Ohne Gewähr: Das sollte funktionieren.

    Gegenfrage: Wieso willst du überhaupt einen Fakeraid benutzen? 10+ Jahre altes Betriebssystem ohne eigene Raidunterstützung?



  • SeppJ schrieb:

    Ohne Gewähr: Das sollte funktionieren.

    Gegenfrage: Wieso willst du überhaupt einen Fakeraid benutzen? 10+ Jahre altes Betriebssystem ohne eigene Raidunterstützung?

    Naja es geht ja bloß um RAID Level 1. Also das zwei HDDs synchron zu einander laufen. Ich denke dafür langt auch ein Fake-RAID, Hauptsache die Hardware ist es die es macht und nicht ein Programm vom Betriebssystem aus. Meine Befürchtung aber ist, wenn es gehen sollte, dass dann alle SATA-Ports nicht mehr als AHCI laufen sondern alle über das RAID und somit ein anderer (SCSI)-Treiber in das Betriebssystem installiert werden müsste.


  • Mod

    deshalb schrieb:

    Ich denke dafür langt auch ein Fake-RAID, Hauptsache die Hardware ist es die es macht und nicht ein Programm vom Betriebssystem aus.

    😕 Dir ist schon klar, wie ein Fakeraid funktioniert und wieso du dafür einen Treiber installieren musst?



  • SeppJ schrieb:

    deshalb schrieb:

    Ich denke dafür langt auch ein Fake-RAID, Hauptsache die Hardware ist es die es macht und nicht ein Programm vom Betriebssystem aus.

    😕 Dir ist schon klar, wie ein Fakeraid funktioniert und wieso du dafür einen Treiber installieren musst?

    Nö!!! Ich dachte halt, dass ein Fake-RAID, sich wie ein RAID darbietet aber die Leistung halt doch vom CPU kommt und der Controller doch direkt am CPU hängt. Ich denke, wenn die 2 HDDs, dann doch beide im Betriebssystem erscheinen und getrennt beschrieben werden können und parallel dazu per Software etwas genau gleich auf beide geschrieben bekommen können, dann ist es kein RAID, sondern ein software-gesteuerter Schreibvorgang, der wohl kaum dafür sorgen kann das exakt synchron auf beide HDDs geschrieben wird, weil da der Controller dazwischen funkt sowie die Software abhängig ist vom verhalten des CPU und anderem.



  • Oder läuft das über einen Tiefen Treiber dann? Und das Programm im Betriebssystem ist ein Assistent um die Konfigurationsdatei des Treibers zu editieren?



  • Fake RAID schrieb:

    Im unteren Preissegment, praktisch ausschließlich für IDE/ATA- oder SATA-Festplatten, werden sogenannte Fake-RAID-Implementierungen angeboten.[3] Rein äußerlich ähneln diese Lösungen den Hardware-RAID-Implementierungen. Es gibt sie als Kartenerweiterungen aus dem Niedrigpreis-Sektor, häufig sind sie aber auch direkt in die Hauptplatinen (engl. mainboards) für den Heimcomputer- und Personal-Computer integriert. Meistens sind diese Implementierungen auf RAID 0 und RAID 1 beschränkt. Um solche nichtprofessionelle Implementierungen so erschwinglich wie möglich zu halten, verzichten diese weitestgehend auf aktive Komponenten und realisieren die RAID-Level durch eine Software, die in den Treiber der Hardware integriert ist, allerdings für die notwendigen Rechenarbeiten den Hauptprozessor nutzt und auch die internen Bussysteme deutlich mehr belastet. Es handelt sich also eher um eine Software-RAID-Implementierung, die an eine spezielle Hardware gebunden ist. Die Bindung an den Controller ist ein bedeutender Nachteil, erschwert die Wiederherstellung und birgt bei einer Fehlfunktion desselben die Gefahr eines Datenverlustes. Solche Controller werden im Linux-Jargon daher oft auch als Fake-RAID[4] bezeichnet (vgl. auch die sogenannten Win- oder Softmodems, die ebenfalls den Hauptprozessor und Bussysteme zusätzlich belasten).

    - http://de.wikipedia.org/wiki/RAID#Hardware-RAID



  • deshalb schrieb:

    Oder läuft das über einen Tiefen Treiber dann? Und das Programm im Betriebssystem ist ein Assistent um die Konfigurationsdatei des Treibers zu editieren?

    Es läuft über's BIOS (daher wird es auch oft BIOS-RAID genannt), und wenn das OS übernimmt dann übernimmt der RAID-Treiber die Funktion die vorher das BIOS ausgeführt hat.
    Konfigurationsdatei in dem Sinn gibt es keine, die Konfigurationsdaten werden direkt auf den RAID-Member-Platten abgelegt (in dafür reservierten Blöcken, ausserhalb aller Partitionen).

    Was in dem Zitat nicht erwähnt wurde:
    Ein grosser Nachteil von Software RAID 1 (egal ob BIOS-RAID oder Software RAID vom OS) ist, dass nach einem Stromausfall oder System-Crash das RAID komplett neu synchronisiert werden muss. Und das dauert laaaange.
    Und nochmal damit es keine Misverständnisse gibt: BIOS-RAID hat diesbezügliche keine Vorteile gegenüber Software RAID vom OS.

    Die Verwendung von Systemresourcen (CPU, Bus) bei Fake-RAID kann man im privaten Bereich dagegen mMn. vernachlässigen, das spürt man nicht.



  • Und wie bekommt man raus ob ein Controller sich vollständig als eine HDD ausgibt oder doch eine Treiber-Installation im Betriebssystem benötigt?



  • Die meisten "echten" RAID Controller brauchen auch einen Treiber im OS. Es gibt zwar welche die man wirklich einfach am SATA/SAS Port anhängt, aber die sind selten. Diese sehen für das OS bzw. selbst für den non-RAID SATA/SAS Controller an dem man sie anhängt dann wirklich wie eine einzelne Festplatte aus. Und die erkennt man ganz einfach daran, dass man sie eben nicht in einen PCIe/... Slot steckt, sondern an einen SATA/SAS Port anstöpselt. Mal abgesehen davon dass es in der Produktbeschreibung steht.

    Was andere "echte" RAID Controller angeht: die Frage ist was man da als Kriterium für "echtes" RAID nimmer. Man liest öfters dass ein "echter" RAID Controller einen Chip hat der z.B. das XOR bei RAID 5 übernimmt, bzw. einen Chip (ASIC/CPU) der die IO Befehle auf die Platten "aufteilt" bzw. allgemein managed.

    mMn. ist das allerdings unwichtig. Viel wichtiger ist, ob ein RAID Controller ein kleines NVRAM hat in dem er die Blocknummern von "schmutzigen" Blöcken ablegen kann, so dass er nach einem Stromausfall/Crash nicht gleich das ganze Array re-synchronisieren muss. Wiel viel Arbeit der RAID-Controller dabei selbst übernimmt, und wie viel in den Treiber (-> CPU) ausgelagert wird is dabei theoretisch egal. Praktisch kenne ich allerdings keinen Fake-RAID Controller der so ein NVRAM hätte. Ob es umgekehrt "echte" RAID Controller gibt die so ein NVRAM nicht haben, weiss ich nicht.

    Herauszubekommen was ein Controller nun wirklich kann ist leider auch nicht so einfach. Man kann nur in der Produktbeschreibung des Herstellers nachlesen, und wenn man ganz viel Glück hat, dann steht da was drinnen was man auch verstehen kann. Oft stehen da aber nur von der Marketing-Abteilung erfundene Begriffe, wo man sich nie sicher sein kann, wie sie gemeint sind.
    Areca schreibt es z.B. in gut verständlichem Englisch: "NVRAM for RAID event & transaction log". -> gut

    Ein klares Zeichen ist auch wenn ein Controller einen batteriegepufferten Cache hat, denn das haben nur Controller die dann - zumindest mit der BBU (Battery-Backup-Unit) - ein solches NVRAM haben & nutzen.

    Wenn einem das zu kompliziert ist kann man höchstens noch auf den Preis schauen. "Echte" RAID Controller fangen so bei ~ €150 (2- bis max. 4-Port) an. Darunter bekommt man nichts von dem ich wüsste dass es OK ist. (OK im Sinn von besser als Software RAID)

    Eigentlich schade, denn ein kleines NVRAM das ausreichend schnell beschrieben werden kann kostet nun wirklich nicht die Welt. Liesse sich sogar auf mittelpreisige bis günstige Mainboards integrieren. Dann könnte Software-RAID ebenso ein RAID Transaction Log nutzen, was mMn. ein riesen Pluspunkt wäre.


  • Mod

    Da du gerade so von Hardware-RAIDs schwärmst (und das nicht zu unrecht), sollte man noch erwähnen, dass Softwareraid für den Heim- und Kleinbürobereich voll und ganz ausreichend ist und die Vorteile von Hardwareraid gar nicht zum tragen kämen und Hardwareraid bloß teuerer wäre. Echter RAID ist eher etwas für Server die 24/7 verfügbar sein sollen und deren gespeicherte Daten einigermaßen wichtig sind.

    Nur der Fakeraid, der bietet für keine denkbare Anwendung Vorteile. Man hat Hardwarekosten und bekommt dafür Unportabilität zu anderen Controllern, schränkt sich auf die Modi ein die der Controller unterstützt und man spart dabei noch nicht einmal die (geringe) CPU-Last ein.



  • Ich konkretisiere mal mein Einsatzgebiet und zwar möchte ich, dass das Mainboard nur eine von den 2 HDDs sieht und auf der anderen genau das selbe immer zum selben Zeitpunkt stehen soll.

    Mal angenommen eine HDD, toll wäre, wenn mir der Controller sagen kann welche, geht kaputt und ich ersetzte die dann durch eine Neue, dann sollte der Controller sofort die leere mit exakt den selben Daten wie die andere beschreiben.


  • Mod

    deshalb schrieb:

    Ich konkretisiere mal mein Einsatzgebiet und zwar möchte ich, dass das Mainboard nur eine von den 2 HDDs sieht und auf der anderen genau das selbe immer zum selben Zeitpunkt stehen soll.

    😮 Das Mainboard soll nur eine Platte sehen? Dann benötigst du einen externen Raidcontroller. Also die Geräte die ab 150€ anfangen. Aber wozu soll das gut sein, wenn ich fragen darf? Das ist eine ziemlich ungewöhnliche Anforderung.

    Mal angenommen eine HDD, toll wäre, wenn mir der Controller sagen kann welche, geht kaputt und ich ersetzte die dann durch eine Neue, dann sollte der Controller sofort die leere mit exakt den selben Daten wie die andere beschreiben.

    Das ist keine Anforderung an den Controller, das ist einfach eine Beschreibung wie RAID funktioniert. Das heißt, alle RAIDs arbeiten so, egal ob reine Software, Hardware&Software-Kombo oder reine Hardware. Der Unterschied ist bloß, ob du auf einem externen Gerät ein paar Knöpfchen drücken musst, im Controllersetup ein paar Befehle geben musst oder auf einer Kommandozeile ein paar Befehle tippen musst.



  • 😞

    Jetzt wird es doch verwirrend. Ich dachte eigentlich, dass ich die beiden HDDs als eine betreiben kann, ohne das sie nachher beide einzeln im Betriebssystem erscheinen oder ich einen Treiber installieren muss oder gar ein Programm.

    Ich denke Nämlich, dass wenn ich das Mainboard-RAID einschalte, alle HDDs über diesen Modi laufen und dieses AHCI, für denn ich sogar zu Installations-Zeiten einen extra Treiber einbinden musste, dann nicht mehr gilt, und ich dann um, das RAID anders als NON-RAID nutzen kann, diesen RAID-Treiber und die RAID-Software installieren muss 😞 🙄 😮

    Was kann das http://www.winner-netshop.de/index.php?page=product&info=95017065 eigentlich?



  • Könntest du bitte mal ordentliche Sätze schreiben? Welche die man auch verstehen kann, ohne dass man sie 10x lesen und noch die Hälfte dazuzuraten muss? Satzzeichen helfen. Sätze kurz halten, korrekte Grammatik und weniger Rechtschreibfehler helfen auch. Nur so nebenbei.

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    Der von dir verlinkte Controller sieht nach einem klassischen Fake-RAID Controller aus. D.h. er braucht vermutlich einen eigenen Treiber.
    Sobald dieser Treiber installiert ist, und das RAID Array eingerichtet, sieht das OS allerdings nur mehr eine "Platte".

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    Es gibt allerdings auch Teile die genau das machen was du möchtest. Bzw. das von dem du schreibst dass du es möchtest (ich bin mir nicht so sicher ob du überhaupt weisst was du möchtest, aber naja, das ist dein Bier).

    http://geizhals.at/eu/a383401.html
    http://geizhals.at/eu/a255186.html

    Das sind Beispiele von der Art von Controller die man an einen SATA Port anhängt.
    D.h. der "Controller" wird am SATA Port am Mainboard angesteckt, und die beiden Platten dann am "Controller".
    Das Mainboard sieht nur eine Platte, vollkommen unabhängig vom Betriebssystem.

    Probleme mit dem Mirror werden durch eine LED auf dem Controller angezeigt.
    WENN du eine optionale (!) Applikation installierst bekommst du dann auch eine Meldung über diese Applikation wenn eine Platte defekt ist, bzw. kannst den Controller auch über diese Applikation steuern (z.B. manuell nen Rebuild oder Verify starten).

    Alle Angaben ohne Gewähr 🤡

    Ich persönlich würde von den Dingern aber die Finger lassen, ich vertraue denen nicht. Im Normalfall werden die schon gut funktionieren, nur ob die z.B. von selbst erkennen wenn ein Rebuild nach einem Stromausfall/Crash nötig ist, und diesen dann auch von selbst starten, da bin ich mir nicht 100% sicher.



  • Ich weis schon was ich möchte, nur fehlt es mir schwer, dass in euren Blickwinkel zu übersetzten. Eurer ist faselfuselquark. Das gibt mir das recht, aus eigenem Wissen tätig zu werden und eure Meinungen zu ignorieren.

    So einen Adapter hatte ich so gar vorhin bei der Suche auch gesehen, habe mich dabei aber gefragt, wie das passen soll, wenn die eine HDD in einem Schacht ist und die andere ein Schacht höher. Auf dem Foto ist soweit auch nur zu erkennen, dass die Schnittstelle direkt an den Anschluss der HDD drauf zu schieben ist. Und der die Buchse neben neben dran, sieht irgendwie funktionsunfähig aus. Und das auf der anderen Seite (was man davon sieht) sieht wie ein IDE-Anschluss aus.

    Wegen der Übertragungsrate sollte ich noch erwähnen, dass eine HDD 285MB/s erreichen kann, also wäre es scheiße wenn dann der Controller einen niedrigen Datendurchsatz hat.



  • @SeppJ:
    Mir ging es weniger darum die Vorteile von Hardware-RAID anzupreisen, als darum klarzustellen welcher Unterschied meiner Meinung nach relevant ist: das "Transaction Log" NVRAM.

    Dabei fallen dann alle mir bekannten BIOS-, Fake- und Software-RAIDs auf die "hat nicht" seite, und bestimmte Hardware-RAID Controller auf die "hat" Seite.

    Was jeder für sich als ausreichend ansieht muss er selbst entscheiden.

    Ich selbst verwende im Moment Software-RAID, obwohl ich noch einen 4-Port SAS/SATA RAID Controller mit BBU rumliegen habe. Der Hauptgrund ist: ich will nicht auf einen (teuren!) RAID Controller angewiesen sein. Wenn der mal Hopps geht müsste ich entweder einen neuen kaufen ($$$), oder mit irgendwelchen Tools rumprobieren ob sich auch ohne den originalen Controller wieder an meine Daten komme.

    Dafür dass ich das nicht muss, nehme ich in Kauf, dass das RAID komplett neu aufgebaut werden muss, falls mein Server mal crasht.

    Und klar: ich finde es schade dass aktuelle Software-RAID Lösungen für z.B. Windows kein Transaction-Log verwenden können. Wäre ja schön wenn man die Vorteile beider Welten kombinieren könnte.



  • deshalb schrieb:

    Ich weis schon was ich möchte, nur fehlt es mir schwer, dass in euren Blickwinkel zu übersetzten. Eurer ist faselfuselquark. Das gibt mir das recht, aus eigenem Wissen tätig zu werden und eure Meinungen zu ignorieren.

    lol 😃

    Du hast immer das Recht unsere Meinung zu ignorieren. Nur der der faselt, das bist ganz klar du. Eieiei...

    deshalb schrieb:

    faselfasel

    Dann nimm halt den zweiten den ich verlinkt habe, da sollte wohl perfekt klar sein wie er angeschlossen wird 🙄

    deshalb schrieb:

    Wegen der Übertragungsrate sollte ich noch erwähnen, dass eine HDD 285MB/s erreichen kann, also wäre es scheiße wenn dann der Controller einen niedrigen Datendurchsatz hat.

    Mit einer HDD bekommst du ganz sicher keine 285 MB/s. Mit einer SSD schon eher.
    Faselfasel.



  • siehst du, Du bist es auch selber! Denn habe ich gesagt, dass ich nicht von einer SSD rede, die übrigens als HDD behandelt wird?



  • deshalb schrieb:

    siehst du, Du bist es auch selber! Denn habe ich gesagt, dass ich nicht von einer SSD rede, die übrigens als HDD behandelt wird?

    Doppelbestätigung in sich!!!

    Das Problem ist nicht wie Du behauptest, dass ich zu wenig wissen habe, sondern Du mich missversteht. Ein Grund um Krieg zu führen.


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