const Char* geht nicht



  • Streamer schrieb:

    camper schrieb:

    Und wie greifst du dann auf die Einzelelemente zu? dynamic_cast oder typeid-Orgien?

    Weder noch. Ein static_cast sollte doch reichen, oder nicht?

    Und woher weißt du, wohin du die Elemente casten mußt? Das dürfte dann auf irgendeine Art von Fallunterscheidung hinauslaufen.



  • Alternativ ginge eventuell auch ein vector<boost::any> . Dadurch müssen die Klassen keine gemeinsame Basisklasse haben, welche eine Beziehung darstellen würde, die gar nicht existiert. Allerdings ist eine solche Lösung, egal ob mit any oder gemeinsamer Basisklasse, in der Regel ein Zeichen, dass es designtechnisch besser geht. Da ich dein Design nicht kenne, kann ich das in deinem Fall aber natürlich nicht beurteilen.



  • Streamer schrieb:

    Was ich halt vermeiden möchte ist ein absoluter Typen-Mischmasch. Da mal String und Char dort wieder std::wstring bzw. wchar_t. An anderer Stelle wieder const wchar_t* wegen Win32-API. Wenn ich sowieso eine Char/String Klasse brauche nehme ich auch die.

    Und warum verwendest du dann nicht einfach überall wstring?



  • Dafür hat jede Klasse natürlich ihr eigenes Type-Object damit man feststellen kann ob die Typen gleich sind. Natürlich haben meine Klassen auch virtuelle Funktionen z.B. die um das Type-Object zurückzugeben.
    Glaubt mir wenn es anders ginge würde ich es auch anders machen.



  • Streamer schrieb:

    Dafür hat jede Klasse natürlich ihr eigenes Type-Object damit man feststellen kann ob die Typen gleich sind. Natürlich haben meine Klassen auch virtuelle Funktionen z.B. die um das Type-Object zurückzugeben.

    Also eine handgebaute Version von RTTI - viel Spaß damit 😃

    PS: Im Bezug auf deine Char-Klasse - dir ist hoffentlich klar, daß so ein Char mit den virtuellen Methoden deutlich größer wird als der darunter gekapselte wchar_t.



  • Streamer schrieb:

    Dafür hat jede Klasse natürlich ihr eigenes Type-Object damit man feststellen kann ob die Typen gleich sind. Natürlich haben meine Klassen auch virtuelle Funktionen z.B. die um das Type-Object zurückzugeben.

    Okay, noch schlimmer. Nicht nur dass dir typeid die Arbeit abnehmen könnte, eindeutige Typ-IDs zu haben, sondern dass das immer auf eine explizite Fallunterscheidung auf User-Seite hinausläuft. Das ist genau der Grund, wieso es virtuelle Funktionen gibt.

    Streamer schrieb:

    Glaubt mir wenn es anders ginge würde ich es auch anders machen.

    Ich erlebe es selbst oft genug, dass mir irgendein Ansatz nicht sofort einfällt, aber meist gibts eben schon eine bessere Lösung. Und oft ist diese gar nicht mal so kompliziert 🙂

    Warum kannst du keine virtuellen Funktionen verwenden, sodass der Aufrufcode polymorph und ohne Fallunterscheidung bleibt?



  • Also ich zögere ja schon seit einer Seite zu fragen, aber irgendwie dämmerts mir jetzt dass das hier wirklich Ernst ist. Also sagt mal: Gehts hier grad wirklich darum strings als Vektoren aus Zeichenobjekten die virtuelle Methoden haben und von Basisklassen erben abzubilden? WTF? Sowas trauen sich doch noch nichtmal Java-Anhänger 😮



  • Also werden wir mal konkreter. In dem Code ist wirklich alles virtual was nur irgendwie virtual sein kann. Nicht nur das. Der Code ist auch noch komplett rekursiv. Weil alles mit (fast) jedem können muss. Ihr würdet wahrscheinlich folgendes raten:

    class MyObject
    {
    public:
        virtual void ApplyXmlNode(Node* node);
    protected:
        Base* content;
    };
    
    MyObject::ApplyXmlNode(Node* node);
    {
        if (node->Name() == L"MyDerivedObject1")
        {
            content = new MyDerivedObject1();
            content->ApplyXmlNode(node);
        }
        if (node->Name() == L"MyDerivedObject2")
        {
            content = new MyDerivedObject2();
            content->ApplyXmlNode(node);
        }
        ....
    }
    

    Das ist aber nicht nachträglich erweiterbar. Mal angenommen ein Anwender erstellt ein eigenes Object "MyObjectDerived", dass dann auch noch als content zu "MyObject" hinzugefügt werden können muss. Da gibt es nur eine Lösung nämlich entsprechende "MyObjectDerived"-Klasse nachträglich in die LoadXml-Funktion einzutragen was zur Folge hat dass die Library dafür neu kompiliert werden muss. Was der Anwender im Normalfall gar nicht kann da er den Source nicht hat.

    dot schrieb:

    Gehts hier grad wirklich darum strings als Vektoren aus Zeichenobjekten die virtuelle Methoden haben und von Basisklassen erben abzubilden? WTF? Sowas trauen sich doch noch nichtmal Java-Anhänger 😮

    Keine Vektor ein Array, aber ansonsten stimmts soweit ;). In C# z.B. ist das auch nicht anders.



  • Streamer schrieb:

    In C# z.B. ist das auch nicht anders.

    Blödsinn. Ein System.Char ist praktisch nix andres als ein wchar_t. Alles Andere wäre doch auch Wahnsinn...



  • Dann nehm mal den .Net-Reflector zur Hand und schau dir an wie die Char bzw. String-Klasse implementiert wurde.



  • Streamer schrieb:

    Also werden wir mal konkreter. In dem Code ist wirklich alles virtual was nur irgendwie virtual sein kann. Nicht nur das. Der Code ist auch noch komplett rekursiv. Weil alles mit (fast) jedem können muss. Ihr würdet wahrscheinlich folgendes raten:

    Ganz bestimmt nicht - das ist allerdings das Desing, das wir bei deinem Desing beürchten. Kannst du eventuell mal als Gegenentwurf zeigen, wie du das Problem gelöst hast bzw. lösen willst?



  • Nicht dass wir uns falsch verstehen. Der einzige Member den meine String-Klasse hat ist ein Char* und gut es gibt ein paar virtuelle Funktionen und zwei Klassen von denen gerbt wird.



  • Und dein Char hat auch virtuelle Methoden? Abgesehen davon: Was soll ich mit dem ildasm deiner Meinung nach denn groß sehen!?

    Was den andren Code angeht: Gehts da darum dass deine Library eine XML Datei einlesen soll in der auch Benutzerdefiniertes Zeug liegen kann? Und das Problem ist dass die Library diese Objekte Serialisieren/Deserialisieren soll?



  • Streamer schrieb:

    Nicht dass wir uns falsch verstehen. Der einzige Member den meine String-Klasse hat ist ein Char* und gut es gibt ein paar virtuelle Funktionen und zwei Klassen von denen gerbt wird.

    Und dein Char besteht wiederum aus einem wchar_t und "ein paar virtuellen Funktionen", richtig? Dir ist hoffentlich klar, daß für den Einsatz von virtuellen Methoden zustäzlicher Speicher benötigt wird (Stichwort: vtable/vptr) - und das hast du an jedem der Char's, die du verwaltest.



  • Bei mir ist jede Klasse in einer Factory registriert sodass ich zur Laufzeit ein Object davon instanziieren kann. So jetzt bin ich mal auf euer Design gespannt :).



  • Unser Design für was genau? Ich kenn mich langsam nichtmehr aus. Ursprünglich gings hier um wchar_t vs. the world und jetzt auf einmal machen wir irgendwas mit Factories und XML nachdem wir extrem kranke und impraktikable Möglichkeiten strings zu repräsentieren diskutiert haben 😕



  • dot schrieb:

    Und dein Char hat auch virtuelle Methoden? Abgesehen davon: Was soll ich mit dem ildasm deiner Meinung nach denn groß sehen!?

    Naja, dass die String-Klasse zum Beispiel von diversen Interfaces und den Klassen Object sowie ValueType abgeleitet ist. Einige dieser Funktionen sind z.B. auch virtual. Du hast ja gemeint die Char-Klasse wäre nichts weiter als ein wchar_t. Wenn das also schlechter Stil ist, hat mich Microsoft verdorben ;).

    dot schrieb:

    Was den andren Code angeht: Gehts da darum dass deine Library eine XML Datei einlesen soll in der auch Benutzerdefiniertes Zeug liegen kann? Und das Problem ist dass die Library diese Objekte Serialisieren/Deserialisieren soll?

    Richtig, geht in erster Linie darum.

    CStoll schrieb:

    Und dein Char besteht wiederum aus einem wchar_t und "ein paar virtuellen Funktionen", richtig? Dir ist hoffentlich klar, daß für den Einsatz von virtuellen Methoden zustäzlicher Speicher benötigt wird (Stichwort: vtable/vptr) - und das hast du an jedem der Char's, die du verwaltest.

    Das ist mir bewusst, nicht bewusst ist mir allerdings wie stark das ins Gewicht fällt. Aber meine Anwendung belegt gerade mal ca. 10MB bei zig geladenen Resourcen. Bei heutigen Rechnern mit 32GB Ram ist das denke ich kein Grund mich leise schämend in die Ecke zu verkrichen.



  • dot schrieb:

    Ursprünglich gings hier um wchar_t vs. the world und jetzt auf einmal machen wir irgendwas mit Factories und XML nachdem wir extrem kranke und impraktikable Möglichkeiten strings zu repräsentieren diskutiert haben 😕

    Gut mit der Char-Klasse habe ich einiges Missverstanden gehabt bzw. hat mich irritiert. Was jetzt allerdings an einer Wrapper-Klasse um einen Char* krank sein soll erschließt sich mir nicht. Wie ist denn ein std::wstring implementiert?



  • Streamer schrieb:

    Naja, dass die String-Klasse zum Beispiel von diversen Interfaces und den Klassen Object sowie ValueType abgeleitet ist. Einige dieser Funktionen sind z.B. auch virtual.

    Und?

    Streamer schrieb:

    Du hast ja gemeint die Char-Klasse wäre nichts weiter als ein wchar_t. Wenn das also schlechter Stil ist, hat mich Microsoft verdorben ;).

    Die Char Klasse ist grundsätzlich etwas mehr ja. Aber nachdem der JIT drübergelaufen ist sicher nichtmehr 😉

    Streamer schrieb:

    Richtig, geht in erster Linie darum.

    Naja, der User gibt dir ja offenbar schon eine Factory. Dann gib der eben einfach eine Methode Deserialize() die dir aus einem XML Subtree ein Objekt baut!?

    Streamer schrieb:

    Das ist mir bewusst, nicht bewusst ist mir allerdings wie stark das ins Gewicht fällt. Aber meine Anwendung belegt gerade mal ca. 10MB bei zig geladenen Resourcen. Bei heutigen Rechnern mit 32GB Ram ist das denke ich kein Grund mich leise schämend in die Ecke zu verkrichen.

    Es fällt soweit ins Gewicht dass dein Char nichtmehr 2 sondern 8 Byte belegen wird. Abgesehen davon kann der Compiler nichtmehr wirklich inlinen, d.h. sämtliche Operationen mit deinem Char werden wirklich zu Funktionsaufrufen mit dem damit verbundenen Overhead. Und virtuelle Funktionen sind natürlich auch nicht gratis. Bei fetten Objekten macht das keinen Unterschied. Aber bei einem dämlichen Char sehr wahrscheinlich schon.



  • Streamer schrieb:

    Gut mit der Char-Klasse habe ich einiges Missverstanden gehabt bzw. hat mich irritiert. Was jetzt allerdings an einer Wrapper-Klasse um einen Char* krank sein soll erschließt sich mir nicht. Wie ist denn ein std::wstring implementiert?

    Ok, das ist schon was andres. std::wstring ist ein einfaches

    typedef basic_string<wchar_t> wstring;
    

    Das Ding hat keine virtuellen Funktionen etc. und kompiliert im Ideafall daher auf einen einfach wchar_t Pointer runter, so als hättest du alles handgecodet...


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