Padding bei Klassen die ausschliesslich aus build-in Typen bestehen
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SeppJ schrieb:
camper schrieb:
Wäre es anders, könnte es von vornherein kein C++ auf Plattformen geben, deren ABI etwas anderes aussagt (ob solche Plattformen existieren, ist eine andere Frage, die ich nicht beantworten kann - jedenfalls ist das nichts, was der Sprachstandard zu regeln hätte). Eine solche EInschränkung erscheint mir nicht zweckmäßig.
Das ist doch gerade sehr zweckmäßig, denn dies ist ein großer Schritt hin zu einer einheitlichen ABI (ein großer Vorteil von C gegenüber C++).
Again, du scheinst dem Irrtum zu unterliegen, dass der C Standard irgendwie ein ABI definiert. Das ist nicht der Fall. Weder der C noch der C++ Standard machen irgendwelche Vorgaben darüber, wie genau das Speicherlayout von Objekten auszusehen hat, sie legen mehr oder weniger lediglich ein Minimum an Bedingungen fest, die notwendig sind um überhaupt irgendwas mit der Sprache anzufangen. Es ist einfach nur so, dass die meisten Betriebssysteme auf C basieren und die meisten ABIs daher mehr oder weniger per Definition sind, "was auch immer der native C Compiler macht"...
Ich kann jedenfalls weder im C noch im C++ Standard (bzw. genauer in den mir zur Verfügung stehenden Drafts) etwas finden, das auch nur annähernd darauf hinweisen würde, dass ein struct aus lauter ints garantiert das selbe Speicherlayout wie ein Array aus ints haben müsste, geschweige denn, dass man einen Pointer auf den ersten Member eines solchen struct als Pointer in ein Array aus int auffassen dürfte und schon gar nicht, dass man dabei dann auch noch in irgendeiner Form definierte Ergebnisse erwarten könnte...

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Von mir aus soll es der Standard nicht garantieren.
Es wäre aber vollkommen bekloppt wenn ein Compiler etwas anderes macht.14 Nonstatic data members of a (non-union) class with the same access control (Clause 11) are allocated so that later members have higher addresses within a class object. The order of allocation of non-static data members with different access control is unspecified (11). Implementation alignment requirements might cause two adjacent members not to be allocated immediately after each other; so might requirements for space for managing virtual functions (10.3) and virtual base classes (10.1).
OK. Da steht jetzt nicht dass die genannten drei Punkte die einzigen erlaubten Gründe sind "Löcher" einzufügen.
Ich finde es trotzdem schlecht formuliert. Könnte man ja einfach klar dazuschreiben - ein "among other unspecified reasons" o.ä. wäre der Verständlichkeit hier mMn. durchaus zuträglich.Bzw. die bessere Variante wäre gleich das Layout vorzuschreiben.
Zumindest für ausreichend einfache Fälle könnte man das IMO durchaus.Wobei dann wieder die strict aliasing Regeln dazwischenpfuschen, und viele Dinge die man damit anstellen könnte verbieten. (Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)
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hustbaer schrieb:
(Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)

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volkard schrieb:
hustbaer schrieb:
(Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)

Ist aber nicht in Bausch und Bogen zu verdammen.
struct POINT { int x,y; }; struct rectangle { POINT nw, se; }; void f(){ rectangle rect = { {1,0}, {1,1} }; POINT* pp = reinterpret_cast<POINT*>(&rect); // valide s. 9.2/20 rectangle* pr = reinterpret_cast<rectangle*>(pp); // dto. }
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hustbaer schrieb:
Es wäre aber vollkommen bekloppt wenn ein Compiler etwas anderes macht.
Ich würde mal sagen das hängt von der Architektur ab. Ich finde eine Architektur, wo Speicherzugriffe 4 Byte aligned sein müssen, jetzt nicht gerade so unvorstellbar und es könnte für einen Compiler auf so einer Architektur durchaus Sinn machen, bei einem struct aus lauter shorts dann zu padden...
hustbaer schrieb:
(Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)Witzigerweise ist genau das eines der Beispiele, die dank dem nun eingeführten Standard Layout Kram nun legal sind...

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dot schrieb:
hustbaer schrieb:
(Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)Witzigerweise ist genau das eines der Beispiele, die dank dem nun eingeführten Standard Layout Kram nun legal sind...

Echt?
Und das trotztypedef struct _RECT { LONG left; LONG top; LONG right; LONG bottom; } RECT, *PRECT; typedef struct tagPOINT { LONG x; LONG y; } POINT, *PPOINT;Wie verträgt sich das dann mit Strict Aliasing? Wurde die Regel entsprechend aufgeweicht oder ...?
Wenn das RECT natürlich als
POINT topleft; POINT bottomRight;definiert wäre, dann gäbe es kein Problem. Dann wäre es einfach ein "inner pointer", und die sind ja schliesslichnichterlaubt. Und neue legale Wege zu schaffen wie man so einen "inner pointer" erzeugen kann... OK, das ist ja nicht SO ein Ding.@Furble Wurble
Siehe oben.
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volkard schrieb:
hustbaer schrieb:
(Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)

Hihi, ja, Faulheit siegt halt.
RECT rect = ... HWND hwnd = ... ::ClientToScreen(hwnd, reinterpret_cast<POINT*>(&rect)); ::ClientToScreen(hwnd, reinterpret_cast<POINT*>(&rect) + 1);Würde ich heute nimmer schreiben, aber schon oft gesehen.
Und wenn ich den 2. Aufruf nicht bräuchte, sondern aus irgend einem Grund nur "top-left" ändern will, dann ... muss ich ehrlich sagen, könnte es auch heute noch passieren dass ich das schreibe.
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hustbaer schrieb:
dot schrieb:
hustbaer schrieb:
(Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)Witzigerweise ist genau das eines der Beispiele, die dank dem nun eingeführten Standard Layout Kram nun legal sind...

Echt?
Ok, da war ich etwas zu vorschnell. Mit reinem Pointercast allein geht das nicht, man braucht doch eine union (nur so ist garantiert, dass beide Objekte passend aligned sind):
union { RECT r; POINT p; } stuff; stuff.r.left = 42; if (p.x) ; // wohldefiniert
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hustbaer schrieb:
dot schrieb:
hustbaer schrieb:
(Ich denke jetzt z.B. an einen
reinterpret_cast<POINT*>(&rect)und ähnliche Dinge -- die in Windows-Programmen nichtmal so selten anzutreffen sind.)Witzigerweise ist genau das eines der Beispiele, die dank dem nun eingeführten Standard Layout Kram nun legal sind...

Echt?
Und das trotztypedef struct _RECT { LONG left; LONG top; LONG right; LONG bottom; } RECT, *PRECT; typedef struct tagPOINT { LONG x; LONG y; } POINT, *PPOINT;[...]
Wenn das RECT natürlich alsPOINT topleft; POINT bottomRight;definiert wäre, dann gäbe es kein Problem. Dann wäre es einfach ein "inner pointer", und die sind ja schliesslich nicht erlaubt.Wieso "nicht erlaubt"? Das ist doch genau mein Beispiel - und durchaus erlaubt.
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@Furble Wurble
Oops.
Das "nicht" ist zu viel. Ich glaub ich wollte "nicht verboten" schreiben, und hab dann zu später auf "erlaubt" umformuliert.