EXE gegen Veränderung absichern
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AntonWert schrieb:
Geht sowas?
Nein. Jede Prüfung kann schließlich vom Angreifer selber verändert werden. Du kannst höchstens versuchen, diese Art von Angriffen möglichst kompliziert zu machen. Das nennt man dann einen Kopierschutz. Ich nehme an, es ist bekannt, wie "gut" diese beim Kunden ankommen und das sie trotzdem immer nach wenigen Stunden bis Tagen geknackt werden, oder?
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AntonWert schrieb:
Geht sowas?
Schon mal ueber Raubkopien von Spielen nachgedacht? Nein? Gut, dann sage ich dir was: Die Publischer wuenschen sich auch sowas, leider hat es niemand selbst mit viel Aufwand/Geld geschafft.
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Um es den Angreifern nicht ganz so einfach zu machen, kann man die exe mit diverser Software "durcheinanderbringen", also die gleiche Funktion beibehalten, aber sie für Hexeditoren etc. chaotischer gestalten. Das ist kein wirklicher Schutz, aber erschwert es etwas. Ansonsten gibt es auch Software-Lösungen, welche die exe verschlüsseln und eine Schicht drumbauen, die es absichert.
Nichts ist 100% sicher, aber für wenig Aufwand etwas Sicherheit einzubauen schreckt die meisten schon ab (wobei bei Zielgruppe derjenigen, die mit Hexeditoren exes bearbeiten, vermutlich nicht viele Dinge Sinn ergeben).
Ich nehme an, es ist bekannt, wie "gut" diese beim Kunden ankommen
Das Argument mag ich nicht. Von welcher Branche sprichst Du? Soweit ich es kenne, ist jeder Benutzer an solche Dinge gewöhnt. Das kommt gar nicht auf die Ebene, wo es stört. Oder was genau hast Du im Kopf? Eine exe-Verschlüsselung merkt der Benutzer nicht Mal.
Was ist übrigens "unabsichtliches Verändern"?
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OK erstmals vielen Dank für die Einschätzung.
Unbeabsichtigt wäre z.B. ein banaler Kopierfehler.
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AntonWert schrieb:
Unbeabsichtigt wäre z.B. ein banaler Kopierfehler.
Das geht problemlos mit bis zu 99.99999999999999999999999999999999999999999%iger Wahrscheinlichkeit. Einfach die Prüfsumme (md5 dürfte reichen) der Exe berechnen und in einem externen File ablegen.
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Macht ein modernes Dateisystem nicht eh ne Prüfung nach Kopiervorgang? Oder ein Treiber? Oder das Betriebssystem?
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Eisflamme schrieb:
Ich nehme an, es ist bekannt, wie "gut" diese beim Kunden ankommen
Das Argument mag ich nicht. Von welcher Branche sprichst Du? Soweit ich es kenne, ist jeder Benutzer an solche Dinge gewöhnt. Das kommt gar nicht auf die Ebene, wo es stört. Oder was genau hast Du im Kopf? Eine exe-Verschlüsselung merkt der Benutzer nicht Mal.
Wenn er sich gegen absichtliches Verändern schützen will, ist wohl anzunehmen, dass es um einen Kopierschutz gehen soll. Da ein Softwarekopierschutz reichlich sinnlos ist (siehe oben) ist der nächste logische Schritt das Prüfen eines Hardwaremerkmals (Originaldatenträger. Ist aber zu leicht zu umgehen und Datenträger sind unzeitgemäß) oder Onlinezwang. Beides ist meiner Erfahrung nach nicht sonderlich populär, in keiner Branche. Höchstens mürrisch akzeptiert.
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Richtig SeppJ. Beides muss gegeben sein. Beabsichtigt und unbeabsichtigt.
Wie steht ihr zu einer Dongle-Lösung?
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AntonWert schrieb:
Wie steht ihr zu einer Dongle-Lösung?
Ist das gleiche wie mit allem genannten. Gegen jemanden der wirklich manipulieren will, nützt gar nichts. Die Frage die du dir stellen musst ist, wie hoch du den Aufwand für die Manipulation machen willst und wie viele Nachteile du dabei für den Normalbetrieb verantworten kannst.
Der Schutz vor unabsichtlicher Manipulation ist ziemlich trivial und nervt auch niemanden, auf Prüfsummen bist du ja selber schon gekommen. Schutz gegen absichtliche Manipulation geht im Gegensatz dazu jedoch nicht ohne ein gewisses Maß an Gängelung und ist, wie erwähnt, letztendlich bloß ein Hindernis, aber ein überwindbares. Wurde es einmal von einem Menschen auf der Welt umgangen, dann kann dieser seine Methode veröffentlichen.
Einen Dongle würde ich jedenfalls als Bestrafung des Nutzers sehen und es wäre mir als Nutzer sogar Geld wert, den Dongle zu umgehen. Andere mögen das anders sehen.
P.S.: Ich bin auch mal so verwegen, in die Metaebene zu gehen: Wenn du hier im Forum solche Fragen stellen musst, dann ist wahrscheinlich nichts den Aufwand wert, da sich ohnehin nur eine verschwindend geringe Anzahl an Personen für dein Projekt interessieren wird. Die kannst du eventuell sogar alle persönlich bedienen und ihnen ein verstecktes Wasserzeichen in die Exe machen. Taucht die Exe woanders oder manipuliert auf, kannst du ihnen Vertragsverletzung nachweisen.
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SeppJ schrieb:
[...]und ihnen ein verstecktes Wasserzeichen in die Exe machen. Taucht die Exe woanders oder manipuliert auf, kannst du ihnen Vertragsverletzung nachweisen.
Kann man nicht das Gleiche mit der Prüfsumme erzielen?
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Rew. schrieb:
Kann man nicht das Gleiche mit der Prüfsumme erzielen?
Wie?
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Ob du das Wasserzeichen oder die Prüfsumme einer Exe überprüfst - das Prinzip ist das gleiche. Die Prüfsumme würde ich aber nicht lokal speichern.
Was spricht denn gegen den "Onlinezwang"?
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Das Wasserzeichen hat einen anderen Sinn.
Wasserzeichen soll erhalten bleiben, auch wenn der Angreifer ein paar Bytes ändert.
Checksumme soll anschlagen, wenn auch nur eins geändert wird.Wasserzeichen hat den Zweck, daß man jedem Käufer seine eigene exe bastelt und wenn er sie weitergibt und sie in einer Börse auftaucht, man ihn verklagen kann auf Schadensersatz. Denn man kann nachvollziehen und vor Gericht beweisen, daß er *seine* exe weitergegeben hat.
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Verstehe (und danke für die nette Antwort). Ich dachte aber, dass es dem TE nicht um das Verbreiten, sondern das Ändern der Exe geht.
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Rew. schrieb:
Was spricht denn gegen den "Onlinezwang"?
Es gilt zumindest derzeit als "Krone" der Kopierschütze. Ist natürlich trotzdem nicht unbedingt narrensicher, je nachdem, was der TE genau macht. Und je nachdem was der TE genau macht, ist es auch mit nicht unerheblichem und langfristigem Aufwand verbunden.
Überhaupt könnte man dem TE wohl wesentlich besser helfen (sofern ihm überhaupt zu helfen ist), wenn er mal die Karten auf den Tisch legen würde. Besonders diese Anforderung gegen versehentliche Änderung ist doch sehr merkwürdig und ich weiß gar nicht richtig, was er überhaupt erreichen möchte. Daher gibt's in diesem Thread auch nur Allgemeinfloskeln über Cracks als Antworten.